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Bargeld nach und nach abschaffen? Nein, es geht nur um die “gute Sache”

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Bargeld Beispielbild

Wollen die “dunklen Mächte” aus Politik und Finanzindustrie den Bürger völlig gängeln und das Bargeld nach und nach abschaffen? Alles nur eine billige Verschwörungstheorie? Der Vorteil einer Welt ohne Bargeld wäre vor allem die totale Kontrolle. Nicht dass sich der Staat dafür interessiert, was wir so alles einkaufen mit unseren Kartenzahlungen. Nein, es geht darum, dass der Bürger ohne Bargeld nicht mehr vor dem Finanzsystem fliehen kann. Droht ein Banken-Zusammenbruch, kann man sein Geld nicht mehr von der Bank in bar abheben und unters Kopfkissen legen. Man ist den Banken ausgeliefert. Noch wichtiger: Schrauben die Notenbanken die Zinsen noch weiter ins Negative, könnten die Banken sie ohne Angst in voller Höhe an die kleinen Privatkunden weiterreichen, ohne dass die sich wehren könnten. Und dass starke Negativzinsen grundsätzlich eine Idee sind um zum Beispiel Rezessionen zu bekämpfen, zeigte der IWF letztes Jahr bereits in einem Papier.

Das böse Bargeld

Denn heutzutage kann man noch, sollten die Banken großflächig ab dem ersten Euro Negativzinsen einführen, einfach zur Bank gehen, sein Geld in bar abheben, und zack, fertig, man hat als Bürger und Kunde für sich persönlich den Strafzins verhindert. Aber ohne Bargeld geht das nicht mehr, und man würde quasi genötigt werden sein Geld zu verkonsumieren, oder in tolle Fondsprodukte der Banken zu stecken. Aber gut, kommen wir zum Hier und Jetzt. Planen die “dunklen Mächte” die Abschaffung von Bargeld? Das ist wohl Ansichtssache. In Schweden zum Beispiel gibt es zwar kein Gesetz, das Bargeld verbietet. Aber wenn immer mehr Einzelhändler zum Beispiel gar kein Bargeld mehr annehmen, dann ist das nichts anderes als eine verdeckte Abschaffung von Bargeld.

Und in Euroland? Die EZB hatte bereits den 500 Euro-Schein abgeschafft, in dem man durch die Beendigung des Drucks neuer Scheine quasi eine indirekte Abschaffung veranlasste. Begründung: Kampf gegen Terror und Geldwäsche. Was für ein Quatsch! Es gibt keinerlei Beleg dafür, dass mit der Abschaffung dieser Banknote Terror oder Geldwäsche in irgendeiner Form erschwert wird! Letztes Jahr hatte sogar die Bundesbank sogar ganz offiziell in einem ihrer Berichte klar dargelegt, dass es keine Beweise für einen Zusammenhang gebe. Zitat auszugsweise:

Wissenschaftliche Belege zum Umfang der aus Schattenwirtschaft und Kriminalität resultierenden Bargeldnachfrage sind aufgrund des illegalen Charakters der Aktivitäten nur schwer zu erbringen. Empirische Untersuchungen der Schattenwirtschaft sind deswegen überdurchschnittlich unsicher, sodass alle Ergebnisse vorsichtig interpretiert werden sollten. Oft wird lediglich auf anekdotische Evidenz zurückgegriffen, die direkt an der Höhe des Bargeldumlaufs oder des Umlaufs großer Banknotenstückelungen ansetzt.

Die lästigen Münzen

Und ja, die lieben Euro-Münzen. Wie auch die Scheine sind sie ganz reale handfeste Zahlungsmittel, die dem Bürger nicht durch eine Bankenschließung weggenommen werden können. Was der Bürger in der Tasche hat, hat er in der Tasche! Und was hört man ganz aktuell? Soll Die Abschaffung von Bargeld forciert werden? Nein, aber nein, natürlich nicht!? Es geht nur “um das Wohl aller”, so möchten wir es formulieren. Aktuell läuft es unter der Überschrift “Entbürokratisierung”. Wie aktuelle Berichte zeigen, gibt es eine Initiative der neuen EU-Kommission unter Ursula von der Leyen, um die Bürokratie zu entrümpeln. Aber komisch, warum das Papier vertraulich ist und nicht an die Öffentlichkeit kommen sollte? Was wäre da naheliegender als 1 und 2 Cent-Münzen abzuschaffen. Es gehe nämlich darum das Leben der Bürger in Europa einfacher zu machen. Die Sprache ist von “Vereinfachungspotenzial und Fitness-Check”.

