Folgen Sie uns

Allgemein

Banken-Kollaps? Systemkrise? Oder nur Angstmacherei? Wir zitieren die BaFin

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Banken-Kollaps voraus? Bankentürme in Frankfurt

Bevor manche Leser sagen „nicht der schon wieder“… wir wollen vorab nur kurz auf das sieben Monate alte Video von Markus Krall hinweisen, welches wir am Ende dieses Artikels eingebaut haben. Er sagt seit einiger Zeit eine Systemkrise im Finanzsystem und in der Gesellschaft voraus, welche bei einem Banken-Kollaps ihren Ausgang nehmen soll. Ob man Markus Krall (hier in Diskussion mit Florian Homm) und seine Ansichten nun mag oder nicht. Fundiert und im Detail kann er seine Thesen erklären, dass die Banken dank Negativzinsen keine Margen mehr haben, und mit einem ständig sinkenden „tatsächlichen“ Eigenkapital zu kämpfen haben – was irgendwann zu einer Verknappung beim Kreditangebot an die Kunden führen soll. Laut Krall soll es Ende 2020 oder in den folgenden Quartalen in 2021 soweit sein. Kommt es so? Droht der Kollaps, mit den Banken aus Auslöser? Auf jeden Fall sollte man sich mal eine Stunde in Ruhe Zeit nehmen und sich Kralls Ausführungen anhören – egal ob man bereits eine vorgefertigte Meinung hat, dass dieses „Crash-Gerede“ nur Panikmache ist.

Banken-Kollaps? Wie sieht die BaFin die Lage?

Letzte Woche hatte die BaFin einen Redetext ihres Chefs Felix Hufeld veröffentlicht. Und dieser Text ist auch heute noch die Headline-Story auf der Hauptseite der BaFin mit dem Titel „Aktuelle Herausforderungen für die Aufsicht und Finanzbranche“. Daher darf man annehmen, dass dieser veröffentlichte Redetext von Herrn Hufeld wichtig ist? Offenbar ja! Und ohhh Wunder, natürlich sprach er nicht von einem bevorstehenden Banken-Kollaps in Deutschland. Aber man darf ja auch zwischen den Zeilen lesen. Und man darf seine Aussagen interpretieren. Die Lage ist durchaus angespannt. Die Banken sollen beziehungsweise müssen sich endlich nach alternativen Einkommensquellen umsehen, weil dank abgeschaffter Zinsen die seit Jahrzehnten gängigen Haupteinnahmequellen der Banken wegbrechen – und das noch für viele Jahre. Diese (aus dem Text sinngemäß zusammengefassten) Aussagen von Herrn Hufeld stützen doch eigentlich die Thesen von Markus Krall? Nun, es geht ja darum, ob es am Ende wirklich zu einen Banken-Kollaps kommt, oder ob er einfach ausbleibt – weil die Thesen von Krall an zu viele Variablen geknüpft sind, die alle eintreten müssten. Wir zitieren die Aussagen von Herrn Hufeld an dieser Stelle auszugsweise. Hier zum Beispiel:

Die notorische Ertragsschwäche deutscher Banken hat vor allem einen Grund: Rund 70 Prozent ihrer Erträge stammen nach wie vor aus dem Zinsgeschäft. Und das Zinsniveau ist nun schon seit Jahren niedrig – und wird es wohl auch noch eine Weile bleiben. Bei einigen Instituten ist die Ertragslage schon jetzt sehr schwach, und die Aussicht auf ein andauernd niedriges Zinsniveau macht einen weiteren Rückgang der Rentabilität sehr wahrscheinlich. Zwar haben viele Banken und Sparkassen schon intensiv daran gearbeitet, die fallenden Zinsen durch steigende Kreditvolumina und längere Laufzeiten zu kompensieren, und einige von ihnen denken sogar darüber nach, negative Zinsen an ihre Kunden weiterzugeben – zumindest an die vermögenden unter ihnen und die Firmenkunden.

