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Bitcoin

Bitcoin auf dem Weg auf 10.000 Dollar – und die Lage in Europa

Redaktion

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Von Naeem Aslam, chief market strategist bei ThinkMarkets

 

Bitcoin steigt weiter

Wenn Sie noch nicht bereit sind, dann machen Sie sich besser bereit: der Bitcoin-Preis nimmt Anlauf auf das Niveau von 10.000 Dollar – und holt damit die Hälfte seiner Verluste von seinem Allzeithoch wieder auf – unangenehm für diejenigen, die sagten, dass sich die Krypto-Währung nie wieder von ihren Verlusten erholen wird. Nun, es ist das leistungsstärkste Anlagegut des Jahres 2019 und der Zuwachs seit Jahresbeginn liegt bei 140 Prozent, alleine im Monat Mai ist Bitcoin um 70 Prozent gestiegen.

Denken Sie daran, ich habe das auch schon einmal gesagt, je mehr es nach unten gedrückt wird, desto stärker ist die Widerstandsfähigkeit, die Bitcoin aufbaut.

Technisch gesehen denke ich, dass der Bitcoin-Preis wahrscheinlich durch das Niveau von 10.000 in dieser Woche oder der nächsten Woche explodieren wird, wenn die Dynamik in diesem Tempo anhält. Der Preis wird weit über den wichtigen gleitenden Durchschnitten, den einfachen gleitenden Durchschnitten von 50, 100 und 200 Tagen gehandelt, und der wichtigste unter ihnen ist der gleitende Durchschnitt von 242 Tagen. Ich bin der festen Überzeugung, dass, solange der Preis über den zentralen gleitenden Durchschnitten bleibt, dieser Bullenlauf anhalten wird!

Die nächsten wichtigen Preisstufen sind: der Widerstand von 10.000, dann die 15.000er-Marke. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Preis die 10.000er-Marke durchbrechen und dann auf 12.000 oder 13.000 steigt, bevor es dann einen Rücketzer auf die Unterstützung bei 8000 Dollar geben wird – bevor dann wiederum der nächste Schwung wieder versucht, das Niveau von 15.000 zu erreichen.

 

Der Anleihemarkt – Griechenland mit Hausse an den Aktienmärkten

Auch der Anleihe-Markt steht heute im Rampenlicht, die Kurse der griechischen Staatsanleihen stiegen (sprich die Renditen fielen) aufgrund der anetehenden Neuwahlen. Griechenland, das einst auf einer instabilen Basis stand,  erlebt derzeit, wie seine Anleiherendite auf ein Niveau gefallen ist, das es seit dem Jahr 2000 nicht mehr gab. Die Rendite der 10-jährigen Anleihen fiel um 33 Basispunkte, und der Aktienmarkt Griechenlands mit starken Gewinnen.

Die aktuelle Regierung hat gute Arbeit geleistet (in einer relativen Perspektive), die Anleiherenditen sind deutlich von ihrem Rekordhoch gesunken, das Land hat ebenfalls Wachstum erlebt und ist aus dem bailout-Programm  ausgetreten.

Der aktuelle Rückgang der Anleiherendite ist darauf zurückzuführen, dass Alexis Tsipras, der Premierminister des Landes, sich wegen dem schwachen Abschneiden der Syriza-Partei bei den Europawahlen für eine Neuwahl entschieden hat. Die Wahlen werden wahrscheinlich nächsten Monat oder den Monat danach stattfinden, und die Meinungsumfragen deuten darauf hin, dass eine unternehmensfreundliche Partei, die Neue Demokratie, wahrscheinlich die Führung übernehmen wird. In diesem Fall dürfte sich die Börsensituation weiter verbessern.

Die europäischen Märkte starteten positiv in die Woche. Die Anleger scheinen bereit, in riskantere Anlagen zu investieren, da Pro-EU-Parteien bei der Europawahl in Führung geblieben waren. Die Ergebnisse der Europawahlen haben zwar gezeigt, dass der Nationalismus (im Stile eines Trump) auf dem Vormarsch ist, aber er ist weitaus geringer, als viele befürchtet hatten – und das hat das Gefühl der Erleichterung ausgelöst.

 

Naeem Aslam

 

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Columbo

    28. Mai 2019 12:23 at 12:23

    Bitcoin und Europa in einem (zweckoptimistischen?) Atemzug! Das paßt zusammen, beide ständig mit einem Fuß im Abgrund.
    Das nenn ich geniale Analyse.

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Allgemein

Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

Redaktion

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Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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Aktien

Dax-Vola, Bitcoin als neuer Sicherer Hafen, Ideen zu Apple und Visa

Redaktion

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Eine mögliche höhere Volatilität im Dax um die 13.000 Punkte wird im folgenden Video besprochen. Ebenso bespricht Manuel Koch mit einem Experten die Aussicht, dass sich der Bitcoin als zusätzlicher Sicherer Hafen neben Gold etablieren könnte. Notwendig sei ein grundsätzliches Vertrauen der Anleger in die Technik des Produkts, so der Experte. Auch werden im Video Empfehlungen der trading-house Börsenakademie zu den Aktien von Apple und Visa besprochen und im Detail erläutert.

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Bitcoin

Bitcoin: Kommt der echte Konkurrent aus China?

