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Aktien

Aktienmarkt: Der große Irrtum der Bären

Hannes Zipfel

Veröffentlicht

am

Der größte Aktienmarkt der Welt wird von New York aus betrieben

Nach der jüngsten Übertreibung am Aktienmarkt wittern viele Bären, also Anleger, die á la Baisse auf sinkende Kurse spekulieren, wieder Morgenluft. Dabei sollte ihnen die liquiditätsgetriebene V-förmige Erholung der Aktienkurse seit Mitte März wider die fundamentale Realität eine Warnung sein. Ein ähnliches Szenario kann sich jederzeit wiederholen, sobald die Korrektur an den Aktienmärkten die Notenbanker sowie die Fiskalpolitiker erneut auf den Plan ruft. Das kann in Anbetracht der Fragilität der Weltwirtschaft sehr schnell geschehen.

Die V-förmige Erholung am Aktienmarkt war keine Bärenmarkt-Rallye

Die Korrektur der kurzfristig heiß gelaufenen Aktienmärkte war überfällig. Viele technische Indikatoren, wie das Put-Call-Ratio, der Relative-Stärke-Index und auch die Volatilität zeigten die erhöhte Wahrscheinlichkeit eines Rückschlags bei den zuvor zum Teil irrational heiß gelaufenen Aktiennotierungen an. Ein Grund für Panik oder gar den Wechsel auf die Bärenseite besteht im Zuge der nun einsetzenden Korrekturphase am Aktienmarkt gleichwohl nicht. Die Bären sollten bedenken, dass dieselben Mechanismen greifen werden, wie bei dem letzten Markteinbruch im März, als konzertierte Aktionen der Fiskal- und Geldpolitik in bislang ungekannter Dimension einen brutalen, liquiditätsgetriebenen Dreh in die Entwicklung am Aktienmarkt brachten und den Anlegern bei den Technologieaktien sogar neue Allzeithöchststände bescherten.

Es ist davon auszugehen, dass der aktuell stattfindende Preisrückgang nicht ansatzweise die damalige Dimension erreichen wird, geschweige denn das Ende einer sogenannten „Bärenmarkt-Rallye“ darstellt. Die Marktteilnehmer kennen nun die Wirkmechanismen, die den Aktienmarkt im März vor dem eigentlich fundamental gerechtfertigten Kollaps bewahrt hatten: Das Hochfahren der Fed-Bilanz im Rekordtempo, Fiskal-Stimuli, die in Friedenszeiten ihres gleichen suchen sowie der Cantillon-Effekt, der das zusätzliche billige Geld zuerst an die Finanzmärkte spült, lange bevor die Realwirtschaft davon profitiert.

Auch das fundamentale Umfeld verbessert sich graduell

Natürlich haben der überbordende Konjunkturoptimismus, der auch durch zum Teil irreführend positiv überzeichnete Arbeitsmarktstatistiken in den USA gefördert wurde, mit zu der irrationalen Übertreibung am Aktienmarkt beigetragen – für die die die Notenbanken weltweit den geldpolitischen Rahmen schufen. Doch abseits von V-förmigen Wirtschaftserholungsfantasien gibt es durchaus positive Entwicklungen auf der fundamentalen Ebene, die es zur Kenntnis zu nehmen gilt. So zum Beispiel den Covid-19-Pandemieverlauf, der erst jetzt in einigen Regionen der Welt mit Zeitverzögerung an Dynamik gewinnt und weltweit sogar zu neuen rekordhohen Ansteckungszahlen führt. Doch die Zahl der Todesopfer sinkt kontinuierlich und weltwirtschaftlich bedeutende Regionen wie Asien und Europa verzeichnen sehr positive Entwicklungen, sowohl bei den Neuerkrankungen als auch bei den Opfern. Dieses Abflauen der Pandemie ist nicht nur eine Frühindikation für andere Regionen, sondern gibt den Staaten, die aktuell von der Pandemie hart getroffen werden, eine Blaupause, wie mit der Pandemie umzugehen ist. Das Modell Südkorea sei hier nur beispielhaft genannt.