Es geht um einen Vorschlag für “einheitliche Rundungsregeln” beim Bezahlen mit Münzen. Daher sollen 1 und 2 Cent-Münzen verschwinden, und man soll auf volle 5 Cents auf- und abrunden. Nur ein weiterer Schritt hin zur Abschaffung von Bargeld? Aber nein, das ist doch ganz sicher nur eine Verschwörungstheorie!? Frau von der Leyen geht es sicher nur um das Wohl der Bürger um die Vereinfachung des Alltags. Erwähnt wird im aktuellen Papier zum Beispiel, dass bei den kleinen Münzen die Herstellungs- und Transportkosten lästig seien. Aber, so möchten wir anmerken: Hat man nach dem lästigen 500er-Schein auch die 1 und 2 Cent-Münzen abgeschafft, fällt einem dann nicht auch auf, dass die Herstellungs- und Transportkosten für 10 und 20 Cent-Münzen genau so nervig und störend sind? Die könnte man dann ja auch abschaffen? Angeblich will Frau von der Leyen den Plan für die 1 und 2 Cent-Münzen heute offiziell vorstellen.

Den Bürgern das Bargeld madig zu machen, dazu gab es vom IWF unlängst einen tollen Vorschlag. Unfassbar, auch heute noch. Damit die Leute auf reines Buchgeld umsteigen, solle man einfach Bargeld abwerten. So könntem zum Beispiel bei der Abhebung von 100 Euro nur (ein einfaches Beispiel) nur 95 Euro aus dem Automaten kommen, sozusagen als Negativzins auf Bargeld? Auch könne man es so regeln, dass wer im Einzelhandel mit Bargeld bezahlt, höhere Preise zahlen muss als derjenige, der mit Karte zahlt. Sehen Sie dazu beim Klick an dieser Stelle einen sehr interessanten und ausführlichen Text.

6 Kommentare

6 Comments

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    Macwoiferl

    29. Januar 2020 10:46 at 10:46

    Nett formuliert alles.
    Eine Komponente fehlt auch hier:
    Das Problem sind nicht die Entscheider, die das Bargeld abschaffen wollen.
    Das Problem sind die naiven Bundesbürger, die der Propaganda aufsitzen.
    Zur Naivität und Gutgläubigkeit wird schon in den Schulen erzogen (heutzutage).
    Als Spielwiese dient Friday For Future.
    65 Prozent Zustimmung für Merkels sanfte Diktatur (wozu Bargeldabschaffung auch gehört).
    Da läuft was grundverkehrt…

    • Avatar

      globalvoterorg

      29. Januar 2020 14:16 at 14:16

      Wenn man den Finger auf die Wunde legt, ist die sogenannte “Naivität” und das “Halbwissen” eine verschleiernde Agenda. Wir “leben” in einer gewaltigen Illusion, die durch regelmäßige Gehirnwäsche und Propaganda, seit Jahrhunderten, unterlegt ist. Nur 2% der Menschheit hat einen IQ von über 130. Nur, 0,3% der Menschheit sind Cash Dollar Millionäre. Nur, 0,001% der Menschheit dominiert alles. Das ZinsesZins Schuldgeld verteilt das Geld=Arbeit von fleißig zu reich. Die Milliardäre verdoppelten sich in den letzten 10x Jahren! Die Demokratie erweist sich, auch, als Illusion!? NEIN, sie wurde als Hoax, so, angelegt, weil keiner darüber nachdenkt, daß die Gleichverteilung der Stimmen eine, quasi, Verlängerung des Kommunismus ist. Machtillusion !!!
      Es ist nachweisbar, daß die Parlamente zu 80% Entscheidungen fällen, zugunsten der Eliten! ALLES, ist auf die Eliten ausgelegt. Eine unzweideutige Ungleichverteilung und Knechtung der Masse, obwohl uns, Allen, erzählt wird es geht “gerecht” zu. Selbst der Staat und das Rechtssystem ist eine Illusion! Dies alles basiert auf der Gaus´schen Verteilungskurve. WIR, werden, nie und nimmer bessere Politiker/Dominanten bekommen, falls wir nicht zu besseren Bürgern werden! Das Schuldentum ist die Illusion die Zukunft konsumieren zu dürfen, ohne moralischer Schuld. Die Effekte ersehen wir, bildlich, in unserer Natur/Erde. Nur, das unnachhaltigste System, das FIAT SchuldgeldSystem, welches exponentiell angelegt ist und damit, immer, implodiert, ist die Mutter aller Wachstumskrisen. (Umweltverschmutzung und Raubbau der Ressourcen)
      Cui Bono !?
      Die Finanzkrake hat die Theorien von Silvio Gesell entdeckt, aber, NICHT, zum Vorteil der Gemeinwohlwirtschaft, sondern zum Vorteil der Dominanz. Warum nennt man diese, NICHT, die Reichen, weil es hier NICHT um Reichtum (Haben, eine weitere Illusion) geht, sondern um Dominanz/Macht! Die Finanzkrake (FED/EZB/BIZ: Die Lizenz zum Gelddrucken, Machen!) braucht nämlich kein Geld (!). Sie drucken es sich selbst.

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    Übelkeit

    29. Januar 2020 12:40 at 12:40

    Die Abschaffung kleiner Münzen gab es in der Vergangenheit regelmäßig. Durch Inflation werden diese Beträge nunmal zunehmend wertlos.

    Man muss bereits 60 2 Centstücke für eine Kugel Eis auf den Tischen legen. Und bei einer bleibt es meist nicht.

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    Facherfahrener

    30. Januar 2020 01:10 at 01:10

    Ich schrieb schon vor Jahren – Mit der EU wird eine noch nicht gekannte DIKTATUR geschaffen.
    Und je mehr KRITIK an der EU entsteht, wird mit immer mehr VERBOTEN geantwortet.
    – 500,-€ Schein- Der Bürger soll den Eindruck gewinnen mit kleinen Scheinen Reicher zu sein
    – Nur die anfangs genannten Lagerkosten werden mit den kleinen Scheinen noch größer
    – NEIN statt 100 nur 95 zu erhalten geht nicht – bitte mal die Gesetze dieses Landes lesen
    – EU Gesetze die gegen das GG verstößen sind null und nichtig – dürfen nicht angewandt werden
    – Da der € in D offizielles Zahlungsmittel ist darf die EU diese Scheine in D nicht verbieten
    Und da kommt die “drei Wetter Taft” zum Zug. Deutschland ist der treiber dieser EU-Diktatur
    um mit EU-Verordnungen das GRUNDGESETZ zu umgehen, und den Bürger mit Bargeldentzug gefügig
    zu machen. Das dritte Reich war NICHTS gegen die kommende Diktatur EU.
    Der Konsumgesteuerte dumme Bürger hat nur sein Handy im Kopf. Nicht mal reden miteinander
    können Sie – nur noch WhatsApp oder Facebook. Apps und Apps die ALLES an den Anbieter senden. Aber der so “studierte” Bürger hat ja nichts zu verberger. Alexa dankt.
    Und ja – Bargeld zu pfänden brauchen dieser Betrüger einen rechtsverbindlichen richterlichen Beschluss, was seit den Bereinigungsgesetzen ausgeschlossen ist.
    Banken brauchen derartiges nicht um angeblich als “Drittschuldner” Ihr Konto zu plündern.
    GEZ schikt Ihrer BAnk eine selbst augestellte Pfändung, und die Banken zahlen ohne das
    der Bürger sich dagegen wehren kann.
    Man kann diesen “Schwachköpfen” hundert mal schreiben das GEZ, Bußgeldbescheide,Urteile
    einfach alles ohne Unterschrift NICHTIG sind. Selbst die Kfz-Steuer in Teilen gegen das
    GG verstößt. Ganz einfach- ab 2007 dürfen diese Verwaltungsangestellte derartiges NICHT
    unterschreiben. Sie sind nicht befugt. Öff-rechtliche Sender oder öff-rechtl. Forderungen
    gibt es nicht! Nur noch VERTRAGSRECHT. Gerichte arbeiten auch nur auf dieser Grundlage!
    GESETZE werden bei der Bildung gemieden wie der Teufel das Weihwasser. Oder die Kids werden
    arglistig geteucht. AO=Abgabenordnung kein notwend. Vorschaltgesetz ZPO,StPO OwiG u.a.
    seit 2007 allesamt ungültig. Artikel 19 GRUNDGESETZ. Abes das wird den “Studierten” nicht
    beigebracht. So sucht sich die heutige Generation “Götzbilder” wie WhatsApp,Facebook u.a.

