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Bitcoin

Bitcoin 40.000 Dollar! Sicherer Hafen? Nein, eine Blase – die Hausse nährt die Hausse

Claudio Kummerfeld

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am

Bitcoin symbolische Coins

Der Kurs des Bitcoin ist gestern Abend über 40.000 Dollar gestiegen, bis auf 40.224 Dollar. Aktuell notiert die weltweit wichtigste Kryptowährung um die 38.500 Dollar. Es scheint derzeit kein Halten zu geben. Die Kursschwankungen sind enorm, aber das ist bei einem so hohen Kurs ja auch normal. Vor noch nicht mal einem Monat notiert der Bitcoin noch unter 20.000 Dollar, und noch im Sommer sah man lange Zeit Kurse unter 10.000 Dollar.

Keine „Flucht“ von Aktien Richtung Bitcoin

Seit Wochen scheint der Bitcoin wie entfesselt zu sein. Ist er der neue sichere Hafen, wo man bisher immer von Gold als dem Hort der Sicherheit sprach? Wohl kaum. Denn derzeit zieht es die Anleger an den internationalen Kapitalmärkten nicht in Richtung eines Fluchthafens. Gold fällt diese Woche, so auch heute Vormittag. Die Anleger sind in euphorischer Stimmung. Die Demokraten in den USA können in Kürze durchregieren, und damit werden wohl umfangreiche Stimulus-Pakete auflegen, schuldenfinanziert – das versteht sich. Damit dürfte die Konjunktur in den USA angeschoben werden, also vor allem der Konsum. Das freut derzeit die Börsianer.

Die Aktienmärkte steigen immer weiter an. Auch er Dax eilt aktuell von Rekord zu Rekordhoch. An einer Flucht der Anleger raus aus Aktien kann der derzeitige Boom des Bitcoin also nicht liegen! Es ist wohl ganz einfach die Hausse, welche die Hausse nährt. Ein Asset steigt kräftig im Kurs, und zahlreiche Anleger sehen dort ihre Chance, und springen auf den fahrenden Zug auf. Durch diesen Kaufdruck steigt der Kurs immer weiter, was immer mehr Anschlusskäufer anlockt. Und so können Kurse oft wochenlang irrational stark ansteigen. Wann so eine Blase platzt und in welchem Umfang, das kann man vorher nie sagen.

Beim Bitcoin ist noch viel stringenter als bei Gold das tolle Argument vorhanden, dass er aufgrund seiner mathematischen Konstruktion in seiner Menge begrenzt ist. Er ist ein knappes Gut, auch wenn er nur elektronisch existiert und mit keinen realen Werten unterlegt ist, wie zum Beispiel bei Gold. Lesen Sie beim Klick an dieser Stelle vom Dienstag dieser Woche einen hochinteressanten Artikel von Markus Fugmann über Bitcoin als „die erste digitale Religion“.

Schauen wir auf den folgenden Chart. Hier sieht man seit Anfang Dezember 2020 den Bitcoin, der mit Abstand am besten gelaufen ist mit +100 Prozent, im Vergleich dazu „nur“ +27 Prozent in der Tesla-Aktie, dem anderen großen Hype-Objekt dieser Tage. Die großen US-Aktienindizes S&P 500 und Nasdaq konnten die letzten 30 Tage „nur“ 3,5 Prozent und 3,26 Prozent zulegen. Das wirkt nicht nach viel, aber zum Beispiel der Nasdaq notiert derzeit auf einem Rekordhoch. Im März 2020 im Corona-Börsencrash waren es gerade mal 7.000 Punkte, jetzt fast 13.000. Da kann man wohl kaum davon sprechen, dass der Bitcoin gut läuft, weil die Aktienmärkte schlecht laufen.

Hausse nährt die Hausse

Dass bei der „Hausse nährt die Hausse“-Rally weiterer Nachschub ansteht, könnte man auch hier erkennen (nur als ein aktuelles Beispiel). Gestern Nachmittag hat Spiegel Online einen Erklär-Artikel veröffentlicht mit dem Titel „So können Sie Bitcoins kaufen (wenn Sie das wirklich wollen)“. Da ist für Nachschub gesorgt an neuen Spekulanten, die auch auf den Gier-Zug des leicht verdienten Geldes aufspringen möchten. Bitcoin mag zwar mit Blick auf die letzten Jahrzehnte gesehen noch ein relativ neues Asset an den Kapitalmärkten sein. Aber der Mechanismus der Märkte könnte hier wohl ähnlich verlaufen wie bei vielen anderen Beispiel. Eine unglaubliche Hausse läuft immer weiter, und weiter, und weiter. Es geht solange immer weiter nach oben, bis alle nur noch an immer weiter steigende Kurse glauben, und auch der letzte Zocker aufspringt. Und dann, zack, kommt der große Knall.