Die nächsten Bazookas stehen schon bereit

Die Zinsen am US-Kapitalmarkt sind bereits wieder deutlich Richtung Rekordtiefststände gefallen – ein für die Aktienmärkte und speziell Dividendentitel positiver Impuls. Zudem werden die Forderungen nach einem fünften, billionenschweren Konjunkturpaket in den USA nun neben den Demokraten und dem amtierenden US-Präsident Donald J. Trump auch von Finanzminister Steven Terner Mnuchin unterstützt. Darüber hinaus sollen die Ende Juli auslaufenden staatlichen Transferleistungen für Arbeitslose verlängert werden. Die Fed hat mit ihrer Nullzinsgarantie bis Ende 2022 (15 der 16 stimmberechtigten FOMC-Mitglieder haben sich so positioniert) und einem garantieren QE-Programm in Höhe von 120 Mrd. US-Dollar pro Monat ein Liquiditäts- und Zins-Netz unter die Märkte gespannt, das es im März dieses Jahres so noch nicht gab.

New York kehrt zur Normalität zurück

Die für die US-Wirtschaft bedeutendsten Regionen (West- und Ostküste) zeigen zudem klare Tendenzen rückläufiger Ansteckungszahlen bei Covid-19. Besonders im wirtschaftlich bedeutenden Bundesstaat New York mit der gleichnamigen Finanzmetropole normalisiert sich die Situation. Seit dem 26. Mai ist auch der Präsenzhandel am Aktienmarkt an der New York Stock Exchange an der Wall Street nach 46 Tagen ohne Handel wieder möglich. Die Realwirtschaft wird mit insgesamt acht Unterstützungsprogramme im Volumen von 3 Billionen US-Dollar (Main Street Lending Program) von der US-Notenbank Fed unterstützt, wobei diese Programme gerade erst anlaufen und mehr Stimulus, auch von der Fiskalseite, bereits in der Pipeline ist. Es kann einige Quartale dauern, bis diese Liquidität die Realwirtschaft nachhaltig stimuliert und die Teuerungsraten antreibt. Der Aktienmarkt wird diese Entwicklungen eskomptieren.

Bitte klicken Sie hier um Teil 2 des Artikels zu lesen

Seiten: 1 2

28 Kommentare

28 Comments

  1. Avatar

    Jan

    13. Juni 2020 10:26 at 10:26

    Hallo Herr Zipfel. Das mag sein und hoffen wir es. Dank der Mentalität der Mensch (gehrn Sie nur raus in der Stadt) wollen wir sehrn was wir gerne hätten: Corona ist bald vorbei. Mit der erneute Enge womit sich Menschen überall wieder begegnen, kann eine zweite Welle deutlich schlagartiger kommen als der erste, weil wir nicht wie am Anfang von einzelne Anfangspunkte ausgehen, sondern Corona bereits flächendeckend verteilt ist. Das wäre entäuschend weil passt nicht im Bild „wir haben der Welt im Griff“ und zu deutlich stärkere Verwerfu gen führen. Klar, danach kommen die Bazookas also wieder Steil ab und auf. Aber eventuell tiefer als angenehm, gerade weil es keiner (mehr) erwartet.
    Wir werden sehen.

    • Avatar

      Robert Daney

      14. Juni 2020 03:31 at 03:31

      Zweite Coronawelle rollt schon und wird wieder mal maßlos unterschätzt und daher viel schlimmer sein wie die erste Welle und keiner soll mir kommen, daß man es nicht wissen konnte! Die erste Welle der Notenbank und Fiskal Rettung war erfolgreich,weil niemand damit grechnet hat, die zweite Rettungswelle wird scheitern, weil alle mit Erfolg rechnen. Sowie kein Crash kommt, wenn alle damit Rechnen kommt auch keine Rallye, wenn alle damit rechnen. Die Profis lassen sich bestimmt nicht von gierigen Privatanlegern abzocken und lassen die Privatanleger an ihren überteuerten Aktien sitzen. Der Denkfehler der Rallyepropheten ist, dass die FED wieder mal die Reichen rettet, diesmal entwickelt die FED instrumente zur Rettung der Mainstreet und sobald diese funktionieren,ist es vorbei mit der Wallstreet rettung!!

      • Avatar

        Columbo?

        14. Juni 2020 11:12 at 11:12

        @Robert Daney

        Aha, hat sich das Virus schon bei Ihnen gemeldet? Sind der neue Staats-und Medienepidemiologe oder sehen Sie die 2. Welle in Ihrer Glaskugel?

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    Koch

    13. Juni 2020 10:58 at 10:58

    Nach dem Lesen Ihres Artikels,stellt sich mir die Frage:Die Börse(n),für was eigentlich noch?Wenn es sowieso nur noch heisst:Vorwärts immer,rückwärts nimmer!Da lasst uns doch gleich das chinesische System kopieren.Beim Bundestag klappt das doch auch schon hervorragend in Bezug auf Delegiertenmenge und Entscheidungsfähigkeit/Wille.Diese Art der Pervertierung der (sozialen)Marktwirtschaft macht mich sehr wütend und nachdenklich zugleich.

  3. Avatar

    Joachim

    13. Juni 2020 11:08 at 11:08

    Die fünf Phasen der Akzeptanz einer Krankheit:

    – die Krankheit nicht wahrhaben wollen
    – Ärger/Zorn/Aggression
    – Verhandeln
    – Depression
    – Akzeptanz

    …wir dürfen also b.a.w. nicht über das Verhandeln zur nächsten Stufe der Depression gelangen?

    Der Krankheit wird das ziemlich egal sein.

    • Avatar

      Lausi

      13. Juni 2020 21:27 at 21:27

      Wenn man Trump als Krankheit ansieht, könnte das auch ganz gut passen! ;-)

    • Avatar

      Columbo

      13. Juni 2020 21:56 at 21:56

      @Joachim

      Wieso Depression? Wir sind doch längst bei der Akzeptanz angelangt, ich jedenfalls.
      Kopf hoch, Ihr Depressiven…oder macht halt eine Therapie.

      • Avatar

        joachim

        14. Juni 2020 14:14 at 14:14

        @Colombo
        Wir sind irgendwo, kollektiv gesehen, in Phase 1-3.
        Die Depression wird verleugnet $$ (zurück zu Phase 1!), zur kollektiven Akzeptanz fehlt noch der Name der Krankheit.

        Wenn die Depression auf eine scheinbare Akzeptanz folgen sollte, drehen wir uns im (selben) Hamsterrad weiter, Phase 1-3 treten wieder zum Vorschein…usw.
        „2.Welle“-Sager entsprechen dieser kollektiven Ohnmacht, dem Hamsterrad zu entkommen.

        Trump, Corona und wahrscheinlich auch me too, blm und ein zu kurz empfundener Rock sind nur Symptome, die in immer kürzer werdenden Zeitspannen auf uns eindonnern.

        Alles nur Symptome…Ursache??

        • Avatar

          Columbo

          14. Juni 2020 17:05 at 17:05

          @Joachim

          Krankheitsakzeptanz bedeudet: „Ich habe diese Krankheit und werde damit leben“.
          Dort scheint mir das Kollektiv angekommen zu sein, was speziell diese Krankheit betrifft, auch weil man zunehmend erkennt, daß sie beherrschbar ist.
          Was anderes sind die wirtschaftlichen Folgen. Aber auch da beginnen die Menschen zu „akzeptieren“ und nach vorn zu sehen.
          Depressive Phasen konnte man eher während des Lock Down sehen.

