Anleihen

Aktienmärkte: Powell – unterlassene Hilfeleistung! Marktgeflüster (Video)

Die Aktienmärkte hatten sich von Fed-Chef Jerome Powell Beruhigungs-Signale erhofft – aber Fehlanzeige! Powell blieb in seinem bisherigen Duktus, spielte die Inflation herunter – und gab keinerlei Hinweis, dass er mit den steigenden Renditen ein Problem habe. Und siehe da: aufgrund der „unterlassenen Hilfeleistung“ stiegen die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihe deutlich über 1,5%. Und das wiederum ist Gift für die Aktienmärkte, der Abverkauf der US-Tech-Werte setzt sich damit ungebremst fort. Nun ist folgendes Szenario wahrscheinlich: die Märkte werden testen, wo die Schmerzgrenze der Fed liegt – also die Renditen weiter nach oben treiben. Und solange die Fed nicht „zuckt“, wird es auch für die Aktienmärkte schwierig!

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18 Kommentare

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    Dirk & Hermann Albrecht

    Gründe vielleicht, Luft rauslassen, was ist mit der Geopolitik. Der Crash 1929 war die Vorrausetzung Fuss zu fassen in Europa. Und mit China, wie wird da die USA vorgehen?

    1. Interessante Frage, die USA ist gespalten in eine Grand Oldfathers Party (GOP) mit Gedankengut aus dem 18. Jahrhundert und eine irgendwie demokratisch-konservativ-linke Fraktion aus dem 20. Jahrhundert. Dazu ein paar föderale Küstenstaaten, die im 22. Jahrhundert leben. Und eine Wallstreet aus einen Paralleluniversum.

    2. Avatar
      Dirk & Hermann Albrecht

      Wir Antworten uns selbst, der Fugi hat ka Zeit, er muss in Keller geh’n und die Aktien aufwischen die leicht abgesoffen sind. Heute wird’s besser oder schlechter, wir werden es sehen!

    1. @Schum Peter, Sie sprechen mir aus dem Herzen. Kein Ökonom, kein Philosoph, kein Soziologe hat die Zukunft und die sozio-ökonomische Entwicklung besser antizipiert.

      Bemerkenswert finde ich folgende Zeilen:
      Wenn die einst gewaltigen durchschnittlichen Steigerungsraten der kapitalistischen Produktion eines Tages Geschichte geworden sind, wenn sich also die Wirtschaft einem stationären Zustand, das heißt einem Zustand mit nur noch geringem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum nähert, dann ist nach Schumpeter der Zeitpunkt gekommen, wo ein Übergang von der kapitalistischen zu einer sozialistischen Wirtschaftsordnung erfolgen soll und wird. Dieser Übergang ist unproblematisch, weil die ehemalige Konkurrenz vieler kleiner Unternehmen den Großbetrieben gewichen und der frühere Unternehmertyp weitgehend verschwunden ist und weil der Kapitalismus seine Unterstützung in der Bevölkerung verliert

      Der Übergang stellt folglich keinen fundamentalen Umbruch mehr dar, sondern im Grunde nur einen Wandel, der sich ohne Revolution und Gewalt – also durch Wahlen demokratisch legitimiert – zu einem demokratischen Sozialismus vollziehen kann. Wenn die Bevölkerungsmehrheit dem Kapitalismus ihre Gefolgschaft versagt, werden die Aktionäre einer Enteignung gegen eine angemessene Entschädigung keinen großen Widerstand entgegensetzen. Während das kapitalistische System in Zeiten dynamischer Wirtschaftsentwicklung überlegen war, kann nun, wo die gesamte Wirtschaft zunehmend statisch wird, der Sozialismus seine Vorteile ausspielen, die laut Schumpeter im Fehlen störender Konjunkturzyklen, größerer Planungssicherheit der Betriebe und geringerer Arbeitslosigkeit bestehen sollen.

