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Aktuell: China mit neuer Charme-Offensive Richtung Trump

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Soeben hat das „Orakel aus Peking“, der Chefredakteur der „Global Times“ Hu Xijin, den Kauf von US-Landwirtschaftsprodukten angekündigt als goodwill-Aktion Chinas. Dabei wolle Peking auch Schweinefleisch und – für die US-Farmer noch wichtiger – Sojabohnen aus den USA kaufen und beide Produktkategorien von der Zollanhebung befreien! Hu Xijin kündigt das erneut mit dem Satz an „Based on what I know“ – bisher kam dann die offizielle Bestätigung durch Chians Regierung immer wenig später!

Dass Trump nun gegenüber China konzilianter geworden ist, dürfte kein Zufall sein: die US-Wirtschaft schwächt sich ab, die Amerikaner fürchten eine Rezession. Und das kann Trump die Wiederwahl kosten – und wäre für das Ego des Egomanen ein massiver Schlag! Gestern sagte der US-Präsident, dass man überlege könne, einen Teil-Deal zu machen, aber er es doch bevorzugen würde, einen vollständigen Deal zu machen. Das klingt doch sehr nach einem Zurück-stecken im Handelskrieg, weil Trump sein größter Trumpf gegen China – die Stärke der US-Wirtschaft – offenkundig aus der Hand geglitten ist..

Nach dem Tweet von Hu Xijin sprangen die US-Futures kurz nach oben, kommen aber wenig später wieder zurück – nach gefühlt 7325 Hoffnungs-Rallys wegen optimistischer Töne aus China oder den USA  scheinen nun langsam selbst die Algos davon auszugehen, dass ein Deal oder Waffenstillstand schon irgendwie eingepreist sein könnte..

14 Kommentare

14 Comments

  1. Christoph

    13. September 2019 11:06 at 11:06

    Trump hatte das Blatt überreizt mit seiner letzten Eskalation (und das weiß auch Trump), dass die Chinesen da jetzt mitspielen und nicht den Bluff von Trump aufdecken, verwundert mich doch schon sehr…

  2. Macwoiferl

    13. September 2019 11:19 at 11:19

    Richtigstellung:
    CHINA ist konzilianter geworden ggn. USA, siehe eure Überschrift
    Es ist eine CHINESISCHE Charme-Offensive: Liebkind auf bleitel Flul!
    Warum nur hält der typische Deutsche China für so „mächtig“?
    Fahrt mal rüber und besichtigt das Land jenseits von Peking – und dann reden wir nochmal!
    Auch dort raucht es durch den Handelskrieg im Gebälk!

    • Wolfgang M.

      13. September 2019 12:07 at 12:07

      @MacWoiferl.Genau. Xi Jinping ist zwar auf Lebenszeit gewählt, aber er kann sich auch keine sozialen Unruhen erlauben, wie eine stark steigende Arbeitslosigkeit unter den Abermillionen Wanderarbeitern. Am 1. Oktober will er in seiner großen Rede zur 70-Jahrfeier mit halbwegs optimistischen Grundtönen aufwarten und nicht mit einem Appell an das Volk „den Gürtel wegen eines Wirtschaftseinruches enger zu schnallen“. Wie Sie schon schrieben, auch im Land der Mitte brennt es und deshalb erscheint mir das Zustandekommen eines Plastik-Deals,so unrealistisch er derzeit auch erscheinen mag, noch in diesem Jahr recht wahrscheinlich.
      Gruß

  3. Prognosti

    13. September 2019 12:56 at 12:56

    Obwohl Trump Casinos besitzt oder besass, die Chinesen sind die besseren Spieler u.spielen auf Zeit.Trump ist am Gängelband u.die Chinesen bestimmen das Timing.Übrigens China hatte schon kürzlich grössere Korrekturen u.kann sie besser ausstehen als die Amis.Kurz vor den Wahlen werden die Chinesen den Börsen den freien Abwärtslauf lassen, den sie jetzt schon mehrmals verhindert haben.

  4. USLA

    13. September 2019 15:12 at 15:12

    Ich glaube das die nächste Weltwirtschaftskrise von China verursacht wird. Meiner Auffassung nach ist China am Ende. Denn wenn es so stark ist wie behauptet wird, warum bleibt man dann den USA gegenüber nicht hart oder setzt die USA mit den seltenen Erden unter Druck? Weil China auf Export und Ausländische Investitionen angewiesen ist. Denn die Fiskalpolitik der Chinesen wird immer lockerer und ich vermute auch das die chinesische Regierung den Offshore Yuan nicht mehr solange stützen kann, wie sie es vielleicht gerne tun würde, weiterhin vermute ich, wird über kurz oder lang auch das Bankensystem Chinas zusammenbrechen. Und auf Grund der hohen Verschuldung der Staatsbetriebe wird auch Chinas Wirtschaft zusammenbrechen. (Denn der 5 Jahres Plan muss immer erfüllt werden und wird auch immer erfüllt damit jeder Mitarbeiter seine Jahresendprämie erhält komme was wolle Weltwirtschaft hin oder her, denn der Sozialismus/Kommunismus ist ja dem Kapitalismus überlegen??? Wie in der DDR alles nur Propaganda und heisse Luft. Es wird nur das öffentlich bekanntgegeben was für die Parteiführung vorteilhaft ist.). @Macwoiferl ich bin da völlig bei Ihnen schaut Euch mal China außerhalb von Peking und Shanghai oder den anderen großen Vorzeigestädten an.

  5. Roberto

    13. September 2019 16:31 at 16:31

    Das einzige was wir daraus lernen können, und das ist auch sehr wichtig, ist das immer alles gut ist und wir uns soviel schreckensszenarien ausmalen wieviel wir wollen,es wird am Ende doch alles gut.
    Und so ist der Aktienmarkt also doch der große Kenner dieser Weisheit. Denn der Aktienmarkt hat sich von diesen Horrorszenarien überhaupt nicht irritieren lassen. Die US Märkte sind alle nur 1-2 Handelstagesranges von ihren ATH´s entfernt. Wenn ich nur zurück denke wieviele etliche schreckliche Crash Kommentare und Videos seit 12 Monaten gesehen habe und dann diese Märkte….dann frage ich mich wer von diesen Crashpropheten überhaupt noch finanziell lebt, wenn er es auch tatsächlich so gehandelt hat. So what…ich sagte es vor einigen Tagen schon mal. Die Welt wird nicht untergehen. Ich sage auch nicht das es jetzt nur noch nach oben geht. Aber ich sage es wird auch nicht so runter gehen, wie viele hier es sich wünschen würden. Also alles ganz normal.
    Viel Spaß und Erfolg wünscht Euch Euer Kontraindikator 🙂

    • Carambolage

      16. September 2019 11:13 at 11:13

      Sie haben nicht so gehandelt, aber sie haben ihre Bücher verkauft 😎

  6. Roberto

    13. September 2019 17:21 at 17:21

    Ergänzung: und wir sehen auch das sich sowohl die Einzelhandelsdaten alsauch das Konsumklima in den USA verbessert haben. Gestern habe ich hier noch eher Warnungen gehört.
    Ich denke das der „normale“ Mensch an der Börse sich nur deshalb einen crash wünscht, weil er endlich an den steigenden Börsen mit verdienen will. Er ist nicht rechtzeitig reingekommen und hat an den Anstieg nicht geglaubt. Also versucht er die ganzen jahre sich einen Grund nach dem anderen zu suchen, nur num zu rechtfertigen das er doch recht hatte. Und das schreibe ich weil ich erkannt habe das ich exakt so gedacht habe und denke. Und das ist das Hauptproblem. Dier Erkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung sagt man, oder ? :-))…vielleicht sollten auch andere User mal ganz ehrlich fragen warum sie sich so etwas herbeisehnen.

    • leftutti

      13. September 2019 18:39 at 18:39

      @Roberto, bei genauerer und differenzierter Betrachtung der Einzelhandelsumsätze sieht es gar nicht so gut aus, wie es auf den ersten Blick den Anschein hat. Nur weil Erwartungen übertroffen werden, die bei den Ami-Daten traditionell so utopisch tief liegen, dass sie kaum unterboten werden können, muss das nicht viel bedeuten. Hier sollten Sie sich eher einmal die tatsächlichen Zahlen ansehen.

      Ähnliches gilt für das Konsumklima: Verbrauchervertrauen und Konsumentenerwartungen schön und gut. Das ist wie der Roberto-Index (auch Bull-Bär-Index genannt 😉 ), heute so, morgen so, einmal traurig, einmal froh.

      Ich denke, dass der „normale“ Mensch sich keinen Crash wünscht, um einsteigen zu können. Die Gelegenheit gab und gibt es doch seit Jahren laufend in Zyklen von 2 bis 6 Wochen. Ich denke vielmehr, dass sich der normale Mensch Normalität wünscht, eine Bewertung von börsennotierten Unternehmen, die irgendwo auch deren wahre Leistungsfähigkeit spiegelt.

      Der normale Mensch will nicht ein drittes Mal im dritten Jahrtausend nach nicht einmal 20 Jahren Anlaufzeit für die Orgien der Finanz- und Börsenindustrie bluten. Er will so etwas wie Gerechtigkeit und Vergleichbarkeit. Dimensionen, die er noch zahlenmäßig verarbeiten kann. Vernunftmäßige Zusammenhänge zwischen Leistung und Bewertung. Und er hat ein Gedächtnis, welches ihm schwache Warn- und Störsignale aus etwa 2000 und 2010 in die Euphorie des limbischen Systems funkt.

    • Koch

      15. September 2019 12:51 at 12:51

      Ich vermute mal,dass Sie in kürze ihren Usernamen in „Roberto Blanco“umnennen müssen,falls es keine Copyrightprobleme geben wird.Die Beweihräucherung der Taten der kommunistischen Notenbanken ist für mich jedenfalls schwer zu ertragen!

  7. USLA

    13. September 2019 18:15 at 18:15

    Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht!

    • Lausi

      13. September 2019 19:28 at 19:28

      Also bei Manfred Krug war das eindeutig der Fall! 😉

    • Johannes

      13. September 2019 20:05 at 20:05

      Der Börsenlöwe feiert Champagnerpartys bis er bricht! 🤮

  8. leftutti

    13. September 2019 20:10 at 20:10

    @Korrektor, wäre schön, wenn man das von Ihrer Seite auch irgendwann behaupten könnte.

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