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Bomben-Report: Trump wollte Clinton und Comey ins Gefängnis werfen

Donald Trump wollte laut einem schockierenden Report der „New York Times“ das Justizministerium anweisen, strafrechtliche Ermittlungen gegen die Demokratin Hillary Clinton und Ex-FBI-Chef James Comey einzuleiten..

Redaktion

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Eine Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

Donald Trump wollte laut einem schockierenden Report der „New York Times“ das Justizministerium anweisen, strafrechtliche Ermittlungen gegen die Demokratin Hillary Clinton und Ex-FBI-Chef James Comey einzuleiten.

Seine Anwälte brachten ihn letztendlich davon ab. Sie warnten den Präsidenten: „Wenn Sie das machen, wird es ein Amtsenthebungsverfahren geben“, sagte der damalige White-House-Anwalt Donald F. McGahn laut dem brisanten Bericht.

Der Anwalt war so alarmiert, dass er ein Memo anfertigen ließ, in dem die Implikationen einer derartigen Wahnsinnstat durch Trump protokolliert wurden.

Trump hätte sich dazu mehrmals beschwert, dass das FBI unter der Führung von Christopher A. Wray noch keine Ermittlungen gegen seine politischen Todfeinde, allen voran Clinton und Comey, eingeleitet habe.

Im US-TV wurden die Enthüllungen mit Vorgängen „wie in einer Bananen-Republiken“ beschrieben. Trump könnte sich mit dem Ansinnen einer Strafverfolgung für seine Gegner der Justizbehinderung schuldig gemacht haben, so Juristen.

 

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street. 

18 Kommentare

18 Comments

  1. Avatar

    Finanzboulevard

    21. November 2018 12:38 at 12:38

    Bis auf diese Kolummne ist finanzmarktwelt.de eigentlich eine seriöse, ernstzunehmende Webseite. Verstehe nicht, was dieser „BILD“ Stil hier soll, das reißt die guten Inhalte mit runter. Gibt es keine guten Journalisten, die für diese Webseite aus den USA berichten können? Wozu dieser Quatsch?

  2. Avatar

    Sabine

    21. November 2018 12:50 at 12:50

    Schockierend? Die gehören in den Knast! Wenn ihnen das Verbrechen nachgewiesen wird. Was ist daran besonderes? Versteh ich nicht. Nur weil es Trump sagt?

    Was wollte denn die Hilton? Rußland angreifen, wenn sie wieder einen Cyberangriff wagen. Und den kann USA leicht faken, wie die Massenvernichtungswaffen des Irak oder die Brutkastenlüge. https://www.bing.com/search?q=kuwait+die+baby+l%C3%BCge&src=IE-SearchBox&FORM=IENTTR&conversationid=
    Oder die chemischen Waffenangriffe von Syrien, die z.B. einmal nach dem Sieg der Syrer erfolgt sein sollen, ein absoluter Schwachsinn in sich. Die Syrer siegen und machen dannach noch einen Chemiewaffenangriff? Das Fake merkt doch jeder. Es war ja dann auch aus Niemandsland und wurde nur „gemutmaßt“=festgestellt von den westlichen Medien.
    Dann überhaupt die Isis-Unterstützung der Amis ist schon ein Verbrechen! Allein deswegen gehören die Regierungsverantwortlichen in den Knast! Hundertfach. Einfach mal googeln die Geschichte der Jesiden, Völkermord durch den amerikanischen ISIS.

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      tm

      21. November 2018 15:35 at 15:35

      Bei Ihnen können sich Russland und seine Vassallen auch alles rausnehmen – was nicht sein darf, ist einfach Fake-News, ganz wie beim Guru Trump. Sie verbreiten den Unsinn doch nicht nur hier, oder?

