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Andreas Beck hält seinen Bitcoin „bis er wertlos ist“

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Ist der Bitcoin ein Zahlungsmittel, ein echter Wertspeicher? Und ist Gold überhaupt real ein Wert? Ein äußerst interessantes und kreatives Gespräch über den Bitcoin hat sich im folgenden Video zwischen Marc Friedrich und dem Portfoliomanager Andreas Beck entwickelt. Interessant ist es vor allem deshalb, weil hier ein klarer Befürworter des Bitcoin auf einen Kritiker trifft.

Das „Schneeballsystem“ Bitcoin wird im Detail besprochen. Andreas Beck erwähnt im Vergleich dazu die Vorteile von Gold – es habe keine Unterhaltskosten und roste auch nicht. Dem gegenüber habe Bitcoin enorme Unterhaltskosten. Es müsse ständig neues Geld eingezahlt werden um das System am Laufen zu halten. Der Bitcoin existiere nur so lange, wie immer neues Geld reinkomme um die Unterhaltskosten zu finanzieren.

Er habe lange darüber nachgedacht. Aber, so sagt Beck, auch er wisse nicht warum Gold einen Wert darstelle. Es sei wohl eine kulturell bedingte Wertzuschreibung. Das Argument für Gold, dass es ein knappes Gut sei, lässt er nicht gelten.

Wer jetzt in Bitcoin investiere, geht seiner Meinung nach eine spekulative Wette ein, nämlich dass dieses „elektronische Kassenbuch“ eines Tages so etabliert sein wird, dass die Menschen es tatsächlich als etabliertes Transaktionsinstrument benutzen werden. Andreas Beck gibt im Video zu, dass auch er bereits Bitcoin gekauft habe im Dezember 2020. Er werde ihn ewig halten, bis er wertlos sei. Dies sei für ihn aber eine spekulative Beimischung, und kein Wertspeicher.

By the way: Beim Klick an dieser Stelle finden Sie den gestrigen Boom & Bust LIVE-Talk mit Markus Fugmann, Roland Ullrich und Marc Friedrich.



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4 Kommentare

  1. In meinen Augen ist das Argumentationsgebäude des Marc Friedrich äußerst instabil. Umso größer scheint mir sein Drang zur Missionierung.
    Missionierung hat aber eher mit Glauben als mit Tasachen zu tun.

    1. @Columbo, womit wir wieder bei Wirtschaft und Finanzen wären. Wann immer Tatsachen evident werden, sind die Märkte einen Schritt voraus. Man nennt es nur nicht Missionierung oder Glauben, sondern Vorwegnahme der Zukunft.

  2. Man Vergleicht am Schluss halt einfach Äpfel mit Birnen. Die Kosten von Bitcoin entstehen dadurch das der Handel aufrecht erhalten wird, das immer neue dazu kommen müssen stimmt mM nach nicht, selbst wenn keine mehr kämen müsste dies keinen Preiszerfall bewirken, aber um zu steigen muss die Nachfrage höher als das Angebot sein.

    Wenn wir das nun mit Gold vergleichen braucht es auch laufend Kosten um den Handel aufrecht zu erhalten, denn irgendeiner muss ja kaufen und wieder verkaufen, und bezieht damit mindestens einen Lohn, in Tat und Wahrheit sind es natürlich 10‘000 von Löhne und Mietverträgen welche auch laufend Kosten generieren damit Gold handelbar bleibt. Und das wäre der Korrekte Vergleich mit dem Netzwerk von Bitcoin.

    Wenn es keine Handelsplätze mer gibt, wäre das sowohl für Gold als auch für Bitcoin schlecht, für jedes andere Asset aber auch…

    1. Und natürlich kann Bitcoin, genau wir Gold auch, auch ohne Handelsplätze PeertoPeer gehandelt werden, sogar mit ähnlichen Problemen, ich kann dann nähmlich nur noch ein ganzes Wallet weitergeben, genau wie bei Gold auch wenn ich einen 1 KG Barren habe….

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