Europa

Auftragseingänge der Industrie mit kräftigem Absturz

Die Auftragseingänge der deutschen Industrie zeigen für September einen kräftigem Absturz. Laut den Statistikern gibt es einen Sondereffekt.

Industrieproduktion

Die Auftragseingänge der deutschen Industrie wurden soeben vom Statistischen Bundesamt für den Monat September veröffentlicht. Im Jahresvergleich fallen sie um 10,8 Prozent. Im Monatsvergleich ist es ein Minus von 4,0 Prozent, bei Erwartungen von -0,5 Prozent. Zum starken Rückgang im Jahresvergleich sagen die Statistiker aktuell: „Allerdings war das Auftragseingangsvolumen im September 2021 durch Corona-Nachholeffekte bei gleichzeitig starker Knappheit an Vorprodukten außergewöhnlich hoch gewesen.“

Verlauf der Auftragseingänge der Industrie seit 2014

Schwäche aus dem Ausland

Die Auftragseingänge aus dem Inland sind nicht das Problem. Hier weitere Aussagen der Statistiker im Wortlaut: Während die Aufträge aus dem Inland im September 2022 im Vergleich zum Vormonat leicht um 0,5 % stiegen, verringerten sich die Auslandsaufträge um 7,0 %. Dabei sanken die Auslandsauftragseingänge aus der Eurozone um 8,0 % und aus dem restlichen Ausland um 6,3 %. Bei den Herstellern von Investitionsgütern sank der Auftragseingang im September 2022 um 6,0 % gegenüber dem Vormonat. Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern fiel er um 3,4 %. Dagegen stieg der Auftragseingang im Bereich der Konsumgüter um 7,2 %.



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7 Kommentare

  1. Die Frage ist doch: Was kostet ein Produkt bei den Energiekosten hergestellt in Deutschland, und was kostet es hergestellt in den USA, China oder Indien.
    Und die Kunden, die jetzt ihre Einkäufe in andere Länder verlegen, sind für immer verloren.
    Jeder kleine Handwerker weiß:
    Habe ich einen Stammkunden erst einmal so vergrault, dass er zur Konkurrenz gegangen ist, kann ich ihn niemals mehr zurückgewinnen.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Unsere Autobranche hatte doch schon die letzten Jahre mit den Preisen auf dem Weltmarkt zu kämpfen. Jetzt wird es noch schlimmer. Wir leben alle noch von der Erfolgen der vorangegangenen Jahre und das vermittelt noch das Gefühl der Stärke.

  2. Herr Hellmeyer erklärt das Problem mit den falsch gedeuteten Statistiken im Interview mit Friedrich wie folgt. Wir unterschätzen die Folgen unserer Energiepolitik erheblich. In den nächsten drei Jahren werden noch Produkte aus der BRD im Ausland nachgefragt werden, da es keine Alternativen gibt.
    Unter der Oberfläche erfolgt bereits die Abkehr von der BRD, diese wird erst mit zeitlicher Verzögerung sichtbar, dann ist es zu spät für diese Produkte/Branchen.

  3. Ja Chris, nur die Ideologen in der jetzigen Regierung wollen mit allen Mittel ihre Ideologien durchsetzen.
    Denn nur so können die Ideologien ihre Posten in der Regierung rechtfertigen.
    Und ohne ihre Posten in der Regierung oder Politik, wären die meisten Grünen Hartz 4 Empfänger.
    Das es nicht funktioniert, wird Jeder daran erkennen, was die Energie kostet, und woraus sie z. Z. gemacht wird.
    Natürlich wird der Energieverbrauch in Deutschland deutlich nach unten gehen, wenn ein großer Teil der Industrie ersteinmal zugemacht hat, oder ausgewandert ist.
    Mal sehen, wie lange dann noch der Sozialstaat mit der Druckerpresse finanziert werden kann, bevor uns die Währung um die ohren fliegt.

    Warten wir erst einmal das nächste Frühjahr ab.
    wir sind alle schlau, manche vorher und manche hinterher.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. sehr gut formuliert. bin der gleichen Meinung.

  4. Helmut, unsere Währung fliegt uns doch bereits heute schon um die Ohren.
    Und Schuld sind nicht Putin oder die Ampel, sondern die Politik der letzten Jahrzehnte.
    Es war spätestens seit Lehman abzusehen, dass unser bestehendes Wirtschafts- und Finanzsystem unrettbar gegen die Wand fährt.

    Deswegen, genießen Sie ihre Zeit in Spanien, während der Vulkan immer stärker brodelt.

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