Aus dieser Abhängigkeit (Zinserträge) kann sie sich nur lösen, wenn sie alternative Ertragsquellen erschließt. Werfen wir einen Blick in die USA. Die Banken dort erwirtschaften ihre Erträge zu 60 Prozent aus Gebühren. Schicken wir jetzt die deutschen Bankenvorstände dorthin zum Hospitieren? Natürlich nicht. In den USA herrschen andere Markt- und Finanzierungsbedingungen als bei uns. Was wir dort sehen, können wir nicht ohne weiteres auf unsere Verhältnisse übertragen. Aber es hilft nichts: Auch in Europa – und vor allem in Deutschland – müssen wir Wege aus der Zinsabhängigkeit finden. Es gibt keine einfachen Antworte. Keine deutsche Bank – und auch kein Bankenregulierer – wird einfach beschließen können, die gebührenfinanzierten Erträge über Nacht zu verdoppeln. Aber es können sehr wohl viele, auch kleine Stellhebel identifiziert werden, die Schritt für Schritt betätigt werden sollten. Angesichts eines seit langem niedrigen Zinsumfelds, das sich aller Voraussicht nach auch in den kommenden Jahren nicht fundamental ändern wird, ist eines jedenfalls sicher: Wer meint, er müsse nur eine Weile im Schutz einer Berghütte warten, bis das Gewitter vorbeigezogen ist, um alsbald die Wanderung bei strahlendem Sonnenschein fortzusetzen, der irrt gewaltig.

Seit Anfang 2014 werden Banken in Deutschland gesetzlich auf die „Festlegung einer auf die nachhaltige Entwicklung des Instituts gerichteten Geschäftsstrategie (…)“ verpflichtet. Das hat natürlich gute Gründe: Das dickste Eigenkapitalpolster wäre im Nu aufgezehrt, wenn die Geschäftsstrategie nicht aufgeht. Was machen wir also, wenn wir feststellen, dass eine Geschäftsstrategie nicht nachhaltig ist? Mit unseren formalen Instrumenten gehen wir sehr umsichtig um. Verstößt eine Bank gegen § 25a des Kreditwesengesetzes, dort sind die Anforderungen an das Risikomanagement angesiedelt, nutzen wir erst einmal unser bewährtes informelles Instrumentarium: Wir sprechen mit den Betroffenen. Als Aufsicht müssen wir aber auch darauf vorbereitet sein, dass einige Institute in starke Turbulenzen geraten könnten. Um in solche Fällen noch effektiver handeln zu können, haben wir kürzlich eine spezialisierte Abteilung aufgebaut und dort einige der Kolleginnen und Kollegen mit viel Krisen-Know-how zusammengezogen. Sie beobachten die dort zugewiesenen Institute ständig und suchen intensiv nach Lösungen. Deshalb noch einmal mein dringender Appell an die Manager: Kommen Sie raus aus der Berghütte und marschieren Sie mit voller Kraft los – auch wenn es schmerzt.

Auch diese Aussagen von Herrn Hufeld sind interessant. Zitat:

Ich habe bedauerlicherweise keinen Zauberstab und bin auch nicht die gute Fee, die sie alle erfüllen könnte. Die meisten ihrer Probleme müssen die Banken selbst lösen. In anderen europäischen Ländern bereiten vor allem notleidende Kredite Sorgen. Deutsche Institute haben zwar ihre Eigenkapitalquote auf breiter Basis gesteigert. Ihr zentrales Problem haben sie allerdings noch nicht gelöst: ihre Ertragsschwäche……. Und so haben wir die bemerkenswerte Situation, dass das Gros der deutschen Kreditwirtschaft zwar mit einigermaßen stabilen Ergebnissen aufwarten konnte, diese Erträge aber seit langem unzureichend sind. Die Kapitalkosten werden nahezu nirgends verdient. Mit einer baldigen Besserung ist nicht zu rechnen – im Gegenteil.

Geschlossen hat Herr Hufeld seine Rede mit folgenden Worten:

Meine Damen und Herren, egal, ob Zinsen, Konjunktur, digitale Konkurrenz oder Nachhaltigkeit – auch für Banken und Sparkassen gilt das, was Charles Darwin einst festgestellt hat: Nicht die größten und stärksten Spezies überleben, sondern die, die sich am besten anpassen können. Und schon sind wir wieder bei den nachhaltigen Geschäftsstrategien. Aber damit will ich Sie nicht länger quälen. Obwohl das Thema ja spannend ist…

Unterstützer der Thesen von Markus Krall würden jetzt sagen, dass die Andeutungen des BaFin-Chefs die Krall-Thesen untermauern. Gegner der Crash-Thesen würden dazu sagen, dass es zwar ein paar Probleme bei deutschen Banken gibt, aber dass sie eben nicht so schlimm sind, dass es einen Banken-Kollaps geben wird. Bilden Sie sich bitte Ihre eigene Meinung, möchten wir dazu anmerken! Das folgende Video anzuschauen zählt aber auf jeden Fall zu Ihren Hausaufgaben!

