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Börsenpsychologie – 1.Teil: Alles Kopfsache – oder was?

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Börsenpsychologie – erst mit dem Wissen über dich selbst und dem richtigen Mindset, kannst du langfristigen Erfolg an der Börse haben. Seit Wochen und Monaten strömen tausende von neuinteressierten Anlegern in die Märkte. Die Broker feiern Rekorde an Neuanmeldungen. Jeder möchte nach dem Coronacrash ein Stück vom Kuchen abhaben. Allerdings kaufen die meisten zum ersten Mal eine Aktie oder handeln mit CFDs oder Futures an den Märkten. Außerdem kennen Sie nur eine Richtung – nämlich aufwärts – und das in kürzester Zeit. Aber was ist, wenn der Markt dreht und ein Abverkauf beginnt. Diese Erfahrung haben sie noch nie gemacht. Nur die alten Börsenhasen haben bereits alle Börsenphasen durchlebt. Die Börsenpsychologie hilft dabei mit derartigen Situationen umzugehen. Egal ob alter Hase oder Neueinsteiger, es ist alles Kopfsache.

Warum ist die Börsenpsychologie entscheidend für den Handel?

Die Börsenpsychologie ist das A und O des Handels an den Märkten. Wer seine Psychologie meistert, der meistert auch die Märkte. Gerade in der jetzigen Zeit, wo die Märkte verrücktspielen, ist es enorm wichtig mit einem kühlen Kopf zu agieren. Mit Logik ist die aktuelle Situation nicht zu erklären. Wir kennen alle die Börsenweisheit – der Markt kann länger irrational bleiben, als man liquide ist. Deshalb ist es besonders jetzt erforderlich rational vorzugehen.

Die Verlustquote der Trader ist enorm. Viele von Ihnen kennen die Angaben der Broker, dass 70, 80 oder sogar 90% der Anleger Geld verlieren. Das kann zwei Gründe haben. Zum einen handeln viele emotional und konzeptlos. Zum anderen haben sie zwar eine Strategie, aber scheitern an ihren Emotionen. Genauer gesagt, wer nicht lernt seine Emotionen zu beherrschen, läuft Gefahr sich in der Gruppe der 80% wieder zu finden, die Verluste machen.

Die Börsenpsychologie hilft dabei, die eigene Handels- bzw. Tradingstrategie umzusetzen. Zwar ist der erste Schritt eine für sich passende Handelsstrategie zu erarbeiten, aber ohne Disziplin scheitert auch die beste Strategie. Deshalb ist es essentiell, seine Emotionen – wie zum Beispiel Angst und Gier – im Griff zu haben. Nur so kann die eigene Strategie optimal in die Praxis umgesetzt werden. Wer emotional und ohne wiederholbare Strategie handelt, begeht häufig Fehler und hat so gut wie keine Chance langfristig profitabel zu sein. Der Handel aus einer Emotion heraus ist nicht replizierbar und führt dauerhaft zu Verlusten. Daher sollte man mindestens genauso hart an der eigenen Börsenpsychologie arbeiten, wie an seiner Handelsstrategie. Demzufolge macht es Sinn, zuschauen, was erfolgreiche Investoren bzw. Trader richtigmachen und das zu kopieren. Natürlich nur, wenn die Strategie oder das System zur eigenen Persönlichkeit passt.

Welcher Typ Händler sind Sie?

Die Individualpsychologie, also der eigene Charakter, spielt eine große Rolle beim Börsenhandel. Menschen sind ganz unterschiedlich. Manche Anleger sind risikofreudig, andere bevorzugen eher ein sicheres Investment. Natürlich hat man im Daytrading eine höhere Emotionalität als im langfristigen Investment. Aber auch bei seinen Investments hat eine rationale Kaufentscheidung eine bessere Gewinnaussicht als eine emotionale. Daher bedarf es einer mentalen Stärke, um den Markt zu schlagen.

Damit man an seiner Börsenpsychologie arbeiten kann, muss man erstmal herausfinden, welcher Typ Anleger man ist. Wenn es ums Trading und Investieren geht, gibt es zwei verschiedene Typen. Erstens den kreativen und zweitens den rationalen. Diese Typen unterscheiden sich stark in ihrer Persönlichkeit. Der kreative Typ ist eher impulsiv, lässt sich von Emotionen leiten, hat eine gute Intuition und eine ausgeprägte Phantasie. Aufgrund dieser Eigenschaften fällt es ihm leichter ein Handelssystem zu entwickeln, aber er hat Probleme sich an seinen Plan zu halten.