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      tm

      21. November 2018 16:37 at 16:37

      Glauben Sie eigentlich wirklich selbst, dass Clinton Russland angreifen wollte? Also wir sehen doch, dass Trump das Militär hofiert, die Rüstungsindustrie fördert, wo er kann, dass er überall aggressiv auftritt – aber Clinton, hätte Krieg ausgerechnet gegen Russland geführt? Haarsträubend, wenn Sie so etwas tatsächloch glauben und nicht nur Ihre Aufträge ausführen.

  3. Avatar

    tm

    21. November 2018 15:34 at 15:34

    Vermutlich glaubt Trump die abstrusen Verschwörungstheorien, die u.a. über Clinton kursieren, selbst.

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        tm

        21. November 2018 16:03 at 16:03

        :-) ja…zero-hedge…wollten Sie noch rt, contra und hartgeld zitieren?

        Sagen Sie, glauben Sie auch an Pizzagate und dass die Mondladung nie stattgefunden hat?

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          21. November 2018 16:08 at 16:08

          @tm, also zerhedge wird vom Wallstreet Journal oder von Bloomberg zitiert, gilt also als sehr ernst zu nehmen in der amerikanischen Finanzlandschaft..

          • Avatar

            tm

            21. November 2018 16:09 at 16:09

            naja in Deutschland ist die Bild m.W. die meistzitierte Zeitung….

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            21. November 2018 16:14 at 16:14

            @tm, Ihr Vergleich hinkt! Ich sage: zerodhedge wird von zwei absolut seriösen, weltweit führenden Leit-Medien (Wallstreet Journal und Bloomberg ) in Sachen Finanzen zitiert, Sie sagen, die Bild-Zeitung sei die meistgelesene (eher als „meistzitierte“ würde ich sagen..) Zeitung Deutschlands..

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            tm

            21. November 2018 16:27 at 16:27

            Ich meinte durchaus meistzitiert, nicht meistgelesen und auch die Bild wird regelmäßig in Bloomberg zitiert – ich seh die Schlagzeilen ja hier auf dem Bildschirm.

            Aber gut, der Vergleich mag hinken, ich bleibe aber dabei, dass zerohedge keineswegs eine seriöse Quelle ist, sondern eine Seite, die regelmäßig Verschwörungstheorien verbreitet und Untergangsszenarien mithilfe getürkter Statistiken an die Wand malt. Zugegeben, zerohedge macht das geschickter als z.B. rt oder contra, die einfach lügen. Bei zerohedge wird dann die Zeitreihe so gewählt oder modelliert, dass die Aussage passt.

            Hierzu auch mal wikipedia:
            Die Artikel auf Zero Hedge sind ökonomisch pessimistisch, konspirativ, „Anti-Establishment“,[2] und werden als „extrem“ und „pro-russisch“ beschrieben.
            https://de.wikipedia.org/wiki/Zero_Hedge

            hier detaillierter:
            https://en.wikipedia.org/wiki/Zero_Hedge

            Also bitte Herr Fugmann, wir müssen doch nicht so tun, als sei zerohedge eine normale, seriöse und umstrittene Finanzseite.

        • Avatar

          Finanzboulevard

          21. November 2018 16:18 at 16:18

          Ich glaube, Sie wollen nur provozieren. Macht ja nix, das Netz ist voll von Ihrer Sorte. Viel Spaß noch, oder besser noch viele Kommentare. Zahlt sich ja aus am Ende des Monats, hoffe ich für Sie.

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            tm

            21. November 2018 16:28 at 16:28

            :-) achso, nicht Sie werden bezahlt fürs trollen, sondern ich? Beste Grüße nach St. Petersburg.

        • Avatar

          Andreas

          21. November 2018 16:21 at 16:21

          Beschwert sich der Thomas Müller über zerohedge aber gibt selbst „Katapult“ als Quellenangabe an…ich fass es nicht?

          • Avatar

            tm

            21. November 2018 16:31 at 16:31

            Was stört Sie an Katapult? Ach ja, dass dort klar gezeigt wird, dass praktisch kein Staat weltweit die Krim-Annexion anerkennt… so wird auch schnell klar, woher Ihre Intention kommt.

    • Avatar

      Andreas

      21. November 2018 16:23 at 16:23

      • Avatar

        tm

        21. November 2018 16:30 at 16:30

        ach da können die Trump/Putin Trolle nur beleidigend werden :-)

        „ordentliche Fakten“ sind dann also die Lügen, die von Trump verbreitet werden?

        Die Clinton-Foundation gehört zu den seriösesten, anerkanntesten Stiftungen weltweit, daran kanne s doch keine ernsthaften Zweifel geben.

      • Avatar

        tm

        21. November 2018 16:33 at 16:33

        Pilkington notes that some of the claims in the book have been proven factually inaccurate. According to Pilkington, Schweizer does not prove corruption on the part of the Clintons, but „one of his main contentions – that the former president’s rates skyrocketed after his wife became secretary of state – is correct… pointing to several glaring conflicts of interest.“[20]

        Several weeks after the book’s initial publication, HarperCollins and the author made some corrections to the Kindle edition of the book. Schweizer corrected „seven or eight“ passages that were revealed to be inaccurate after the book was released.[5] FactCheck.org found Schweizer’s assertion that Clinton, as Secretary of State, could have stopped Russia from buying a company with extensive uranium mining operations in the U.S. to be false, due to Obama’s decision on it.[21] PolitiFact found the assertion that Clinton changed her views on a nuclear deal with India in response to donations to her family’s foundation to be false.

        https://en.wikipedia.org/wiki/Clinton_Cash#Critical_reaction_and_actions_taken

        Mit Fakten hatte es der Autor wohl nicht so.

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US-Wahl: Was passieren muß, damit Trump gewinnt!

Markus Fugmann

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Die US-Wahl rückt immer näher, laut Umfragen liegt Donald Trump derzeit recht deutlich hinter Joe Biden. Eines scheint klar: wenn Trump die US-Wahl gewinnen will, muß er zwingend den Bundeststaat Florida gewinnen – gewönne Biden in Florida, wäre ein Wechsel im US-Präsidentenamt praktisch sicher. Die Zwischenstände aus Florida werden also extrem wichtig – es gibt sogar einen kleinen Wahlbezirk in diesem Bundeststaat, der schon früh die Richtung anzeigen dürfte.

US-Wahl – das sind die Szenarien

Die US-Seite https://fivethirtyeight.com/ zählt zu den führenden Prognose-Quellen in den USA. Sie bietet ein interaktives Tool an, mit dem man Szenarien durchspielen kann: gewinnt etwa Biden den swing state Pennsylvania, dann hat das einen positiven Einfluß auch auf seine Sieges-Chancen auch in Nachbar-Bundestsaaten. Sehen Sie hier, was passieren muß, damit Trump gewinnen kann:

 

Und so ist die Lage in den USA unmittelbar vor der US-Wahl – es ist ein gespaltenes, zerrissenes Land, wie folgende ARTE-Dokumentation zeigt:

 

Was muß passieren, damit Trump die US-Wahl gewinnt?

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Aktien

Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

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am

Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Sahra Wagenknecht über die große Krise, und wie man sie lösen kann

Redaktion

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Sahra Wagenknecht hat den Ruf wirklichen wirtschaftlichem Sachverstand zu besitzen. Bei ihr kann man erkennen: Es wird nicht stumpf das sozialistische Lied abgespielt. Bei ihren Aussagen merkt man, dass sie das Gesamtbild im Blick hat und auch versteht. Natürlich kann und darf man über ihren Lösungsansatz für das große Gesamtproblem streiten. Aber auch ihren Lösungsansatz begründet sie inhaltlich nachvollziehbar.

Sahra Wagenknecht mit Bestandsaufnahme der Krise

In ihrem aktuellsten Video (am Ende dieses Artikels) wirft Sahra Wagenknecht die Frage auf, ob eine große Finanzkrise bevorsteht. Dafür arbeitet sie sich an vielen Ungleichgewichten und wirtschaftlichen Schieflagen ab, die in dieser Form in der Tat auch bestehen. So bespricht sie die gigantische Geldschwemme der Notenbanken, in der Europa verursacht durch die EZB. Diese sorge für einen riesigen Push bei den Aktienkursen. Profitieren würden vor allem die Reichen, die in großem Umfang Aktien besitzen. Der Kleinsparer, der sein Geld nur auf dem Sparkonto parkt, würde durch Nullzinsen (neuerdings immer öfters auch Negativzinsen) und Inflation laut Sahra Wagenknecht real jedes Jahr Geld verlieren.

Die Großkonzerne würden in der Coronakrise mit billigem Geld überschwemmt, so dass sie gar keine Probleme hätten durch diese Krise zu kommen (ja, dafür gibt es zahlreiche Beispiele). Gleichzeitig haben es laut Sahra Wagenknecht kleine Unternehmen und Unternehmer derzeit sehr schwer überhaupt an Geld zu kommen, um die Krise überleben zu können. Demnach seien die großen Konzerne die Krisengewinner, die kleinen Betriebe die Verlierer. Sahra Wagenknecht nennt in diesem Zusammenhang auch die Anleihekäufe der EZB, wo auch in großem Stil Unternehmensanleihen gekauft werden. Und hier geht es eben um Anleihen großer Unternehmen, und nicht um Schulden kleiner Betriebe, die eh keine Anleihen ausgeben.

Als weiteres Ungleichgewicht benennt Sahra Wagenknecht auch die Immobilienblase. Bei den niedrigen Zinsen lohne sich die große Spekulation, welche die Preise immer weiter nach oben treibe. Und letztlich beleuchtet sie die (von uns bei FMW oft angesprochene) steigende Bedrohung für das Bankensystem in Europa. Schon vor der Krise habe es laut Sahra Wagenknecht 600 Milliarden Euro Volumen an faulen Krediten bei Banken in Europa gegeben – jetzt drohe diese Summe auf 1,4 Billionen Euro zu steigen.

Problemlösung

Was sei nun die Lösung des Problems? Laut Sahra Wagenknecht seien immer neue Schulden und immer tiefere Zinsen nicht die Lösung des Problems. Die Wirtschaft könne auch nicht so kräftig ansteigen, dass Volkswirtschaft und Staat aus dem gigantischen Schuldenberg „herauswachsen“ könnten, wie sie es formuliert. Inflation sei auch keine Lösung, da hierbei die kleinen Leute mit ihren Sparguthaben enteignet würden. Die reichen Leute würden mit ihren Immobilien und Betriebsvermögen ihren Wohlstand behalten, während die kleinen Leute bei einer spürbaren Inflation den Preis bezahlen müssten.

Für Sahra Wagenknecht gibt es nur eine Lösung des Problems. Und da kommt natürlich die linke Politik wieder zum Vorschein. Man müsse die enorme angehäufte Schuldenlast restrukturieren, und zwar zu Lasten der wirklich Vermögenden. Dazu kann man anmerken: Das ist eine politische Frage, was man will. Diese Lösung kann man befürworten, oder eben auch nicht. Ansichtssache. Aber abgesehen davon: Die anderen Alternativen sind auch nicht berauschend. Man darf vermuten: So wie die aktuelle Merkel-Regierung wird wohl auch ein Nachfolger wie Herr Laschet keinen großen Wurf machen, sondern stillschweigend zusammen mit der EZB auf die Lösung setzen, die auch die Amerikaner seit Jahrzehnten praktizieren, wenn es um Problemlösungen geht. „Kick the can down the road“ – die Dose die Straße weiter runter kicken. Das Problem also in die Zukunft verschieben. Also jetzt immer neue Rettungsprogramme auflegen (letztlich finanziert durch die EZB, das neue EU-Schuldenprogramm uvm), – und diese Probleme darf irgendwer in ferner Zukunft abzahlen.

Sahra Wagenknecht
Sahra Wagenknecht. Foto: Ferran Cornellà CC BY-SA 4.0

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