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Aktienmarkt: Der große Irrtum der Bären

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Der größte Aktienmarkt der Welt wird von New York aus betrieben

Nach der jüngsten Übertreibung am Aktienmarkt wittern viele Bären, also Anleger, die á la Baisse auf sinkende Kurse spekulieren, wieder Morgenluft. Dabei sollte ihnen die liquiditätsgetriebene V-förmige Erholung der Aktienkurse seit Mitte März wider die fundamentale Realität eine Warnung sein. Ein ähnliches Szenario kann sich jederzeit wiederholen, sobald die Korrektur an den Aktienmärkten die Notenbanker sowie die Fiskalpolitiker erneut auf den Plan ruft. Das kann in Anbetracht der Fragilität der Weltwirtschaft sehr schnell geschehen.

Die V-förmige Erholung am Aktienmarkt war keine Bärenmarkt-Rallye

Die Korrektur der kurzfristig heiß gelaufenen Aktienmärkte war überfällig. Viele technische Indikatoren, wie das Put-Call-Ratio, der Relative-Stärke-Index und auch die Volatilität zeigten die erhöhte Wahrscheinlichkeit eines Rückschlags bei den zuvor zum Teil irrational heiß gelaufenen Aktiennotierungen an. Ein Grund für Panik oder gar den Wechsel auf die Bärenseite besteht im Zuge der nun einsetzenden Korrekturphase am Aktienmarkt gleichwohl nicht. Die Bären sollten bedenken, dass dieselben Mechanismen greifen werden, wie bei dem letzten Markteinbruch im März, als konzertierte Aktionen der Fiskal- und Geldpolitik in bislang ungekannter Dimension einen brutalen, liquiditätsgetriebenen Dreh in die Entwicklung am Aktienmarkt brachten und den Anlegern bei den Technologieaktien sogar neue Allzeithöchststände bescherten.

Es ist davon auszugehen, dass der aktuell stattfindende Preisrückgang nicht ansatzweise die damalige Dimension erreichen wird, geschweige denn das Ende einer sogenannten „Bärenmarkt-Rallye“ darstellt. Die Marktteilnehmer kennen nun die Wirkmechanismen, die den Aktienmarkt im März vor dem eigentlich fundamental gerechtfertigten Kollaps bewahrt hatten: Das Hochfahren der Fed-Bilanz im Rekordtempo, Fiskal-Stimuli, die in Friedenszeiten ihres gleichen suchen sowie der Cantillon-Effekt, der das zusätzliche billige Geld zuerst an die Finanzmärkte spült, lange bevor die Realwirtschaft davon profitiert.

Auch das fundamentale Umfeld verbessert sich graduell

Natürlich haben der überbordende Konjunkturoptimismus, der auch durch zum Teil irreführend positiv überzeichnete Arbeitsmarktstatistiken in den USA gefördert wurde, mit zu der irrationalen Übertreibung am Aktienmarkt beigetragen – für die die die Notenbanken weltweit den geldpolitischen Rahmen schufen. Doch abseits von V-förmigen Wirtschaftserholungsfantasien gibt es durchaus positive Entwicklungen auf der fundamentalen Ebene, die es zur Kenntnis zu nehmen gilt. So zum Beispiel den Covid-19-Pandemieverlauf, der erst jetzt in einigen Regionen der Welt mit Zeitverzögerung an Dynamik gewinnt und weltweit sogar zu neuen rekordhohen Ansteckungszahlen führt. Doch die Zahl der Todesopfer sinkt kontinuierlich und weltwirtschaftlich bedeutende Regionen wie Asien und Europa verzeichnen sehr positive Entwicklungen, sowohl bei den Neuerkrankungen als auch bei den Opfern. Dieses Abflauen der Pandemie ist nicht nur eine Frühindikation für andere Regionen, sondern gibt den Staaten, die aktuell von der Pandemie hart getroffen werden, eine Blaupause, wie mit der Pandemie umzugehen ist. Das Modell Südkorea sei hier nur beispielhaft genannt.