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Symbolbild für den Bitcoin, der nur elektronisch existiert

Es gibt tausende verschiedene Kryptowährungen, doch keine kann es bis heute mit Bitcoin aufnehmen. 65 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung von mehr als 5.500 Kryptowährungen entfällt auf Bitcoin. Doch in China, wo ohnehin schon ein enormer Marktanteil auf digitales Bezahlen mittels Handy-Apps entfällt, entsteht jetzt eine Kryptowährung, die es mit Bitcoin aufnehmen könnte, ohne mit Bitcoin viele Gemeinsamkeiten zu haben.

Bitcoin und Co. sind bei Chinas Machthabern verpönt, da sie schwer zu kontrollierende Kapitalflüsse darstellen. Da es keinen freien Kapitalverkehr zwischen China und der Welt gibt und auch im Inland am besten alle Zahlungsflüsse kontrolliert werden sollen, standen Kryptowährungen lange auf der Abschussliste. Mining-Farmen galten sogar als im Land unerwünschte Branchen, Farmen wurden ab Januar 2018 geschlossen und Bitcoin selbst wurde ab Dezember 2013 schrittweise verboten. Ab September 2017 ist der Betrieb von Tradingplattformen für Kryptowährungen untersagt.

Inzwischen hat sich die Meinung etwas geändert. Bestehende Kryptowährungen sind noch immer verpönt. Doch die Staatsführung hat erkannt, dass Kryptowährungen wie Bitcoin perfekt nachvollziehbare und bis in alle Ewigkeit gespeicherte Zahlungsmittelflüsse abbilden, wenn bekannt ist, wem welche Wallet gehört. Staatlich kontrollierte Kryptowährungen wären somit das perfekte Überwachungsinstrument.

Chinas Bitcoin-Alternative heißt DCEP

Daher hat sich die Stimmung in der Führung inzwischen merklich gewandelt. Im November 2019 fand sogar ein Blockchain-Gipfel in China statt. Ziel ist die Erforschung und Entwicklung einer eigenen, chinesischen Alternative zu Bitcoin. Inzwischen begann bereits ein Pilotprogramm in vier Städten mit einer digitalisierten Version der staatlichen Währung Renmbini, genannte DCEP. Für die chinesischen Bürger entfallen dabei alle Vorteile, die klassische Kryptowährungen bieten, ohne dass die staatliche Kryptowährung dafür im Tausch neue Vorteile gegenüber zum Beispiel Bitcoin böte. Eine digitalisierte Form der staatlichen Währung können die Menschen schließlich bereits mit zum Beispiel Alipay oder WeChat nutzen.

Um die neue staatliche Währung unter die Menschen zu bringen, bedient sich die Regierung daher eines Tricks: Staatliche Leistungen werden in der neuen Kryptowährung ausgezahlt, was die Menschen dazu zwingt, diese neue Währung auch einzusetzen. Damit hat die Regierung auch die Möglichkeit, die neue Kryptowährung im Rekordtempo zu einem global unerreichten Marktanteil zu verhelfen. In letzter Konsequenz könnten z.B. Steuerzahlungen als Kryptowährung gefordert werden, was dann jeden chinesischen Steuerzahler zwänge, die Währung nicht nur einzusetzen, sondern auch einzunehmen.

In China ist die Bevölkerung bereit für digitale Zahlungsabwicklung

Schon ohne staatlichen Zwang werden 16% des chinesischen Bruttoinlandsprodukts mit Alipay und Co. abgewickelt, also privaten Handy-Apps. Mit staatlichem Zwang ließe sich der Anteil des digitalen Renminbi sicherlich auf noch deutlich größere Anteile heben. Damit bestünde für China dann auch die Möglichkeit, internationale Transaktionen ohne die Nutzung westlich dominierter Systeme wie Swift oder den Umweg über den US-Dollar abzuwickeln. Schon heute können chinesische Touristen in Westeuropa mit chinesischen Apps bezahlen. Künftig könnten zum Beispiel auch vom Westen sanktionierte Staaten wie der Iran auf die chinesische Bitcoin-Alternative umschwenken.

Ziel des digitalen Renminbis ist, dass er ohne Bankkonto auskommt. Die Wallet ist in diesem Fall das Konto. Noch immer gibt es in China 225 Millionen Menschen ohne Bankkonto. Gleichzeitig gibt es aber mehr Mobilfunkverträge als Einwohner. Die chinesische Bitcoin-Alternative wäre insofern ein Entwicklungsprogramm, das hunderten Millionen Menschen erstmals Zugang zu einem kontoähnlichen Produkt böte.

DCEP hat wenig Gemeinsamkeiten mit Bitcoin und Co.

Mit den von Krypto-Fans propagierten Vorteilen einer Kryptowährung hat DCEP natürlich fast nichts mehr gemeinsam. DCEP ist vollständig staatlich kontrolliert, die Geldmenge ist prinzipiell unbegrenzt und es gibt keine Blockchain. Insofern hat DCEP mehr mit Handy-Payment-Apps gemeinsam als mit Bitcoin und Co.

Sollte sich DCEP jedoch durchsetzen, stünde die Frage im Raum, wozu es die technisch deutlich aufwendigeren Kryptowährungen überhaupt noch braucht. Zweifelsohne verbrauchen die meisten Kryptowährungen Unmengen an Strom, um die kryptographischen Berechnungen durchführen zu können, die für den Betrieb der Blockchains erforderlich sind. Am Ende könnte also eine digitale Währung, die mit Kryptowährungen kaum etwas gemeinsam hat, den Stern der Kryptowährungen zum Sinken bringen.

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