Gas

Lieferungen ab dem Jahr 2026 China schließt 60 Milliarden Dollar LNG-Deal mit Katar ab

Deutschland wollte mit Katar nicht den großen Wurf hinlegen, also schnappt sich China jetzt den großen Deal! China hat ein wegweisendes 60-Milliarden-Dollar-Abkommen über den Kauf von Flüssiggas (LNG) mit Katar unterzeichnet, da die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ihre Energiesicherheit für Jahrzehnte stärken will, so Bloomberg aktuell. Qatar Energy wird demnach ab 2026 jährlich 4 Millionen Tonnen LNG an Sinopec liefern, teilten die staatlich kontrollierten Unternehmen am Montag in einer virtuellen Veranstaltung mit. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 27 Jahren und ist damit nach Angaben von BNEF der längste LNG-Liefervertrag, den China bisher abgeschlossen hat. Es ist auch eine der größten Vereinbarungen des Landes in Bezug auf das Volumen.

China macht den großen LNG-Deal mit Katar, den Europa offenbar nicht wollte

Länder auf der ganzen Welt drängen darauf, sich LNG für Kraftwerke und Heizungen von großen Exporteuren wie Katar und den USA zu sichern, was die Preise in die Höhe treibt. Der Weltmarkt für verflüssigtes Erdgas (LNG) ist so gut wie erschöpft, und vor 2026 werden kaum neue Anlagen in Betrieb genommen. Europa versucht russisches Pipeline-Gas durch LNG zu ersetzen, doch die Gespräche mit Katar sind ins Stocken geraten, da Deutschland nicht bereit ist, sich auf langfristige Verträge einzulassen. Viele EU-Regierungen wollen aus fossilen Brennstoffen aussteigen und glauben, dass LNG-Geschäfte ihren Klimazielen zuwiderlaufen würden.

Während Chinas LNG-Importe in diesem Jahr aufgrund der strikten Null-Covid-Politik der Regierung eingebrochen sind, wird erwartet, dass sich die Nachfrage bereits 2023 wieder erholt und in den nächsten zehn Jahren weiter steigt. China war im vergangenen Jahr der weltweit größte LNG-Importeur, und seine staatlichen Abnehmer haben fleißig Lieferverträge mit Produzenten abgeschlossen.

Das LNG für Sinopec wird aus der North Field East-Erweiterung stammen, die Katar und Investoren wie Shell Plc und Exxon Mobil Corp. fast 30 Milliarden Dollar kosten wird. Dies ist der erste Liefervertrag für das Projekt, mit dem die jährliche LNG-Produktionskapazität Katars innerhalb von drei Jahren von 77 Millionen Tonnen auf 110 Millionen Tonnen erhöht werden soll.

Solide Beziehungen

Der katarische Energieminister und Leiter von QE, Saad al Kaabi, unterzeichnete die Vereinbarung mit MA Yongsheng, dem Vorsitzenden von Sinopec. Nach Berechnungen von Bloomberg hat das Geschäft einen Wert von rund 61 Milliarden Dollar zu den heutigen Preisen für langfristige Verträge. Es wird die ausgezeichneten bilateralen Beziehungen zwischen China und Katar weiter festigen“ und dazu beitragen, den wachsenden Energiebedarf Chinas zu decken“, sagte al Kaabi. Katar investiert etwa weitere 15 Milliarden Dollar in die Erweiterung seines North Field South. Diese wird die Kapazität des Landes auf 126 Millionen Tonnen pro Jahr erhöhen und soll bis 2027 abgeschlossen sein.

FMW/Bloomberg

Ein LNG-Terminal in China
A Sinopec LNG terminal in in Tianjin, China. Qatar will send Sinopec 4 million tons of LNG a year starting in Source: Visual China Group/Getty Images


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16 Kommentare

  1. Pingback: Meldungen & Nachrichten vom 21.11.2022 | das-bewegt-die-welt.de

  2. Ja Herr Habeck, so macht man Verträge über LNG-Lieferungen, wenn anstatt grüner Ideologien, eine realistische Zeitspanne berücksichtigt wird, in der LNG benötigt wird.
    Mit den grünen Ideologien wird an der Realität vorbeigeträumt, und nun bekommt China das Gas.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Ja Helmut
      nur die grünen Ideologen und deren Gesinnungsgenossen bei Rot und Schwarz und Gelb sind zu so einer Mißwirtschaft fähig.Und was erzählen die uns über ihre Medien ? Nur von Erfolgen Und Habeck gibt jetzt noch 400 tsd. € aus für einen neuen Hoffotografen für sein Image.
      Die Deutschen (und Europäer wahrscheinlich auch) kannste bald in der Pfeife rauchen
      Aber hauptsache der Dax steigt. Heute geht er endlich mal in die Richtung wo er hingehört.
      Die deutsche Auto (Premium-) Industrie hat Problem mit ihren E-Autos. Die Konkurrenz ist zu stark.

