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Daniel Stelter: Denkt an das Land – Neustart ohne Merkel!

Daniel Stelter über die lange Liste der Verfehlungen Merkels: Reformen, Staatsverschuldung, Rente, Infrastruktur, Einwanderungspolitik – und warum wir unsere Autos, die wir in die Euro-Peripherie exportieren, eigentlich gleich verschenken könnten!

Redaktion

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FMW-Redaktion

Daniel Stelter über die lange Liste der Verfehlungen Merkels: Reformen, Staatsverschuldung, Rente, Infrastruktur, Einwanderungspolitik – und warum wir unsere Autos, die wir in die Euro-Peripherie exportieren, eigentlich gleich verschenken könnten!

Stelters Fazit:

„Alles dies sind die Folgen einer einmaligen Selbstüberschätzung der deutschen Politik. Statt die Folgen der politischen Versäumnisse anzuerkennen und zu handeln, schwafeln die Politiker vom „reichen Deutschland“ ohne auch nur eine Sekunde daran zu denken, dass die deutschen Privathaushalte zu den Ärmsten in der Eurozone gehören.

Nach den gescheiterten Jamaika-Verhandlungen hat die Union die Chance, den Kurs im Sinne des Landes zu ändern. Das geht nur unter neuer Führung und wird auch so schwer genug. Jetzt zeigt sich, ob es noch Politiker gibt, die wirklich an das Wohl des Landes denken.“

Lesen Sie den extrem fundierten Beitrag von Daniel Stelter hier..


Foto: Ralf Roletschek – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 at, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=18602629

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Gerd

    20. November 2017 12:12 at 12:12

    Donnerlittchen. Mein großes Kompliment mal wieder an FMW, dafür dass ihr diese hervorragende Analyse von Daniel Stelter hier eingestellt habt.

  2. Avatar

    Hondo

    20. November 2017 13:40 at 13:40

    Ne es gibt sie nicht die oben gewünschten Politiker.
    Keiner in der Union verlangt den Rücktritt von Merkel und Seehofer.
    Das ganze Debakel ist doch nur entstanden weil die Union es unter Merkel versäumt hat ein neues Team aufzubauen.
    „Ich werde mein bestes tun um das Land durch die schwierigen nächsten Wochen zu führen“ hat die denn, mit verlaub den Schuß nicht mehr gehört, oder plant die Union einen Staatsstreich? Die nächsten Wochen???? Was denkt Frau Merkel? Das Ganze ist eine Frage von Wochen?

  3. Avatar

    Schmidt

    20. November 2017 14:01 at 14:01

    Halt sie dumm ich halt sie arm hat bisher bestens funktioniert und es wird auch weiterhin funktionieren denn die Siegermächte wollen es so.
    Die EU Schulden wird am Ende auch wieder der arme Michel bezahlen müssen. Da war doch Versaille 1 irgendwie besser, da wusste man wann Schluss ist.

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    nordsüd

    20. November 2017 16:17 at 16:17

    Schön, es gibt noch eine Partei die mit Frau Merkel regieren will, die Grünen!
    Wer hätte das gedacht?

    Vielleicht sollte ihr jemand mal das vollste Vertrauen aussprechen.

    • Avatar

      Michael

      20. November 2017 17:03 at 17:03

      @nordsüd
      Und es gibt neben den Grünen noch weit über 50% dekadente, faule, desinteressierte und übersättigte Wähler (bei einem Hund oder einer Katze würde man diesen Zustand degeneriert nennen) , die ihre Mutti anhimmeln und sie seit Äonen deutlich jedem anderen Kanzlerkandidaten vorziehen. Auch wenn die meisten mit dem ausgelaugten, verfilzten und korrupten schwarzen Pack grundsätzlich unzufrieden sind, Mutti würden sie immer wählen, wenn das möglich wäre.
      Mutti sagt: „Es geht uns gut“, 93% der Wähler gaben nach den Wahlen an, dass es ihnen wirtschaftlich gut gehe. Gibt es noch ein Land, in dem das Volk dem Politiker nach dem Mund redet? Normalerweise ist es umgekehrt. Zumindest vor den Wahlen :)
      Wenn das mal nicht der ultimative Vertrauensbeweis ist ;)

  5. Avatar

    nordsüd

    20. November 2017 16:52 at 16:52

    Oh da war ich wohl zu vorschnell oder blauäugig?
    Die SDP will sich wohl nun doch Gesprächsangeboten stellen…

    Was soll man dazu sagen? Irgendwie hörte sich das bislang für mich ganz anders an.
    Na dann ist wohl alles in Butter auf dem Kutter.

