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Amazon-Aktie notiert auf Allzeithoch – was ist da los?

Claudio Kummerfeld

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am

Amazon App auf Handy - Amazon-Aktie auf Allzeithoch

Die Amazon-Aktie notiert derzeit auf einem Allzeithoch. Gestern noch geschlossen bei 2.283 Dollar, notiert sie heute bei 2.261 Dollar. Egal ob sie jetzt ein paar Dollar darunter notiert. Die Aktie ist ganz oben. Seit Wiedereröffnung des Börsenhandels nach Ostern war das ein Anstieg von 240 Dollar. Wahnsinn, möchte man da sagen?

Amazon-Aktie profitiert doppelt

Die Amazon-Aktie profitiert derzeit wohl doppelt von der aktuellen Lage. Da wäre einerseits der weltweit regelrecht abgeschaltete Einzelhandel, mal abgesehen von Lebensmitteln und Medikamenten. Will man etwas einkaufen wie Elektronik, Haushaltswaren oder Ähnliches, kauft man derzeit wohl bei Amazon ein – oder zumindest oft (das war auch sichtbar in den Google Trends) Wichtiger noch: Nach dem Ende der Krise werden viele stationäre Einzelhändler in den kommenden Monaten wohl trotz Rettungsaktionen der Regierungen den Bach runtergehen.

Und nach und nach werden sich die Konsumgewohnheiten der Verbraucher noch stärker auf das Onlineshopping verlagern, als ohnehin schon. Denn wenn das Warenangebot im stationären Einzelhandel sinkt, wird man öfter sogar gezwungen sein online einzukaufen – und da wird Amazon immer mächtiger. Hatte das Unternehmen gerade erst angekündigt 100.000 befristete und Vollzeitstellen zu schaffen, so hat man Anfang dieser Woche angekündigt weitere 75.000 Mitarbeiter einstellen zu wollen. Das zeigt, wie groß der Andrang der Kunden derzeit zu sein scheint! Dies scheinen die Börsianer gerade nach Ostern in den Kurs der Amazon-Aktie einzupreisen.

Aber da wäre noch die Cloud-Sparte von Amazon, nämlich „Amazon Web Services“ (AWS). Da sich derzeit via Home Office Working viel ins Netz verlagert, werden die Dienste von AWS wohl stärker in Anspruch genommen als je zuvor. Auch wird die Internet-Aktivität nach der Krise womöglich grundsätzlich größer sein als vor der Krise, weil mehr online gearbeitet, geshoppt, gesurft, gelesen wird etc. Die Coronakrise hat alles gepusht, was online stattfindet. Und da ist AWS der stille Gewinner, an den man oft gar nicht denkt, wenn das Wort Amazon genannt wird. Gerade AWS ist der Gewinn-Bringer für den Konzern! Auch dies scheint momentan die Amazon-Aktie mit ihren Anstiegen schon mal einzupreisen – gibt es demnächst phänomenal gute Quartalszahlen?

Höhere Fallhöhe?

Aber je höher eine Aktie durch die Decke schießt, desto anfälliger wird sie. Während sich der Gesamtmarkt schwer tut sich nach dem großen Crash zu erholen, eilt Amazon davon. Auch mit der ganz aktuellen Notierung von 2.261 Dollar liegt man immer noch über dem vorigen Höchstpunkt in der Amazon-Aktie vom 19. Februar bei 2.184 Dollar. Im Chart sehen wir das ganz große Bild, nämlich den Verlauf der Amazon-Aktie der letzten zehn Jahre. Der große Börsencrash seit dem 20. Februar ist hier kaum wahrnehmbar. Jasper Lawler, Head of Research von der London Capital Group, hat in seinem heutigen Kommentar zu Amazon geschrieben, dass dies ein guter Investment Case sei, wenn das Unternehmen im Zuge der Pandemie wachse.

Man erhalte Marktanteile von Einzelhändlern, die nicht konkurrenzfähig sind, weil sie zur Schließung gezwungen wurden. Und AWS dominiere die neu entstandene Nachfrage nach Cloud-Diensten, wenn Unternehmen aus der Ferne arbeiten. Nichtsdestotrotz bleibe man vorsichtig. Die Bewertungen, die dem Kurs der Amazon-Aktie zugrunde liegen, würden auf einem Haussemarkt beruhen. Wenn es ein weiteres Liquiditätsereignis gebe, könnte die Aktie von Amazon zu den ersten gehören, die verkauft werden, so Jasper Lawler.

