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Aktuell: Bitcoin-Kurs verliert kräftig, nachdem zweitgrößte chinesische Bitcoin-Börse Handelsstopp ankündigt

Der Bitcoin-Kurs verliert heute 10,6% auf 3.470 US-Dollar. In China soll der Absturz in Yuan noch stärker sein. Einen Durchschnittskurs oder zentralen Börsenkurs kann man ja bei Bitcoins…

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FMW-Redaktion

Nach dem chinesischen Verbot der „Initial Coin Offerings“ (ICO) und den Berichten über das generelle Börsenverbot von Bitcoin-Handel in China haben Beobachter der Szene gestern und heute gedacht: Hey, die großen Bitcoin-Börsen in China (OkCoin, Huobi und BTC China) sind nicht geschlossen, der Handel läuft, also ist alles gut. Aber eine dieser drei „Börsenplätze“ nämlich BTC China verkündet heute, dass man nicht per sofort, aber zum 30. September den Handel einstellt (siehe Tweets).

Ab sofort akzeptiert BTC China auch keine neuen Registrierungen mehr. Die Entscheidung des Handelsstopps habe man gefällt nach vorsichtiger Berücksichtigung der Aussagen chinesischer Behörden, die Risiken vorbeugen wollten im Zusammenhang mit der Mittelbeschaffung durch Bitcoin-Token. Der ebenfalls chinesische Anbieter „Bitkan“ hatte gestern verkündet ab heute den außerbörslichen Handel (Over the Counter) mit Bitcoins und Bitcoin Cash einzustellen.

Der Bitcoin-Kurs verliert heute 10,6% auf 3.470 US-Dollar. In China soll der Absturz in Yuan noch stärker sein. Einen Durchschnittskurs oder zentralen Börsenkurs kann man ja bei Bitcoins nicht nennen, was im Wesen des Produkts liegt!

Wir meinen aber: Es ist durchaus möglich, dass dieser kleine Schock nur von kurzer Dauer ist. Denn beispielsweise sagte Leonhard Weese, Chef der „Bitcoin Association of Hong Kong“ erst vor Kurzem, dass bei einer zunehmenden Regulierung in Festland-China das Bitcoin-Business nach Hong Kong umziehen könnte. Gut, Hong Kong gehört zwar offiziell zu China, ist aber eine Sonderwirtschaftszone mit eigener Regierung (auch wenn sie gegängelt wird durch Peking).

Aber selbst wenn Hong Kong unter Peking´s Druck ebenfalls Bitcoins härter regulieren sollte: Es ist eine virtuelle Internet-Währung, deren Betreiber von der Mongolei aus, von Simbabwe oder auch von Bolivien aus arbeiten können. Außerdem hat der Anteil des chinesischen Handelsvolumens an Bitcoins nach Marktgerüchten eh deutlich abgenommen, weil sich Ausländer immer stärker dafür interessieren.

Angeblich hat China letztes Jahr noch einen Anteil am Handel mit Kryptowährungen von 90% gehabt, der jetzt unter 50% gefallen sein soll. Aber wer weiß das schon so richtig. Wenn Handelsplätze auf ausländischen Servern liegen, und Chinesen dort online handeln, ist das dann noch chinesischer Marktanteil? Wir berichteten jüngst erst darüber. Die Notenbanken der großen Industrienationen (wozu wir auch langsam mal China zählen sollten) haben ein ernsthaftes Interesse daran, dass Kryptowährungen ihnen nicht den Rang ablaufen.

Denn je bedeutender virtuelle Onlinewährungen aus dem Netz für immer mehr Menschen werden, desto weniger kann eine Notenbank oder eine Regierung Konsumverhalten etc durch Zinsen beeinflussen. Aber es gibt ja immer noch genauso Menschen, die Bitcoins und Co einfach nur für eine gigantische Spinnerei und einen großen Betrug halten!

29 Kommentare

29 Comments

  1. Avatar

    Rolesch

    14. September 2017 16:50 at 16:50

    ….das klang nun fast schon nach einer Kaufempfehlung (…wenn die Kanonen donnern!)?

    • Avatar

      Feldmaen

      14. September 2017 17:28 at 17:28

      ETH, starke Unterstützung bei 240$…

  2. Avatar

    Walter Schmid

    14. September 2017 17:25 at 17:25

    Ich gehöre zu den Menschen, die Bitcoins und Co einfach nur für eine gigantische Spinnerei und einen großen Betrug halten!

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      Feldmaen

      14. September 2017 19:48 at 19:48

      Wer betrügt denn hier wen?

      • Avatar

        Walter Schmid

        15. September 2017 13:33 at 13:33

        Wenn es stimmt, dass sich die Initiatoren von Kryptowährungen eine große Menge an Coins zum Startkurs selbst auf Halde legen, um sie später für ein Vielfaches zu verkaufen, dann ist das sehr wohl Betrug!

        • Avatar

          Feldmaen

          15. September 2017 14:40 at 14:40

          Wer waren denn diese Initiatoren ihrer Meinung nach?

          • Avatar

            Walter Schmid

            16. September 2017 18:49 at 18:49

            Woher sollte ich das wissen, wenn nicht einmal die Existenz des „Urvaters“ Satoshi Nakamoto geklärt ist?

    • Avatar

      joah

      14. September 2017 23:43 at 23:43

      Sie werden es kaum glauben: wenn man es auf die Grundprinzipien herunterbricht, dann entsprechen die Wertpapierbörsen exakt dem gleichen Schema.

      • Avatar

        Walter Schmid

        15. September 2017 13:37 at 13:37

        Da haben Sie gar nicht mal so unrecht. Allerdings gibt es schon einen beachtlichen Unterschied zwischen Aktien und Kryptowährungen. Bei Aktien stehen trotz aller Verzerrungen an den Börsen reale Werte dahinter, wie stark diese auch immer über- oder unterbewertet sein mögen.

        • Avatar

          Gerd

          15. September 2017 14:29 at 14:29

          Ein beachtlicher Unterschied. Genau.
          Und das gilt auch im Vergleich Kryptos zu den (FIAT)Währungen. Selbst wenn durch die leidige Gelddruckerei der Notenbanken bei Letzteren keine 100%-Deckung mehr vorhanden. Es gilt vom Prinzip her immer noch der Grundsatz, dass die vorhandene Geldmenge in etwa dem Wert der Wirtschaftsgüter und dem sonstigen Bimborium entspricht. Und 97% (sage ich mal so) dürfte die Deckung noch immer ausmachen.
          Aber den Krypo-Dingenskirchen steht ja nun mal rein gar nichts gegenüber. Sie sind für mich ein NICHTS – zumindest so wie sie jetzt existieren. Und das ändert sich auch nicht dadurch, dass man diese Nichtsnutze ganz vornehm mit der Definition „Währung“ umschreibt. Krypto-Währung? Von wegen. Krypto-Nichts.

          Was nicht heißt, dass bald schon niemand mehr so ein Dingenskirchen kaufen wird und der Wert auf Null ginge. Auch Tulpenzwiebeln werden heutzutage noch immer gehandelt – wobei man da allerdings sogar noch was Reales in die Hand bekommt

  3. Avatar

    Steve

    14. September 2017 19:10 at 19:10

    Naja .Laaach…mit Zinsen wird grade gar nichts geregelt .

    Höchstens mit zinsdrohungen :p

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    Beobachter

    14. September 2017 19:10 at 19:10

    @ Walter Schmid,total einverstanden,ich habe kürzlich geschrieben, Bitcoin sei ein SCHNEEBALLSYSTEM hoch 10. Mich erstaunt dass in der heutigen informierten Welt so viele Leute an diese wunderbare Geldvermehrung glauben ,vielleicht sind die Notenbanken ein schlechtes Vorbild, die sind ja anscheinend immer noch überzeugt dass Gelddrucken ohne Hinterlegung eines Gegenwertes funktioniert.