    • Avatar

      Michael

      20. November 2017 17:29 at 17:29

      Wenn die SPD taktisch schlau wäre, sollte sie eine schwarz-rot-grüne Koalition in Aussicht stellen bzw. zur Bedingung für neue Sondierungsgespräche machen. Denn mit 353 von 709 Sitzen hätte Schwarz-Rot noch keine absolute Mehrheit, und die Sozialdemokraten wären für weitere vier Jahre der Prügelknabe für das Versagen der Panama-Paradise-Union.

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Neofiskalismus – die Zeit für größere Regierungsaktivitäten ist gekommen

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Eine neue Ära vermehrter Regierungsaktivitäten hat begonnen und wird sich wahrscheinlich noch über Jahrzehnte fortsetzen, so die Analyse des Global Macro Research Teams von Insight Investment. Das Insight’s Global Macro Research Team hat für dieses Phänomen einen neuen Begriff eingeführt: „Neofiskalismus“. Damit soll eine sich abzeichnende Ära beschrieben werden, in der Regierungen durch ihre Finanzpolitik eine noch direktere und offensivere Rolle in der Wirtschaftspolitik und -steuerung ausüben. Dies steht in starkem Kontrast zu dem gegenwärtigen Modell, unter dem Zentralbanken weitestgehend in der Lage waren, geldpolitische Entscheidungen ohne politische Intervention zu treffen.

Das neoliberale Paradigma reduzierter Regierungsinterventionen in der Wirtschaft ist in Gefahr. Längerfristige Trends gingen bereits in diese Richtung, aber die Notfallpolitik, die zur Bewältigung der COVID-19-Krise angewandt wurde, hat einen möglichen Wendepunkt geschaffen. Das Global Macro Research Team hat fünf Folgen für die Märkte identifiziert:

1)
Die Anleihenmärkte könnten für einen langen Zeitraum ähnlich wie in Japan werden. Eine im historischen Vergleich relativ geringe Volatilität könnte dazu führen, dass die Suche nach Renditen die Spreads verringert und die Zinskurven abflacht.

2)
Ein Anstieg der Inflation könnte Anleiherenditen kurzfristig nach oben treiben, wenn sie eine Abschwächung der quantitativen Lockerung bewirkt. Solche Gelegenheiten dürften attraktive Einstiegspunkte sein, solange längerfristig erwartet wird, dass die Inflation nach den Finanzierungsengpässen in der Wirtschaft wieder auf den Zielwert zurückkehrt.

3)
Für Staaten ohne vollständige Kontrolle über die Währung, in der sie ihre Emissionen tätigen, sollte die Wirksamkeit der Regierung von entscheidender Bedeutung sein. Effektiv handelnde Regierungen, die in der Lage sind, die Produktivität und das Trendwachstum zu steigern, könnten das Verhältnis Schulden/BIP rascher reduzieren.

4)
Das Identifizieren von Regierungen, die in der Lage sind, das Trendwachstum zu maximieren, dürfte für die Aktienmärkte wichtig werden, da dies zu einem wichtigen Ertragsmotor wird.

5)
Unternehmen mit staatlicher Unterstützung dürften in Perioden mit Finanzierungsengpässen einen Vorteil haben.

Experte erklärt neues Phänomen des Neofiskalismus
Gareth Colesmith, Head of Global Rates and Macro Research bei Insight Investment

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Glas halb voll oder halb leer? 21 statt 33 Prozent der Betriebe stark von Corona betroffen

Claudio Kummerfeld

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Zahl von Corona stark beeinträchtigter Betriebe sinkt

Der eine sagt das Glas ist halb voll, der andere sagt es ist halb leer. Ansichtssache! So wohl auch in diesem Fall. Denn ab wann kann man sagen, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage so weit gebessert hat, dass die Coronakrise im großen Bild überstanden ist? Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute aktuelle Umfrageergebnisse veröffentlicht. Regelmäßig befragt man 1.500 Betriebe.

Demnach berichteten für den Monat Mai 33 Prozent der Betriebe von starken negativen Corona-Auswirkungen auf das eigene Geschäft. Heute meldet das IAB, dass noch 21 Prozent der Betriebe von starken negativen Auswirkungen sprechen. Also ein Fünftel der Unternehmen ist immer noch ernsthaft von Corona beeinträchtigt, und das laut Bundesregierung vier Monate nach dem wirtschaftlichen Tiefpunkt der Krise. Der eine erachtet dies als großen Schritt in die richtige Richtung, der andere sieht darin ein Desaster, dass immer noch so viele Betriebe ernsthafte Probleme haben. Dazu hier einige Aussagen des IAB im Wortlaut:

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe sehr deutlich gegenüber dem Höhepunkt der Krise im Frühjahr verbessert hat“, erklärt IAB-Forscher Jens Stegmaier.

Von den im Mai stark negativ durch die Corona-Krise betroffenen Betrieben sind 49 Prozent weiterhin stark betroffen. 25 Prozent der im Mai stark negativ betroffenen Betriebe geben aktuell geringe negative Auswirkungen an, 23 Prozent keine oder gleichermaßen positive wie negative Auswirkungen und 3 Prozent überwiegend positive Auswirkungen.

Am heftigsten wurde das Gastgewerbe von der Corona-Krise getroffen: Im Mai lag der Anteil der Betriebe mit starken negativen Auswirkungen bei 78 Prozent und der Anteil mit geringen negativen Auswirkungen bei 17 Prozent. Aktuell sind 45 Prozent stark negativ betroffen und 17 Prozent gering negativ betroffen.

Im Bereich Information und Kommunikation waren im Mai dagegen nur 3 Prozent der Betriebe stark negativ betroffen. Gering negativ betroffen waren 25 Prozent. Aktuell sind 5 Prozent stark negativ und 29 Prozent gering negativ betroffen.

Das Verarbeitende Gewerbe liegt dazwischen: Für den Mai berichteten 37 Prozent der Betriebe von starken negativen und 28 Prozent von geringen negativen Auswirkungen. Aktuell sind 29 Prozent mit starken negativen Auswirkungen und 24 Prozent mit geringen negativen Auswirkungen konfrontiert.

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Geldpolitik: US-Notenbank macht Nullzins langfristig fest – Werbung

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Lieber Börsianer,

gestern haben sich im Rahmen ihres turnusmäßigen Treffens die US-Notenbanker nochmals zur Geldpolitik eingelassen. Dabei verzichtete man erstmals auf jede Geheimniskrämerei und garantierte dem Kapitalmarkt, den gegenwärtigen Leitzins von Null langjährig beizubehalten. Die Fed wird dabei auch zumindest vorübergehend Inflationsraten oberhalb der bisher starren Inflationsgrenze von 2 % akzeptieren.

Das war nicht der ganz große Wurf der Fed. Am Aktienmarkt hatte man doch auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik gehofft. So hofften die Börsianer, dass die Notenbanker nächstens ihre Anleihenkäufe nochmals ausweiten und künftig auch im Junk-Bereich (Anleihen mittlerer und schlechter Qualität) einkaufen werden. Diese Phantasie ist nach der gestrigen Notenbank-Sitzung erst einmal vom Tisch.

Trotzdem hatten die Währungshüter rund um Jerome Powell auch positive Nachrichten für uns. Mittlerweile wissen wir, die Pandemie hat sich nicht so zerstörerisch auf die US-Volkswirtschaft ausgewirkt wie zuvor befürchtet. So rechnen die Analysten der Fed nun damit, dass die Arbeitslosenrate in den USA Ende des Jahres zwischen 7 und 8 % liegen wird, aktuell übrigens 8,4 %. Zuvor war man noch von einer Rate in der Spanne zwischen 9 bis 10 % ausgegangen.

Vor diesem Hintergrund sah der Offenmarktausschuss – das oberste Gremium der Fed – keine Notwendigkeit, kurzfristig weitere Mittel in den Markt zu pumpen. Folglich schwächelten die Aktienmärkte rund um den Globus zum Wochenausklang.

Eine Frage: Warum ist eigentlich die Geldpolitik der Fed, aber auch der EZB so immens wichtig für uns als Anleger? Warum reagieren die Märkte jedes Mal nahezu prompt auf die Einlassungen der Geldpolitiker?

Hierzu einige Hintergrund-Informationen: Die Geldpolitik bestimmt vereinfacht gesprochen, wieviel Geld die Wirtschaftssubjekte wie Unternehmen, Verbraucher und auch Investoren in der Tasche haben. Und je lockerer oder expansiver eine Geldpolitik, desto mehr Kapital befindet sich im Wirtschaftskreislauf. Und viel Geld bedeutet letztlich immer steigende Aktienkurse.

Damit ist die Geldpolitik neben der fundamentalen Entwicklung in den Unternehmen der große und entscheidende Faktor für die Aktienmärkte. Ich behaupte, dass die Börsenhausse der vergangenen Jahre ganz wesentlich auf der lockeren…..

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