  2. Aber Herr Fugmann, jetzt haben wir seit Jahren die Manipulationen kritisiert und jetzt wo Jerome die Märkte einfach nur ein klein wenig laufen lässt, sollte es auch nicht recht sein.Schauen sie die parabolischen Charts an bei den US- Indices, es ist allerhöchste Zeit ein wenig Luft abzulassen.Das Problem ist,dass jetzt Bonds und Aktien gleichzeitig fallen und und so riesige Verluste produzieren.In normalen Zeiten steigen bei guter Wirtschaft die Aktien und die Zinsen, d.h. die Bonds fallen.Das gibt einen gewissen Ausgleich.
    Da in den letzten Jahren die künstlich tiefen Zinsen die Bonds und die Aktien gleichzeitig steigen liess hat zum jetzigen Problem der gleichzeitigen Korrekturen geführt,was schmerzlich ist.Powell muss jetzt Luft rauslassen bis Bonds und Aktien wieder vernünftig bewertet sind, es gibt keinen andern Ausweg.Klar hat die Pandemie den Zinsverfall noch beschleunigt, aber dass dabei die Aktien weiter gestiegen sind war irrational.Die jetzige Reaktion der Märkte ist normal und ist jetzt nicht mehr manipulierbar ohne noch grössere Nebenwirkungen.
    Anders gefragt, wie sollte die Notenbank die Bonds, die Schrottanleihen, die Hypozinsen die Rohstoffe und den Dollar noch kontrollieren können?

  3. Der Fugi ist einfach genial :-)

  4. „dass niemand diese Staatsanleihen wirklich will“…..
    Ich verstehe das im Repo anders. Jemand der gegen die Sicherheit der Anleihe Geld im Repo verleiht, bekommt für dieses Geld keinen positiven (sonst üblich), sondern negativen Zins (-4%p.a.). Soweit klar. Das deutet aber darauf, dass jeder diese Anleihe unbedingt haben will. Für den Erhalt der Anleihe gebe ich jemanden kurzfristig mein Cash zu -4%. Der Bond ist „special“ im Repo, also total gefragt. Ich will die Anleihe so dringend haben, dass ich Dir mein Geld zum negativen Zins gebe…..
    Es deutet also auf eine riesige Nachfrage nach der Anleihe und damit riesiges Short-Squeeze-Potential, oder? Einige Shorties hatten ja Angst, dass Powell einen Squeeze auslösen könnte. Oder?

    1. So interpretiere ich das auch.

    2. Die hinterlegten Anleihen kann ich leer verkaufen und damit darauf setzen, dass die Zinsen steigen (müssen) weil Inflation kommt. Aufgrund der gedrückten Zinsen ist das Potential riesig.
      Andererseits entsteht so natürlich auch ein Druck auf die FED, der auch ganze anderen Interessen dienen kann.

      Problem ist hier, dass die FED die realen Verhältnisse zuverlässig verkennt. Das Spiel an den Finanzmärkten durchschauen sie, aber wie es in der Realwirtschaft aussieht und bei den Menschen, davon haben sie keine Vorstellung. Es kommt in ihrem Alltag einfach nicht vor. Wenn man solchen Menschen etwas erklärt, schaut man immer in Augen die völliges Unverständnis preisgeben.

    3. Sorry, ich war zu schnell. Was noch fehlt: Weil die FED die reale Lage verkennt, läuft sie immer wieder Gefahr, ungewollt einen Weltenbrand auszulösen. (Wobei das theoretisch natürlich auch mal gewollt sein könnte, aber das werden wir nie erfahren.)

    4. hallo leftutti,

      Der Übergang stellt folglich keinen fundamentalen Umbruch mehr dar, sondern im Grunde nur …………….größerer Planungssicherheit der Betriebe und geringerer Arbeitslosigkeit bestehen sollen.

      dies trifft in meinen augen nicht zu. aus einem einfachen grund. durch den bevölkerungswachstum ist für den kapitalismus genug wachstum zu generieren.

      mikro gesehen ( deutschland ), sind wir dabei ganz legal diesen sxhumpeter-sozialismus zu integrieren. das ist meiner ansicht nach gewollt.
      vielleicht unser beitrag für den klimawandel.
      also meine makro/mikro fazit: mikro ( deutschland ) wird mit gesetzen der sozialismus/kommunismus schrittweise eingeführt. makro gesehen geht der kapitalismus in vollem umfang weiter.

      also, wie heisst das wort welches sozialismus und kapitalismus vereint. genau dieses neue system bekommen wir.

      bitte um aufklärung eines eventuellen denkfehlers meinerseits. danke vorab

      1. @md, es ist schön, mal wieder von dir zu hören, mein Freund!

