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Europa

Auftragsbestand und Auftragseingang Industrie: Die Dax-Wette auf Donnerstag früh?

Claudio Kummerfeld

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Erst vor zwei Wochen erwähnte die Bundesbank, dass sich im Verarbeitenden Gewerbe eine Stabilisierung abzeichne. Bevor wir gleich zur Aktualität kommen, möchten wir für Börsianer die Frage in den luftleeren Raum werfen, ob für heute und morgen eine Wette auf den Dax angebracht sein könnte? Auf steigende Kurse setzen der Annahme, dass es Donnerstag früh spürbar aufwärts geht im Dax? Denn Donnerstag um 8 Uhr vermeldet das Statistische Bundesamt Daten für die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe für den Monat Dezember.

Der Dax ist ja derzeit wie die US-Indizes auch frohen Mutes, trotz Corona-Virus. Seit gestern Mittag steigt er um 200 Punkte. Gute Daten für die Auftragseingänge könnten dieser Euphorie einen handfesten Grund geben, dass man die Kurse noch weiter rauf pusht. Das Münchner ifo-Institut hat heute selbst ermittelte Daten zum Auftragsbestand veröffentlicht, und erwähnt hier auch die bevorstehenden offiziellen Daten Donnerstag früh. Bestätigen die staatlichen Statistiker die leichte vorsichtige Aufhellung, die man auch aus den aktuellen ifo-Daten herauslesen kann? Hier ifo im Wortlaut:

Der Auftragsbestand der deutschen Industrie ist im Dezember geschrumpft, wenn auch langsamer als im Vormonat. Das geht aus der neuesten Konjunkturumfrage des ifo Instituts hervor. Demnach ist in der Januarumfrage, bei der nach dem Vormonat gefragt wurde, der Index von minus 11,4 auf minus 8,5 Saldenpunkte gestiegen. Einen großen Sprung nach oben machte die Chemiebranche. Dort stieg der Saldo von minus 26,7 auf minus 0,7 Punkte. In der Autobranche nahm der Saldo leicht zu: von minus 15,9 auf minus 14,4, im Maschinenbau von minus 15,6 auf minus 11,4 Punkte, bei der Herstellung von Metallerzeugnissen von minus 21,6 auf minus 17,9, in der Metall-Erzeugung von minus 30,4 auf minus 25,8, bei der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen von minus 13,6 auf minus 13,1. Doch die Entwicklung war nicht einheitlich positiv. So sank der Index bei der Herstellung von elektronischen Geräten von minus 1,8 auf minus 3,6 Punkte und in der Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren sogar von minus 1,4 auf minus 10,2 Punkte.

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Europa

Verbraucherpreise Eurozone: Deflation im Westen – Inflation nur in Osteuropa

Redaktion

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Soeben wurden für die Eurozone für den Monat September die Verbraucherpreise veröffentlicht (2.Veröffentlichung). Sie gehen im Jahresvergleich um -0,3 Prozent zurück, nach -0,2 Prozent im August und +0,4 Prozent im Juli. Auffallend: Inflation gibt es nur im Osten, während der Westen eher unter Deflation leidet.
Zum Vormonat steigen die Verbraucherpeise um +0,2%, ebenso in der Kernrate (ohme Nahrung und Energie) um +0,2%.

Dazu schreibt Eurostat, das die Daten erhebt:

Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im September 2020 bei -0,3%, gegenüber -0,2% im August. Ein Jahr zuvor hatte sie 0,8% betragen. Die jährliche Inflationsrate in der Europäischen Union lag im September 2020 bei 0,3%, gegenüber 0,4% im August. Ein Jahr zuvor hatte sie 1,2% betragen. .
Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Griechenland (-2,3%), Zypern (-1,9%) und Estland (-1,3%) gemessen.
Die höchsten jährlichen Raten wurden in Polen (3,8%), Ungarn (3,4%) und Tschechien (3,3%) gemessen.

Die Verbraucherpreise in den jeweiligen Ländern

 

Gegenüber August ging die jährliche Inflationsrate in dreizehn Mitgliedstaaten zurück, blieb in sieben unverändert und stieg in sieben an.
Im September kam der höchste Beitrag zur jährlichen Inflation im Euroraum von Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (+0,34 Prozentpunkte, Pp.), gefolgt von Dienstleistungen (+0,24 Pp.), Industriegütern ohne Energie (-0,08 Pp.) sowie Energie (-0,81 Pp.).

Die Verbraucherpreise in der EU und der Eurozone

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Europa

Aktuell: ZEW-Index schwach – neuer Realismus?

Markus Fugmann

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Jeden Monat wird der ZEW-Index vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung erhoben. Der Index gilt daher als ein wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Die gerade veröffentlichten Daten sind wie folgt ausgefallen:

Der ZEW-Index (Konjunkturerwartungen Oktober) ist mit +56,0 Punkten deutlich schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war +73,0; Vormonat war +71,5).

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei -59,5 (Prognose war -60,0; Vormonat war -66,2) – damit sehen wir erneut eine starke Divergenz zwischen Erwartung und der Einschätzung der aktuellen Lage, wobei die aktuelle Lage nun jedoch skeptischer gesehen wird.

Dazu das ZEW: Erwartungen gehen erheblich zurück, große Unsicherheit wegen steigender Corona-Zahlen, dazu Unsicherheit vor US-Wahl..

Der ZEW-Index ist nach dem ifo Index der wichtigste Indikator für die deutsche Wirtschaft

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Devisen

Industrieproduktion in Italien: Ist das die große Wende für Europa? Euro steigt

Claudio Kummerfeld

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Italien-Flagge

Offizielle Daten zur Industrieproduktion in Italien für August wurden heute veröffentlicht. Und siehe da, was für eine Überraschung. Das übelst gebeutelte Italien feiert (zumindest gemäß dieser Daten) ein Comeback. Die Industrieproduktion steigt im Vergleich zu Juli um satte 7,7 Prozent, während ein Plus von lediglich 1 Prozent erwartet wurde. Im Durchschnitt der letzten drei Monate steigt sie im Vergleich zum Durchschnitt der vorigen drei Monate um 34,6 Prozent. Aber noch deutlich wichtiger ist, dass sie im Jahresvergleich zu August 2019 nur noch um 0,3 Prozent gesunken ist. Damit kann man sagen, dass die Industrie in Italien das Corona-Tal verlassen hat.


source: tradingeconomics.com


source: tradingeconomics.com

Gleich nach Veröffentlichung der Zahlen zur Industrieproduktion in Italien machte der Euro gegen den US-Dollar einen Sprung nach oben, von 1,1775 auf 1,1801. Das ist zwar nicht viel, aber bei der minimalen Volatilität der letzten zwei Handelstage war der Ausreißer nach oben direkt ab 10 Uhr heute Vormittag klar erkennbar. Der Devisenmarkt zeigt sich freudig überrascht von den Italien-Daten. Der kleine Euro-Anstieg ist derzeit auch ein Grund dafür, dass der US-Dollar heute insgesamt weiter fällt, was man in Form des US-Dollar-Index gut erkennen kann. Er ist ein Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen, wo der Euro das Hauptgewicht darstellt.

Frage: Wenn schon Italien mit seiner Industrieproduktion glänzen kann, schafft es dann ganz Europa in diesem Herbst wirtschaftlich wieder nach oben? Man weiß es immer erst hinterher.

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