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SAP, Bosch und Schwarz-Gruppe investieren Aleph Alpha: Europas baldiger KI-Konkurrent für ChatGPT?

COLOGNE, GERMANY - SEPTEMBER 08: Jonas Andrulis, founder & CEO Aleph Alpha, speaks during day 2 of the Digital X event on September 08, 2021 in Cologne, Germany. More than 200 national and international top speakers - experts, visionaries, politicians, entrepreneurs, opinion leaders and critical voices - take part to discuss in two days of a full digitisation programme. (Photo by Andreas Rentz/Getty Images)
COLOGNE, GERMANY - SEPTEMBER 08: Jonas Andrulis, founder & CEO Aleph Alpha, speaks during day 2 of the Digital X event on September 08, 2021 in Cologne, Germany. More than 200 national and international top speakers - experts, visionaries, politicians, entrepreneurs, opinion leaders and critical voices - take part to discuss in two days of a full digitisation programme. (Photo by Andreas Rentz/Getty Images)

Aleph Alpha GmbH, ein Startup-Unternehmen für künstliche Intelligenz, das versucht, einen europäischen Konkurrenten zu den großen Sprachmodellen von OpenAI (ChatGPT) und Google aufzubauen, hat mehr als 500 Millionen Dollar von einem Konsortium aus Industriegiganten und Finanzinvestoren erhalten. Darüber berichtet Bloomberg.

Aleph Alpha: Große deutsche Firmen investieren in ChatGPT-Konkurrenten

Die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) und der Venture-Arm der Robert Bosch GmbH schlossen sich einer Gruppe von sieben neuen Investoren in der Finanzierungsrunde an, zu denen auch SAP SE und das US-Softwareunternehmen Hewlett Packard Enterprise gehörten, teilte das Unternehmen am Montag in einer Erklärung mit.

Aleph Alpha positioniert sich als lokaler, europäischer Champion für die KI-Technologie, um sich von der US-amerikanischen Konkurrenz abzuheben. Auf einer Pressekonferenz am Montag bezeichnete der deutsche Vizekanzler und Wirtschaftsminister Robert Habeck die Investition als eine strategische nationale Priorität.

„Der Gedanke einer eigenen Souveränität im Bereich der KI ist extrem wichtig“, sagte Habeck auf der Pressekonferenz. „Wenn Europa die beste Regulierung hat, aber keine europäischen Unternehmen, haben wir nicht viel gewonnen.“

Die Unternehmen erklärten, dass ihre Investition „Verpflichtungen zur gemeinsamen Geschäftsentwicklung“ mit Aleph Alpha umfasse, nannten aber keine weiteren Details. Das deutsche Forschungszentrum, der staatlich geförderte Innovationspark Künstliche Intelligenz, Christ & Company Consulting und Burda Principal Investments sowie bestehende Investoren beteiligten sich ebenfalls an der Runde.

Die letzte Finanzierungsrunde von Aleph Alpha in Höhe von 23 Millionen Euro im Jahr 2021 wurde von einer Reihe von Wettbewerbern überschattet, die exponentiell mehr einnahmen – eine Notwendigkeit für eine Technologie, die so stark auf teure Rechenleistung angewiesen ist. Anthropic, ein US-amerikanisches Startup-Unternehmen, das mit ähnlichen Sicherheitsmerkmalen wirbt, hat nach einer 4-Milliarden-Dollar-Investition von Amazon.com Inc. Gespräche geführt, um bis zu 2 Milliarden Dollar aufzubringen.

Aleph Alpha wurde in Heidelberg von Jonas Andrulis gegründet, einem ehemaligen Ingenieur von SAP und Apple Inc. Während das Unternehmen ähnlich wie ChatGPT an der Technologie für große Sprachmodelle arbeitet, stellte Andrulis Anwendungen für europäische Unternehmen vor, wie Sicherheit und Datenschutz.

„Das sind alles Partner, mit denen wir seit Jahren zusammenarbeiten“, sagte Andrulis auf der Pressekonferenz. „Was für mich von Anfang an bei unserer Forschung so wichtig war, ist Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Souveränität.“

Anthropic, OpenAI und Google haben ihre generativen KI-Angebote für Unternehmen in den USA und Europa ebenfalls erweitert. Mistral, ein französisches Startup, das Anfang 2023 gegründet wurde, sammelte in seiner ersten Finanzierungsrunde 113 Millionen Dollar ein und präsentierte sich ebenfalls als europäische Alternative zum Silicon Valley.

In der Investitionsankündigung von Aleph Alpha wurde keine Bewertung genannt. Zuletzt war die KI-Euphorie an den Märkten etwas abgeflacht..

FMW/Bloomberg

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