Asien

Chinas Premier: Pleiten nicht zu vermeiden

Erneut schwache Daten aus China: die Industrieproduktion nur +8,6% (Prognose 9,5%), der Einzelhandelsumsatz bei +11,8% (Prognose 13,5%), und die Anlageinvestitionen in großen Städten bei +17,9% (Prognose 19,3%). Nach Veröffentlichung der Daten wurden erste Rufe nach einer Lockerung der Geldpolitik laut – doch dürfte sich die chinesische Führung damit noch etwas Zeit lassen, um die weitere Entwicklung zu beobachten.

Da verwundert es wenig, wenn Chinas Ministerpräsident Li Keqiang zum Abschluss des Volkskongresses auf „ernsthafte Herausforderungen“ für das Jahr 2014 verweist. Die neue Linie der Parteiführung sieht nun offenkundig vor, Unternehmen nur noch im Extremfall zu retten – zuvor war die Regierung zweimal zur Rettung von Trusts eingeschritten, hatte dies Hilfe jedoch dem Solarzellenhersteller Chaori verweigert. Unternehmenspleiten seien „unvermeidbar“, so das Credo des Ministerpräsidenten. Der Ministerpräsident deutete an, nur noch im Falle „systemischer und regionaler Risiken“ einschreiten zu wollen – letzteres ein Hinweis auf die stark verschuldeten Provinzen Chinas.

Offiziell bleiben die Regierenden in China optimistisch: so sagte ein Sprecher des mächtigen Statistik-Büros, dass die Wirtschaft in China auf einem guten Weg in die Zukunft sei – trotz kleinerer Schwierigkeiten. Vermutlich wird die Zukunft zeigen, dass die Schwierigkeiten doch nicht so klein sind, wie die Regierung öffentlich verkündet..



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