Asien

China: hinter den Kulissen tut sich was

FMW-Redaktion

Die Märkte fokussieren sich heute auf die Verbraucherpreise aus dem Reich der Mitte, die mit einem Anstieg von 1,6% zum Vorjahresmonat unter der Erwartung (+1,8%) geblieben sind und die Sorgen vor einer Beschleunigung des Abschwungs schüren. Auch die Erzeugerpreise, die mit -5,9% so satrk fielen wie erwartet und nun den 43.Monat in Folge (!) rückläufig sind, tragen nicht wirklich zur Beruhigung bei. Aber es gibt Anzeichen, dass die von Peking in den letzten Wochen und Monaten betriebenen Stimulus-Maßnahmen erste Früchte tragen.

So sind etwa, wie heute veröffentlichte Daten des Auto-Verbandes ChinaAssociation of Automobile Manufactures zeigen, die Verkäufe von Autos im September im Vergleich zum Vormonat August um satte 21,6% gestiegen. Damit wurden im September 2,02 Millionen Autos verkauft, ein Anstieg zum Vorjahresmonat um 2,08%. Hier dürfte sich bereits bemerkbar machen, dass Peking die Steuern auf Autokäufe für Fahrzeuge unter 1,6 Liter halbiert hat – eben um die Verkäufe wieder in Schwung zu bringen.

Auch die Umsätze der Häfen in China steigen wieder. So berichtete heute das Transportministerium Chinas, dass die Frachtumsätze im September wiedder angezogen sind auf nun +1,6% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im August hatte der Anstieg nur 1,0% betragen. Stark fielen die Anstiege vor allem in den Inlandshäfen des Landes aus – ein Zeichen für die Stabilisierung der Binnenkonjunktur.

Und auch die gebeutelten Aktien-Investoren schöpfen wieder Mut. Zwar fiel der Shanghai Composite heute um 0,9% – dennoch steigt der Margin-Handel im Reich der Mitte wieder stark an. So kletterte der Margin-Handel am Montag um 2,6% auf 24,2 Milliarden Dollar – und verzeichnete damit den stärksten Anstieg seit Februar diesen Jahres. Offenkundig gehen viele Trader davon aus, dass das Schlimmste an den Aktienmärkten überstanden ist. Ob der Anstieg des Margin-Handels, der zuvor die absurde Rally ermöglicht hatte, wirklich ein gutes Zeichen ist, sei einmal dahingestellt..

Dennoch: Daten aus der zweiten Reihe aus China, die im Westen keine Beachtung finden, zeigen zumindest Stabilisierungstendenzen. Es dürfte daher nicht überraschen, wenn zukünftige Daten aus dem Reich der Mitte wieder tendentiell besser ausfallen werden!



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