Die nächsten Bazookas stehen schon bereit

Die Zinsen am US-Kapitalmarkt sind bereits wieder deutlich Richtung Rekordtiefststände gefallen – ein für die Aktienmärkte und speziell Dividendentitel positiver Impuls. Zudem werden die Forderungen nach einem fünften, billionenschweren Konjunkturpaket in den USA nun neben den Demokraten und dem amtierenden US-Präsident Donald J. Trump auch von Finanzminister Steven Terner Mnuchin unterstützt. Darüber hinaus sollen die Ende Juli auslaufenden staatlichen Transferleistungen für Arbeitslose verlängert werden. Die Fed hat mit ihrer Nullzinsgarantie bis Ende 2022 (15 der 16 stimmberechtigten FOMC-Mitglieder haben sich so positioniert) und einem garantieren QE-Programm in Höhe von 120 Mrd. US-Dollar pro Monat ein Liquiditäts- und Zins-Netz unter die Märkte gespannt, das es im März dieses Jahres so noch nicht gab.

New York kehrt zur Normalität zurück

Die für die US-Wirtschaft bedeutendsten Regionen (West- und Ostküste) zeigen zudem klare Tendenzen rückläufiger Ansteckungszahlen bei Covid-19. Besonders im wirtschaftlich bedeutenden Bundesstaat New York mit der gleichnamigen Finanzmetropole normalisiert sich die Situation. Seit dem 26. Mai ist auch der Präsenzhandel am Aktienmarkt an der New York Stock Exchange an der Wall Street nach 46 Tagen ohne Handel wieder möglich. Die Realwirtschaft wird mit insgesamt acht Unterstützungsprogramme im Volumen von 3 Billionen US-Dollar (Main Street Lending Program) von der US-Notenbank Fed unterstützt, wobei diese Programme gerade erst anlaufen und mehr Stimulus, auch von der Fiskalseite, bereits in der Pipeline ist. Es kann einige Quartale dauern, bis diese Liquidität die Realwirtschaft nachhaltig stimuliert und die Teuerungsraten antreibt. Der Aktienmarkt wird diese Entwicklungen eskomptieren.

Bitte klicken Sie hier um Teil 2 des Artikels zu lesen

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28 Kommentare

28 Comments

  1. Avatar

    Jan

    13. Juni 2020 10:26 at 10:26

    Hallo Herr Zipfel. Das mag sein und hoffen wir es. Dank der Mentalität der Mensch (gehrn Sie nur raus in der Stadt) wollen wir sehrn was wir gerne hätten: Corona ist bald vorbei. Mit der erneute Enge womit sich Menschen überall wieder begegnen, kann eine zweite Welle deutlich schlagartiger kommen als der erste, weil wir nicht wie am Anfang von einzelne Anfangspunkte ausgehen, sondern Corona bereits flächendeckend verteilt ist. Das wäre entäuschend weil passt nicht im Bild “wir haben der Welt im Griff” und zu deutlich stärkere Verwerfu gen führen. Klar, danach kommen die Bazookas also wieder Steil ab und auf. Aber eventuell tiefer als angenehm, gerade weil es keiner (mehr) erwartet.
    Wir werden sehen.

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      Robert Daney

      14. Juni 2020 03:31 at 03:31

      Zweite Coronawelle rollt schon und wird wieder mal maßlos unterschätzt und daher viel schlimmer sein wie die erste Welle und keiner soll mir kommen, daß man es nicht wissen konnte! Die erste Welle der Notenbank und Fiskal Rettung war erfolgreich,weil niemand damit grechnet hat, die zweite Rettungswelle wird scheitern, weil alle mit Erfolg rechnen. Sowie kein Crash kommt, wenn alle damit Rechnen kommt auch keine Rallye, wenn alle damit rechnen. Die Profis lassen sich bestimmt nicht von gierigen Privatanlegern abzocken und lassen die Privatanleger an ihren überteuerten Aktien sitzen. Der Denkfehler der Rallyepropheten ist, dass die FED wieder mal die Reichen rettet, diesmal entwickelt die FED instrumente zur Rettung der Mainstreet und sobald diese funktionieren,ist es vorbei mit der Wallstreet rettung!!

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        Columbo?

        14. Juni 2020 11:12 at 11:12

        @Robert Daney

        Aha, hat sich das Virus schon bei Ihnen gemeldet? Sind der neue Staats-und Medienepidemiologe oder sehen Sie die 2. Welle in Ihrer Glaskugel?