        Vorab sei darauf hingewiesen, dass diese Aussagen vor etwa 110 Jahren von Schumpeter getroffen wurden. Und dass es genau und einzig diese großteils erstaunlich präzise Antizipationsfähigkeit über einen derart langen Zeitraum ist, vor der ich den Hut ziehe, und nicht etwa irgendwelche hinein projizierten politischen Ideologien oder Einstellungen, die er so ohnehin nie vertreten hat. Im Gegensatz zu der bekannten marxschen Prognose vom „Marsch in den Sozialismus“ versteht Schumpeter darunter eher einen schleichenden Prozess von innen heraus, den er politisch mitnichten begrüßt. Dementsprechend ist es natürlich völlig fehl am Platz, Schumpeter als Sozialisten oder gar Kommunisten zu bezeichnen, nur weil er die Entwicklung richtig und logisch-konsequent vorausgesehen hat.

        Und noch viel mehr fehl am Platz ist der obligatorische Verweis auf den Klimawandel, der bei diesem Thema schon mal gar nichts zu suchen hat. Was das betrifft, solltest du dich schleunigst von der Krall‘schen Gehirnwäsche des Theorems von einem Klimasozialismus befreien, da dir durch diesen Pflock im Hirn ansonsten der sachliche Blick auf größere Zusammenhänge und ein freies, selbstbestimmtes Denken für immer verwehrt bleiben wird.

        Doch zurück zum Thema und zu Schumpeter. Er spricht von demokratischem Sozialismus, von einer sozialistischen Wirtschaftsordnung und prognostiziert vor langer Zeit schon die Entwicklung einer demokratisch legitimierten Form der sozialen und geregelten Marktwirtschaft, welche mit den üblichen provokativ-spalterischen, konservativ-liberalen Kampfbegriffen von Sozialismus und Kommunismus nur wenig gemein hat.

        Des Weiteren trifft er, völlig zurecht, eine klare Unterscheidung zwischen freiem Unternehmertum und Kapitalismus: Unternehmer ist nach Schumpeter nur der, der eine neue Kombination (Innovation) durchsetzt. Die Prämie für die Neuerung stellt der Unternehmergewinn dar. Der innovative Unternehmer erzielt zunächst einen Monopolgewinn, der Nachahmer auf den Plan ruft, so dass die Gewinnspanne mit der Zeit dem Wettbewerb zum Opfer fällt. Wenn er Unternehmer bleiben will, muss er weiter nach neuen Kombinationen suchen. Die Funktion des Kapitalisten ist es hingegen, Kapital in Form des Kredits zur Verfügung zu stellen, für das er einen Kapitalzins erhält. Angesichts seit Jahrhunderten stetig sinkender Zinsen ein weiterer Grund und Beleg dafür, dass sich der Kapitalismus im Laufe der Zeit von selbst, aus sich heraus, zerstören wird.

        Was die von dir angesprochene Bevölkerungsentwicklung betrifft, muss meiner Ansicht nach deutlich zwischen Industrie- oder Transformationsländern in Europa, Russland, Nordamerika, Japan sowie Australien und Neuseeland und Schwellen- bzw. Entwicklungsländern unterschieden werden. Wobei seit längerem eine interessante Entwicklung zum Zwitterwesen zwischen Entwicklungsland und Turbokapitalismus in den USA zu beobachten ist: Einschränkungen bei der Gesundheitsversorgung, mangelhafte Bildung, prekäre Beschäftigungen zuhauf, eine hohe Analphabeten- und Arbeitslosenquote einerseits, gewaltige Monster-Monopolkonzerne und eine völlig abgehobene, losgelöste Finanzwirtschaft auf der anderen Seite. Dazu Helikoptergeld für alle und ein sog. Notenbanksozialismus, wie man heute in Finanzweltkreisen so schön zu sagen pflegt. Und eine gesellschaftlich-wirtschaftliche Spaltung, wie sie tiefer kaum sein könnte.

        Wo immer die rigorose Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft aufgrund von starker Konkurrenz (hohe Bevölkerungszahlen), von Armut, Existenzängsten und mangelnder Bildung noch funktioniert, mag auch die klassische Form des Kapitalismus noch eine Zeit lang weiterbestehen können. Doch sprechen wir hier nicht hauptsächlich von großen Teilen Afrikas und einigen südostasiatischen Ländern, die zusehends mehr von der nimmersatten Hydra namens China überrollt, ausgeschlachtet und missbraucht werden? Womit wir bei nächsten Mischwesen wären, China, eine seltsame und irgendwie furchterregende Mischung aus kommunistischer Diktatur, Planwirtschaft, freiem Unternehmertum und Turbokapitalismus.

        https://de.wikipedia.org/wiki/Schwellenland#/media/Datei:Imf-advanced-un-least-developed-2008.svg
        http://www.oecd.org/dac/financing-sustainable-development/development-finance-standards/DAC-List-of-ODA-Recipients-for-reporting-2020-flows.pdf

        USA und China, die zwei großen Blöcke und Mischwesen, die auf den Schultern der eigenen Bevölkerung, der restlichen Welt und auch der globalen Umwelt ihre alles andere als sozialen Systeme, Interessen und Animositäten austragen.

        Dein Mikro-Makro-Fazit müsste also etwas differenzierter ausfallen, wobei du natürlich keinesfalls grundsätzlich falsch damit liegst:
        1. Nicht nur Deutschland, sondern viele Industriestaaten mit vergleichbarer demographischer und wirtschaftlicher Entwicklung schlagen einen ähnlichen Weg hin zum freiwilligen, demokratischen Sozialismus ein. Ein offizieller Begriff existiert meines Wissens nach noch nicht dafür, wie wäre es mit „sozial-ökologische planlose Lobby-Marktwirtschaft“?
        2. Die zwei größten Volkswirtschaften weltweit mit einem BIP-Anteil von 40% entwickeln sich aus völlig unterschiedlichen Richtungen her zu sozio-politisch-ökonomischen Formen, für die es ebenfalls noch keinen passenden Begriff gibt. Da kann ich dir leider auch nicht weiterhelfen. Die eine vielleicht „patriotisch-nationalistisch-sozial-progressive Fragmentierung mit partiellen Parallelwelten“, die andere „kommunistisch-diktatorisch-turbokapitalistisches Ausbeuter-Konglomerat“.

        Falls es dich interessiert, zwei interessante Wikipedia-Artikel zu Schumpeter:
        https://de.wikipedia.org/wiki/Theorie_der_wirtschaftlichen_Entwicklung
        https://de.wikipedia.org/wiki/Kapitalismus,_Sozialismus_und_Demokratie

  5. @Felix – danke für die Erklärung. So wird verständlich, was am Repo-Markt abgeht: Alle wollen die Staatsanleihen geliehen haben, um damit short zu gehen… Die potentiellen Short-Gewinne dürften die 4% p.a. „Ausleihgebühr“ wohl locker übersteigen.

    1. lefutti mein freund, danke für deine aufklärung. ich hatte schumpeter so verstanden, daß der demokratische sozialismus dann beginnt, wenn der zenit erreicht ist; heisst, wenn angebot und nachfrage aus dem gleichgewicht kommen. also auf dem markt viel mehr angebot als nachfrage herrscht bzw weltweit viel mehr produziert wird als benötig.

      desweiteren, haben wir in den letzten jahren vermehrt verbote aufgezwungen bekommen bzw. demokratische verbote wie zb. man wollte manche autobahnen verbieten zu durchfahren, kreuzungen, städte, dann der aufschrei gegen suv’s, dann die fff bewegungen, konsum regulierung, uvm.
      und wenn ich über den teich schaute haben andere länder in allen kontinenten ihr alltägliches freies leben weiter geführt.
      und in meinen augen war das schon ein versuch der sozialisten/kommunisten in deutschland, unter verwendung bzw trumpfkarte „klima“ einen „demokratisxhen“ sozialismus zu installieren.

