Asien

China II: Faule Kredite und Yuan

Die „faulen Kredite“ der zehn größten Banken Chinas sind auf den höchsten Stand seit 2009 gestiegen. Insgesamt werden Kredite in Höhe von 94 Milliarden US-Dollar (588 Milliarden Yuan) nicht pünktlich bedient – das ist ein Anstieg zum Vorjahr um 21%.

Die chinesische Niederlassung der amerikanischen Ratingagentur S&P in Peking sieht darin einen Frühindikator für den wirtschaftlichen Abschwung und mahnt, dass ein Ende des Anstiegs fauler Kredite „nirgendwo in Sicht sei“.

Gleichwohl dürften die gemeldeten Zahlen nur die Spitze des Eisbergs sein, da Chinas Banken von der Regierung weniger finanzielle Zuwendungen bekommen, wenn der Anteil fauler Kredite hoch ist. Die an der Börse gehandelten chinesischen Bankaktien haben das bereits eingepreist: ihre Bewertung signalisiert, dass der Markt von einer realen Prozentzahl fauler Kredite von 5,8% ausgeht.

Alleine seit 2009 haben sich die Bilanzen chinesischer Banken um 89 Billionen Yuan (ca. 14 Billionen US-Dollar) aufgebläht – das ist etwa der Umfang des gesamten Bankensektors der USA!

Unterdessen ist der Yuan heute Nacht auf ein 19-Monatstief gefallen. Vermutlich versucht die Regierung, den derzeitigen Abschwung durch einen schwächeren Yuan zu bekämpfen – auch das ein Eingeständnis, dass die Dinge im Reich der Mitte nicht zum Besten stehen..



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