      1. Jawoll, so und nicht anders!
        Und deshalb sage ich: Lasst uns die Linken wählen oder auch die AfD.
        Dort gibt es keine Ideologien, die bringen Deutschland weiter, die verstehen was von Wirtschaft.
        MGGA: Make Germany Great Again!

        1. In Anbetracht der sonstigen mehrheitlichen Äußerungen eines gewissen Michaels, halte ich den Kommentar für ironisch gemeint.

          Unter der Prämisse frage ich mich, was schiefgehen muss, wenn man sowohl die Linken als auch die Rechten in Bausch und Bogen ablehnt, wenn man keiner der beiden Parteien angehört? In der Mitte sollte die Toleranz am größten sein. Sonst ist es nicht die Mitte.

          Beide Enden des Parlaments haben auch vernünftige Positionen, befinden sich auf dem Boden der Verfassung und beide Parteien werden u.a. durch besonders gute Politikerinnen vertreten: Frau Wagenknecht und Frau Weidel.

          Unsere Regierungsparteien glänzen dagegen mit …. nichts. Vielleicht sollte die Regierung es mal mit einem sog. „Runden Tisch“ versuchen an den alle eingeladen werden? Hat sich in Krisen schon öfter bewährt.

          1. Der gewisse Michael hat nur das Ausschlussprinzip bemüht.
            Und da die grünen Ideologen und deren Gesinnungsgenossen bei Rot und Schwarz und Gelb bereits durch das Toleranzraster der Mitte gefallen waren, blieb ihm ‒ dem gewissen Michael ‒ nur mehr eine kleine Restauswahl.

            Er ‒ der gewisse Michael ‒ steht ganz im Gegenteil auf heiße Politfeger*innen wie Frau Wagenknecht oder Frau Weidel.
            Mit den beiden würde er nur zu gerne in Rausch und Drogen auf dem runden Tisch … debattieren. Sprechen über Toleranz und den Bodensatz der Verfassung, über das glänzende Nichts.

            So, mein Lieber, das war jedenfalls ironisch gemeint. Beim ersten Mal … wer weiß?

          2. Wagenknecht ? Meine 2-beste-Freundin ? Ok, die sieht gut aus und hat ein gefährliches Mundwerk. Ansonsten kann sie nur meckern und hat keine tragbaren, eigenen Vorschläge. Außer die der extrem Linken oder der SED oder ihr Faible den Stalinismus.

            Ihr politisches Versagen in Sachen Corona hat mich fast auf die Palme gebracht.
            Nun will sie den Frieden mit Russland und Aufhebung der Sanktionen. Das ist ihr aktueller Vorschlag. Unfassbar. Manchmal denke ich, der Mauerfall war eine ganz geschickte Sache seitens der Russen. So konnten die ohne große Mühe locker Agenten einschleusen.
            Selbst die Linken hat sie auf die Palme gebracht. Madame „ich weiß und kann alles besser“…..

    2. Die Ampel spielt wirtschaftspolitisch Roulette. Jeder Würstelbudenbesitzer investiert nichts ohne Perspektive, auch Würstel und Gas/Strom zur Verfügung zu haben. Die bewusst herbeigeführte Unsicherheit bezüglich Strom und Gas, die ja über Jahre geplant ist, ruiniert die deutsche Wirtschaft und die Arbeitsplätze. Die Gewerkschaften machen zusammen mit der Opposition nur dicke Backen – der kollektive Suizid von Lemmlingen scheint Vorbild zu werden.

      1. Ja, und dann beschwert sich Habeck daß sie überfordert sind weil seine Leute so biel, ja übermenschliches leisten. Sag ich nur slbstverschuldet und dann müssen sie durch. Ich hatte in meinem ganzen Berufsleben keine 40 Std. Woche, ständig mehr und auch Arbeit mitnach Hause genommen. Deswegen hab ich für die Klagen unserer Staatsdiener kein Verständnis, alle meinen sie sind überlastet.