      gott sei dank, sind seit beginn der corona pandemie, sind diese verbotskultur parteien zurück gedrängt worden.

      kannst du mich diesbezüglich aufklären.

      vg dundar

      1. sorry, diesen satz

        -gott sei dank, sind seit beginn der corona pandemie, sind diese verbotskultur parteien zurück gedrängt worden.

        nicht falsch verstanden.

        1. @md, richtig verstanden, sind wegen all der Tragödien und Skandale, wegen all der Korruption und freien Bedienmentalität nur die etablierten Parteien etwas zurück gedrängt worden.

          Hat nebenbei jemand an den 10-Jahrestag von Fukushima zurückgedacht, der vor wenigen Tagen und für viele Jahrzehnte in die Zukunft betrauert werden sollte? An die Abermillionen extrem verstrahlten Wassers, das nun früher oder später in die Ozeane eingeleitet werden muss, weil Plan B von Beginn an nicht vorgesehen war?

          Statisch immer, vorwärts nimmer!
          Noch viel schlimmer, rückwärts gerne, nur kein Tempo, keine Innovationen, nur kein Wandel, Bewährtes ist für immer gut. Klimawandel gibt es nicht, Corona eigentlich auch nicht, wird sinnlos übertrieben. Warten wir ab, bis sich die Spinner wieder eigekriegt haben.

      2. Oh mei, @md, jetzt wirst du anstrengend. Schreibst beim Lausi deine Antworten an mich. Was ist los, geht es dir nicht gut, mein Freund? Bist du verwirrt, hast du eine freiheitliche Diesel-SUV-Blockade?

        Den Schumpeter hast du völlig falsch verstanden, denn der versteht die Wirtschaft als sozio-ökonomische Entwicklung, als Prozess. Nicht als statischen und klassischen, immerwährenden Zustand, wie du ihn gern hättest. Der Schumpeter hat schon lange vor deiner Geburt in wirklich schweren Zeiten verstanden, dass Fakten, Erkenntnisse und Werte sich andauernd ändern werden und müssen…

        Freiheit, mein Freund, ist fortschreitender Prozess und gleichzeitig statische Befindlichkeit, je nach Ansicht, wie sie relativer nicht sein könnte. Ein freies Leben ist ein wertvoller Begriff, den man nicht leichtfertig mit überbordender Mobilität verwechseln sollte.

        In der Türkei zum Beispiel wollen viele Millionen Frauen frei sein, und nicht herumlaufen, wie katholische und unterwürfige Pinguine im 15. Jahrhundert. Sie wollen keine Sklavinnen von idiotischen Machos sein, nur weil sie zufällig ein „falsches“ Chromosom besitzen. Und freie Journalisten wollen frei berichten, ohne gleich wegen Majestätsbeleidigung in den Folter-Knast zu wandern.

        Für dich in Deutschland bedeutet Freiheit, mit einem 20-Liter-Diesel-SUV über die deutschen Autobahnen rasen zu können. Oder die Innenstädte zu verpesten und zu verstopfen. Das verbietet dir auch niemand. Du musst nur dafür zahlen, und das ist auch gut so. Schau nur mal über den Teich, oder auch nur über die näheren Grenzen. Nirgendwo auf dieser Welt darfst du schneller als max. 130 auf den Highways rasen. Meistens eher nur 100 bis 120, und das übrigens seit jeher.

        Jetzt stell dir vor, dass viele Leute, vielleicht sogar eine Mehrheit, beschließen, dass Freiheit für sie ein Leben in sauberer Luft und Umwelt ist. Dass SUVs in Innenstädten einfach nerven, dass Fußgänger und Radfahrer dort ohnehin seit jeher Vorfahrt haben.

        Was verschafft dir die Fähigkeit und Kompetenz vor all diesen Menschen, Freiheit zu definieren?

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