Chart vergleicht Bitcoin mit Aktienindizes und Tesla-Aktie

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Bitcoin

Aktien: „Janet Yellen macht euch reich!“ Marktgeflüster (Video)

„Janet Yellen macht euch reich – kauft Aktien“, so lautet das Mantra mit der Amtsübergabe an Biden in sozialen Medien in den USA. Wirklich?

Markus Fugmann

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„Janet Yellen macht euch reich – kauft Aktien“, so lautet das Mantra mit der Amtsübergabe an Biden in sozialen Medien in den USA. Die Logik dahinter: Yellen und die Fed würden Dollar ohne Ende drucken, daher werde der Dollar stark fallen, daher sei die einzige Möglichkeit sich davor zu schützen und sogar reich zu werden, Aktien oder Assets wie Bitcoin zu kaufen. Solche Aussagen kommen häufig unmittelbar vor Korrekturen – Korrekturen wie heute etwa bei Bitcoin. Auffallend: auch heute laufen die Tech-Werte wieder besser, der „Reflations-Trade“ erleidet den nächsten Rückschlag. Ist das ein Zeichen dafür, dass die Erholung der Konjunktur vielleicht doch nicht so bombastisch ausfallen könnte wie erhofft?

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Kryptowährungen: BaFin veröffentlicht Risikohinweis für Verbraucher

Claudio Kummerfeld

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am

Drei Kryptowährungen als fiktive Münzen

Nein, es ist kein Scherz, aber es hat den Hauch von Realsatire. Hat man bei der BaFin extra noch gewartet, bis sich der Bitcoin in den letzten Wochen mehr als verdoppelte, von unter 20.000 auf über 40.000 Dollar? Es ist die Behörde, die bei so ziemlich allen großen Finanzskandalen der letzten Jahre versagt hat – oder noch schlimmer, davon gar nichts mitbekam, bis es zu spät war? Diese Behörde möchte uns jetzt vor einem Risiko warnen?

Am Tag vor Heiligabend (wohl eine frohe Kunde?) versuchte die BaFin mit einer Veröffentlichung quasi zu erläutern, warum Kreditausfälle bei Banken keine Kreditausfälle sind (mehr dazu hier). Zuletzt zeigte die BaFin vor allem auch mit ihrem Führungspersonal gar kein gutes Bild beim Wirecard-Skandal. Und so könnte man es endlos fortsetzen. Der Finanzwende-Chef Gerhard Schick hatte erst letzte Woche in einem interessanten Artikel erläutert, dass die BaFin bei fast jedem Skandal geschlafen hat. Es handele sich um eine Kuschel-Aufsicht (mehr dazu hier).

Aber jetzt, da hat die BaFin gelernt? Jetzt greift man „knallhart“ durch mit einem aufklärenden, informativen Hinweis für die unbedarften Verbraucher? Der Risikohinweis für Kryptowährungen ist betitelt mit den Worten „Hype um Kryptowerte – BaFin warnt Verbraucher vor Risiken bei Investments“. Hier die Warnung im Wortlaut:

Die BaFin nimmt die Kursentwicklung auf den Märkten für Kryptowerte zum Anlass, Verbraucherinnen und Verbraucher erneut vor den Risiken solcher Investments zu warnen.

Sie sollten sich nicht von den in der jüngeren Vergangenheit zu verzeichnenden Preisanstiegen bekannter Kryptowährungen wie etwa Bitcoin, Ether, XRP, Bitcoin Cash und Litecoin blenden lassen. Die BaFin warnt nicht nur vor den Risiken beim direkten Erwerb von Kryptowerten. Riskant sind auch derivative Finanzinstrumente wie finanzielle Differenzkontrakte (Contracts for Difference – CFD) und Zertifikate, die den Kursverlauf von Kryptowerten abbilden (siehe BaFinJournal September 2020).

Bei allen diesen Anlagen können Verbraucherinnen und Verbraucher erhebliche Kapitalverluste erleiden. Auch ein Totalverlust ist möglich. Aus der hohen Volatilität und möglichen Illiquidität von Kryptowerten entstehen Risiken, die sie bei ihrer Anlageentscheidung berücksichtigen müssen.

Bereits in der Vergangenheit haben die BaFin und andere Aufsichtsbehörden vor den Risiken von Kryptowährungen und auch Initial Coin Offerings (ICOs) gewarnt.

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Rüdiger Born: Optimismus für Bitcoin

Rüdiger Born

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Bricht der Bitcoin nun weiter ein, oder geht die Rally nach kurzer Pause weiter? Ich bin recht optimistisch. Dazu mehr im folgenden Video.

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