  4. Avatar

    Peter Sallister

    13. Juni 2020 15:50 at 15:50

    Herr Zipfel, Sie vertreten eine „etwas andere“ Ansicht als diejenigen, die die Corona-Börsenrally als Abkoppelung von der Wirtschaftsrealität bezeichnen.
    Manches Ihrer Argumentation ist bedenkenswert, aber …

    Ich bestreite daß zwischen Anleihekäufen und grenzenloser Kreditgewährung und den Aktienkursen eine direkte feste Beziehung bestehen muß, so wie in einem 4-Ganggetriebe von einem Zahnrad zum anderen. Das wird inzwischen, wie ich meine, immer häufiger behauptet wie eine feststehende Tatsache.
    Zunächst mal hat das eine mit dem anderen überhaupt nichts zu tun. Wenn es regnet könnte der Preis für Schafe steigen, weil die mehr zu fressen haben. Na gut … sehr schlüssig.

    Was die Aktienkurse antreiben könnte sind Mutmaßungen, sind Schlußfolgerungen, Vorstellungen. Das findet erst mal nur in den Köpfen statt. Und … Börsenkurse sind Einschätzungen, sonst nichts da sie aus den Einschätzungen der Marktteilnehmer resultieren.
    Und der Marktteilnehmer bastelt sich irgendwas zusammen in seinem Kopf. Die Realität kann sich dann so entwickeln, muß aber nicht. Da müssen wir dann schon ehrlich sein. Bei der Marktbeeinflussung wird auch viel mit Psychologie gearbeitet. Schon Ankündigungen entfalten viel Wirkung.

    Aktienkäufe durch den Staat wäre dann einfach eine legale Manipulation durch den Staat auf einem neuen Level in den meisten Staaten. Und es wären Szenarien denkbar wo selbst das nicht mehr richtig funktioniert.

    Im Prinzip geht’s ja wohl nur darum daß Marktrisiken in einer neuen Weltordnung sozialisiert werden sollen. Die, die irgendwo Pech hatten, am falschen Ort standen usw. werden in Zukunft aufgefangen durch alle. Eine Art von oben bestimmter, neuer Solidarität. Schöne Zeiten!

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    Hesterbär

    13. Juni 2020 19:26 at 19:26

    Hallo Herr Zipfel, jetzt sind Sie aber ebenfalls heftig mit dem Notenbankvirus infiziert. Warum nur hatten ähnliche Gelddruck-Exzesse in der Vergangenheit nie dauerhaften, sondern immer nur kurzfristigen Erfolg und endeten allesamt in der Katastrophe? Und warum hatten Notenbanken und Politik funktionierender Volkswirtschaften eben diese Gelddruck-Exzesse stets gescheut wie der Teufel das Weihwasser? Weil Wirtschaftsleistung eben niemals durch die Gelddruckmaschinen ersetzt werden kann. Und inzwischen sind wir längst in einer Phase, in der Notenbankgeld keinen wirtschaftlichen Stimulus mehr erzeugt, sondern genau das Gegenteil bewirkt. So wird also eine gigantische Blase nur noch weiter aufgebläht und die Frage ist einzig, wann sie platzen wird. Bis dahin werden immer schwächlichere Wirtschaftsdaten immer dreister schöngefärbt werden und die Umverteilung zugunsten der Reichen und zu Lasten der Armen geht weiter. Allerdings eben nur noch so lange, bis das Finanzsystem aus seinen eigenen Übertreibungen heraus kollabiert oder Volksaufstände dem Treiben ein Ende bereiten.

    • Avatar

      Columbo

      14. Juni 2020 13:49 at 13:49

      Bisher wurde Herr Zipfel in den Himmel gelobt und jetzt soll er plötzlich vom Virus befallen sein, weil sein Artikel mal eben nicht den eigenen Vorstellungen entspricht.

      • Avatar

        Hesterbär

        14. Juni 2020 17:11 at 17:11

        Der Zwergpudel springt mir wieder am Bein hoch und will unbedingt oben mit dabei sein. Das ist verständlich, aber er kommt eben einfach nicht höher und versteht es nicht.

        • Avatar

          Columbo

          14. Juni 2020 18:24 at 18:24

          Immer wieder poetisch…

  6. Avatar

    Bärensau

    13. Juni 2020 20:00 at 20:00

    Der Titel ist reisserisch, kein Mensch weiss was nächstens passiert, aber der Herr Zipfel weiss, dass die Bären falsch liegen.
    1. Pandemie unsicher, Wirtschaftserholung schleppend, auch ohne zweite Welle.
    2.Trump Wiederwahl ist immer unsicherer. Meistens ist man positiv erstaunt wie sie alle Probleme anspreche u.mit einfachen Worten übermitteln können . Aber mindestens ein- bis zweimal im Jahr treiben sie wieder die Bullensau durchs Dorf wie wenn alle Ihre erwähnten Probleme überhaupt nicht existieren würden.
    Eines ist klar, den Notenbanken sind per se nicht die Aktienkurse das Wichtigste.Die hohen Kurse sind ein Nebenprodukt der Massnahmen zur Rettung der Schrottanleihen. Die Schrottis haben sich auch V -förmig erholt, obwohl die Probleme nur verschoben sind.( Also zur Zeit kein Handlungsbedarf)
    Auch sie werden irgendwann erfahren ,dass Notenbankgeld ohne Realwirtschaft auf Dauer nicht funktioniert.
    Also die US-Aktien kann man ruhig 10bis 15% fallen lassen ohne die Bazooka auszupacken, dann wären wir etwa dort wo die Euphorie- Rally wegen den Impfstoff Fake-News begonnen hat.

  7. Avatar

    Gixxer

    13. Juni 2020 20:33 at 20:33

    Wenn ich es richtig mitbekommen habe, hat sich einhergehend mit den steigenden Börsen die Bilanz der Fed fast verdoppelt. Sollte das nun immer die Voraussetzung sein, dass die Börsen steigen, wo muss die Fed Bilanz dann wohl am Ende des Jahres stehen?
    Sicher, es wird immer massive Gegenbewegungen geben, aber es wird wohl trotzdem noch tiefer gehen.

  8. Avatar

    Roland

    14. Juni 2020 09:17 at 09:17

    Herr Zipfel hat Recht, jetzt ist die Gelegenheit zu kaufen!

    • Avatar

      Koch

      14. Juni 2020 11:16 at 11:16

      @Sven-Roland!Vergessen Sie bitte nicht den Rest Ihres Taschengelds(nach Abzug des Preises für die neueste Micky Mouse-Ausgabe),all in zu investieren.P.s.Ich habe mein Leben finanziell im Griff.Daran werden auch noch so viele geistig unterbemittelte „Longbrülleraufforderungen“nichts ändern.

  9. Avatar

    Zweistein

    14. Juni 2020 11:59 at 11:59

    Schon vor einigen Monaten habe ich Herr Zipfel getadelt wegen seiner Notenbankgläubigkeit u.einige seiner
    Mitgläubigen haben wohl die Korrektur anfangs Jahr nur als kleines Störfeuer der schon abgehakten harmlosen Pandemie taxiert, obwohl wir jetzt wissen, dass damals schon Rezession war.
    Alles sehr kurz gedacht, selbst wenn TINA stimmen würde u.die ganze Welt nur noch Aktien kaufen würde ,würden sehr schnell auf viel höherem Niveau die Korrekturen noch grösser.
    Börsenwitz: Einstein sucht einen Mitarbeiter,der erste Kandidat meldet sich mit Intellgenzquotient 200,
    Einstein sagt, DA KÖNNTEN WIR MITEINANDER PHILOSOPHIEREN.
    Der zweite meldet sich mit Intelligenzquotient 100,
    Einstein sagt,DA KÖNNTEN WIR MITEINANDER INS THEATER GEHEN.
    Der dritte meldet sich mit Intelligenzquotient 50,
    Einstein sagt, WAS MACHEN DIE BÖRSENKURSE ?

  10. Avatar

    Optimist

    14. Juni 2020 13:59 at 13:59

    @Roland, ich schätze ihre optimistische Einschätzung sehr, darum habe ich vor einigen Wochen mit meinem Erspartem Call-Optionen gekauft.Nach gutem Start ist jetzt Alles weg.Ich glaube aber weiterhin an ihre überzeugenden Argumente u,.möchte weiter Long gehen. Kennen sie vielleicht eine Bank, die mir vielleicht Kredit geben würde. Meines Wissens sind doch die meisten Banken positiv für Aktien.
    Besten Dank für Ihre Antwort.

    • Avatar

      Lausi

      15. Juni 2020 08:55 at 08:55

      @Optimist: Mein Tipp: Jetzt schwer gehebelt short gehen, und dann haben Sie am Ende der Baisse genug Geld um wieder long zu gehen!

      • Avatar

        Optimist

        15. Juni 2020 10:08 at 10:08

        Danke @Lausi, aber das war nur ein schlechter Scherz 😔

  11. Avatar

    Ponzini

    14. Juni 2020 14:17 at 14:17

    Für realitätsfremde Notenbankgläubige , bitte NOURIEL ROUBINI googeln: „ Das System ist krank“

    • Avatar

      Columbo

      14. Juni 2020 18:42 at 18:42

      @Ponzini

      Nouriel Roubini baucht hier keiner zu googeln, den kennt jeder. Ein Perma-Crash-Prophet, dessen Prophezeiungen immer noch auf Verwirklichung warten. Naja, irgendwann…nur wann?

  12. Avatar

    Lieber Klartext als Schöntext

    14. Juni 2020 19:50 at 19:50

    @ Columbo, für die Annahme einer zweiten Welle braucht es keine Glaskugel, denn die erste Welle ist nur in gewissen Regionen am Abflauen. In China , Indien ,USA u.vielen weiteren Ländern sieht es nicht so gut aus.
    Und die Lockerung des Lockdowns hat ja eben erst begonnen.
    Sie haben doch schon früher die Pandemie lange schöngeredet. Jetzt sind sie wieder ein Anhänger der V- Wirtschaftserholung geworden. Schönreden hat noch kein einziges Problem gelöst.

  13. Avatar

    Prognosti

    14. Juni 2020 20:33 at 20:33

    @ Robert Daney, gute Überlegung, gemäss NOURIEL ROUBINI haben 75% der Amis keine Aktien u.die obersten 10% haben 90%. Schon die jetzigen Hilfsprogramme mit dem hohen Arbeitslosengeld lst in diesem Sinne eine Mainstream Rettung. Die V -Erholung der Aktien basiert in der Fehlannahme,dass diese Notprogramme die Wirtschaft wieder auf Vorkrisenniveau bringen.
    Die Notenbankgläubigen sollten verstehen dass Zinssenkungen seit 2009 von ca.7% auf fast Null % ausser Mehrverschuldung Nichts gebracht hat. Die Nullzinsen werden auch in den USA das Geschäftsmodell der Banken zerstören, was in der EU u.Japan schon passiert ist. Da die Bankenwelt ein grosser Finanzspieler ist,werden die Auswirkungen des Gelddruckens immer negativer, was heute auch schon vom geschätzten @Hesterbär angesprochen wurde. ( Krall u.Stelter predigen es schon länger)
    Die durch die Zinspoltik geförderte Umverteilung wird die Unruhen in den USA weiter fördern u.zum Explodieren bringen.( Auch von ROUBINI angesprochen ) In diesem Sinne hat Herr Daney Recht, die USA muss jetzt sämtliche Mittel einsetzten um den explosiven Bevölkerungsteil der unteren 50 bis70% im Zaun zu halten.

  14. Avatar

    Columbo

    15. Juni 2020 08:38 at 08:38

    Bemerkenswert, wie die „Vereinigten Staaten von Europa“ es schaffen, das Virus zu beherrschen, im Gegensatz zu vielen anderen. Da muß man anerkennen.

  15. Avatar

    Optimist

    15. Juni 2020 11:54 at 11:54

    @Optimist – Imitation, Sie haben in meinem Namen richtig geantwortet, was in diesem Fall keine Rolle spielt.aber die Antwort von Sven/ Roland fehlt noch.

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Aktien

SAP meldet Quartalszahlen – Aktie fällt dramatisch! Übertrieben? Kaufchance?

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Frau arbeitet an Schreibtisch in Büro

SAP hat heute seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen. Der Umsatz liegt bei 6,53 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 6,79). Der Gewinn nach Steuern liegt bei 1,65 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 1,26 Milliarden Euro).

Während die Finanzdaten des letzten Quartals halbwegs ok sind, scheint die Börse regelrecht geschockt zu sein von einem anderen Aspekt der Veröffentlichung von SAP. Denn die Aktie verliert heute dramatische 20 Prozent, wegen der Aussichten für das laufende Gesamtjahr 2020. Umsatz- und Gewinnerwartungen werden nur ganz leicht nach unten revidiert, aufgrund der zweiten Corona-Welle und den damit einhergehenden neuen Restriktionen, die sich auch auf Unternehmen und ihre Aufträge auswirken. Und dafür gleich 20 Prozent Bestrafung im Aktienkurs? Ist das nicht zu viel? Hier könnten sich die Anleger mal überlegen, ob das eine Kaufchance für die Aktie ist (das ist keine Kaufempfehlung unsererseits, sondern nur ein Gedankenspiel).

SAP auszugsweise im Zitat zur Gesamtjahresaussicht:

Der bisherige, am 8. April 2020 veröffentlichte Ausblick der SAP für das Gesamtjahr 2020 spiegelte die bestmögliche Schätzung der SAP hinsichtlich des Zeitpunkts und der Geschwindigkeit einer Erholung von der Corona-Krise wider. Dieser Ausblick
ging davon aus, dass die Länder ihre Wirtschaft hochfahren und die Einschränkungen für die Bevölkerung gelockert würden,
sodass sich die Nachfrage im dritten und vierten Quartal allmählich verbessert.

Auch wenn weiterhin ein stabiles Interesse an den Digitalisierungslösungen der SAP besteht, da Kunden widerstandsfähiger
und agiler aus der Krise hervorgehen möchten, wurde kürzlich in manchen Regionen das öffentliche und wirtschaftliche Leben erneut eingeschränkt, und die Belebung der Nachfrage fiel verhaltener aus als erwartet. Des Weiteren geht die SAP aus
denselben Gründen nicht mehr davon aus, dass sich die SAP-Concur-Erlöse aus Geschäftsreisen in den verbleibenden Monaten des Jahres 2020 deutlich erholen werden.

Die SAP aktualisiert deshalb ihren Ausblick für das Gesamtjahr 2020 und erwartet nun, dass:

• die Clouderlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 8,0 Mrd. € und 8,2 Mrd. € liegen werden (zuvor
zwischen 8,3 Mrd. € und 8,7 Mrd. €).
• die Cloud- und Softwareerlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 23,1 Mrd. € und 23,6 Mrd. € liegen werden (zuvor zwischen 23,4 Mrd. € und 24,0 Mrd. €).
• die Umsatzerlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 27,2 Mrd. € und 27,8 Mrd. € liegen werden
(zuvor zwischen 27,8 Mrd. € und 28,5 Mrd. €).
• das Betriebsergebnis (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 8,1 Mrd. € und 8,5 Mrd. € liegen wird (zuvor zwischen 8,1 Mrd. € und 8,7 Mrd. €).

CEO-Kommentar im Wortlaut:

Aufgrund der Corona-Krise befinden sich unsere Kunden an einem Wendepunkt. Für Unternehmen ist der Umstieg in die Cloud, verbunden mit einer echten Neuausrichtung ihres Geschäfts, unerlässlich geworden. Denn nur so können sie widerstandsfähiger werden und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sie gestärkt aus der Krise hervorgehen können. Gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern werden wir Innovationen entwickeln und Unternehmen neue Möglichkeiten für die Abwicklung von Geschäftsprozessen in einer digitalen Welt bieten. Die SAP wird ihr Wachstum in der Cloud auf über 22 Mrd. € im Jahr 2025 steigern und den Anteil der besser planbaren Umsätze auf etwa 85 % ausbauen.“

Details der Quartalszahlen von SAP

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona und SAP

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Corona-Anstiege in den USA und Europa sind heute ein Thema. Aber auch die aktuelle Revision der Aussichten von SAP sind in New York aktuell Thema.

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Aktien

Tesla krempelt die Autoindustrie um – Werbung

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Lieber Börsianer,

Tesla hat gerade den fünften Quartalsgewinn in Folge gemeldet. Während die Gewinne in der Vergangenheit vor allem den Erlösen aus dem Zertifikatehandel zu verdanken waren, erwirtschaftet Tesla mittlerweile auch im operativen Geschäft einen Überschuss. Der Elektropionier straft damit die Kritiker Lügen.

Bisher musste sich Tesla die Kritik gefallen lassen, dass der Autobauer zwar die Mobilität revolutioniert, jedoch unprofitabel arbeitet. Tatsächlich fielen in der Aufbauphase des Unternehmens horrende Verluste an, die manchen Beobachter auf einen baldigen Untergang von Tesla wetten ließ. Mittlerweile hat sich das Blatt jedoch gewendet. Tesla ist der höchstbewertete Autobauer der Welt.

Tesla treibt eine ganze Branche vor sich her

Die Zeit des klassischen Verbrennungsmotors ist vorbei. Tesla präsentiert sich als Vorreiter einer neuen Zeit. Sicher ist, dass die Automobilbranche vor einer beispiellosen Transformation steht. Tesla hat die technische Entwicklung maßgeblich vorangetrieben und beim Elektromotor und der Batterietechnik mittlerweile einen Vorsprung von mehreren Jahren vor der Konkurrenz. Deshalb pumpen die Anleger viel Geld in Tesla.

Ob sich der Vorsprung verteidigen lässt, ist allerdings noch lange nicht ausgemacht. Klar ist jedoch schon jetzt, dass einige etablierte Konzerne auf der Strecke bleiben werden, wenn sie sich nicht schnell genug anpassen. Gleichzeitig kann aber auch einer der alteingesessenen Autohersteller durch seine enormen Finanzreserven plötzlich zum Marktführer im E-Auto-Segment werden. Entsprechende Strategien gibt es mittlerweile nicht nur bei den Volumenherstellern wie Volkswagen oder Renault, sondern auch im Luxussegment bei Daimler und BMW.

Der Elektromotor ist nicht das einzige Erfolgsgeheimnis von Tesla

Tesla hat nicht nur bei der Entwicklung des Antriebs für seine Fahrzeuge Neuland betreten. Die gesamte Organisation des Unternehmens stellt die Branche auf den Kopf. Es ist verrückt, dass dies die meisten Analysten übersehen.

Üblicherweise ist die Autoindustrie sehr stark von Zulieferbetrieben abhängig. Die Produktion der Einzelteile ist auf der ganzen Welt verteilt. Im Autowerk eines klassischen Konzerns wie BMW, Volkswagen oder Daimler werden die Teile, die aus aller…..

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