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Aktuell: EU bestraft Qualcomm wegen „Missbrauchs marktbeherrschender Stellung“

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Die EU-Kommission hat soeben offiziell verkündet den US-Chiphersteller Qualcomm mit einer Geldstrafe zu belegen. Es geht um den laut Kommission „Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung“ von Qualcomm bei 3G-Baseband-Chipsätzen. Die Geldbuße beträgt 242 Millionen Euro. Qualcomm habe diese Produkte zu nicht kostendeckenden Preisen verkauft, um seinen Konkurrenten Icera aus dem Markt zu verdrängen. Damit habe das Unternehmen gegen EU-Kartellrecht verstoßen. Im Klartext: Qualcomm hat wohl mit Verlust Produkte weiter verkauft, nur um die Konkurrenz auszuschalten. Das mag zwar kurzfristig gut für die Handyhersteller und Konsumenten sein, aber langfristig, wenn die Konkurrenz endgültig vom Markt verdrängt ist, würden die Preise ja wohl deutlich steigen, oder? Die EU-Kommission hierzu auszugsweise im Wortlaut:

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager erklärte hierzu: „Baseband-Chipsätze sind wichtige Komponenten mobiler Geräte, da sie deren Verbindung mit dem Internet ermöglichen. Qualcomm verkaufte diese Produkte seinen wichtigsten Kunden zu nicht kostendeckenden Preisen, um einen Wettbewerber auszuschalten. Das strategische Vorgehen von Qualcomm verhinderte Wettbewerb und Innovation auf diesem Markt und beschränkte die Auswahl der Verbraucher in einer Branche, in der die Nachfrage nach innovativen Technologien und das Potenzial dafür sehr hoch sind. Da dieses Verhalten gegen die EU-Kartellvorschriften verstößt, haben wir heute gegen Qualcomm eine Geldbuße von 242 Mio. EUR verhängt.“

Baseband-Chipsätze ermöglichen die Verbindung von Smartphones und Tablets mit Mobilfunknetzen und werden sowohl für die Sprach- als auch für die Datenübertragung genutzt. Diese Kartellsache betrifft Chipsätze für den Mobilfunkstandard Universal Mobile Telecommunications System („UMTS“) der dritten Generation („3G“).

 

Im heutigen Beschluss stellt die Kommission fest, dass Qualcomm zwischen 2009 und 2011 eine beherrschende Stellung auf dem Weltmarkt für UMTS-Baseband-Chipsätze innehatte. Diese Feststellung stützt sich insbesondere auf die hohen Marktanteile von Qualcomm von rund 60 % (fast das Dreifache des Marktanteils des größten Wettbewerbers) und auf die hohen Marktzutrittsschranken wie die für UMTS-Chipsätze erforderlichen hohen Erstinvestitionen in Forschung und Entwicklung und verschiedene Hindernisse im Zusammenhang mit den Rechten des geistigen Eigentums von Qualcomm.

Qualcomm Zentrale
Die Zentrale von Qualcomm. Foto: Coolcaesar CC BY-SA 4.0

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Marko

    18. Juli 2019 23:00 at 23:00

    Ich hätte mal eine kleine, simple Frage, wenn der EUR gegenüber dem Dollar gewinnt, tja dann ?

    Euch ist schon klar dass, zwischen dem EUR und dem USD ein gehöriger Zinsabstand besteht ?

    Die EZB macht (erstmal) sowieso nix (wegen dem Brexit) , aber die Amis ? Das ist ein Armutszeugnis…

    Was passiert, wenn die EZB den „1. Gang“ einlegen sollte ?

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Warren Buffett wechselt auf die Käuferseite

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Lieber Börsianer,

„Sei gierig, wenn andere ängstlich sind und sei ängstlich, wenn andere gierig sind.“ (Warren Buffett)

Monatelang hat sich das Team um Warren Buffett (Berkshire Hathaway) am Markt eher zurückgehalten bzw. sogar verkauft. Jetzt aber ist der Altmeister wieder gierig und hat zwei US-Banken im BH-Portfolio aufgestockt. Der Hintergrund ist klar: Hier waren die Kurse zuletzt teils spürbar zurückgekommen. Der marktbreite Banken-Index KBW NASDAQ Bank Index hatte in den letzten Wochen rund 12 % seines ursprünglichen Wertes verloren und damit dreimal stärker als der S&P 500. Hier war und ist also mächtig Angst im Markt. Für Warren Buffett natürlich ein gefundenes Fressen! Denn er sammelt gerne Qualitätstitel ein, die andere Investoren unbedacht „wegwerfen“. Für die Tech-Investoren unter Ihnen: Neben US Bancorp und Bank of America hat das Buffett-Team bei dem US-Software-Unternehmen Red Hat sowie beim Online-Einzelhändler Amazon. Hier eine kleine Detail-Information für die Liebhaber der Amazon-Aktie unter Ihnen: Buffett hat ganz offensichtlich für diese Aktie einen milliardenschweren…..

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Inverse Zinskurve: Jens Rabe über die Sinnhaftigkeit für Crash und Rezession – Sehenswertes Video!

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Die Inverse Zinskurve ist seit Wochen immer wieder Thema. Erst Mittwoch Abend war sie mal wieder ein großer Aufmacher beim wichtigsten US-Finanzsender CNBC. Die Rendite für lang laufende US-Staatsanleihen sank unter die Rendite für kurz laufende Anleihen. Allgemein betrachtet man dies als Warnzeichen für eine bevorstehende Rezession. Crasht nun auch der Aktienmarkt? Wir hatten uns dazu erst am Dienstag geäußert (zum Artikel geht es hier). Was soll man davon nun halten? Steht in den USA also eine Rezession bevor? Taugt die Inverse Zinskurve als Indikator? Der Optionsexperte Jens Rabe hat sich dazu aktuell im folgenden Video geäußert. Sehr sehenswert, möchten wir betonen! Er zeigt hochinteressante Charts und Statistiken von inversen Zinskurven aus den letzten Jahrzehnten.

Gawooni Anleihe

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Den im Video gezeigten Chart der St. Louis Fed haben wir hier auch dargestellt. Bitte genau hinschauen! Immer wenn die Inverse Zinskurve entsteht, gibt es auch eine Rezession in den USA. Zwar nicht immer zeitgleich, aber der zeitliche Zusammenhang ist doch mehr als eindeutig erkennbar. Die Rezessionszeiträume im Chart sind als grauer Zeitabschnitt dargestellt. Also, steht eine Rezession in den nächsten Monaten bevor?

Inverse Zinskurve St. Louis Fed

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Thyssenkrupp kauft Klöckner? Geht da was? Aktien steigen deutlich

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Kauft Thyssenkrupp den Stahlhändler Klöckner? Dieses Gerücht brodelt ganz aktuell. Nach verschiedenen Berichten sehe die Lage sehr konkret aus. Eine offizielle Verlautbarung von Thyssenkrupp gibt es Stand 9:25 Uhr heute früh noch nicht. Aber es sieht doch sehr danach aus, dass die beiden zusammengehen.

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Aktuell wird dieses Szenario auch in den Aktienkursen der beiden Unternehmen wiedergegeben. Die Aktie von Thyssenkrupp steigt aktuell um 3,9%. Im folgenden Chart der letzten 12 Monate ist dieses Plus aber nur klein ganz am Ende erkennbar.

Thyssenkrupp Aktie Chart

Die Aktie von Klöckner liegt aktuell mit 14,7% im Plus. Es ist natürlich klar. Das Unternehmen, welches gekauft wird, hat stets die Kursphantasie der Börsianer. Denn man weiß ja noch nicht, wo der Übernahmepreis liegen könnte. Im Verlauf der letzten 12 Monate ist hier das aktuelle Kursplus besser erkennbar.

Klöckner Aktie Chart

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