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Coronakrise: Die unendliche Geschichte nach einer Lösung in der Eurozone

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In der Coronakrise ist es wie vor der Coronakrise: man ist immer noch auf der Suche nach einer europäischen Lösung!

Am 23. April 2020 treffen sich die Staats- und Regierungschefs der EU zur vierten Videokonferenz, um konkrete Hilfe als Reaktion auf die Coronakrise zu finden. Es ist bereits das vierte Treffen. Auf dem Tisch liegen, wie wir wissen, mehrere Vorschläge, angefangen von dem Vorschlag von Mes, über Eurobonds bis hin zu Recovery Bonds.

Alles Lösungen, die die Probleme einer Eurozone aufzeigen, die die verantwortlichen Politiker am Leben erhalten wollen, als würden Sie auf einen armen todkranken Menschen einwirken. Es ist jedoch nicht die Zeit, sich auf Lösungen zu konzentrieren, die effizienter und effektiver sind als die vorgeschlagenen: wir müssen versuchen zu verstehen, wie wir heute in der Coronakrise weitermachen können, indem wir uns innerhalb der bestehenden Strukturen bewegen, mit denen wir leben müssen!

Die Mitglieder des Europäischen Rates waren sich darin einig, dass eine koordinierte Strategie, ein Konjunktur- und Investitionsplan umgesetzt werden muss, der im Wesentlichen beispiellos ist. Ihrer Ansicht nach muss ein Aktionsplan ausgearbeitet werden, um das Wohlergehen aller europäischen Bürger zu gewährleisten und die EU zu einem starken und nachhaltigen Wachstum zurückzuführen. Dieses Wachstum soll auf vier Pfeilern beruht: dem Binnenmarkt, einer groß angelegten Investitionsstrategie, außenpolitischen Maßnahmen und Zuständigkeiten der EU, Widerstandsfähigkeit und Regierungsführung.

Entscheidend ist aus unserer Sicht:  dies ist nicht die Zeit, noch mehr Zeit in der Coronakrise zu verschwenden! Wir brauchen Liquidität, und wir brauchen sie sofort, in Form von direkten Transfers an Unternehmen und Haushalte – was jedoch mit der bestehenden europäischen Bankenstruktur völlig unvereinbar ist. Wir warten noch immer darauf, welche Lösung gefunden wird, aber in der Zwischenzeit verfolgen wir weiterhin die Märkte, die sich derzeit in einer neutralen Wartephase befinden.

Coronakrise: Aktienmärkte brauchen Sicherheit

Die amerikanischen und europäischen Börsen haben in der vergangenen Woche zulegen können, doch die bleibende Unsicherheit durch die Coronkrise hat die europäischen Aktienmärkte stärker belastet als die amerikanischen. Die Tatsache, dass wir zur Korrelation zurückgekehrt sind, zeigt, dass wir noch nicht bereit sind für eine Segmentierung, die von der Makroökonomie diktiert wird – oder vielmehr von den Auswirkungen, die die Entscheidungen einzelner Wirtschaftsblöcke auf die Realwirtschaft haben könnten.

Mit anderen Worten: wenn die Märkte die Erfolgsaussichten einer Stimulierung der verschiedenen Volkswirtschaften widerspiegeln würden, müssten wir im internationalen Vergleich viel schwächere europäische Aktienindizes haben, weil die Europäische Union angesichts der Coronakrise, die nun seit mehr als einem Monat ganz Europa erfasst, unbeweglich ist. Damit sind wir jedoch nicht konfrontiert – denn es ist klar, dass Kapitalströme keine anderen Häfen haben, die sie anlaufen können.

Wenn wir sagen, dass die Aktienmärkte Gewissheiten brauchen, meinen wir damit die Tatsache, dass wir verstehen müssen, mit welchen Karten man das Spiel spielt – nur dann kann man die vielen möglichen Szenarien auf ein einziges reduzieren. Und man kann versuchen zu verstehen, was die Auswirkungen davon sein können, die als Mes, Eurobond oder Recovery Bond bezeichnet werden. Die Stimuli, die von anderen Akteuren – in erster Linie von der Fed  gesetzt wurden, gelten als maximaler Stimulus, der zuder Zeit möglich gewesen ist – daher haben sich die US-Aktienmärkte stärker entwickelt

Öl und Währungen

An der Ölfront gibt es überhaupt keine neuen Enwicklungen – der Abverkauf geht weiter. Der Rohölpreis ist unter 15 Dollar pro Barrel gefallen, und der Druck hält an und wird weiter anhalten, da der Ölverbrauch weiterhin wegen der Coronakrise zu gering ist. Die sogenannte zweite Phase könnte zu einem Anstieg der Nachfrage führen, die auf jeden Fall nicht ausreicht, um das derzeitige Überangebot aufzufangen. Daher vbleibt der Ölpreis weiter unter Druck.

Was den Devisenmarkt betrifft, befinden wir uns in einer völlig „erstickten“ Phase, was den US-Dollar betrifft: die Bewegungen und die Volatilität sind überschaubar. Das gilt auch für Euro-Dollar, kann und wird sich aber wahrscheinlich ändern, wenn der Europäische Rat endlich zu einer Schlussfolgerung gelangt sein wird. Wird dieser für die Bewältigun der Coronakrise so wichtige Entschluß die Gemeinschaftswährung stärken oder schwächen? Wir werden dies bald sehen –  und morgen früh werden wir uns in unserem Ausblick mehr auf Währungsfragen konzentrieren..

Die EU versucht angesichts der Coronakrise zu einer einheitliche Lösung zu kommen

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Finanznews

Aktienmärkte: Ich werde bullisch – schnell verkaufen! Marktgeflüster (Video)

Wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen! Deshalb werde ich jetzt extrem bullisch – Aktien steigen immer!

Markus Fugmann

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Die Konjunktur in den USA brummt, wie heutige Daten zeigen – also werde ich jetzt bullisch für die Aktienmärkte! Denn wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen, oder? Dazu kommt jetzt auch noch der Stimulus in den USA – besser geht nicht! Und nächste Woche werden Apple, Facebook und Tesla ihre Zahlen berichten – das wird sicher extrem bullisch werden, denn die tollen Zahlen sind bestimmt noch nicht ausreichend eingepreist, oder? Ausserdem: Aktien steigen immer – das zeigt schon der Blick in die Geschichte! Und heute ist Janet Yellen als Finanzministerin bestätigt worden – können Sie sich an einen einzigen Tag erinnern, an dem die Aktienmärkte gefallen sind, als Yllen noch Fed-Chefin war? Eben..

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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Rüdiger Born: Keine Bären in Sicht – Blick auf Dax, Dow und Nasdaq

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