Der rationale Typ geht eher logisch vor, ist Detail und Fakten verliebt und nutzt einen mathematischen Ansatz beim Handeln. Dadurch fällt es ihm schwerer ein System zu entwickeln bzw. von einem Handelssystem überzeugt zu sein. Jedoch fällt es ihm leichter seinen Tradingplan umzusetzen, da er sich nicht so häufig von seinen Emotionen leiten lässt.

Entsprechend muss man an seinen Schwächen arbeiten. Der kreative Typ muss lernen, mit seinen Emotionen umzugehen. Das bedeutet, die Disziplin zu entwickeln seinen Tradingplan konsequent umzusetzen. Der rationale Typ muss sich darauf fokussieren ein Handelssystem zu entwickeln, dass zu ihm und seinen Trading-Stil passt.

Börsenpsychologie - 1.Teil: Alles Kopfsache – oder was?

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Corona-Krise und das dauerhaft veränderte Konsumverhalten

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Erst war es aus der Not geboren: Viele Menschen, die eigentlich viel lieber in Geschäften eingekauft hatten und nicht im Online-Handel, mussten sich durch den Lockdown in der Corona-Krise zwangsläufig umorientieren. Werden diese alle wieder ins alte Konsumverhalten zurückkehren? Neueste Studien zeigen: Davon ist nicht auszugehen.

Corona-Krise: Umfragen nicht im Sinne des stationären Handels

Bisher schob man es zum großen Teil auf die Maskenpflicht: Die gebremste Shoppinglust mit einem Utensil, welches nicht nur Kommunikation und Atmung beim lustbetonten Einkaufsbummel behindert, sondern auch so etwas wie eine psychologische Falle darstellt: Hier lauert eine Gefahr für mich, aufpassen, nicht leichtsinnig werden! Wenngleich es noch keine großen wissenschaftlichen Nachweise gibt, dass es in Geschäften zu größeren Infektionen mit Covid-19 gekommen ist, bleibt die Maskenpflicht noch eine Zeit bestehen. Spannend wird es im Hochsommer, wenn das Personal in Räumen ohne Klimatisierung den Schutz über acht Stunden am Tag tragen muss.

Auch wenn immer mehr Lockerungen im Gespräch sind, erschrecken Umfragen in Deutschland, wie auch in Europa, den stationären Einzelhandel. Viele Kunden haben sich an den Online-Handel gewöhnt und werden wohl auch nach der Corona-Krise nicht mehr so häufig zum Shoppen gehen.

Die bisherigen Verkaufsumsätze liegen unter den Erwartungen des Handels, man hofft auf die Rückkehr zu alten Gewohnheiten. Der Konsum als Ganzes wird dabei wieder auf alte Höhen klettern, sollte es nicht zu weiteren Einschränkungen wegen Corona kommen. Aber die aktuelle Umfrage der Unternehmensberatung Alvarez & Marsal dürfte der Branche nicht gefallen:

23 Prozent der Deutschen wollen weniger in Geschäften einkaufen, mehr über online shoppen, aber insgesamt weniger ausgeben.
Auch in anderen europäischen Ländern (Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, Schweiz) brachte die Studie ähnliche Ergebnisse. Im Ausland fürchtet man die Folgen der Corona-Krise stärker – Verlust des Arbeitsplatzes, Vermögenseinbußen –  so dass viele Kunden nur das Nötigste eingekauft haben. 41 Prozent der Befragten wollen auch in naher Zukunft erst einmal abwarten – auf eine Besserung der wirtschaftlichen Lage.
Die Furcht vor einer zweiten Welle ist überall zu verspüren. Kein Wunder, in der täglichen Berichterstattung ist es ständiges Thema. Verfügbarkeitsheuristik, nennt es die Psychologie, wenn Ereignisse so oft wiederholt werden, dass es im Gedächtnis fest verankert wird.

Zunahme des Online-Handels

Der Lockdown hat in vielen Bereichen die Digitalisierung angeschoben – nicht nur bei Microsoft, wo der CEO Nadella behauptet hat, die Corona-Krise hätte die Entwicklung von zwei Jahren komprimiert auf wenige Monate -, auch beim Handel. Auch eine weitere Umfrage bestätigt diese Annahme: Bei einer Befragung von 2500 Konsumenten durch den Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland, erzählten über 50 Prozent der Menschen, dass sie künftig mehr online kaufen würden, die Coronazeit habe sie überzeugt.

Beispielsweise habe die Online-Plattform der Otto-Gruppe in kurzer Zeit eine Million Kunden hinzugewonnen. Wie wollen die Geschäfte auf diese Entwicklung reagieren? Verkleinerung der Verkaufsflächen, Rationalisierungen, neue Ideen beim Verkauf der Produkte?

