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Börsen-Beben: Dow Jones mit einem Minus von 1.175 Punkten bei Handelsschluss

US-Präsident Donald Trump, der sich den Bullenmarkt bei jeder Gelegenheit an die eigenen Fahnen heftete, twitterte inmitten des Börsen-Dramas, um die Steuerreform zu bejubeln..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Eine Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

Schwarzer Montag an der Wall Street: Der Abverkauf an den US-Börsenmärkten hat sich Montagnachmittag intensiviert.

Der Dow Jones schloss mit einem Verlust von 1.175 Punkten, es war der größte Punkteverlust in der Geschichte des Index. Der Markt gab um 4,61 Prozent nach.

Der wichtigste US-Index war streckenweise um mehr als fünf Prozent eingeknickt – vorübergehend auf mehr als minus 1600 Punkte.

Extreme Volatilität

Der Markt sprang bei extremer Volatilität wild herum: Wenige Minuten nach dem Tagestief kämpften sich Händler mit ersten Kaufangeboten auf ein Minus von um die 800 Punkte zurück.

Binnen Minuten waren die Verluste halbiert.

Bei dem „Flash Crash“ hatten Trading-Computersysteme den Abverkauf potenziert: Aufgrund komplexer Algorithmen in den Programmen zum Aktienhandel werden Assets automatisch verkauft, wenn bestimmte Preise unterschritten werden, so MarketWatch.

Auf CNBC gingen den Marktbeobachtern die Superlativen aus: „Das waren die verrücktesten 15 Minuten, die ich jemals erlebt hatte“, sagte ein Kommentator.

Der Crash ist deshalb so erstaunlich, nachdem derzeit keine wirtschaftlichen Verwerfungen oder Rezessionsängste in den USA und anderen Weltregionen auszumachen sind.

Trump twittert

US-Präsident Donald Trump, der sich den Bullenmarkt bei jeder Gelegenheit an die eigenen Fahnen heftete, twitterte inmitten des Börsen-Dramas, um die Steuerreform zu bejubeln.

Der Tweet wirkte völlig abgehoben und belanglos.

 

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Andreas

    6. Februar 2018 10:41 at 10:41

    Eine Frage an die werten Mitleser:
    War jemand so klug um den Abverkauf gestern Abend zu shorten?

    Ich war bis nachmittags long, hab nur einen kleinen Gewinn gemacht.
    Aber das bedauernswerte, ich bin danach nicht auf die shortseite gewechselt. Ich könnte mich ohrfeigen deshalb.
    Und heute morgen wieder über 200 Punkte hoch! Glückwunsch an PK für seinen heutigen Longtrade…in ner halben Stunde knapp 200 Punkte abkassieren ist schon ne seltenheit.

  2. Avatar

    wibe69

    6. Februar 2018 11:37 at 11:37

    ich war short von 13288 mit SL: 13400 TP: 12300

    hab aber leider gestern bei 12700 den trade geschlossen, kurz vorm grossen sell off :(

    war aber trotzdem zufrieden mit dem erreichten CRV

    heute früh bin ich gleich long gegangen, wurde aber break even ausgestoppt bevors dann über 200 punkte rauf ging

  3. Avatar

    Präsident Pump

    6. Februar 2018 21:11 at 21:11

    Neue Fake News vom Lügen- und Lückenmeister und sind Roboter inzwischen schlauer als Politiker?
    Im aktuellen Flash-Crash-Hype sollte nicht vergessen werden, dass auch noch andere Themen die Welt bewegen:
    https://www.n-tv.de/politik/Wie-Trump-die-Wahrheit-strapaziert-article20261187.html
    https://www.n-tv.de/politik/Anwaelte-raten-Trump-von-Aussage-ab-article20270482.html

    Roboter sind anscheinend bereits klüger als Politiker ?
    Am besten gefällt mir der Satz „… der aufmüpfige Roboter sei daraufhin von Helfern von der Bühne geholt und dann neu formatiert worden“. Neu formatieren, der Traum eines jeden Politikers, wenn es um kritische Bürger, Fragen und sogar Techno-Spielzeuge geht.
    https://www.n-tv.de/politik/Roboter-stoert-Rede-von-tuerkischem-Minister-article20271704.html

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Gold/Silber

Aktuell: Dow mit Allzeithoch, Ölpreis steigt – warum der Goldpreis bei 1.800 Dollar hängt

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Aktuell tut sich einiges an den Märkten. Der Dow Jones hat vorhin mit 29.996 Punkten ein neues Rekordhoch erreicht. Die Aktienmärkte sind in guter Laune. Der Dax ist von seinem Hoch aus dem Frühjahr immer noch gut 500 Punkte entfernt, aber er klettert auch mit nach oben. Der Ölpreis steigt, der Goldpreis fällt weiter. Aber warum? Neben den positiven Corona-Nachrichten bringt heute eine weitere gute Nachricht neuen frischen Schub für die Aktienmärkte. Donald Trump macht nun offenbar den Weg frei für die Amtsübergabe an die Biden-Administration. Damit haben die Märkte mehr Sicherheit, dass in den USA wohl doch kein großes Chaos oder eine Verfassungskrise ausbrechen wird.

Außerdem scheint Joe Biden die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen zur neuen US-Finanzministerin machen zu wollen. Auch das freut den Markt. Die Geldflut kann weiter gehen, und die Konjunktur in den USA dürfte weiteren staatlichen Stimulus erhalten. Das pusht die Aktienmärkte, und auch der Ölpreis steigt kräftig. Alleine seit heute Nacht bei 43 Dollar steigt der WTI-Ölpreis aktuell auf 44,94 Dollar. Mehr Konjunktur-Stimulus bedeutet auch mehr Öl-Nachfrage. Logisch, dass da der Ölpreis ansteigt.

Goldpreis verliert gegen Aktienmärkte

Gold ist der Verlierer. In so einem positiven Umfeld schichten die Börsianer in risikoreichere Geldanlagen wie Aktien um, und der Goldpreis fällt. Nach positiven US-Konjunkturdaten von gestern war der Goldpreis bereits spürbar gefallen, von gestern 1.868 Dollar bis vorhin auf genau 1.800 Dollar im Tief. Ein große runde Marke ist immer wichtig für die Börsianer. Drüber und drunter liegen in der Regel viele Stop-Orders.

In den letzten Augenblicken kann der Goldpreis leicht auf 1.807 Dollar steigen, aber die Lage ist doch sehr wacklig. Es kann auch in Kürze einen Abwärtsschub unter 1.800 Dollar geben. Interessant: Die Bewegung im US-Dollar scheint derzeit weniger Einfluss auf den Goldpreis zu haben. Die negative Korrelation zwischen den beiden funktioniert diese Woche nicht so richtig. Vielmehr ist es aktuell eine negative Korrelation zwischen Gold und Aktienmärkten. Der Chart reicht bis Mitte letzter Woche zurück. Wir sehen den steigenden Dow Jones gegen den fallenden Goldpreis. Die aktuell gute Stimmung für risikoreichere Assets drückt gegen Gold.

Chart zeigt Kursverlauf von Dow Jones gegen Goldpreis seit letzter Woche

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Indizes

Rüdiger Born: Die aktuelle Lage bei Dow Jones und Nasdaq

Rüdiger Born

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am

Die aktuelle Lage bei Dow Jones und Nasdaq bespreche ich direkt am Chart im folgenden Video. Sind derzeit gute Tradingchancen zu finden?

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SDAX als Signalgeber für den Dax und die deutsche Aktienrally?

Andreas Wolf

Veröffentlicht

am

Der deutsche Nebenwerteindex SDAX wird in der Regel wenig beachtet. Deutsche Anleger werden vielmehr regelmäßig darauf getrimmt, sich auf die „großen“ Aktienindizes wie DAX, Dow Jones oder EuroStoxx 50 zu konzentrieren. Prinzipiell ist das nicht nachteilig, wenn es dort läuft und Trends nachhaltig gespielt werden können. Schwieriger wird es aber in aktuellen Phasen wie jetzt, wo sich in weniger schwankungsfreudigen Zeiten die Frage nach einer größeren Richtungsentscheidung stellt.

Der SDAX als Frühindikator für den Dax

Der SDAX als Frühindikator und Signalgeber

Ein guter Signalgeber und damit eine Entscheidungshilfe für die künftige Entwicklung größerer Indizes ist der Blick auf die kleineren, untergeordneten Indizes wie im Falle des DAX korrespondierend der SDAX und der MDAX.

Im oberen Bild des 30-Jahre-Chart des mit 70 Werten bestückten SDAX erkennt parallel verlaufende Phasen zum „großen“ DAX. Die dort enthaltenen Werte repräsentieren durchaus ein modernes, aktuelles Indexbild. Grund hierfür ist, dass der Auf- und Abstieg aus der „4. Liga“ der deutschen Aktienwerte einfacher und schneller von statten geht als bei den größer kapitalisierten Indizes. Damit bilden sie aktuelle Trends und Entwicklungen schneller ab. Es überrascht daher nicht, dass der SDAX in sich eintrübenden, weltwirtschaftlichen Situationen schneller nach unten wegkippte – und umgekehrt auch Rallyeabschnitte schneller begann als der DAX oder der TecDAX.

So geschah es 2007/08 bei dem Beginn der Finanzkrise, die der SDAX bereits Mitte 2007 antizipierte, während der DAX erst Anfang 2008 den Druck spürte. Und auch die Rallys startete der Index in vergangenen Phasen, wie 2002 oder 2013, früher als sein großer Bruder.

Aktuell befindet sich der SDAX wieder in einer neuen Rallyephase, die er erst in der vergangenen Woche mit dem Überschreiten des Allzeithochs vom 17.2.2020 bei 13066 Punkten einleitete. Bestätigt wurde dieser neue Rallyeabschnitt mit einem mehr als 2 Prozent liegenden Wochenschlusskurs zum Freitag, dem 20.11.2020. Mit den Zugewinnen vom Wochenstart nimmt der SDAX nun Kurs auf sein erstes Ausbruchsziel bei 14300 /14450 Punkten.

In der Folge der kommenden Wochen werden zunächst der MDAX und danach der DAX diesen neuen Rallyeabschnitt ebenfalls beginnen und neue Allzeithochs erreichen, die jeweils in der ersten Phase rund 10 Prozent über den bisherigen Allzeithochs liegen werden.

Der SDAX findet im Vergleich zum Dax kaum Beachtung

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