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Bitcoins mit obszönem Anstieg, Feiertags-Dax zeigt seine Unberechenbarkeit

Der Preis für Bitcoins steigt immer weiter, und das in einem schon als obszön zu bezeichnenden Tempo. Anfang des Jahres stand der Kurs noch unter 1.000 USD, vor einer Woche schon bei 1.850. Jetzt heute steht der…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Preis für Bitcoins steigt immer weiter, und das in einem schon als obszön zu bezeichnenden Tempo. Anfang des Jahres stand der Kurs noch unter 1.000 USD, vor einer Woche schon bei 1.850. Jetzt heute steht der Bitcoin-Kurs bereits bei 2.735 USD. Ein Wahnsinn, ausgelöst durch die einerseits mathematische Begrenzung des Angebots. Andererseits gab es Schübe zum Beispiel durch die Anerkennung von Bitcoins als echtes Zahlungsmittel in Japan. Aktuell scheint aus Südkorea enorme Nachfrage zu kommen. Laut Berichten sollen dort inzwischen Mondpreise für Bitcoins gezahlt werden. Mehr dazu hier.

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

Wie wir schon mehrmals schrieben: Der letzte bei der Reise nach Jerusalem bekommt keinen Stuhl mehr ab. Kann dieser Hype so weitergehen? Oder kracht es irgendwann so richtig gewaltig? Das kann man bei dieser relativ neuen Form der Finanzspekulation unmöglich vorhersagen. Wer einsteigt, muss sich des Risikos bewusst sein!

Mehr Hintergründe zu den Bitcoins finden Sie hier.

Dax

Der Dax hat heute bis zum jetzigen Zeitpunkt ohne Nachrichten eine Range von 172 Punkten  hingelegt, von heute früh kurz vor Kassa-Eröffnung bei 12.708 bis runter auf 12.536 Punkte um 10:20 Uhr. Wie der aktuelle Chart zeigt, gab es eine heftige und zügige Abwärtsbewegung, die wohl durch Verkaufsprogramme gesteuert wurde. Aber sie kam letztlich nicht zu Erfolg – der tiefe Kurs konnte nicht gehalten werden. Momentan notieren wir 80 Punkte unter dem Tief. Was lernt man daraus? Traden an Tagen mit extrem geringen Umsätzen ist extrem riskant.

10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    m.d

    25. Mai 2017 15:12 at 15:12

    das thema bitcoin würde mich interessieren. wer weiß mehr ? welche zukunftsaussichten hat bitcoin ? usw. das ist nicht normal was mit dem bitcoin kurs abgeht.

    • Avatar

      admin

      25. Mai 2017 15:22 at 15:22

      Hi „m.d“

      Im Artikel ist ein Link zu finden mit mehr Hintergründen zu dem Thema.

      Grüße
      FMW-Team

    • Avatar

      gerd

      25. Mai 2017 15:37 at 15:37

      Ist noch keine zwei Wochen her, da wurde hier auf FMW lebhaft diskutiert:
      http://finanzmarktwelt.de/?s=bitcoin+bundesbank&x=10&y=6

      Da gab es unter anderem auch handfeste PRO-Erklärungskommentare.
      Trotzdem wäre ich Ungläubiger da am liebsten short gegangen (bei rund 1700). So blöd wäre ich gewesen – falls ich ohne großes Suchen einen Put gekriegt hätte.

      • Avatar

        m.d

        25. Mai 2017 16:42 at 16:42

        danke euch.

  2. Avatar

    Trigo

    25. Mai 2017 16:38 at 16:38

    Bitcoin ist die Tulpenblase der Neuzeit… Es fliegen fast alle Kryptowährung durch die Decke in den letzten Wochen. Manche um 800 % an einem Tag. Kann man schön auf http://coinmarketcap.com/ beobachten. Irgendwann wollen alle durch die gleiche Tür nach draußen….

    • Avatar

      gerd

      25. Mai 2017 18:18 at 18:18

      Danke für den LINK. Da sind ja sage und staune 100 solcher digitalen Währungen aufgeführt. Oder sind es digitale Schneebälle, digitale Luftschlösser?

      Aber immerhin hatte vor ner guten Woche ein Kommentator flammende Plädoyers für BitCoin geschrieben. Wenn er drin war, dringeblieben ist oder sogar nachgekauft hat – dann Gratulation.

      • Avatar

        gerd

        25. Mai 2017 18:22 at 18:22

        Ich schrieb 100. Wenn man weiter blättert kommen nochmal 500 oder 600 weitere von den heißen Eisen.
        Das kann auf Dauer nicht gut gehen.

  3. Avatar

    Emm wie Meikel

    25. Mai 2017 18:12 at 18:12

    Wer mit Bitcoins spekulieren will, sollte sie möglichst nur dann kaufen, wenn sie gerade niemand mit der Kneifzange anfassen möchte (und bloß nicht über den Abzock ETF der Winklevoss Brüder sondern gleich über Coinbase oder einen ähnlichen Anbieter).

    Der Chart sieht mir nach einem Blowoff Top aus (ein exponentieller Anstieg), wodurch die Fallhöhe immer größer wird. Aber ist mir wurscht, sollten sie nur machen :-)

    Ich hab noch etwas von meinen Bitcoins übrig, aus der Zeit, wo es noch bei 150 stand, nutze sie aber nur, um damit in seltenen Fällen etwas online zu bezahlen. Kaum ein Anbieter akzeptiert sie, was mich in Anbetracht der irren Preissprünge und der immer längeren Validierungsdauer von Transaktionen (die Dauer wächst zusammen mit den Teilnehmern am Netzwerk) nicht wirklich wundert.

    • Avatar

      gerd

      25. Mai 2017 19:32 at 19:32

      Ha, kaum ein Anbieter akzeptiert sie. Klar, muss auch bedacht werden. Ein Waren/Dienstleistungs-Anbieter muss ja auch schon etwas „spekulativ“ veranlagt sein, wenn er die Dinger nimmt. Guter Hinweis.

  4. Avatar

    Btc

    25. Mai 2017 19:25 at 19:25

    Der bitcoin Anstieg hat auch damit zu tun das es eine Einigung gab bezüglich der Skalierungs Probleme. Siehe https://www.btc-echo.de/durchbruch-bei-der-bitcoin-skalierung/

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

Redaktion

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Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

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US-Häusermarkt kurz vor Katastrophe – einen Hoffnungsschimmer gibt es

Claudio Kummerfeld

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Typische Bauweise am US-Häusermarkt

Am US-Häusermarkt könnte in den nächsten Wochen und Monaten eine Katastrophe eintreten. Millionen Amerikanern droht Zwangsräumung oder Zwangsvollstreckung. Denn zum einen endet im März eine Frist von maximal 12 Monaten, die es Hausbesitzern erlaubte ihre Hypothekenzahlungen auszusetzen, wenn sie durch die Corona-Pandemie in Not geraten. Kreditnehmer, die sich zu Beginn des Programms angemeldet hatten, könnten ab März 2021 von einer Zwangsvollstreckung bedroht sein.

Noch wichtiger für den US-Häusermarkt ist: Die landesweit gültige vorübergehende Aussetzung der Zwangsräumungen (mit dem Ziel, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen) endet am 31. Dezember. Der Zeitpunkt ist fast schon dramatisch, da gut 12 Millionen Amerikaner zu diesem Zeitpunkt Ansprüche auf Arbeitslosenunterstützung verlieren dürften.

Der US-Kongress könnte eigentlich für eine Verlängerung von Nothilfen sorgen. Aber zum Jahreswechsel befindet sich Washington DC mitten in einer toten Phase, wo Joe Biden zwar schon gewählt, aber eben noch nicht im Amt ist. Alles hängt in der Schwebe. Erst vor Kurzem wurden vom staatlichen „US Census Bureau“ Umfragedaten veröffentlicht aus dem Befragungszeitraum 28. Oktober bis 9. November, welche die Dramatik am US-Häusermarkt aufzeigen.

Etwa 5,8 Millionen Personen gaben demnach an, dass ihnen in den nächsten zwei Monaten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eine Zwangsräumung oder Zwangsvollstreckung droht. Das macht ein Drittel der 17,8 Millionen Erwachsenen in Haushalten aus, die mit Miet- oder Hypothekenzahlungen in den USA im Rückstand sind.

Gut die Hälfe der Haushalte in Staaten wie Nevada oder Florida, welche derzeit mit ihren Zahlungen im Rückstand sind, sehen eine hohe Wahrscheinlichkeit für ihre Zwangsräumung im Januar. Florida ist am Schlimmsten betroffen mit 51,2 Prozent (bei der vorigen Umfrage nur 32 Prozent). Das bedeutet de facto, das gut 3,5 Prozent aller Haushalte in Florida glauben, dass sie in den nächsten zwei Monaten von einer Zwangsräumung betroffen sein könnten.

Hoffnung für US-Häusermarkt dank Joe Biden?

Joe Biden wird am 20. Januar als US-Präsident seine Arbeit aufnehmen. Vorher kann er nichts machen. Er kann eine Last-Minute-Rettung für den US-Häusermarkt sein – kann, aber nicht muss. Die Demokraten möchten die US-Bevölkerung richtig kräftig unterstützen mit neuen Staatshilfen. Aber die Republikaner, die in den letzten Monaten ebenfalls schon gigantischen Rettungssummen zustimmten, zeigten sich zuletzt eher ablehnend. Und jetzt wo ihr Kandidat Donald Trump die Präsidentschaftswahl verloren hat, können sie sich im Kongress in die Blockierer-Haltung begeben. Aber kann Joe Biden mit einer auch von den Republikanern akzeptierten neuen Finanzministerin Janet Yellen (ehemalige Notenbankchefin) doch noch neue Rettungs-Billionen aus dem Kongress rausklopfen?

Kann Joe Biden auf den allerletzten Drücker Ende Januar Millionen Amerikaner und den US-Häusermarkt vor einem Kollaps retten? Oder kommt alles ganz anders, und dank im Dezember beginnenden Impfungen erholt sich die Konjunktur in den USA derart schnell, dass viele Amerikaner neue Jobs erhalten? Die Banken verzichten auf Zwangsräumungen, und die überschuldeten Hausbesitzer, die auf dem letzten Loch pfeifen, dürfen in ihren Häusern bleiben? Das wäre auch möglich. Aber es wird eine verdammt enge Kiste!

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