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    Koch

    13. Juni 2020 10:58 at 10:58

    Nach dem Lesen Ihres Artikels,stellt sich mir die Frage:Die Börse(n),für was eigentlich noch?Wenn es sowieso nur noch heisst:Vorwärts immer,rückwärts nimmer!Da lasst uns doch gleich das chinesische System kopieren.Beim Bundestag klappt das doch auch schon hervorragend in Bezug auf Delegiertenmenge und Entscheidungsfähigkeit/Wille.Diese Art der Pervertierung der (sozialen)Marktwirtschaft macht mich sehr wütend und nachdenklich zugleich.

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    Joachim

    13. Juni 2020 11:08 at 11:08

    Die fünf Phasen der Akzeptanz einer Krankheit:

    – die Krankheit nicht wahrhaben wollen
    – Ärger/Zorn/Aggression
    – Verhandeln
    – Depression
    – Akzeptanz

    …wir dürfen also b.a.w. nicht über das Verhandeln zur nächsten Stufe der Depression gelangen?

    Der Krankheit wird das ziemlich egal sein.

    • Avatar

      Lausi

      13. Juni 2020 21:27 at 21:27

      Wenn man Trump als Krankheit ansieht, könnte das auch ganz gut passen! ;-)

    • Avatar

      Columbo

      13. Juni 2020 21:56 at 21:56

      @Joachim

      Wieso Depression? Wir sind doch längst bei der Akzeptanz angelangt, ich jedenfalls.
      Kopf hoch, Ihr Depressiven…oder macht halt eine Therapie.

      • Avatar

        joachim

        14. Juni 2020 14:14 at 14:14

        @Colombo
        Wir sind irgendwo, kollektiv gesehen, in Phase 1-3.
        Die Depression wird verleugnet $$ (zurück zu Phase 1!), zur kollektiven Akzeptanz fehlt noch der Name der Krankheit.

        Wenn die Depression auf eine scheinbare Akzeptanz folgen sollte, drehen wir uns im (selben) Hamsterrad weiter, Phase 1-3 treten wieder zum Vorschein…usw.
        “2.Welle”-Sager entsprechen dieser kollektiven Ohnmacht, dem Hamsterrad zu entkommen.

        Trump, Corona und wahrscheinlich auch me too, blm und ein zu kurz empfundener Rock sind nur Symptome, die in immer kürzer werdenden Zeitspannen auf uns eindonnern.

        Alles nur Symptome…Ursache??

        • Avatar

          Columbo

          14. Juni 2020 17:05 at 17:05

          @Joachim

          Krankheitsakzeptanz bedeudet: „Ich habe diese Krankheit und werde damit leben“.
          Dort scheint mir das Kollektiv angekommen zu sein, was speziell diese Krankheit betrifft, auch weil man zunehmend erkennt, daß sie beherrschbar ist.
          Was anderes sind die wirtschaftlichen Folgen. Aber auch da beginnen die Menschen zu „akzeptieren“ und nach vorn zu sehen.
          Depressive Phasen konnte man eher während des Lock Down sehen.

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    Peter Sallister

    13. Juni 2020 15:50 at 15:50

    Herr Zipfel, Sie vertreten eine “etwas andere” Ansicht als diejenigen, die die Corona-Börsenrally als Abkoppelung von der Wirtschaftsrealität bezeichnen.
    Manches Ihrer Argumentation ist bedenkenswert, aber …

    Ich bestreite daß zwischen Anleihekäufen und grenzenloser Kreditgewährung und den Aktienkursen eine direkte feste Beziehung bestehen muß, so wie in einem 4-Ganggetriebe von einem Zahnrad zum anderen. Das wird inzwischen, wie ich meine, immer häufiger behauptet wie eine feststehende Tatsache.
    Zunächst mal hat das eine mit dem anderen überhaupt nichts zu tun. Wenn es regnet könnte der Preis für Schafe steigen, weil die mehr zu fressen haben. Na gut … sehr schlüssig.

    Was die Aktienkurse antreiben könnte sind Mutmaßungen, sind Schlußfolgerungen, Vorstellungen. Das findet erst mal nur in den Köpfen statt. Und … Börsenkurse sind Einschätzungen, sonst nichts da sie aus den Einschätzungen der Marktteilnehmer resultieren.
    Und der Marktteilnehmer bastelt sich irgendwas zusammen in seinem Kopf. Die Realität kann sich dann so entwickeln, muß aber nicht. Da müssen wir dann schon ehrlich sein. Bei der Marktbeeinflussung wird auch viel mit Psychologie gearbeitet. Schon Ankündigungen entfalten viel Wirkung.