Amazon-Aktie im Verlauf der letzten zehn Jahre

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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Anleger warten ungeduldig auf den Volks-Tesla – Werbung

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Lieber Börsianer,

vorgestern hatte Elon Musk im Rahmen einer weithin beachteten Präsentation (Battery Day) die neue Tesla-Batterie des Modells 4680 vorgestellt. Die Ingenieure waren begeistert von der neuen Rundzelle. Die Investoren hingegen waren eher ernüchtert und schickten die Aktie nach der Präsentation erst einmal südwärts.

Wer hat nun Recht, die Ingenieure oder die Investoren?

Ich meine, die Ingenieure. Denn die neue Batterie wird den Tesla-Autos eine um 16 % verbesserte Reichweite verschaffen und dies bei verringerten Produktionskosten (-14 %). Damit rückt der sogenannte Volks-Tesla in greifbare Nähe. Vor Steuern soll dieses E-Auto nicht mehr als 25.000 USD kosten und soll damit für breite Schichten erschwinglich sein.

Dabei wird der US-Autobauer den Anteil des Siliziums im Batteriekern weiter senken und durch billigeres Graphit ersetzen. Gleichzeitig werden die Batteriespeicher der neuen Generation weniger Kobalt enthalten und stattdessen mehr Nickel. Besonders unter Umweltaktivisten ist Kobalt aufgrund seines wenig umweltverträglichen Abbaus umstritten. Also von der Technikseite nur gute Nachrichten für Tesla und die Branche der E-Mobilität.

Tesla braucht noch Zeit

Warum war die Investorenseite dann enttäuscht? Nun, Elon Musk hatte keine Revolution verkündet. Der Fortschritt ist beträchtlich, aber er braucht Zeit. So wird der eingangs angesprochene Volks-Tesla erst in knapp 3 Jahren das Licht des Marktes erblicken. Vor allem die Umstellung des Produktionsprozesses der Akku-Batterien wird viele Monate in Anspruch nehmen. Derzeit arbeiten die Batteriehersteller in China und Japan, wie etwa Panasonic oder CATL, unter Volllast. Jetzt schon ist absehbar, dass dem Markt im kommenden Jahr erschwingliche Batterien fehlen werden. So haftet der neuen Tesla-Batterie zunächst etwas Theoretisches an.

Tech-Investoren sind heuer – zumindest nach dem März-Tief – bekanntlich sehr verwöhnt worden. Es war praktisch unmöglich für uns, Kursraketen zu vermeiden. Das haben wir sehr angenehm auch im NextGeneration-Depot der Premium-Chancen gespürt. Mit Titeln wie Zur Rose, Apple, Tomra oder auch…..

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Aktienmärkte: „Zeit, dass etwas Luft aus der Blase entweicht“

Markus Fugmann

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Es sei nun Zeit, dass etwas Luft aus der Blase der Aktienmärkte entweicht, sagt der Vermögensverwalter Hendrik Leber in einem Interview von money.de. Das einzige, was derzeit positiv sei, so Leber, sei, dass es genug Geld gäbe.

Ansonsten aber dominieren laut Leber schlechte Nachrichten für die Aktienmärkte:

  • die Unsicherheit vor der US-Wahl (Trump hat auf der Pressekonferenz gestern Nacht erneut offen gelassen, ob er das Ergebnis der Wahl akzeptieren wird)
  • der Stimulus durch die US-Politik kommt nicht mehr vor der Wahl
  • bei vielen Aktien wie etwa Tesla seien die Bewertungen viel zu hoch – ein Zeichen für eine Blase wie im Jahr 200

Hendrik Leber hält daher erst einmal sein Pulver trocken und wartet ab. Aber eine optimistische Botschaft für die Aktienmärkte hat der Vermögensverwalter dann doch: er glaubt, dass schon Ende des Jahres der Impfstoff kommen werde und sich damit das Corona-Problem erldigt habe (was wir jedoch für extrem unwahrscheinlich halten):

Die Aktienmärkte mit Anzeichen einer Blase

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