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Marcus

    9. Januar 2020 18:00 at 18:00

    Wie sie selbst schreiben, zumindest kann Markus Krall im Gegensatz zu vielen anderen seine Thesen fundiert erklären und untermauern. Und da er über 20 Jahre als Riskomanager tätig war, dürfte er die Bankbilanzen vermutlich besser kennen als die eigenen Finanzvorstände der Banken.

    Die BaFin spricht nur das an, was sowieso ein jeder weiß der sich mit den Grundlagen des Bankgeschäfts auskennt. Die deutschen Banken im besonderen sind in hohem Maße abhängig von Zinserträgen was natürlich auch erklärt das Deutschland am lautesten schreit wenn es um Null und Negativzinsen geht. Und Tatsache ist auch das je länger diese Situation anhält, sich die Lage für das Finanzsystem immer weiter verschärfen wird. Keine Zinsen plus platt gedrückte Zinskurve funktioniert nicht dauerhaft.

  2. Avatar

    Zimmermann

    9. Januar 2020 18:13 at 18:13

    Dann erhöht man halt die Gebühren. Der deutsche Michl zahlt die schon. Der von Herrn Krall vorausgesagte Kollaps wird nie kommen.

    • Avatar

      Columbo

      9. Januar 2020 19:02 at 19:02

      @Zimmermann

      Wunderschön, kompetent, wissenschaftlich untermauert, sprachlich elegant, selbstbewußt, intelligent, angstfrei und heldenhaft fassen Sie in einem Satz alles Wesentliche zusammen.

      „…Der von Herrn Krall vorausgesagte Kollaps wird nie kommen…“

      Ein genialer Satz, weder Sokrates noch Plato noch Leonardo da Vinci hätten eine derartig logische, tiefst fundierte Aussage tätigen können. Tausende von Büchern wurden von hochintelligenten, weisen Menschen geschrieben, doch keiner konnte die Schlichtheit, Logik und Wahrheit dieses Satzes erreichen. Nicht einmal im Alten und Neuen Testament kann man derartig Großes lesen.

      „…Der von Herrn Krall vorausgesagte Kollaps wird nie kommen…“

      @Zimmermann, einfach genial, ich bin zutiefst berührt.

  3. Avatar

    Voll-Krall

    9. Januar 2020 19:09 at 19:09

    Man muss sehr gut ausgebildet oder mindestens eingebildet sein um M.Krall zu widersprechen.Passt gut zu Leuten, die die Börsen als Einbahnstrasse sehen !

  4. Avatar

    Axel

    9. Januar 2020 22:29 at 22:29

    In der Tat gibt es bei Dr. Krall vliele Variablen…z.b., wer sagt denn,daß die Banken nicht hochverzinsliche Anleihen aus Schwellenländern en maß im Portfolio haben und dort ordentliche Gewinne einstreichen.
    Auch die orakelten Zombieunternehmen (3% pro Jahr) laßen sich nur vermuten. Die guten wirtschaftlichen Jahre können auch eine sehr viel niedrigere Rate an Pleitekandidaten haben. Übrigens können Unternehmen, die nichts mehr erwirtschaften, auch im Nullzinsumfeld nicht überleben und wären schon längst Pleite.

    Ansonsten hab ich eine kleine Geschäftsidee für die Banken: Der Edelmetallhandel!

    Früher konnte man noch in jeder Bank die ein oder andere Unze dieses oder jenes glänzenden Elementes käuflich erwerben…

    • Avatar

      Marcus

      10. Januar 2020 18:04 at 18:04

      Bei Weik und Friedrich, Dirk Müller und Max Otte spielt natürlich immer der Faktor mit hinein das die auch ihre Bücher und vor allem die aufgelegten Fonds an den Mann/Frau bringen wollen. Bezüglich Markus Krall könnte man natürlich argumentieren das er jetzt bei der Degussa tätig ist und nur Gold verkaufen will.