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    Bernd

    30. Januar 2020 07:20 at 07:20

    Leider viel Schwarzmalerei und wenig Konkretes was man tun kann. Das Beispiel Schweden ist falsch herum aufgeführt: In Schweden gibt es seit letzen November ein Gesetz das die Banken zu Bargeld verpflichtet. Der nächste Schritt: Die Geschäfte werden Bargeld annehmen müssen. Erreicht wurde dies hauptsächlich durch eine Aktion der Rentner! Man kann also was tun! Aber es ist trotzdem sehr praktisch mit Karte bezahlen zu können. Auf den richtigen Mix kommt es an. Grüße aus Schweden!

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    Facherfahrener

    30. Januar 2020 11:15 at 11:15

    @Bernd, Schweden ist nicht Deutschland.Staatsbürger kontra Staatsangehörige (Nationalität)
    SHAEF-Gesetz u.a.
    Gott hat gesagt “Mensch helfe dir selbst, dan helfe ich dir auch” Das können die Rentner.
    Die heutige Generation – kan NICHTS!! Unbelehrbar, Überheblich Dumm!!
    “Sehr praktisch mit Karte zu bezahlen”? wage ich zu bezweifeln. Dauert länger und wenn der
    Apparat streikt nutzt das Kontogeld NICHTS. GELD was man in der Hand hat funktioniert
    IMMER ohne Störung/Überlastung der EDV.
    Warum sollen wir Ihnen oder anderen sagen, was dagegen zu tun ist? Wenn diese zu feige sind
    Gesetze anzuwenden, und sich der Ausbeutung zu widersetzen.
    – Bescheide aller Art – ohne Unterschrift Nichtig zurückweisen Abbuchungserl.widerrufen
    – Einfach NICHTS bezahlen – Vollstreckungsbeamte gibt es NICHT! GVG Gerichtsvollzieher
    auch nicht. Gilt nur für Deutschland/Austria
    Brauchen Sie noch mehr Anregungen, was jeder machen kann? Vertragsrecht studieren.

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Banken vor großer Krise: 127 Milliarden Ausfälle drohen, Baukredit-Boom endet

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Hochhäuser zahlreicher Banken in Frankfurt

Den deutschen Banken steht wohl ab Herbst eine große Krise bevor. Oder anders formuliert: Sie ist wohl schon längst da, wird aber ab Herbst erst richtig sichtbar! Die Buchautorin und Finanzjournalistin Jessica Schwarzer erwähnt im folgenden aktuellen Interview, dass Wirtschaftsforscher davon ausgehen, dass auf Banken Kreditausfälle von mindestens 127 Milliarden Euro zukommen können. Das folgende Video gibt grundsätzlich einen aufschlussreichen Ausblick über die anstehende Krise bei den deutschen Banken.

Banken mit massenweise Stundungen

Jüngst wurde von 70.000 Kredit-Stundungen alleine bei der Deutschen Bank berichtet im Zuge der Coronakrise. Es ist verständlich. Millionen Kurzarbeiter, mehr Arbeitslose, viele Selbständige vor dem Nichts. Da nimmt man die gesetzlichen Möglichkeiten einer mehrmonatigen Stundung seiner Kreditzahlungen gerne in Anspruch. Aber auch bei der Commerzbank und den Sparkassen hört man offenbar von jeder Menge Stundungen. Klar, es wird flächendeckend alle Banken betreffen, die Konsumentenkredite vergeben.

Wir haben die letzten Monate schon mehrmals darüber berichtet, und weisen jetzt erneut darauf hin. Wie kaputt die Bücher der deutschen Banken bereits sind, weiß niemand. Der staatlich genehmigte “bilanzielle Betrug” (so nannte es Markus Krall) wurde jüngst von Ende Juni bis Ende September verlängert. Von März bis Ende September sind Banken nicht verpflichtet, gestundete Kredite als Kreditausfall in ihren Büchern zu deklarieren. Also, offiziell keine Verluste, sondern saubere, werthaltige Kreditforderungen – offiziell, wie gesagt. Und ab Oktober? Entweder der Staat verlängert diese Regelung, oder ab Oktober könnten gigantische Milliarden-Löcher in den Büchern der Banken sichtbar werden, die jetzt wohl schon vorhanden sind.

