Folgen Sie uns

Devisen

Britisches Pfund: Gleich drei Mal schlechte Nachrichten, Kurs fällt

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Das britische Pfund fällt aktuell weiter in den Keller. Derzeit gibt es drei Faktoren, die weiter gegen das Pfund drücken. Boris Johnson wird immer wichtiger in diesem Gesamt-Szenario. Aber der Reihe nach.

Drei schlechte Nachrichten für Pfund-Bullen

Da wäre erst einmal die Angst des Devisenmarktes beziehungsweise die steigende Wahrscheinlichkeit, dass Boris Johnson neuer Premier wird. Wie sehr das Brexit-Chaos unter ihm als Regierungschef zunehmen dürfte, zeigt folgende Meldung. Gestern sagte er nämlich der Sunday Times, dass die vereinbarte Austrittszahlung Großbritanniens an die EU in Höhe von 44 Milliarden Euro zurückgehalten werden solle. Und zwar solange, bis bessere Ausstiegskonditionen mit der EU verhandelt worden seien, so seine Worte. In bestem Trump-Sprech sagte Johnson, dass Geld ein großartiges Lösungs- und Schmiermittel sei um einen guten Vertrag zu bekommen.

Dann kamen heute früh wichtige Konjunkturdaten aus Großbritannien auf den Tisch. Die Industrieproduktion im April fiel im Jahresvergleich um 1%, im Monatsvergleich sogar um 2,7%. Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe fiel im Jahresvergleich um 0,8%, im Monatsvergleich sogar um 3,9%.

Und dann gibt es da noch eine neue Einstufung von JP Morgan, immerhin die größte Bank der USA. Aufgrund steigender Brexit-Unsicherheiten senke man seine Pfund-Prognosen. Mit Sicht auf 12 Monate senkt man sein Ziel bei Pfund vs USD von 1,35-1,36 auf 1,29. Gut, der Kurs notiert bereits deutlich tiefer. Dennoch ist das eine starke Absenkung! Es gibt auch diverse Teil-Szenarien von JPM für das britische Pfund. Bei 1,33 lande der Kurs, wenn UK unter dem aktuellen Agreement aus der EU ausscheide. Bei nur noch 1,20 lande GBPUSD, wenn die Tories einen Brexit-Hardliner an der Spitze bekommen. 1,31 sei die Zielmarke für einen weicheren Brexit. Und bei 1,25 lande das Währungspaar bei fortgesetztem politischen Chaos und einer weiteren Verlängerung des Austrittsprozesses.

Gesponserter Inhalt
Wollen Sie das britische Pfund aktiv handeln? Dazu sind günstige Spreads von Nöten. Je geringer die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs ist, desto schneller können Sie in die Gewinnzone gelangen! Arbeiten Sie mit einem zuverlässigen Broker, der günstige Konditionen bietet. Aktuell können Sie sich besonders gute Sonderkonditionen sichern, wenn Sie über einen Klick an dieser Stelle ein Tradingkonto eröffnen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

Aktuelle Lage am Devisenmarkt

Seit Freitag Abend ist Pfund vs USD gesunken von 1,2740 auf aktuell 1,2663. Und die Tendenz ist aktuell weiter fallend. Das Tief bei 1,2560 vom 31. Mai markiert eine Unterstützung auf dem Weg nach unten. Und dann wäre da noch die größere Unterstützung bei 1,2480 aus Dezember 2018. Aber man sollte sich eher fragen, ob im Pfund derzeit die politische Nachrichtenlage die Charttechnik schnell bei Seite wischen kann, und die Kurse sich dann schnell weiter bewegen. Im Augenblick sieht die Gesamtlage nicht gut aus für das britische Pfund. Aber man sieht ja, wie schnell sich die politische Wetterlage in London ändern kann.

Pfund vs USD seit September 2018
Pfund vs USD seit September 2018.

Boris Johnson wird wichtiger im Brexit-Chaos - Pfund fällt
Boris Johnson. Foto: EU2017EE Estonian Presidency – CC BY 2.0

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Devisen

Türkische Lira: Neues Rekordtief – kein Ende in Sicht?