      Wie bereits oben erwähnt, bin ich der Ansicht das man noch eher das ernst nehmen kann was Markus Krall bezüglich der Folgen der Negativzinspolitik und der weg erodierenden Ertragsbasis der Banken sagt, zu mal er in dem Bereich auch eine langjährige Erfahrung vorweisen kann und er vermutlich wesentlich tiefere Einblicke gehabt haben dürfte als wir die da faktisch Laien sind.

      Manche werden mich sicher jetzt als einen „Krall Fanboy“ oder als „eingebildet“ bezeichnen auch wenn sie es nicht schreiben, aber ich würde denjenigen nahe legen sich mal wirklich intensiv mit dem auseinanderzusetzen was er sagt und welche Argumente er vorbringt. Videomaterial gibt es genug.

  5. Avatar

    Heiko Schilling-Klumpen

    12. Januar 2020 18:37 at 18:37

    @Markus: Nein! Sie sind weder eingebildet noch ein ,,Krall Fanboy“. Sie sind realistisch und mutig genug, die ,,rote“ Pille der Erkenntnis geschluckt zu haben.

    Im Grunde können Sie allen Zweiflern doch ruhigen Gewissens sagen, dass die Zeit die Fakten liefern wird. Wenn Sie vorbereitet sein sollten – das wünsche ich Ihnen wirklich – dann haben Sie im Rahmen Ihrer Möglichkeiten alles richtig gemacht. Und falls ihr Umfeld ihnen nicht glaubt … so what. Sie haben ihre Mitmenschen informiert, auf Experten hingewiesen. In drei Jahren können Sie erhobenen Hauptes sich bei allen Mitmenschen blicken lassen… u f die anderen fressen trocken Brot oder Kartoffelschalen.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Nullzinsphase in der Realität: BaFin entzieht zwei Pensionskassen die Betriebserlaubnis

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Nullzinsphase

Die Nullzinsphase erfreut zwar private Kreditnehmer und Staaten, die sich zum Traumkonditionen verschulden können. Aber wo Kredite für die einen nur Schulden sind, da sind sie auf der anderen Seite für Fondsgesellschaften, Rentenversicherungen und Pensionskassen nichts anderes als eine Geldanlage, die Zinsen abwerfen muss. Tut sie das nicht, geraten die Zusagen gegenüber den Kunden und die gesamten Kalkulationen der Kassen ins Wanken. Neben 20 Lebensversicherungsgesellschaften hat die BaFin derzeit auch 36 Pensionskassen unter sogenannter „verschärfter Beobachtung“.

Zwei Pensionskassen endgültig ohne Betriebserlaubnis

Schon im Jahr 2018 hatte die BaFin den Pensionskassen „Kölner Pensionskasse“ und „Pensionskasse der Caritas“ die Anordnung erteilt, dass sie nicht weiter ihrer Arbeit nachgehen dürfen (wir berichteten damals). Die beiden legten aber Widerspruch ein. Nun hat die BaFin offiziell mitgeteilt, dass die Entziehung der Betriebserlaubnis für die beiden Pensionskassen rechtskräftig ist, rückwirkend zum 31.12.2020 (hier und hier die offiziellen Mitteilungen). Beide Meldungen sind im Wortlaut identisch, daher drucken wir hier nur eine ab. Zitat:

Die BaFin hat gemäß § 304 Absatz 1 Nr. 2 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) die Erlaubnis zum Betrieb des Versicherungsgeschäfts der Pensionskasse der Caritas VVaG mit Bescheid vom 24. Oktober 2018 widerrufen. Das Unternehmen konnte die Mindestkapitalanforderung nicht erfüllen und hat einen Finanzierungsplan zur Beseitigung dieser Unterdeckung vorgelegt, der aus Sicht der BaFin unzureichend war. Der Bescheid ist mit Ablauf des 31. Dezember 2020 bestandskräftig geworden. Der Betrieb des Versicherungsgeschäfts ohne die erforderliche Erlaubnis stellt eine Straftat dar. Gemäß § 304 Absatz 5 VAG darf die Pensionskasse der Caritas VVaG keine neuen Versicherungsverträge abschließen und bestehende Versicherungsverträge weder verlängern noch erhöhen.