Bundesbank mit aktuellen Umfragedaten

Von der Bundesbank liegen aktuell Umfragedaten von deutschen Banken vor. Daraus geht hervor, dass die Banken ihre Kreditrichtlinien verschärfen. Zitat Bundesbank:

Die befragten Banken verschärften die Kreditrichtlinien (d. h. die internen Richtlinien oder Kriterien einer Bank für die Gewährung von Krediten) im Unternehmenskreditgeschäft erneut in größerem Umfang (Nettoanteil von +9 % der befragten Banken nach netto +13 % der Banken, die im Vorquartal die Richtlinien verschärft hatten). Auch bei den Kreditvergaberichtlinien für private Wohnungsbaukredite (Nettoanteil von +21 % der befragten Banken, nach +3 % im Vorquartal) und Konsumenten- und sonstige Kredite (Nettoanteil von +20 % der befragten Banken, nach +10 % im Vorquartal) schlagen sich die Auswirkungen der Pandemie in strengeren Vergabemaßstäben nieder. Für die kommenden drei Monate planen die Banken keine nennenswerten Änderungen der Standards in allen erfragten Bereichen. Gleichzeitig verschärften die befragten Institute die Kreditbedingungen (d. h. die in den Kreditverträgen vereinbarten tatsächlichen Bedingungen für die Gewährung von Krediten) in allen erfragten Geschäftsfeldern. Als Hauptgründe für die Verschärfung der Kreditstandards und -bedingungen nannten die Institute das höher eingeschätzte Kreditrisiko sowie eine geringere Risikotoleranz.

Die Coronakrise schlägt auf die Praxis im Kreditgeschäft durch, was man ganz klar aus den Worten der Bundesbank herauslesen kann. So scheint der Kreditboom bei Immobilienkrediten erst einmal vorbei zu sein. Zitat Bundesbank:

Die Nach­fra­ge nach Woh­nungs­bau­kre­di­ten ging erst­ma­lig seit Ende 2017 zu­rück, wenn­gleich der Rück­gang deut­lich schwä­cher aus­fiel als im Vor­quar­tal er­war­tet wor­den war. Auch bei den Kon­su­men­ten- und sons­ti­gen Kre­di­ten kam es zu einem kräf­ti­gen Nach­fra­ge­rück­gang. Nach An­ga­ben der Ban­ken waren ein deut­lich ge­sun­ke­nes Ver­brau­cher­ver­trau­en in­fol­ge der Covid-19-Pan­de­mie sowie die Fi­li­al­schlie­ßun­gen der Ban­ken wäh­rend des Lock­down die we­sent­li­chen Grün­de für die ge­rin­ge­re Kre­dit­nach­fra­ge sei­tens der pri­va­ten Haus­hal­te. Für die kom­men­den drei Mo­na­te er­war­ten die Ban­ken einen wei­te­ren An­stieg der Nach­fra­ge nach Un­ter­neh­mens­kre­di­ten, einen er­neu­ten Nach­fra­ge­rück­gang bei den pri­va­ten Woh­nungs­bau­kre­di­ten und eine Zu­nah­me des Mit­tel­be­darfs bei Kon­su­men­ten- und sons­ti­ge Kre­di­ten. Der An­teil der ab­ge­lehn­ten Kre­dit­an­trä­ge stieg in­fol­ge der ge­straff­ten Kre­dit­ver­ga­be­maß­stä­be und auch wegen einer ver­schlech­ter­ten Bo­ni­tät der An­trag­stel­ler in­fol­ge der wirt­schaft­li­chen Aus­wir­kun­gen der Co­ro­na-Pan­de­mie in allen Kre­dit­seg­men­ten deut­lich an.

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Warum in Euroland erst einmal keine Inflation droht

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Die EZB sprach jüngst in Szenarien eher von drohender Deflation statt Inflation (mehr dazu hier). Zahlreiche kritische Zeitgeister wie Markus Krall und Dirk Müller (hier zu den dramatischen Corona-Folgen) sprechen von einer bevorstehenden kräftigen Inflation, oder sogar Hyperinflation. Warum sie “erst einmal” nicht ansteht, dazu liefert, so meine ich, das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) aktuell eine sehr interessante und einfach zu verstehende Denkschrift. Dabei geht es auch viel um das einfache, nachvollziehbare Verhalten der Bürger (Konsumenten) in und nach der Krise.