Fazit

Sehr oft ist derzeit die Rede davon, was die Corona-Krise für Langfristfolgen in der Gesellschaft zeitigen wird. Home Schooling, Home Office, Video-Besprechungen, Änderungen im Reiseverhalten oder auch beim Shopping. Letzteres dürfte sehr wahrscheinlich werden, zu sehr hat die Corona-Krise selbst Technikmuffel von der Bequemlichkeit der Methode überzeugt.

Wie lange wartet man schon auf einen radikalen Rationalisierungsschnitt im Einzelhandel durch automatisierte Zahlungssysteme an den Kassen? Und jetzt auch noch der Umbruch durch den Versandhandel. Was aber geschieht mit der Einzelhandelsbranche, den zahlreichen Geschäften und ihren vielen Beschäftigten?

Die Corona-Krise verändert das Konsumverhalten dauerhaft

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EZB-Bilanz +53 Milliarden Euro in einer Woche – Anleihekäufe waren nicht der größte Posten!

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Der EZB Tower in Frankfurt

Die Bilanz der EZB wird einmal pro Woche veröffentlicht. Jetzt liegt uns die Bilanz mit Stand 3. Juli vor. Sie klettert immer weiter, auf ein derzeitiges Allzeithoch von 6,289 Billionen Euro. Noch im Februar waren es 4,7 Billionen Euro. In der folgenden Originaltabelle der EZB zeigen wir die aktuellste Aktiva der Bilanz. Die Bilanzsumme stieg im Wochenvergleich um 52,8 Milliarden Euro. Wie üblich dieser Tage würde man denken, dass diese Steigerung herrührt durch die ständigen Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank, die sich aufgrund der Beschlüsse in Folge der Coronakrise um insgesamt 1,35 Billionen Euro ausweiten werden. Aber nein, diese Bilanz ist anders. Die Anleihekäufe machen nur den zweitgrößten Zuwachsposten aus mit +33,48 Milliarden Euro.

Der größte Posten war ein Plus von 38,95 Milliarden Euro beim Bilanzposten Gold. Weil der Goldpreis so gut gestiegen ist, und weil gerade Quartalsende war, wurden die Goldbestände der EZB neu bewertet. Der Wertzuwachs durch den Preisanstieg bei Gold wird in der Bilanz jetzt mit 38,95 Milliarden Euro quasi nachgebucht, wodurch die Bilanz um diesen Wert ansteigt. So trägt der steigende Goldpreis zu einem kräftigen Bilanzzuwachs bei der EZB bei. Abseits dieser beiden großen Posten gibt es noch viele kleinere Änderungen, wodurch insgesamt ein Zuwachs von 52,8 Milliarden Euro im Wochenvergleich herauskommt. Die Bilanz der EZB macht jetzt 53 Prozent der Wirtschaftsleistung der Eurozone aus. Im Vergleich dazu liegt die Bank of England bei 31 Prozent, die Fed bei 33 Prozent, und die Bank of Japan bei exorbitanten 119 Prozent.

Daten zur aktuellsten EZB-Bilanz

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Dirk Müller zum Wasserstoff-Hype: Warum man jetzt nicht einsteigen sollte

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Wir hatten erst vorgestern über die Aussagen von Dirk Müller berichtet,über die Wahnsinns-Hausse der letzten Wochen in den USA, wo teilweise Minderjährige mit den Kreditkarten ihrer Eltern die Börse stürmen, und wo Millionen von Menschen mit Kleinstbeträgen wie wahnsinnig Börsenkurse pushen. Heute spricht Dirk Müller im folgenden Video über den aktuellen Hype rund um das Thema Wasserstoff. Diese Woche wurde der Hype nochmal kräftig befeuert durch die erst gestern präsentierten großen Pläne der EU, dass man bis 2050 klimaneutral werden wolle, und das mit Wasserstoff. Gigantische Milliardenprogramme sollen von Staaten und Unternehmen in Europa aufgelegt werden.

Also, ist das nun auch der große Start für den Hype rund um Wasserstoff-Aktien? Oder läuft er schon, und Anleger, die sich hier noch nicht auskennen, kommen zu spät? Genau davor warnt Dirk Müller im folgenden Video. Er beschreibt diese jetzige Euphorie und vergleicht sie mit Themen wie 3D-Druck oder Cannabis-Aktien. Jetzt sei der Markt für Anleger schon zu teuer. Man müsse nun erst einmal auf die Marktbereinigung warten, die nach der Euphorie einsetze. Er beschreibt auch Phasen der Markteuphorie, wie es sie in anderen Bereichen schon gegeben habe, die nun auch so beim Wasserstoff ablaufen würden.

Wasserstoff Tankstelle in Belgien
Eine Wasserstofftankstelle in Zaventem Belgien. Foto: Dr. Artur Braun (Arturbraun) CC BY-SA 4.0

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