  3. Ich löse mich mal bei meinem Kommentar von diesem „Grünen-Bashing“ und dem „Linke-Rechts-Geschwätz“.

    Wir benötigen hier in Europa keine super langfristigen Gasverträge zu einem vermutlich sehr teuren Preis.
    Wir haben selber genug Gasfelder, die wir ausbeuten könnten (Nordsee, Zypern, Kreta usw.). Da wären aber einige politische Hürden zu nehmen. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, daß Europa auf politischen Kanälen daran arbeitet. Dann wäre es sehr, sehr schädlich, solche Gedankenspiele oder Wünsche in der Öffentlichkeit zu besprechen oder zu offenbaren. Zudem bin ich mir relativ sicher, daß nach dem Krieg auch wieder Gas aus Russland importiert werden wird. Vermutlich über den HUB in der Türkei. Allerdings in unwesentlichen Mengen. Na ja, meine Hoffnung stirbt zuletzt.
    Weiterhin ist das Ziel Europas, offenbar grünen Wasserstoff in Mengen zu importieren. Das muß aber erst noch gebaut werden. Auch da wird der Preis eher teuer sein, aber dem Klimaziel eher dienlich.

    1. Ist denn Wasserstoff, wenn er importiert werden muss, überhaupt noch grün? Jedenfalls ist ursprünglich grüner Wasserstoff der gewesen, denn wir selbst mit Wind und Sonne herstellen. Zu teuer, aber grün.
      Wenn der Transport hinzukommt, wird es noch teurer und auf jeden Fall weniger grün.

      Bevor unsere Regierung sich in absoluter Nibelungentreue hinter die Ukraine gestellt hat – was man gut finden kann, wozu es aber keine Verpflichtung gab – galt noch, dass man grauen Wasserstoff zum Einstieg in die Technologie benötigt, also mittels Erdgas hergestellter Wasserstoff.
      Ist jetzt alles kein Thema mehr, fällt wahrscheinlich unter Strafe, die Debatte zu erneuern. Also lassen wir das. Im Märchen kommt es ja auch vor allem auf ein gutes Ende an, nicht wahr?

      Was den Vertrag der Chinesen angeht, so wird sich das mE als lukrativ erweisen, weil in den nächsten 15 Jahren jede Lieferung und damit auch jeder Vertrag tendenziell teurer werden, weil mehr Energie gebraucht wird und wir die Exploration vernachlässigt haben – wegen ESG etc.. Jedes Jahr, in dem wir die Richtung nicht ändern, addiert sich dazu. Vielleicht ergeben sich zwischendurch auch mal neue Chancen, z.B. in einer Weltwirtschaftskrise. Dann müsste man diese aber nutzen können und wollen.

      Zusätzlich entsteht durch solche Verträge natürlich auch eine politische und wirtschaftliche Verbindung. Man hat gemeinsame Interessen, die Menschen tauschen sich aus, das wäre gut für Europa gewesen.

      Und wo man Ihnen nur Recht geben kann: das Rechts-Links-Geschwätz ist wirklich eine dumme Gewohnheit, die wir ablegen sollten.
      Sowohl sehr soziale als auch nationale und sehr konservative Aspekte sind ganz normale und notwendige Elemente einer ausgewogenen Politik.

    2. Grüner Wasserstoff ?? also nochmal viel teurer wie LNG

      1. Nein, nicht unbedingt. Ich denke, die Planung sieht so aus, daß nach dem Scheitern von Desertec nun in Wüstengebieten (Australien, Sahara, Dubai, Saudi-Arabien, Marokko usw.) mittels Photovoltaik sehr günstig Strom erzeugt werden kann (ca. 2 Cent / KWh). Dann in Wasserstoff und Amoniak verwandelt für den Transport und hier dann als Wasserstoff mit der Infrastruktur vom Erdgas verteilt werden kann. Ich glaube, so teuer wird das nicht, wenn die Dinge mal ins Laufen gekommen sind. Dazu braucht es aber noch locker 10 Jahre.

  4. Ja jumpin1, das ist wahr. Aber ist auch bei mir nicht so “ auf dem Plan“, weil um die Gasfelder im Mittelmeer streiten sich die Griechen und die Türken, und die Grünen würden wohl niemals “ die Kröte schlucken“ Frackinggas aus Deutschland.
    Es wird weiter geträumt, das 2030 oder spätestens 2040 das Land auf Co2 freie Energien umgestellt ist.
    Ich habe nichts dagegen, dass es mit alle Mitteln versucht wird, aber bitte nicht das nächste grundlastfähige Kraftwerk abstellen, bevor es durch grüne Energie (einschl. der notwendigen Speicher) ersetzt worden ist.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Ja, Helmut, da haben die Spanier uns einiges voraus.

  5. Pingback: *** Must-Read: Aktuelles vom 22.11.2022 *** | das-bewegt-die-welt.de

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