    Aktienkäufe durch den Staat wäre dann einfach eine legale Manipulation durch den Staat auf einem neuen Level in den meisten Staaten. Und es wären Szenarien denkbar wo selbst das nicht mehr richtig funktioniert.

    Im Prinzip geht’s ja wohl nur darum daß Marktrisiken in einer neuen Weltordnung sozialisiert werden sollen. Die, die irgendwo Pech hatten, am falschen Ort standen usw. werden in Zukunft aufgefangen durch alle. Eine Art von oben bestimmter, neuer Solidarität. Schöne Zeiten!

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    Hesterbär

    13. Juni 2020 19:26 at 19:26

    Hallo Herr Zipfel, jetzt sind Sie aber ebenfalls heftig mit dem Notenbankvirus infiziert. Warum nur hatten ähnliche Gelddruck-Exzesse in der Vergangenheit nie dauerhaften, sondern immer nur kurzfristigen Erfolg und endeten allesamt in der Katastrophe? Und warum hatten Notenbanken und Politik funktionierender Volkswirtschaften eben diese Gelddruck-Exzesse stets gescheut wie der Teufel das Weihwasser? Weil Wirtschaftsleistung eben niemals durch die Gelddruckmaschinen ersetzt werden kann. Und inzwischen sind wir längst in einer Phase, in der Notenbankgeld keinen wirtschaftlichen Stimulus mehr erzeugt, sondern genau das Gegenteil bewirkt. So wird also eine gigantische Blase nur noch weiter aufgebläht und die Frage ist einzig, wann sie platzen wird. Bis dahin werden immer schwächlichere Wirtschaftsdaten immer dreister schöngefärbt werden und die Umverteilung zugunsten der Reichen und zu Lasten der Armen geht weiter. Allerdings eben nur noch so lange, bis das Finanzsystem aus seinen eigenen Übertreibungen heraus kollabiert oder Volksaufstände dem Treiben ein Ende bereiten.

    • Avatar

      Columbo

      14. Juni 2020 13:49 at 13:49

      Bisher wurde Herr Zipfel in den Himmel gelobt und jetzt soll er plötzlich vom Virus befallen sein, weil sein Artikel mal eben nicht den eigenen Vorstellungen entspricht.

      • Avatar

        Hesterbär

        14. Juni 2020 17:11 at 17:11

        Der Zwergpudel springt mir wieder am Bein hoch und will unbedingt oben mit dabei sein. Das ist verständlich, aber er kommt eben einfach nicht höher und versteht es nicht.

        • Avatar

          Columbo

          14. Juni 2020 18:24 at 18:24

          Immer wieder poetisch…

  6. Avatar

    Bärensau

    13. Juni 2020 20:00 at 20:00

    Der Titel ist reisserisch, kein Mensch weiss was nächstens passiert, aber der Herr Zipfel weiss, dass die Bären falsch liegen.
    1. Pandemie unsicher, Wirtschaftserholung schleppend, auch ohne zweite Welle.
    2.Trump Wiederwahl ist immer unsicherer. Meistens ist man positiv erstaunt wie sie alle Probleme anspreche u.mit einfachen Worten übermitteln können . Aber mindestens ein- bis zweimal im Jahr treiben sie wieder die Bullensau durchs Dorf wie wenn alle Ihre erwähnten Probleme überhaupt nicht existieren würden.
    Eines ist klar, den Notenbanken sind per se nicht die Aktienkurse das Wichtigste.Die hohen Kurse sind ein Nebenprodukt der Massnahmen zur Rettung der Schrottanleihen. Die Schrottis haben sich auch V -förmig erholt, obwohl die Probleme nur verschoben sind.( Also zur Zeit kein Handlungsbedarf)
    Auch sie werden irgendwann erfahren ,dass Notenbankgeld ohne Realwirtschaft auf Dauer nicht funktioniert.
    Also die US-Aktien kann man ruhig 10bis 15% fallen lassen ohne die Bazooka auszupacken, dann wären wir etwa dort wo die Euphorie- Rally wegen den Impfstoff Fake-News begonnen hat.

  7. Avatar

    Gixxer

    13. Juni 2020 20:33 at 20:33

    Wenn ich es richtig mitbekommen habe, hat sich einhergehend mit den steigenden Börsen die Bilanz der Fed fast verdoppelt. Sollte das nun immer die Voraussetzung sein, dass die Börsen steigen, wo muss die Fed Bilanz dann wohl am Ende des Jahres stehen?
    Sicher, es wird immer massive Gegenbewegungen geben, aber es wird wohl trotzdem noch tiefer gehen.