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt aktuell gegen den US-Dollar auf ein neues Rekordtief. Ist kein Ende in Sicht? Es gibt an den Aktienmärkten den Spruch „Die Hausse nährt die Hausse“. Die Rallye wird immer weiter verstärkt durch immer neue Spekulanten, die auf den fahrenden Zug aufspringen und auch kaufen. Beim derzeitigen Lira-Absturz könnte dies zu einem guten Teil auch zutreffen. Je weiter die türkische Lira fällt, desto mehr Short-Spekulanten springen auf den Zug auf.

Gesponserter Inhalt

Wollen Sie aktiv Devisen oder Rohstoffe handeln? bietet ein besonders hochwertiges Trading-Tool für Sie! Je enger die Spreads sind, also je geringer der Abstand zwischen Kauf- und Verkaufskurs, desto schneller kommen Sie bei einem positiven Trade in die Gewinnzone. Sichern Sie sich für bestimmte Märkte besonders günstige Sonderkonditionen für ihren aktiven Börsenhandel, . Eröffnen Sie hier ein Konto und starten Sie Ihr Trading. Viel Erfolg!

Türkische Lira auf dem Weg nach unten nicht zu halten?

Anfang der Woche hatten wir die Gründe für die immer weiter fallende türkische Lira bereits besprochen. Leitzinsen deutlich tiefer als die Inflationsrate, ein Präsident auf Konfrontationskurs im Mittelmeer in Sachen Gas-Bohrungen, zunehmend mehr politische Einflussnahme auf die Zentralbank uvm. Nach mehreren Höchstständen des US-Dollar gegen die Lira bei 7,35 diese Woche liegt der Wechselkurs jetzt auf Rekordhoch bei 7,37. Im Chart sieht man den USDTRY-Kursverlauf in den letzten zwölf Monaten. Auch Euro vs Lira liegt aktuell mit 8,71 direkt am Rekordhoch!

Solange die türkische Zentralbank nicht den großen Schritt einer Zinsanhebung macht, wird sich wohl kaum etwas ändern an der Lira-Schwäche. Denn Präsident Erdogan wünscht keine steigenden Zinsen. Ganz im Gegenteil! Auch müsste grundsätzlich das Vertrauen in ihre Unabhängigkeit gestärkt werden, aber dank der politischen Einflussnahme sieht es nicht danach aus.

Aktualität

Aktuell wird der Verfall der Lira noch durch verschiedene Entwicklungen verschärft. Denn oft ist es so: Versucht eine Institution einen Preisverfall durch künstliche Eingriffe zu begrenzen, bekommen die Menschen noch mehr Panik, und der Preisverfall beschleunigt sich. So auch diesem Fall? So gibt es aktuell Berichte (siehe hier FAZ), dass türkische Banken wegen des Kursverfalls der Lira inzwischen damit begonnen haben, Gebühren für Barabhebungen ausländischer Devisen zu verlangen. Alle Institute würden dem wahrscheinlich folgen. Versucht man so etwas die Bürger davon abzuhalten, sich Geld in ausländischer Währung auszahlen zu lassen?

Und gerade erst bot die Zentralbank in Ankara heimischen Geschäftsbanken teurere Finanzierungen an, in einem neuen Versuch den Rückgang der Lira zu stoppen, ohne den Leitzinssatz erhöhen zu müssen. Die Zentralbank führte am Donnerstag eine einmonatige Repo-Auktion über 20 Milliarden türkische Lira durch (2,7 Milliarden US-Dollar). Der durchschnittliche einfache Zinssatz für Kreditgeber, die Mittel erhielten, lag bei 10,96 Prozent. Das sind satte 271 Basispunkte mehr als die Benchmark der Zentralbank. Da die Bereitstellung von Liquidität zu ihrem günstigsten Zinssatz von 8,25 Prozent eingestellt wurde, indem in der vergangenen Woche einwöchige Repo-Auktionen aussetzt wurden, nahmen türkische Banken die Lira benötigten, an dieser Auktion teil und trieben mit ihren Geboten die Kosten in die Höhe.

Wie geht es weiter?

Spekulation, zu niedrige Zinsen, ein grundsätzlicher Vertrauensverlust, fehlende Touristen in der Türkei und stark schwindende Devisenreserven bilden einen Mix, der für die türkische Lira alles andere als gut ist. Es scheint zumindest derzeit so, als könne die Abwertung der Lira so weitergehen. Aber bekanntlich sind solche Szenarien ja nie dauerhaft in Stein gemeißelt.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen Türkische Lira

weiterlesen

Devisen

US-Dollar gegen Euro, Yen und Pfund – was ist zu erwarten?

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Obwohl die Devisenmärkte in den vergangenen Wochen einen kontinuierlichen Rückgang des US-Dollar verzeichneten, konnte der Greenback zuletzt wieder zulegen. Zuvor allerdings war der US-Dollar sieben Wochen in Folge gefallen.

Im Vergleich zu einem Korb von Währungen (Dollar-Index) schien die Performance des Dollar etwas stärker zu sein. Das am meisten gehandelte Devisenpaar, der Euro-Dollar, ist weiter gestiegen und markierte letzte Woche sogar ein Zweijahreshoch bei $1,1915. Dies hat sich nun als eine wichtige Widerstandsmarke erwiesen, mit einer Unterstützung bei etwa $1,1700-1,1720.

David Jones, chief market strategist bei capital.com, blickt auf Euro-Dollar, Dollar-Yen und Euro-Pfund – und zeigt seine konkrete Strategie, wie man diese Märkte nun handeln könnte:

Kommt nach dem Abverkauf eine Erholung beim US-Dollar?

weiterlesen

Devisen

Türkische Lira: Absturz geht weiter, neues Rekordtief gegen US-Dollar

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira notiert aktuell nicht nur mit einem neuen Rekordtief gegenüber dem Euro, sondern jetzt auch gegenüber dem US-Dollar. Die offenbar wochenlangen Interventionen von türkischen Geschäftsbanken vor allem bei US-Dollar gegen die türkische Landeswährung sind somit offenkundig erfolglos blieben. Die Devisenreserven schmelzen, was am Devisenmarkt für noch mehr Unsicherheit gegenüber der Türkei sorgt. Während der Euro gegen die türkische Lira letzte Woche bereits mehrere neue Rekordstände erreichte, notiert sie aktuell mit einem Wechselkurs von 8,60 fast am Hochpunkt. Bei US-Dollar vs TRY gab es im Mai bei 7,26 den Hochpunkt, der nun auch überschritten wurde mit einem aktuellen Wechselkurs von 7,32!

Die Gründe für diese Entwicklung hatten wir schon letzte Woche besprochen. Leitzinsen deutlich tiefer als die Inflationsrate, ein Präsident auf Konfrontationskurs im Mittelmeer in Sachen Gas-Bohrungen, zunehmend mehr politische Einflussnahme auf die Zentralbank uvm. Die Zentralbanker wollen vielleicht die Zinsen anheben? Aber es geht nicht. Präsident Erdogan will möglichst niedrige Zinsen, damit die Geschäftsbanken Wirtschaft und Verbraucher mit billigem Geld versorgen können. Und so ist der Weg für eine weiter fallende türkische Lira frei. Jüngst hat Goldman Sachs eine Prognose für die Lira erneuert. Für die zeitlichen Ziele 3, 6 und 12 Monate hat Goldman für US-Dollar vs Türkische Lira die Kursziele erhöht (Lira-Abwertung) von bislang 7, 7,50 und 8 auf jetzt 7,75, 8 und 8,25.

Was kann die türkische Lira retten?

Nun ja, Präsident Erdogan könnte die Zentralbank in Ankara aus dem politischen Würgegriff entlassen. Dann könnte/würde sie vermutlich den Leitzins anheben. Aber Erdogan wird das nicht tun. Auch könnte die Türkei Hilfe des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Anspruch nehmen, was die türkische Lira wohl stützen würde. Aber erstens wäre die Türkei dann Vorgaben des IWF unterworfen in Sachen Reformen. Und zweitens: Für Präsident Erdogan wäre diese Hilfe von außen wohl ein deftiger Gesichtsverlust, was er sich nicht antun möchte. Man kann es auch relativ einfach formulieren. Die türkische Lira ist derzeit einfach ein leichtes Opfer für die Spekulanten am Devisenmarkt. Es gibt gute fundamentale Gründe die Lira zu shorten, und die Spekulanten springen auf den Zug auf. Der folgende Chart zeigt US-Dollar vs Lira im Verlauf der letzten zwei Jahre.

Chart zeigt US-Dollar vs Lira im Kursverlauf seit 2018

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen