Folgen Sie uns

Aktien

„Bei jeder Schweinerei ist die Deutsche Bank dabei“

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Nein nein, das Zitat stammt natürlich nicht von uns – wir sind nämlich die allerglühendsten Anhänger der Deutschbanker! Vielmehr haben das heute einige Aktivisten auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank skandiert – interessanterweise ließ man sie einige Zeit gewähren, bevor man sie abführte. „Es ging leider nicht anders“, sagte Aufsichtsrat-Chef Achleitner, schließlich müsse die Rede des CEO Jain ja weiter gehen!

Jain lieferte dann das ab, was man erwarten konnte: man sei auf einem guten Weg, betreibe Kosteneinsparungen und werde, wie Mit-CEO Fitschen verkündete, die Einsparungen weiter vorantreiben – also im Zweifel an den Hartkosten sparen und Leute entlassen. Auch für das nächste Jahr wird die Bank wohl nicht ihre Ziele erreichen, vor allem wegen „unvorhersehbaren“ Rechtskosten. Die waren und sind natürlich total „unvorhersehbar“! Es ist ja fast eine „Schweinerei“, dass Kunden, die sich von der Bank betrogen fühlen, dann sogar noch klagen!

Aus einigen wenigen Bereichen, die als anrüchig gelten, hat sich die Bank zurückgezogen – aber sie reagierte damit immer nur so weit wie nötig auf den öffentlichen Druck. Eine wirklich konsequente Linie sieht anders aus. Da war es natürlich für die Spitze der Deutschen Bank eher unangenehm, dass die Aktivisten auf der Hauptversammlung Zettel parat hatten, auf denen stand: „Deutsche Bank profitiert von
Landraub, Nahrungsmittelspekulaton und Rüstung.“

Weniger um Landraub, Rüstung und Nahrungsmittelspekulation ging es jedoch den meisten der anwesenden Aktionären. Im Fokus steht vielmehr der ziemlich miese Kursverlauf der Aktie, die seit ihrem Hoch 2007 75% eingebüßt hat. Derzeit hat die Bank an den Börsen eine Marktkapitalisierung von 31 Milliarden Euro – aber allein in den letzten fünf Jahren hat sie 25 Milliarden Euro von Investoren eingesammelt. Nicht gerade eine glorreiche Bilanz!

Dabei sorgt das frisch eingesammelte Geld – zuletzt durch die Kapitalerhöhung von acht Milliarden Euro – nur dafür, dass Löcher gestopft werden: „Ein guter Teil der Eigenkapitalerhöhung wird benötigt, um die in den letzten zwölf Jahren in die Bücher genommenen Verluste zu kompensieren und vielleicht für Verluste vorzusorgen, die noch nicht in die Bücher genommen wurden“, kritisierte Martin Hellwig, Direktor des Max-Planck-Instituts, kürzlich bei einer Rede in Frankfurt.

Und da könnten in den Bilanzen der Bank noch einige böse Überraschungen schlummern – schließlich obliegt es den Banken selbst, wie sie die Risiken in ihren Büchern einordnen und bewerten.

Und so sieht das Kurs-Trauerspiel der Aktie der Deutschen Bank visualisiert aus:

Deutsche Bank

Und das bei einem Dax, der praktisch auf Allzeithoch notiert! Hier der Vergleich der Kursentwicklung Dax und Deutsche Bank:

DeutscheDax

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    lilatulpe

    23. Mai 2014 01:41 at 01:41

    Bitte bitte, tut dieses Bild weg, es tut in den Augen weh! Wer das auch sein mag, absolut unsympathisch! Schlimmer als die Merkel!

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York: Biden vs Trump – Wall Street in Wartestellung

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Amerikaner warten heute gespannt auf die heute Nacht um 3 Uhr deutscher Zeit stattfindende erste Debatte zwischen Donald Trump und Joe Biden.

weiterlesen

Aktien

Wie lange handeln Sie schon mit Aktien? – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

sind Sie auch einer der zahlreichen Neu-Börsianer, die seit Ausbruch der Corona-Krise mit dem Aktienhandel begonnen haben? Wenn ja, dann beglückwünsche ich Sie zu diesem Entschluss.
Im Wesentlichen haben in diesem Jahr drei Faktoren zur Stärkung der Aktionärskultur beigetragen:

1) Die Niedrigzinsen lassen die Menschen nach Alternativen zum klassischen Sparkonto suchen.
2) Online-Broker machen den Aktienhandel auch mit kleinen Geldbeträgen attraktiv.
3) Während der Corona-bedingten Zwangspause des öffentlichen und oft auch beruflichen Lebens hatten viele Menschen erstmals Zeit, sich mit Ihrer Geldanlage und Altersvorsorge zu beschäftigen.

Die Millenials entdecken die Börse

In den vergangenen Monaten habe ich bemerkt, dass vor allem junge Menschen die Börse für sich entdecken. Menschen, die um die Jahrtausendwende geboren wurden, zeigen ein großes Interesse an Geldanlagethemen. Das freut mich umso mehr, gelten die Deutschen doch oftmals als Aktienmuffel. Die Rendite der Anlageportfolios hinkte den Menschen in Aktienländern wie den USA deshalb oft deutlich hinterher. Das könnte sich jetzt mit einer neuen Generation von Aktionären ändern.

Doch es ist auch Vorsicht geboten. Viele Neu-Börsianer lassen sich vom Versprechen auf den schnellen Gewinn verführen. Manche vergessen, dass Sie mit echtem Geld agieren und lassen sich von den spielerisch gestalteten Apps der Online-Broker blenden.

Manchmal scheint es tatsächlich sehr einfach zu sein, an der Börse Geld zu verdienen. Doch vergessen Sie niemals: Die Flut hebt alle Boote. In Zeiten steigender Kurse, wie nach dem Corona-Crash am Anfang des Jahres, konnten Sie kaufen was…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – TINA is back!

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Alternativlosigkeit zu Aktien sei zurück, sowie die Angst bei der Rallye Gewinne zu verpassen.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen