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Bullard bestätigt hawishe Aussagen – Headlines

Jim Bullard über Zinsanhebung und Bilanzreduzierung

Soeben hat sich Fed-Mitglied Jim Bullard, der am letzten Donnerstag die Märkte mit hawkishen Aussagen unter Druck gebracht hatte, in einem Interview auf CNBC geäußert. Hier einige Headlines:

– gehe davon aus, dass Fed Geldpolitik weniger lax gestalten kann, ohne Märkte zu stark zu stressen

– Anstieg der Renditen vor allem der 2-jährigen US-Staatsanleihe sehr willkommen aus Sicht der Fed

– Bullard: meine Aussagen vom Donnerstag bezogen sich nicht nur auf die aktuellen Inflations-Daten, sondern auf die letzten vier sehr hohen CPI-Daten

– Arbeitsmarkt ist stark, also gilt unser Fokus der Inflation

– sollten im 2.Quartal mit Bilanzreduzierung beginnen und bis 1.Juli vier Zinsanhebungen haben

– meine Informationsquellen gehen davon aus. dass Lieferengpässe weiter andauern werden im Jahr 2022,m vielleicht sogar bis 2023

– Unternehmen, mit denen ich spreche, berichten von Engpässen bei Arbeitskräften, das wird sich in den Löhnen in den nächsten CPI-Daten widerspiegeln

– Fed muß sicher stellen, dass die Menschen davon ausgehen, dass die Fed effektiv gegen die Inflation kämpft – diese ist für mittlere und untere Einkommensschichten ein großes Problem

In der Summe bleibt Bullard also bei seinen Aussagen vom letzten Donnerstag. Das einzige dovishe Element war die Aussage, dass er davon ausgehe, dass die Märkte gut mit der Fed-Haltung klar kommen dürften (FWM: da sind wir weniger davon überzeugt).

Bullard macht klar, dass die Inflation auch in den nächsten Monaten hoch bleiben dürfte und man daher gut daran tue, gerade in Sachen Bilanzreduzierung schneller vor zu gehen, nachdem die Fed-Bilanz zuletzt um fünf Billionen Dollar angewachsen war.

In Reaktion auf die Aussagen von Bullard die US-Futures wieder etwas tiefer (nachdem diese zuvor gestiegen waren aufgrund beruhigender Signale aus Moskau), die Anleiherenditen höher



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2 Kommentare

  1. Ich halte die – schon mehrfach von Fedmitgliedern gehörte – Aussage, dass die Finanzmärkte eine Straffung der Geldpolitik verkraften könnten nicht für dovish. Im Gegenteil: Damit soll doch gesagt werden, dass man sich bei der Straffung der Geldpolitik um die Finanzmärkte keine Sorgen macht und das wiederum impliziert, dass man auch keine Rücksicht nehmen wird.

    Wie lange die Fed das so durchhalten kann, ist eine andere Frage. Aber Stand heute meinen sie es genau so.

  2. Das bestätigt auch,dass man im FED uneinig ist,denn am Wochenende hat eine FED Frau vor zu brüskem Vorgehen gewarnt.Dieses Hüst und Hott verunsichert die Märkte noch mehr.Da sind halt auch schon wieder Machtkämpfe ( Wahlkämpe) im Gange.

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