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Caterpillar: Dramatischer Umsatzrückgang, nur „angepasste“ Gewinne, und die Wette auf eine wacklige Zukunft

Das ist dramatisch für so einen großen Konzern. Der Verlust liegt im 4. Quartal bei 2,00 Dollar nach 0,16 Dollar im Vorjahresquartal. Auch wenn es üblich ist aus den tatsächlichen Zahlen…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der größte Baumaschinenhersteller der Welt Caterpillar hat heute seine Quartalszahlen vermeldet. Erst gestern hatten wir über die dramatischen 49 Wochen am Stück mit rückläufigen Einzelhandelsverkäufen der Firma berichtet. Dies lässt sich letztlich auch in den Gesamtzahlen der Firma nicht verstecken, auch wenn man optisch versucht das Beste rauszuholen. So geht der Konzernumsatz im Jahresvergleich von 4. Quartal 2015 zum 4. Quartal 2016 von 11 auf 9,6 Milliarden Dollar zurück – wie gesagt, ein Rückgang in nur 12 Monaten.

Das ist dramatisch für so einen großen Konzern. Der Verlust liegt im 4. Quartal bei 2,00 Dollar nach -0,16 Dollar im Vorjahresquartal. Auch wenn es üblich ist aus den tatsächlichen Zahlen Sonderposten rauszurechnen, um so auf deutlich bessere Bilanzzahlen (Adjusted / Angepasst) zu gelangen, so ist dies doch bei Caterpillar besonders offensichtlich. So sind nämlich die offiziellen Quartalsergebnisse nach diesen Anpassungen bei jeweils 0,83 Dollar Plus pro Aktie im 4. Quartal 2016 und 2015. Also nach außen hin alles gut bei Caterpillar. Während man die bereits drastisch nach unten angepassten Markterwartungen beim Umsatz sogar noch knapp verfehlte, liegt man beim „angepassten“ Gewinn doch gut über den Erwartungen“. Aber wie gesagt, das scheint Ansichtssache zu sein. Für das Gesamtjahr 2016 liegen die Umsätze mit 38,5 Milliarden Dollar sogar satte 18% unter dem Vorjahr.

Aber ja, es gibt ja diese Sonderposten, die eben nicht zum Kerngeschäft gehören, herausgerechnet werden können, und daher aus dem satten Verlust einen schönen Gewinn machen! Bei Caterpillar sollen diese Sonderkosten aus einmaligen Gebühren und Restrukturierungskosten bestanden haben. Also Abfindungen für entlassene Mitarbeiter? Aber bei rückläufigen Umsätzen und Entlassungen, da gehören Abfindungen doch dazu, also zum Kerngeschäft, oder? Aber gut, alles Ansichtssache. Zitat Caterpillar zu dem Thema:

Our fourth-quarter 2016 results included three large non-cash charges and higher than expected restructuring costs. These items resulted in a loss for the quarter and were the primary reason our results were lower than the outlook provided in October 2016. A discussion of these items – mark-to-market losses for remeasurement of pension and OPEB plans, a goodwill impairment charge, a deferred tax valuation allowance and restructuring costs – and their applicable impact on each period is in Q&A #1 on page 16. Because we do not consider These items to be indicative of earnings from ongoing business activities, the table above shows adjusted profit per share that excludes them. We believe adjusted profit per share provides a useful perspective on underlying business results and period-over-period changes.

Selbst ohne „Anpassungen“ bei den Zahlen erwartet man für 2017 einen Gewinn pro Aktie von 2,30 Dollar. Ein verdammt optimistischer Ausblick! Und dann ist da ja noch die große Trump-Wette, die wohl dafür sorgt, dass der Kurs gerade bei solch dramatischen Umsatzrückgängen zuletzt nicht kräftig eingebrochen ist. Wie die Firma heute schreibt, rechnet man mit positiven Effekten aus Donald Trumps Steuer- und Infrastrukturplänen nicht vor dem Jahr 2018. Eine wacklige Wette, wenn man jetzt auf das Pferd namens Caterpillar setzt. Aber man kann es auch genau andersrum sehen. Früh dort einsteigen, wo viele andere noch ein zu großes Risiko sehen?


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3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    mingo

    26. Januar 2017 15:44 at 15:44

    monate, nicht wochen

  2. Avatar

    frank.trg

    26. Januar 2017 15:59 at 15:59

    Die Aktie steht trotzdem auf einem Allzeithoch.

    • Avatar

      gerd

      26. Januar 2017 17:05 at 17:05

      Da sind wir beide uns einig, wem das Unternehmen das zu verdanken hat. Auch für Caterpillar war Herr Trump eine gute Wahl.

      Die Börse zahlt die Erwartung. Alle jetzt veröffentlichten Quartalsergebnisse der Unternehmen kann man getrost vergessen, wichtig ist, dass es zukünftig unter Trump für Amerikaner besser wird.
      Was wird sich in Deutschland ändern?
      Die gesamtwirtschaftliche Nachfrage nach Fachkräften wird geringer werden. Aber das muss ja nicht mal schlecht sein, denn es lindert den „Fachkräftemangel“

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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