  8. Avatar

    Roland

    14. Juni 2020 09:17 at 09:17

    Herr Zipfel hat Recht, jetzt ist die Gelegenheit zu kaufen!

    • Avatar

      Koch

      14. Juni 2020 11:16 at 11:16

      @Sven-Roland!Vergessen Sie bitte nicht den Rest Ihres Taschengelds(nach Abzug des Preises für die neueste Micky Mouse-Ausgabe),all in zu investieren.P.s.Ich habe mein Leben finanziell im Griff.Daran werden auch noch so viele geistig unterbemittelte “Longbrülleraufforderungen”nichts ändern.

  9. Avatar

    Zweistein

    14. Juni 2020 11:59 at 11:59

    Schon vor einigen Monaten habe ich Herr Zipfel getadelt wegen seiner Notenbankgläubigkeit u.einige seiner
    Mitgläubigen haben wohl die Korrektur anfangs Jahr nur als kleines Störfeuer der schon abgehakten harmlosen Pandemie taxiert, obwohl wir jetzt wissen, dass damals schon Rezession war.
    Alles sehr kurz gedacht, selbst wenn TINA stimmen würde u.die ganze Welt nur noch Aktien kaufen würde ,würden sehr schnell auf viel höherem Niveau die Korrekturen noch grösser.
    Börsenwitz: Einstein sucht einen Mitarbeiter,der erste Kandidat meldet sich mit Intellgenzquotient 200,
    Einstein sagt, DA KÖNNTEN WIR MITEINANDER PHILOSOPHIEREN.
    Der zweite meldet sich mit Intelligenzquotient 100,
    Einstein sagt,DA KÖNNTEN WIR MITEINANDER INS THEATER GEHEN.
    Der dritte meldet sich mit Intelligenzquotient 50,
    Einstein sagt, WAS MACHEN DIE BÖRSENKURSE ?

  10. Avatar

    Optimist

    14. Juni 2020 13:59 at 13:59

    @Roland, ich schätze ihre optimistische Einschätzung sehr, darum habe ich vor einigen Wochen mit meinem Erspartem Call-Optionen gekauft.Nach gutem Start ist jetzt Alles weg.Ich glaube aber weiterhin an ihre überzeugenden Argumente u,.möchte weiter Long gehen. Kennen sie vielleicht eine Bank, die mir vielleicht Kredit geben würde. Meines Wissens sind doch die meisten Banken positiv für Aktien.
    Besten Dank für Ihre Antwort.

    • Avatar

      Lausi

      15. Juni 2020 08:55 at 08:55

      @Optimist: Mein Tipp: Jetzt schwer gehebelt short gehen, und dann haben Sie am Ende der Baisse genug Geld um wieder long zu gehen!

      • Avatar

        Optimist

        15. Juni 2020 10:08 at 10:08

        Danke @Lausi, aber das war nur ein schlechter Scherz 😔

  11. Avatar

    Ponzini

    14. Juni 2020 14:17 at 14:17

    Für realitätsfremde Notenbankgläubige , bitte NOURIEL ROUBINI googeln: „ Das System ist krank“

    • Avatar

      Columbo

      14. Juni 2020 18:42 at 18:42

      @Ponzini

      Nouriel Roubini baucht hier keiner zu googeln, den kennt jeder. Ein Perma-Crash-Prophet, dessen Prophezeiungen immer noch auf Verwirklichung warten. Naja, irgendwann…nur wann?

  12. Avatar

    Lieber Klartext als Schöntext

    14. Juni 2020 19:50 at 19:50

    @ Columbo, für die Annahme einer zweiten Welle braucht es keine Glaskugel, denn die erste Welle ist nur in gewissen Regionen am Abflauen. In China , Indien ,USA u.vielen weiteren Ländern sieht es nicht so gut aus.
    Und die Lockerung des Lockdowns hat ja eben erst begonnen.
    Sie haben doch schon früher die Pandemie lange schöngeredet. Jetzt sind sie wieder ein Anhänger der V- Wirtschaftserholung geworden. Schönreden hat noch kein einziges Problem gelöst.

  13. Avatar

    Prognosti

    14. Juni 2020 20:33 at 20:33

    @ Robert Daney, gute Überlegung, gemäss NOURIEL ROUBINI haben 75% der Amis keine Aktien u.die obersten 10% haben 90%. Schon die jetzigen Hilfsprogramme mit dem hohen Arbeitslosengeld lst in diesem Sinne eine Mainstream Rettung. Die V -Erholung der Aktien basiert in der Fehlannahme,dass diese Notprogramme die Wirtschaft wieder auf Vorkrisenniveau bringen.
    Die Notenbankgläubigen sollten verstehen dass Zinssenkungen seit 2009 von ca.7% auf fast Null % ausser Mehrverschuldung Nichts gebracht hat. Die Nullzinsen werden auch in den USA das Geschäftsmodell der Banken zerstören, was in der EU u.Japan schon passiert ist. Da die Bankenwelt ein grosser Finanzspieler ist,werden die Auswirkungen des Gelddruckens immer negativer, was heute auch schon vom geschätzten @Hesterbär angesprochen wurde. ( Krall u.Stelter predigen es schon länger)
    Die durch die Zinspoltik geförderte Umverteilung wird die Unruhen in den USA weiter fördern u.zum Explodieren bringen.( Auch von ROUBINI angesprochen ) In diesem Sinne hat Herr Daney Recht, die USA muss jetzt sämtliche Mittel einsetzten um den explosiven Bevölkerungsteil der unteren 50 bis70% im Zaun zu halten.

  14. Avatar

    Columbo

    15. Juni 2020 08:38 at 08:38

    Bemerkenswert, wie die „Vereinigten Staaten von Europa“ es schaffen, das Virus zu beherrschen, im Gegensatz zu vielen anderen. Da muß man anerkennen.

  15. Avatar

    Optimist

    15. Juni 2020 11:54 at 11:54

    @Optimist – Imitation, Sie haben in meinem Namen richtig geantwortet, was in diesem Fall keine Rolle spielt.aber die Antwort von Sven/ Roland fehlt noch.

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Stefan Riße zum Commerzbank-Desaster – warum die IT entscheidend ist

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Commerzbank Tower in Frankfurt

Sie erinnern sich noch? Im April letzten Jahres scheiterte die Fusion zwischen Deutsche Bank und Commerzbank, letztlich am Management der Deutschbanker. Gott sei Dank, möchte man sagen? Denn ja, in der Bankenszene ist es kein Geheimnis, wie komplex und veraltet die IT-Systeme von Banken und Sparkassen heute oft noch sind. Und auch von den beiden größten deutschen Banken gibt es in der Szene Gruselgeschichten, wie es in Sachen IT zugeht. Alleine die Größe der Institute und der Umfang der Geschäfte lässt erahnen, wie komplett die IT-Strukturen sind. Gerade erst hatte die Deutsche Bank die Postbank ablauftechnisch integriert.

Man stelle sich nun vor, die Deutsche Bank hätte als Seniorpartner nun auch noch die IT-Systeme der Commerzbank aufsaugen müssen, oder noch schlimmer: Es wäre zu einer Art Kombination beider IT-Systeme gekommen, oder es hätte einen kompletten Neubau gegeben? Milliarden-Investitionen und diverse Probleme auf Jahre hinaus wären programmiert gewesen. Aber Gott sei Dank, die Fusion scheiterte. Die Commerzbank kämpft nun weiter alleine. Und geht man nach dem Aktienkurs, der brutal im Keller hängt, kämpft sie ziemlich erfolglos. Deswegen muss aktuell auch der farblose CoBa-Chef Martin Zielke seinen Hut nehmen.

Im folgenden Video besprechen Manuel Koch und Stefan Riße das Thema Commerzbank als Schwerpunkt rund um die Bankenbranche. Das Thema IT sei entscheidend. Bei der Commerzbank wäre es laut Stefan Riße vielleicht sogar sinnvoller gewesen, die nun integrierte comdirect nicht einzubauen, sondern eher die ganze Commerzbank um die comdirect herum umzubauen. Denn laut Riße sei die comdirect im Commerzbank-Konzern derzeit die einzig gesunde Komponente. Die Ausführungen zu dem Thema sind recht interessant. Aber auch die weiteren Ausführungen zur Bankenbranche sind beachtenswert. Es ist laut Stefan Riße unklar, ob Deutsche Bank und Commerzbank überhaupt in der Lage sind ein neues profitables Geschäftsmodell zu finden. Von daher sieht er deren Aktien kritisch.