In der Realität bedeutet dies, dass diese beiden Pensionskassen nur noch ihr vorhandenes Bestandsgeschäft abwickeln dürfen. Den insgesamt 55.000 betroffenen Anspruchsinhabern auf Pensionen dürften womöglich nach und nach Kürzungen ihrer Ansprüche und Auszahlungen bevorstehen. Die beiden Pensionskassen sind nun sozusagen in Liquidation. Sie werden noch solange bestehen, bis die letzten der jetzt noch eher jungen Mitglieder irgendwann sterben. Also werden diese Pensionskassen also auf Jahrzehnte hinweg Abwicklungsanstalten mit Restbeständen sein.

Man kann es sich kaum vorstellen, aber es ist, wie es ist. Das Finanzsystem und in diesem Fall das System der Pensionskassen beruht vor allem darauf, dass die eingezahlten Beiträge auch am Kapitalmarkt Zinsen abwerfen, damit die vorhandenen Vermögensbestände sich vermehren. Seit Jahren knabbert nun die Nullzinsphase an den Reserven. Womöglich sind diese beiden Kassen nur der Anfang einer Entwicklung? Denn man sieht es ja, die Zinsen in Euroland werden noch sehr lange auf der Null-Linie verharren.

weiterlesen

Allgemein

Aktuell: Citigroup und Wells Fargo melden Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Die Quartalszahlen von Citigroup und Wells Fargo wurden soeben veröffentlicht. Zunächst Citi. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 16,50 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 18,38/erwartet 16,50).

Der Gewinn liegt bei 2,08 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,11/erwartet 1,35).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,7 Prozent.

Die Kreditausfälle sinken von 1,84 vor einem Jahr auf 1,27 Milliarden Dollar im letzten Quartal. Von den Rücklagen für möglicherweise noch ausfallende Kredite wurden 197 Millionen Dollar abgebaut, was also den Gewinn erhöht.

Citigroup-Quartalszahlen

Wells Fargo

Die große Konsumentenbank Wells Fargo hat soeben auch ihre Zahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 17,93 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,86/Erwartungen 18,1).

Der Gewinn liegt bei 0,64 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,60/Erwartungen 0,59).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -5 Prozent.

Risikovorsorge für Kreditausfälle reduziert um 179 Millionen Dollar.

Wells Fargo Quartalszahlen

Wells Fargo Schriftzug
Foto: Gabriel Vanslette CC BY 3.0

weiterlesen

Aktien

Autonomes Fahren: Jetzt kommt Apple – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

die Kinder haben jetzt genug gespielt und gestümpert. Nun will es Apple machen, nachdem die Resultate bislang nicht befriedigend sind. Worum geht es?

Sicherlich haben Sie der Berichterstattung der letzten Tage entnommen, dass das US-Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino sich nun dem Autonomen Fahren annimmt. Offenbar plant man gemeinsam mit dem koreanischen Autobauer Hyundai den Bau eines bzw. mehrerer autonom fahrender Roboterautos. Während die konventionellen Autobauer unverändert an ihren semi-autonomen Fahrassistenten basteln, geht Apple nun aufs Ganze.

Am Markt sorgte diese Perspektive für positive Unruhe. Denn man weiß, was Apple macht hat normalerweise Hand und Fuß und wird sehr oft zur großartigen Erfolgsgeschichte. So krachte zuletzt schon einmal die Aktie der Hyundai durch die Decke. Obwohl die Korea-Aktie zuletzt wieder korrigierte, steht hier für die Aktionäre immer noch ein starker Wochengewinn von 30 % zu Buche.

Aber lassen wir Hyundai einmal Hyundai sein und untersuchen, warum dem autonomen Fahren bislang noch nicht der Durchbruch beschieden war. Das Stichwort ist hier LiDAR oder Light Detection and Ranging. Vereinfacht gesprochen misst ein LiDAR-Sensor mit einem gepulsten Laser in seinem Sichtfeld die Entfernung zwischen sich und einem Gegenstand.

Damit steht und fällt die Idee des Autonomen Fahrens mit diesen Sensoren. Die gute Nachricht: Die Technologie ist gut erforscht und funktioniert. Die schlechte Nachricht: Ein halbwegs leistungsfähiger LiDAR-Sensor kann schon einmal rund 20.000 USD pro Stück kosten. Außerdem sind die Geräte sperrig. ZU Deutsch: Mit den derzeit verfügbaren LiDAR-Sensoren wird Autonomes Fahren in diesem Jahrhundert keine Realität mehr. Folglich ist das Marktvolumen dieser…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage