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Ben Bernanke: Ist doch alles prima

Ben Bernanke bleibt sich treu. In zwei Reden führte der Ex-Chef der Fed aus, dass die Rettungsmassnahmen nach dem Untergang von Lehman richtig waren – und wirft seinen Kritikern vor, keine Ahnung von Ökonomie zu haben („bad economics“). Das QE, so Bernanke, habe eben nicht, wie viele prognsotiziert hatten, zu Inflation geführt – vielmehr sei die eigentliche Gefahr Deflation gewesen, die man habe bekämpfen müssen:

„Four years later there’s not a sign of inflation. The dollar is strengthening. They’re saying, ‚Wait another five years, it’s going to happen.‘ It’s not going to happen.“ (zitiert nach CNBC)

Bernanke reproduziert damit das grundlegende Missverständnis der Mainstream-Ökonomen, die sich nur auf Verbraucher- oder Erzeugerpreise fokussieren – aber völlig ausser acht lassen, dass Inflation sehr wohl auf anderen Feldern stattfindet: nämlich bei den Vermögenspreisen. So zeigen sowohl die Aktienmärkte, Rentenmärkte als auch die Immobilienmärkte klare Zeichen von Inflation!

Mit Blick auf die EZB hält es Bernanke für unwahrscheinlich, dass die europäische Notenbank Staatsanleihekäufe tätigen wird, wie es die Fed gemacht hatte. Dazu seien vor allem die politischen Widerstände zu gross:

„The barriers to doing it are not really economic. The legal and political barriers being thrown up are going to make it very difficult to do that.“ (zitiert nach CNBC).



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