Erstmal Deflation statt Inflation

Zahlreiche Südländer in Europa sind schon in der Deflation (14 Euro-Länder im Monat Mai). Das ist nachvollziehbar. Denn wenn der Großteil der Touristen den Stränden fern bleibt, passiert was? Richtig, die Anbieter senken die Preise drastisch um die Touristen anzulocken. Hotels, Getränke, Ausflüge. Alles wird verbilligt angeboten, um zum Konsumenten zu animieren. Dazu sagt das IW, Zitat:

Besonders betroffen von der zurückhaltenden Nachfrage sind unter anderem das Gastgewerbe und der Tourismus. Viele Reisen konnten und können nicht stattfinden, darunter leiden besonders Länder, die sich auf den Tourismus spezialisiert haben. Das hat Folgen für die Inflation: Sinkt die Nachfrage, sinken gewöhnlich auch die Preise. Die fehlenden Touristen waren unter anderem ein Grund, warum die Preise in Griechenland im Juni um 1,7 Prozent und in Zypern um 2,5 Prozent einbrachen. Deflation zeigt sich aber auch in Estland und Lettland. In Italien sanken die Preise um 0,4 Prozent und in Spanien um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Aber auch zuhause ist es eine klare einfache Sache. Man braucht nur online zu surfen oder in die Innenstädte zu gehen. Nichts mit Inflation. Rabatte überall, und dazu nun auch noch die Mehrwertsteuersenkung, die zahlreiche Einzelhändler auch tatsächlich weitergeben. Dies senkt die Preise gleich doppelt (hier offizielle Berechnungen), was die Angst vor der Inflation erst recht in weite Ferne rücken lässt. Und wollen die Konsumenten einfach nicht konsumieren, müssen die Preise eben noch weiter runter gehen, bis man der Verlockung nicht mehr widerstehen kann? Dazu das IW, Zitat:

Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass die Deutschen weniger Geld ausgeben. Umsätze sind ausgefallen, durch Kurzarbeit schrumpft das Einkommen – entsprechend überlegen sich viele ganz genau, was sie kaufen und welche Ausgaben sie vielleicht lieber verschieben. Zudem besuchen die Bundesbürger weniger Geschäfte, Cafés oder Restaurants, um sich nicht anzustecken. Auch das Homeoffice senkt die monatlichen Ausgaben, beispielsweise, weil sich das Mittagessen vergleichsweise günstig zuhause kochen lässt. Insgesamt sinken die Ausgaben dadurch stärker als die Einkommen. Dieser allgemeine Trend zeigt sich bereits in der Sparquote der Haushalte: Während in Deutschland im vierten Quartal 2019 noch fast 18 Prozent des verfügbaren Einkommens gespart wurden, so waren es im ersten Quartal 2020 fast 24 Prozent.

Kommt die Inflation doch noch?

Tja, wird die Inflation doch noch “über uns kommen”? Denn wo die Bürger jetzt möglichst viel auf die hohe Kante legen aus Angst vor der Ungewissheit, da wird es zukünftig womöglich einen Nachholeffekt beim Konsum geben, was die Preise antreiben wird? Dazu IW, Zitat:

Fallende Preise sind nur auf den ersten Blick vorteilhaft für Konsumenten. Wer davon ausgeht, dass die Preise weiter fallen, schiebt alle Käufe auf, die nicht dringend notwendig sind. Das wiederum sorgt dafür, dass die Umsätze der Unternehmen weiter schrumpfen und sich eine Wirtschaftskrise verfestigen kann. In der aktuellen Situation wäre das sehr problematisch, weshalb die Europäische Zentralbank versucht, mit einer sehr expansiven Geldpolitik eine Deflation zu vermeiden.

Vermutlich wird die Geldpolitik in der aktuellen Situation erfolgreicher sein als bei der Bekämpfung der Deflation im Jahr 2015. Denn anders als damals sparen die Haushalte nicht, um Schulden abzubauen, sondern weil viele das Geld durch die Vermeidung einer Ansteckung mit dem Corona-Virus nicht ausgeben können. Dieses Geld werden sie aber wieder ausgeben – zumindest sobald etwas mehr Zuversicht besteht und absehbar ist, dass die Pandemie langfristig unter Kontrolle ist. Dann werden sich auch die Inflationsraten wieder normalisieren.

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Kreditausfälle und die Deutsche Bank – bilanziell ist das gar kein Problem!

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Drohen Kreditausfälle? In den USA beginnt die Berichtssaison mit den Großbanken. Da lohnt es sich doch auch Mal ein Blick auf die Deutsche Bank zu werfen. Wie heute Morgen gemeldet, aber bereits von vielen vermutet, steigen die Zahlen an möglichen Kreditausfällen drastisch. Die Deutsche Bank berichtet, dass circa 70.000 Stundungsanträge von Privatkunden bei der Deutschen Bank und der Postbank bereits eingegangen sind.

Viele Kunden können aufgrund der Corona-Krise ihre Kredite nicht bedienen. Zwar steigt die Zahl nicht mehr so rapide wie noch im Frühjahr, aber ein langsamer Anstieg ist immer noch zu verzeichnen. Wie wir bereits vor drei Wochen berichtet haben, hat das aber erstmal keinen negativen Effekt auf die Bilanz. Grund dafür ist, dass die Stundung von Krediten während der Corona-Krise gesetzlich ermöglicht wurde.

Die Bankenaufsicht verlängert den „legalen Bilanzbetrug“

Im März tätigte die Bankenaufsicht die ausschlaggebende Aussage, die bei der Deutschen Bank, aber auch bei allen anderen Banken, sicherlich einen Freudensprung ausgelöst hat. Die Bafin meldete, dass ein Schuldner „nicht zwingend als ausgefallen einzustufen ist, wenn bei einem Kredit Kapitaldienst und Zinsen in Folge des Corona-Virus gestundet werden”. Anders gesagt, Banken brauchen die Kredite nicht mehr abschreiben, dadurch sehen die Bilanzen weiterhin hübsch aus. Die Kreditausfälle werden in den Bilanzen einfach nicht als Solche gewertet.

Die Banken können also wertlose Kredite als werthaltige Vermögenswerte in den Büchern verbuchen. Diese Regelung wurde von der EBA um 3 Monate verlängert und gilt noch bis Ende September. Was danach passiert, steht noch nicht fest. Aber eine Verlängerung bis zum Ende des Jahres würde Sinn machen. Damit könnte man nämlich in der Jahresbilanz wunderbare gesunde Kredite präsentieren.

Großbanken in den USA droht eine Welle an Kreditausfällen

Wegen der Corona-Krise können auch immer mehr Amerikaner ihre Kredite nicht zurückzahlen, zudem gehen etliche Firmen Pleite. Das spüren insbesondere die Banken. In dieser Woche starten die Großbanken mit der Berichtssaison, dann werden wir die genauen Auswirkungen feststellen können. Man geht davon aus, dass die Institute durchschnittlich 70 Prozent Gewinneinbruch zu verzeichnen haben, das prognostiziert der Chef-Anlagestratege der Deutschen Bank. Der Hauptgrund dafür sind die drastisch steigenden Kreditausfälle von Unternehmen und Privatkunden. Analysten gehen davon aus, dass bei den sechs größten US-Banken die Rückstellungen für faule Kredite daher auf fast 32 Milliarden Dollar ansteigen. Die Summe muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Damit hätte sich der Wert im Vergleich zum Vorjahr versechsfacht.

Nicht nur die wachsenden Kreditausfälle, sondern auch die sinkenden Zinsen setzen den US-Banken zu. Wie Kostolany schon vor etlichen Jahren gesagt hat, die tatsächliche Stärke der Wirtschaft und Börsen erkennt man an dem Zustand der Banken. Zwar sind die Börsen seit dem März-Tief enorm gestiegen und haben eine V-Erholung hingelegt, aber schaut man sich nur den Bankensektor an, dann hinkt dieser ein großes Stück hinterher. Man kann mit Spannung die Offenlegung der Bilanzen verfolgen. Diese Woche wird uns gewiss einen Einblick über den Zustand der Banken gewähren.

Die Deutsche Bank leidet wie viele Banken an Kreditausfällen

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