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China: Turbulenzen am Aktienmarkt – und die Drohung, Taiwan zu annektieren wegen Trump

Es geht hoch her am chinesischen Aktienmarkt – vor allem bei den in Shenzhen gehandelten Indizes, weil immer mehr neue IPOs die Luquidität aus den etablierten Aktien saugen. Und Chinas Medien werden immer gereizter wegeb Trump und drohen mit der Annexion Taiwans..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Es geht hoch her am chinesischen Aktienmarkt – weniger beim Shanghai Composite, der nur 0,4% verlor, damit allerdings den fünften Verlusttag in Folge und damit die längste Verluststrecke seit dem Crash im August 2015 absolvierte. Weit härter dagegen heute der Abverkauf in Shenzhen, wo der Shenzhen Composite zwischenzeilich über 6% verloren hatte, die Verluste zum Handelsende hin dann auf -3,6% begrenzen konnte. Seit der viel erwarteten Verlinkung der Börsen Shenzhen und Hongkong Anfang Dezember hat der Index damit 11% verloren – das hatte sich Chinas Führung sicher anders vorgstellt.

Ebenfalls -3,6% fiel heute der ChiNext, ein in Shenzhen gehandelter Nebenwerte-Index mit Fokussierung auf Tech-Werte, der daher als „chinesischer Nasdaq“ bezeichnet wird. All das erinnert stark an die Geschehnisse des Januar 2016, als der Yuan stark unter Druck war und die Sorgen vor einer harten Landung der chinesischen Wirtschaft den Shanghai Composite 23% abstürzen ließ.

Ein zentraler Grund des Abverkaufs vor allem in Shenzhen sind die immer zahlreicheren Börsengänge neuer Firmen (IPOs) – alleine im Dezember waren es 45 und damit so viel wie seit 1997 nicht mehr. Dazu kommt, dass die Flut an neuen IPOs wohl weiter gehen wird – darauf deutet ein Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag, die diese IPOs als gute Möglichkeit gepriesen hatte, für Firmen schnell an frisches Geld zu kommen. Je mehr Firmen an die Börse kommen, um so mehr wird jedoch die Liquidität aus anderen Aktien abgesaugt, daher die Schwäche der in Shenzhen gehandelten Indizes. Mithin fehlt also dem Markt die Liquidität, diese zahlreichen Börsengänge absobieren zu können, zumal seit dem Crash der chinesischen Indizes im Sommer 2015 vor allem die Privatanleger den Markt verlassen haben und damit das gehandelte Volumen deutlich niedriger ist als zuvor.

Und die Aussichten für den Aktienmarkt, mithin für die chinesische Wirtschaft insgesamt, dürften sich nach der Machtübernahme Trumps noch verschlechtern, denn China ist viel abhängiger vom Handel mit den USA als umgekehrt: so machen die Exporte Chinas in die USA 3,8% des BIP aus, während die Exporte der USA nach China lediglich 0,65% des BIPs der USA betragen:

Chinas Medien wirken inzwischen zunehmend gereizt in Sachen Trump. Am Wochenende hatte Trump dem „Wall Street Journal“ ein Interview gegeben und darin postuliert, dass die Ein-China-Politik neu verhandelt werden müsse. Daraufhin reagierten Chinas Medien empört und drohten, wie etwa die „China Daily“, die Annexion Taiwans durch China an. Auch die „Global Times“ deutet ein baldige Annexion Taiwans an, man werde die Feinde Chinas hart bekämpfen müssen.

Man kann nur hoffen, dass die Dinge nicht eskalieren. Doch eiens ist klar: wohl kaum ein gewählter, aber noch nicht im Amt befindlicher Präsident hat in kurzer Zeit so viel Porzellan zerschlagen wie Donald Trump..

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    gerd

    16. Januar 2017 12:47 at 12:47

    “ Auch die „Global Times“ deutet ein baldige Annexion Taiwans an, man werde die Feinde Chinas hart bekämpfen müssen.“

    Das wäre brutal.
    Aber die Weltgemeinschaft könnte bzw. müsste dann mal reflektieren, was Annexion wirklich bedeutet.