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Digitalisierung: Das Ende des Papierrezeptes naht – Werbung

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Lieber Börsianer,

es ist so weit! Das europäische Gesundheitswesen steht an der Schwelle zur Digitalisierung. In den kommenden Jahren wird sich die Art und Weise, wie Patienten, Ärzte, Apotheken und Krankenkassen miteinander kommunizieren, völlig ändern.

Eine wesentliche Zutat der digitalen Revolution wird dabei absehbar das sog. E-Rezept oder elektronische Rezept sein, das derzeit in Deutschland bereits in verschiedenen Pilotprojekten erprobt wird. Das Ende des herkömmlichen Papierrezeptes ist nur noch eine Frage der Zeit. Wie wird das E-Rezept funktionieren?

Ihr Arzt erzeugt mittels seiner Software das E-Rezept. Die Verschreibung wird dabei verschlüsselt auf einem Server abgelegt. Gleichzeitig schickt Ihnen der Server einen Zugangscode, entweder per E-Mail oder bei Bedarf auf Ihr Smartphone. Als Patient leiten Sie diesen Code per Knopfdruck aus der Smartphone-App an die Apotheke Ihrer Wahl weiter.

Die Apotheke wiederum teilt Ihnen postwendend auf digitalem Weg mit, ob das Präparat vorrätig ist und sofort abgeholt werden kann. Alternativ können Sie sich das Präparat natürlich auch über eine Online-Apotheke per Post zuschicken lassen. Im Hintergrund leitet der Server die Verschreibung automatisch an Ihre Krankenkasse weiter, damit dort die Erstattung erfolgt.

Alle diese Vorgänge finden weitgehend automatisiert statt und entlasten alle am Vorgang beteiligten Parteien.

eHealth: Der Markt wird völlig neue geordnet – Wer profitiert?

Das E-Rezept entfaltet seine Vorzüge bei Bagatellerkrankungen wie etwa Schnupfen. Hier suchen Sie künftig nicht mehr zwingend die Arztpraxis auf, sondern konsultieren Ihren Arzt im Rahmen der Videosprechstunde. Am Ende generiert der Behandler das E-Rezept und schickt es Ihnen nach wenigen Sekunden digital zu. Solche Behandlungen nehmen derzeit inklusive Anfahrt und Wartezeit viel Zeit in Anspruch. In den Zeiten der Digitalisierung wird das Verfahren binnen weniger Minuten abgewickelt.

Die Situation des Chronikers: Bekanntlich wird diese Patientengruppe nicht in dem Sinn behandelt. Im Vordergrund steht das sog. Wiederholungsrezept, also die immer gleiche Verordnung. Es bedarf keiner besonderen Erwähnung, dass digitale und automatisierte Verfahren genau hier ihre vollen Stärken entfalten. Dabei liefert Ihnen Ihre…..

Den gesamten Artikel können Sie lesen, wenn Sie sich für den Newsletter „Profit Alarm“ anmelden. Sie erhalten dann täglich per Email eine exklusive Analyse. Der Service ist für Sie völlig kostenfrei!

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Tesla: Die wahnsinnige Rally – nur wegen Short-Squeeze?

Über die wahrscheinliche Ursache für absurde Bewertungsniveaus – und dabei sogar typisch für die Aktienmärkte insgesamt..

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Die Rally bei Tesla scheint keine Grenzen zu kennen – gestern notierte die Aktie über der Marke von 1400 Dollar. Inzwischen ist Tesla nicht nur der wertvollste Autobauer der Welt – und das mit einem Absatz von weniger als 400.000 Fahrzeugen (dagegen kommen Volkswagen und Toyota jeweils auf mehr als 10 Millionen abgesetzte Fahrzeuge).  Sondern Tesla ist inzwischen sogar mehr viel wert wie die Autobauer General Motors, FiatChrysler, Honda, BMW, Nissan Hyundai, Mercedes und Ford zusammen:

Tesla - mehr wert als viele andere Autobauer zusammen

Ist das überhaupt noch nachvollziehbar – schließlich erreichte die Aktie von Tesla erst im Dezember 2019 ein Allzeithoch bei 400 Dollar: was hat sich seit Dezember so grundlegend geändert? Die Coronakrise trifft auch Tesla hart – auch wenn der Konzern für das 2.Quartal den Absatz von 90.000 Fahrzeugen meldete. Aber Elon Musk ist berüchtigt für kreative Bilanzierungsmethoden.

Eines der zentralen Ziele von Musk dürfte sein, dass die Aktie in den S&P 500 aufgenommen wird, wofür man jedoch vier Quartale hintereinander GAAP-Gewinne ausweisen muß. Sehr wahrscheinlich, dass Musk dann mittels seiner Bilanzierungstricks es schaffen wird, das 2.Quartal mit einem Gewinn zu beenden (Musk hatte die Tesla-Mitarbeiter kurz vor Ende des Quartals zu ausserordentlichen Anstrengungen aufgerufen).

Vielleicht antizipieren die Investoren einen bilanztechnisch kreativ manipulierten Gewinn und damit die Aufnahme in den Leitindex S&P 500 – Schätzungen gehen davon aus, dass dann institutionelle Investoren 25 Millionen Aktien von Tesla kaufen (vorwiegend über ETFs, die den S&P 500 abbilden etc.).

Tesla auf Allzeithoch – Shortsqueeze bei Leerverkäufern?

Oder ist das alles doch ein gigantischer Short-Squeeze, wie Jens Raabe meint? Um zu ermitteln, ob der Anstieg der Aktie von Tesla wirklich ein Short-Squeeze ist oder nicht, müssen wir uns das Short Interest ansehen – also das Volumen an leerverkauften Tesla-Aktien. Bis Ende Juni notierte die Tesla-Aktie unter der 1000 Dollar-Marke, kurz vor der Meldung von Tesla am 02.Juli über den Absatz von 90.000 Fahrzeugen im 2.Quartal steig die Aktie deutlich an. Nun sehen wir uns einmal an, wie es um das Short Interest wirklich steht:

Das Short Interest bei Tesla

(Grafik: https://fintel.io/ss/us/tsla)

Man sieht also klar, dass erst mit dem Anstieg der Aktie die Zahl der leerverkaufetn Aktien deutlich gestiegen ist – von 1,876 Millionen am 23.Juni auf knapp sechs Millionen am 07.07.2020. Das zeigt also klar, dass Shortseller mit dem Anstieg der Tesla-Aktie ihre Short-Positionen deutlich ausgebaut haben – das ist das glatte Gegenteil eines Short-Suqeeze, bei dem Leerverkäufer aufgrund der “Schmerzen” bei der Short-Position ihre leerverkauften Aktien eindecken, also als Käufer auftreten.

Es handelt sich also eben nicht um einen Shortsqueeze bei der Aktie von Tesla, sondern um pure Euphorie. Diese Euphorie wiederum trifft auf einen Marktmechanismus, der gerade bei Tesla wirkt, weil es relativ wenige Tesla-Aktien gibt. Ein vielfaches Volumen wird dagegen am Optionsmarkt bewegt – Dirk Schuhmanns hatte den hier wirkenden Mechansimus in einem Artikel mit dem Titel “Tesla: Erneut eine mögliche Kursmanipulation mit Optionen?” auf den Punkt gebracht:

“Doch wenn der Aktienkurs steigt und sich dem Ausübungspreis der gekauften Optionen nähert, müssen die Market Maker als Verkäufer der Optionen immer mehr Aktien nachkaufen, um ihr steigendes Risiko zu kompensieren.”

Fazit: Die mögliche Aufnahme in den S&P 500 ist der wahrscheinliche Kurstreiber

Elon Musk hat ein massives Interesse (als Großaktionär), dass Tesla in den S&P 500 aufgenommen wird. Dazu braucht er einen Gewinn im 2.Quartal 2020. Also werden die Zahlen so gut wie möglich aufgehübscht – und so entsteht eine Dynamik über Optionen und Euphorie, die diesen Kursanstieg erklärt. Leerverkäufer, die Positionen eindecken müssen, sind jedoch nicht die Ursache: sie wetten erst jetzt verstärkt auf das Entweichen von Luft aus der Blase namens Tesla. Insofern geht auch der PR-Coup von Elon Musk, “Short-Shorts” zu verkaufen um die Shortseller zu verhöhnen, an der Realität vorbei..

Elon Musk hat gute Laune - und will, dass die Aktie von Tesla in den S&P 500 aufsteigt

Elon Musk. Foto: JD Lasica CC BY 2.0

 

 

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