    • Avatar

      Walter Schmid

      15. September 2017 13:50 at 13:50

      Kryptowährungen sind zwar im eigentlichen Sinne kein Schneeballsystem, aber in der Tat vielleicht 10 mal schlimmer. Und ja, es ist wirklich erstaunlich, aber schon zu allen Zeiten fielen die Leute auf Schneeballsysteme und alles, was man noch diesem Bereich zuordnen könnte, herein. Manche sogar mehrmals.
      Und Ihren Vergleich mit dem Gelddrucken der Notenbanken finde ich sogar sehr treffend.

      • Avatar

        Feldmaen

        15. September 2017 14:24 at 14:24

        Wissen Sie denn wie Bitcoin funktioniert? Das Minen eines einzigen Bitcoins kostet ca. 1000$, das Drucken einer Dollarnote gerade mal das Papier auf dem es steht. Geschäftsbanken können Giralgeld aus dem nichts schaffen, per Mausklick! Aber Bitcoin ist Betrug? Sie haben es nicht verstanden…

        • Avatar

          Gerd

          15. September 2017 14:36 at 14:36

          Übrigens wissen Sie, was da MINEN an Energie kostet?
          So viel wie eine Großstadt verbraucht, las ich gestern.
          Aber das Klima machen nur unsere Autos kaputt?!?

          • Avatar

            Feldmaen

            15. September 2017 14:47 at 14:47

            Da haben sie ja nicht unrecht! Ich kann nur dieses Schubladen denken nicht ausstehen!
            Bitcoin ist eine Bewegung, dahinter stehen nicht ein paar Abzocker….

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            Wolfgang M.

            15. September 2017 16:12 at 16:12

            Ja Gerd, ich hatte schon am 4.September über den Energieverbrauch beim Gebrauch der Kryptowährungen geschrieben. 12 Terrawattstunden, soviel wie ganze Staaten verbrauchen < Nr.80 auf der Welt. Es werden immer mehr Rechenoperationen. Mining verbraucht soviel Energie, dass es sich in vielen Ländern gar nicht mehr rentiert. Einfache Transaktionen benötigen das 1000- fache einer Visa-Überweisung. Wenn es da keine technische Verbesserung gibt? Ich frage mich, wieso in Zeiten der Diskussion über die Klimaerwärmung dies überhaupt nicht erwähnt wird.

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          Walter Schmid

          16. September 2017 19:21 at 19:21

          @ Feldmaen
          Nein, ich weiß nicht, wie Bitcoin funktioniert. Ich habe aber auch den Eindruck, ich muss es gar nicht wissen, um mir ein Urteil zu bilden. Als ich mich dahingehend vor einiger Zeit über Wikipedia informieren wollte, brach ich die Lektüre nach 15 Minuten ab. Ich wollte meine Zeit einfach nicht weiter opfern für ein aus meiner Sicht praxisfernes Hirngespinst, dem unüberschaubare Risiken und Unwägbarkeiten anhaften. Ich kann mich hier den Betrachtungen von Markus Fugmann in Gänze anschließen.

          • Avatar

            Feldmaen

            17. September 2017 21:49 at 21:49

            Ich muss nicht wissen wie etwas funktioniert um mir eine Meinung bilden zu können? Ist das wirklich ihr Ernst? Und Wikipedia ist ja nun wirklich keine Wissenssammlung mit deren Hilfe man sich eine unabhängige Meinung bilden kann, da wird zensiert und manipuliert bist die Balken sich biegen. Vielleicht lesen sie sich Mal das Whitepaper von Satoshi Nakamoto durch, dann wissen sie auch welche Absicht hinter Bitcoin von Anfang an stand. Hier geht es um eine Alternative zum zentralisierten und von den Banken kontrollierten Geldsystem. Alle jammern wie ungerecht und fehlerhaft dieses doch ist, aber mögliche Alternativen werden dann als Schneeballsystem oder Betrug abgestempelt ohne dass sich vorher mit der Materie auseinander gesetzt wurde. Bitcoin Whitepaper kann man googeln, ist 9 Seiten lang und auf jeden Fall lesenswert. Auch für Herrn Fugmann und FMW meiner Meinung nach Pflichtlektüre wenn auf dieser Seite weiterhin seriös über Bitcoin berichtet werden soll. Vielleicht endet Bitcoin in einer Blase, aber die Idee dahinter bleibt für mich revolutionär, auch wenn viele Fragen noch geklärt werden müssen.

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            PK

            18. September 2017 07:22 at 07:22

            @Feldmaen:
            Ich glaube es ist schon richtig, daß man die Blockchaintechnologie und die dahinter stehende Mathematik nicht im Detail verstanden haben muss um das Gesamtbild zu erkennen. Und da ist es eben so, daß es unendlich viele Kryptos geben kann und die aktuelle Entwicklung zeigt ja, daß die Zahl er Icos explodiert.
            Klar ist es cool, wenn man an einer Hipsterbar seinen Espresse mit Bitcoin bezahlt, aber für B2B wird es keine Rolle spielen, solange der Kurs nicht gegen solche massiven Schwankungen gesichert ist. Hier wirkt ein großes Volumen wie das einer Leitwährung eben als Puffer.
            All das wird aber letztendlich nicht die Hauptrolle spielen sondern einfach die Tatsache, daß die Coins schlichtweg als Zahlungsmittel nie im großen Masstab erlaubt wird (es sei denn, die Zentralbanken selber setzen auf die Blockchain Technologie, das wird dann aber sicher nicht Bitcoin sein). Das widerspricht komplett dem Anspruch der Zentralbanken auf Kontrolle der Zahlungsströme und der angestrebten Besteuerung.
            Ich glaube eher, die Begeisterung über Blockchain und die Beschäftigung mit deren Details vernebelt da sogar den Blick, man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

          • Avatar

            Feldmaen

            18. September 2017 07:53 at 07:53

            Ihre Sichtweise ist ja auch völlig in Ordnung. Ich sehe gerade auch viele Gefahren und einen Hype in der Kryptoszene. Nur sollte man vorsichtig sein die Kryptowährungen allgemein in eine Schublade der Hirngespinste und des Betruges zu schieben, so wie es hier in einigen Kommentaren der Fall war. Alles weitere werden wir in Zukunft erfahren. Und lesen sie bitte das Whitepaper…

        • Avatar

          Walter Schmid

          16. September 2017 19:34 at 19:34

          @ Feldmaen
          Wenn das Minen eines einzigen Bitcoins wirklich 1.000 USD kostet, so ist die fehlende Effizienz schon allein damit unter Beweis gestellt. Da sind die Notenbanken deutlich effektiver in der Produktion eines an sich wertlosen Zahlungsmittels.

  5. Avatar

    Feldmaen

    14. September 2017 20:13 at 20:13

    Also wer denkt das Kryptowährungen eine riesen Blase sind, wir die Höchstkurse aber noch nicht gesehen haben, dem sollte jetzt eine leuchtend grüner „Kaufen“ Button im Hinterstübchen erscheinen!

  6. Avatar

    Bademeister

    14. September 2017 21:41 at 21:41

    PLUS 500….von FMW empfohlen…und die Website ist gerade nicht erreichbar…sehr vertrauenserweckend! Kaufe nichts, das sich (im Falle des „Falles“) nicht shorten lässt!!

    • Avatar

      Markus Fugmann

      14. September 2017 21:56 at 21:56

      @Bademeister, also bei mir geht es!

      • Avatar

        Bademeister

        14. September 2017 22:16 at 22:16

        Sorry Herr Fugmann, der Button rechts oben funktioniert tatsächlich, der Button weiter unten im Text aber nicht. Mein Fehler!!
        Der Borgmann hat aber trotzdem nichts auf einer so guten und seriösen Seite wie FMW als „Redakteur“ zu suchen, stimmt ja auch so sicher nicht. Der schreibt höchstens alle paar Monate ein Gastkommentar…und muss Glück haben wenn er nicht danebenliegt. Da hilft auch das neue Outfit mit Anzug nix…der Mann ist nicht seriös genug für FMW….aber das entscheiden ja andere…das mit seinen Wikis, die ja DAS Aushängeschild/Visitenkarte eines jeden Analysten sein sollten, ist jedenfalls so!

  7. Avatar

    Bademeister

    14. September 2017 22:03 at 22:03

    Finde, dass Herr Fugmann und sein FMW-Team täglich hervorragende Arbeit leisten. Mir fiel aber heute, neben dem PLUS 500 – Flop noch folgendes auf: Wenn man auf der FMW-Seite die Rubrik „Über uns/Die Redakteure“ anklickt, erscheint weiter unten ein gewisser Michael Borgmann. Da muss es sich um einen Irrtum handeln, denn abgesehen von manchem charttechnischen Glückstreffer ist der Mann sowas von einer Flasche. Bevor ihr auch nur einen Cent in seine Tipps verschwendet…checkt mal seine Wikifolios unter dem Pseudonym „Superporcus“…das kann die Oma mit der Bild-Zeitung besser.
    @Herr Fugmann Zwischendurch a bissl ausmisten könnt nicht schaden…auf einer FMW-Seite, die täglich besser wird!

    • Avatar

      joah

      14. September 2017 23:51 at 23:51

      Vielleicht ist auch nur die Erwartungshaltung zu hoch angehangen: ein technischer Analyst handelt nicht nach Fundamentaldaten, sondern kratzt immer nur im Bodensatz des Kaffeebechers herum und malt (bunte) Bildchen.

      • Avatar

        joah

        14. September 2017 23:59 at 23:59

        …und wenn er sich dann mal „hochgekratzt“ hat, kommt eventuell soetwas dabei heraus. 😀

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Tesla baut europäische Gigafactory nahe dem BER in Brandenburg

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Was für eine Ankündigung. Tesla-Chef Elon Musk erschien gestern überraschend bei der Preisverleihung der „Auto Bild“ in Deutschland. Und zack, da sagte er (im Video ab Minute 43 sichtbar), dass Tesla übrigens seine erste Produktion in Europa, die weltweit vierte sogenannte Gigafactory, nahe Berlin bauen werde, genauer gesagt nahe dem im Jahr 2198 fertiggestellten Flughafen „BER“. Der Standort werde genauer gesagt laut Tagesspiegel auf einer Fläche im brandenburgischen Grünheide im Landkreis Oder-Spree südöstlich von Berlin liegen. Auf Twitter wurde Musk später präziser, und sprach davon, dass dort Batterien, Antriebsstränge und Autos gebaut werden sollen. Ab 2020 werde das Modell Y auf den Markt kommen, und es werde auch in der Fertigung in Brandenburg gebaut als erstes Modell gebaut. Und, so Musk, man werde beim Bau der Fabrik definitiv ein höheres Tempo vorlegen müssen als beim Flughafen BER.

Und wie man aktuell zum Beispiel SPON entnehmen darf, zeigen sich Politiker aus Brandenburg und Berlin begeistert über diese Nachricht. So sagt zum Beispiel Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, er sei glücklich, es sei eine hervorragende Nachricht für das Bundesland. Man habe sich dafür seit längerem in intensiven Gesprächen und mit guten Argumenten eingesetzt. Und so weiter, und so weiter… Was für Argumente waren das? Wenn man daran denkt, dass Brandenburg nicht gerade als Autostandort bekannt ist, dann ist die Frage: Warum gerade diese Region? Frage: Werden Brandenburg, Bund und EU Tesla mit Fördergeldern und Subventionen zuschütten? Mal sehen was da noch alles ans Licht kommt. Für die Region ist diese Ansiedlung natürlich ein Segen, wenn man an tausende neue Arbeitsplätze denkt.

Tesla-Chef Elon Musk
Elon Musk. Foto: JD Lasica CC BY 2.0

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Für Lockerung der Geldpolitik ist laut EZB keine Rezessionsgefahr notwendig

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Vereinfacht gesagt galt bisher für die Eurozone: Je näher die Volkswirtschaften an die Rezession heranrücken, desto mauer läuft auch die Inflation. Also kann man im Umkehrschluss sagen: Wir (die EZB) senken Zinsen und kaufen Anleihen, damit die Konjunktur angekurbelt wird und nicht in die Rezession rutscht, und somit letztlich auch die Inflation wieder ansteigt. Man bedenke. Das Inflationsziel der EZB lautet nach wie vor „2% oder knapp unter 2%“. Aber zuletzt waren die Verbraucherpreise immer weiter gefallen auf zuletzt 0,7% für Oktober. Nun könnte die EZB ihr neues Anleihekaufprogramm, welches gerade erst Anfang des Monats startete, mit Rezessionsgefahr rechtfertigen. Aber nein.

Das Risiko einer Rezession sei sehr gering, so die EZB aktuell. Es gehe darum, dass sich die Inflationsaussichten weiter abschwächen, wenn es bei einem über Jahre eher geringen Wirtschaftswachstum bleibe. Aha. Also geht es jetzt nicht mehr um eine Rezessionsgefahr, sondern um die Angst vor einem Wirtschaftswachstum, dass zwar vorhanden ist, aber nicht groß genug um die Inflation endlich Richtung 2% hoch zu pushen. Tja, man braucht halt immer elegante Lösungen um sein Tun zu rechtfertigen? Zitat aus einem aktuell veröffentlichten Interview mit Luis de Guindos, Vizepräsident der EZB (ganzer Text hier nachzulesen):

Frage: Angesichts der positiveren Entwicklung der Euro-Wirtschaft zuletzt: Würden Sie das Lockerungspaket von September inklusive der Neuauflage breiter Anleihekäufe (Quantitative Easing, QE) weiter als angemessen bezeichnen – oder war es doch eine Überreaktion, wie auch Kritiker im EZB-Rat öffentlich gesagt haben?

Antwort EZB: Das September-Paket war und ist die absolut richtige Entscheidung. Wie gesagt: Das Risiko einer Rezession ist sehr gering. Aber es gibt diese andere Gefahr, dass nämlich das Wachstum über Jahre sehr niedrig und weit unterhalb der Potenzialrate bleibt. Bei niedrigerem Wachstum und geringer Inflation können sich die Inflationserwartungen aus ihrer Verankerung lösen…

Frage: … also dauerhaft vom Bereich des EZB-Inflationsziels von unter, aber nahe 2% entfernen.

Antwort EZB: Die Inflationserwartungen sind zuletzt deutlich gesunken, aber sie haben sich noch nicht aus ihrer Verankerung gelöst. Das könnte sich aber ändern, so wie im Jahr 2015, als das Risiko einer Deflation real war. Deshalb haben wir das Paket im September beschlossen.

Übrigens: Wer noch glaubt die EZB werde keine weiteren Lockerungen vornehmen, oder sie habe dazu nicht den Mut, der lese die folgenden Aussagen aus dem selben Interview. Ja, wenn es weiter mau läuft, wird die EZB auch noch weiter eine Schippe drauf packen. Davon darf man ausgehen. Zitat:

Frage: Hat die Geldpolitik, hat die EZB die Grenzen dessen erreicht, was sie überhaupt tun kann?

Antwort EZB: Nein!

Frage: Das ist mal sehr eindeutig.

Antwort EZB: Ja, das ist eindeutig. Wir können – falls erforderlich – die Leitzinsen weiter senken. Wir können unser Wertpapierkaufprogramm aufstocken. Wir können die Bedingungen für unsere Langfristkredite TLTROs weiter verbessern. Wir haben ganz sicher noch nicht unsere Grenzen erreicht. Wir können weiter handeln und wir werden weiter handeln, falls das nötig werden sollte. Genauso offensichtlich ist aber eben auch, dass die negativen Nebeneffekte immer deutlicher werden. Und es kommt noch etwas hinzu: Im aktuellen Umfeld mit noch länger sehr niedrigen Zinsen ist die Wirkung der Fiskalpolitik auf die Konjunktur sehr viel stärker als sonst.

EZB
Quelle: DonkeyHotey – Planet of the Euros – Cartoon CC BY 2.0

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