Europa

Auftragsbestand und Auftragseingang Industrie: Die Dax-Wette auf Donnerstag früh?

Erst vor zwei Wochen erwähnte die Bundesbank, dass sich im Verarbeitenden Gewerbe eine Stabilisierung abzeichne. Bevor wir gleich zur Aktualität kommen, möchten wir für Börsianer die Frage in den luftleeren Raum werfen, ob für heute und morgen eine Wette auf den Dax angebracht sein könnte? Auf steigende Kurse setzen der Annahme, dass es Donnerstag früh spürbar aufwärts geht im Dax? Denn Donnerstag um 8 Uhr vermeldet das Statistische Bundesamt Daten für die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe für den Monat Dezember.

Der Dax ist ja derzeit wie die US-Indizes auch frohen Mutes, trotz Corona-Virus. Seit gestern Mittag steigt er um 200 Punkte. Gute Daten für die Auftragseingänge könnten dieser Euphorie einen handfesten Grund geben, dass man die Kurse noch weiter rauf pusht. Das Münchner ifo-Institut hat heute selbst ermittelte Daten zum Auftragsbestand veröffentlicht, und erwähnt hier auch die bevorstehenden offiziellen Daten Donnerstag früh. Bestätigen die staatlichen Statistiker die leichte vorsichtige Aufhellung, die man auch aus den aktuellen ifo-Daten herauslesen kann? Hier ifo im Wortlaut:

Der Auftragsbestand der deutschen Industrie ist im Dezember geschrumpft, wenn auch langsamer als im Vormonat. Das geht aus der neuesten Konjunkturumfrage des ifo Instituts hervor. Demnach ist in der Januarumfrage, bei der nach dem Vormonat gefragt wurde, der Index von minus 11,4 auf minus 8,5 Saldenpunkte gestiegen. Einen großen Sprung nach oben machte die Chemiebranche. Dort stieg der Saldo von minus 26,7 auf minus 0,7 Punkte. In der Autobranche nahm der Saldo leicht zu: von minus 15,9 auf minus 14,4, im Maschinenbau von minus 15,6 auf minus 11,4 Punkte, bei der Herstellung von Metallerzeugnissen von minus 21,6 auf minus 17,9, in der Metall-Erzeugung von minus 30,4 auf minus 25,8, bei der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen von minus 13,6 auf minus 13,1. Doch die Entwicklung war nicht einheitlich positiv. So sank der Index bei der Herstellung von elektronischen Geräten von minus 1,8 auf minus 3,6 Punkte und in der Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren sogar von minus 1,4 auf minus 10,2 Punkte.



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