    In Taiwan sind bestimmt 90% der Bevölkerung gegen einen Anschluss an China.
    Die Krim betreffend war es umgekehrt:
    90% der Krimbewohner sind Russen und wollen liebend gerne zu Russland gehören. Aber die westliche Propaganda wollte das aus kriegslüsternen Gründen ja unbedingt als Annexion ansehen.

    Wenn China das wahrmachen sollt, bringt sich Europa immer mehr in zur Selbstzerstörung.
    Mit Russland hat man es sich wegen der Obamahörigkeit verdorben. Mit Trump verscherzt man es sich gerade ebenfalls (Bin erstaunt, woher auf einmal das Selbstbewusstsein herrührt, Amerika derart zu kritisieren zu warnen, zu drohen).
    Wenn man dann gegen China auch noch Sanktionen beschließt, dann wird eng.

    Ach, ja und den Briten wird ja auch noch zurückgedroht.
    Kann mich gar nicht dran erinnern, dass Deutschland mal ein AusfuhrDEFIZIT hatte. Aber dann dürften wir es kennenlernen.

    • Avatar

      HansWurst

      16. Januar 2017 13:31 at 13:31

      „Annexion ansehen“
      Weill es nichts anderes war als eine Militärische Annektion!
      Bei der „Wahl“ hatten die Krimbewohner nur die Wahl zwischen „sich Russland Anschließen“ oder „sich Russland später Anschließen“ die Möglichkeit ein eigener Staat wie Taiwan zu werden hatten die Invasionsstreitkräfte den Keimbewohnern nicht gegeben. Eine „Wahl“ nach typischer Sowjet Manier eben.

      • Avatar

        gerd

        16. Januar 2017 13:53 at 13:53

        Was heißt „Annexion“ ansehen?
        Bin ich etwa ein Bürokrat oder Paragraphenreiter?
        Ich sehe das von der menschlichen Seite und nicht von der vertragsrechtlichen.

        Und wenn mir jemand glauben machen will, dass sich eine Region mit 90% russischer Bevölkerung nicht OHNE WENN und ABER lieber Russland zuwendet als bei der bankrotten Ukraine zu bleiben?
        Ja, dann muss ich annehmen, seien Sie mir nicht allzu böse, dass er sich zu sehr von ZDF und ARD beeinflussen lässt.

        • Avatar

          HansWurst

          16. Januar 2017 14:33 at 14:33

          Weiss nicht was an Russlands Kriegstreiberei Menschlich ein soll.
          Aber hey, wer kümmert sich schon um Krimtataren deren Häuser niedergebrannt werden, die auf der Krim entführt und ermordet werden oder die keine eigenen Zeitungen oder Fernsehsender mehr haben dürfen seit die Russischen Neofaschisten die Krim eingenommen haben.
          Hey wem interessiert es schon das man alleine für den Satz „die Krim gehört zur Ukraine“ 5 Jahre Arbeitslager im so Menschlichen Russland bekommt.

          Hey wem interessiert es schon des es den Menschen auf der Krim seit der Besatzung sehr viel schlechter geht:
          https://www.youtube.com/watch?v=WSq7oxM_fyo

          Für die Hungernde Bevölkerung ist kein Geld da, aber für Bomben die auf Syrische Marktplätze abgeworfen werden ist genug Geld da.
          http://www.ostpol.de/beitrag/4579-rlw_54_dmitri_medwedews_pr_desaster

          • Avatar

            Columbo

            16. Januar 2017 15:17 at 15:17

            Bin kein Lehrer, aber haben die Deutschen deutsch verlernt?
            „Wem interessiert es schon“ tut richtig weh.
            Eher kein Tippfehler, da zweimal!
            „Wen“ interessiert es schon, müßte es heißen.
            Wenn es doch ein Tippfehler war oder einfach „bayrisch“(„wem intressiat dess scho“?) entschuldige ich mich schon mal gleich?.

    • Avatar

      web_warrior

      16. Januar 2017 17:08 at 17:08

      Die Behauptung 90% Einwohner der Krim sind falsch. Laut Statistik (2014) gab es da nur 67,9% Russen. Und bezüglich Annexion, wollte ich anmerken, das ja – es war eine luppenreine Annexion, und zwar als Beispiel:
      # Deutsche Panzer rollen ins Königsberg (seit 1945 heisst Kaliningrad) rein und blockieren dort russische Streitkröfte;
      # Danach wird dort ein Referendum ausgerufen, dessen Ergebnisse klar manipuliert werden dürfen (was letzendlich auf der Krim war);
      # Danach wird der Anschluss des Königsbergs an BRD durch Bundestag besiegelt.

      Also, bitte keinen Quatsch hier nach dem Motto „auf der Krim war alles korrekt und sauber“ erzählen. Und noch eins, wenn man einen wirklichen Volksreferendum da machen wollte, dann aber bitte mit allen Nachkommen von Ureinwohner der Krim (Krimtataren), die von Genosse Stalin vertrieben wurden. Und ein Referendum bitte wie in Schottland, also ohne Einmischung von Streitkräften eines anderen Staates. Habe fertig ;)

      • Avatar

        web_warrior

        16. Januar 2017 19:11 at 19:11

        …sorry für ein Paar Tippfehler. Hiermit ist nun mit Korrektur…

        Die Behauptung dass 90% Einwohner der Krim sind Russen, ist falsch. Laut Statistik (2014) gab es da nur 67,9% Russen. Und bezüglich Annexion, wollte ich anmerken, dass ja – es war eine luppenreine Annexion. Als Beispiel dazu:
        # Deutsche Panzer rollen ins Königsberg (seit 1945 heisst Kaliningrad) rein und blockieren dort russische Streitkräfte;
        # Danach wird dort ein „Volksreferendum“ ausgerufen, dessen Ergebnisse klar manipuliert werden dürfen (was letztendlich auf der Krim stattgefunden hat);
        # Danach wird der Anschluss des Königsbergs an die BRD durch Bundestag besiegelt.

        Also, bitte keinen Quatsch hier nach dem Motto „auf der Krim im Februar-März 2014 alles korrekt und sauber ablief“ erzählen. Und noch eins, wenn man ein wirkliches Volksreferendum da machen wollte, dann aber bitte mit allen Nachkommen von Ureinwohner der Krim (Krimtataren), die von Genosse Stalin vertrieben wurden. Und bitte ein Referendum wie in Schottland, also ohne Einmischung von Streitkräften eines anderen Staates. Habe fertig ;)

  2. Avatar

    Martin Ebner

    16. Januar 2017 14:46 at 14:46

    Zu Taiwan:
    Taiwan wurde bereits von Festlandchinesen annektiert, d.h. von den Truppen der nationalistischen Guomindang. Wenn die Kommunisten jetzt auch noch daherkommen, wäre es für die Taiwanesen das zweite Mal – dabei haben sie sich vom ersten Mal noch nicht so richtig erholt. Ist alles etwas kompliziert da auf Formosa: http://martin-ebner.net/regions/asia/taiwan/

    Zur Krim:
    Das Russische Zarenreich hat die Insel aus der Konkursmasse des Osmanischen Reiches übernommen – und dann baute die russische Marine dort Häfen und Städte. Sprich: die russische Armee war vor den meisten heutigen Einwohnern da. Bei der Ukraine war die Krim nur gelandet, weil Sowjetdiktator Chruschtschow sie der Ukraine „schenkte“ (eine rein administrative Maßnahme, die zu Zeiten der UdSSR keinerlei Bedeutung hatte). Aus russischer Sicht ist also die Vorstellung, dass die Krim neuerdings ukrainisch sein müsse, völlig absurd.
    Warum wird eigentlich nie die Rückgabe der Krim an die Krimtataren (die Ureinwohner, in der Stalinzeit oft nach Sibirien deportiert) oder an die Türkei diskutiert?

  3. Avatar

    AlterSchwede

    16. Januar 2017 15:00 at 15:00

    @HansWurst. Da ist wohl wirklich etwas viel Zwangsgebührenfernsehen im Spiel, aber einer muß ja glauben, was die so senden. Es war sicherlich (völkerrechtlich) nicht in Ordnung, was Russland getan hat, aber was ist mit Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Ukraine …

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Microsoft: 27. Oktober

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Deutsche Bank: 28. Oktober

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