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Indizes

Dax: Achterbahnfahrt

Wohin schwingt das Pendel?

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Der Dax absolviert in den letzten Tagen eine regelrechte Achterbahnfahrt: erst rauf bis 11300 Punkte, dann runter auf 11050 – dann wieder nach oben in die Mitte der Handelsrange. Man schwankt zwischen der Hoffnung auf eine Lösung der Handelskonflikts (gestern viel Show, aber wenig Substantielles bei der Show-Veranstaltung Trumps – wichtig aber ist, dass die Deadline 01.März doch bleibt, was den Druck deutlich erhöht!) und den Sorgen vor einer globalen Abschwächung der Konjunktur (gestern Italiens BIP negativ, heute Nacht der schwache Caixin Einkaufsmanagerindex aus China sowie ebenfalls sehr schwache Zahlen aus Südkorea und Japan).

Während die schwachen asiatischen Einkaufsmanagerindizes und der nachbörsliche Fall der Amazon-Aktie die US-Futures belasteten, sorgen die Zahlen der Deutsche Bank für Erleichterung – man hatte Schlimmeres befürchtet. Das sorgt dafür, dass der X-Dax sich an die 11200er-Marke heranpirscht:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Gleichwohl: der deutsche Leitindex ist aus dem seit Mitte Januar bestehenden Aufwärtstrend heraus gekippt, ohne jedoch sofort auf Tauchstation zu gehen – bei 11.050 Punkten gelang die Drehung, sodass die zentrale Unterstützung im Bereich der 11.000er-Marke noch nicht in Gefahr geraten ist.

Wie geht es jetzt weiter? Charttechnisch ist der Index im Niemandsland, erst über der 11320er-Widerstandsmarke würden die Ampeln auf grün schalten, unter der 11.000er-Marke dagegen auf rot. Es sind die vier großen Faktoren, die darüber entscheiden, was kommen wird:

1. Fed: Nach dem extrem dovishen FOMC Statement bzw. den mindestens ebenso divishen Aussagen Powells ist die US-Notenbank mit Ausnahmen der weiter gehenden Bilanzreduzierung kein Belastungsfaktor mehr

2. Handelskrieg: Gestern schöne Bilder, aber dass die Trump-Administration die Deadline bestätigt, sorgt für Zeitdruck

3. Globale Konjunktur: die Zahlen werden immer schwächer, aber die Hoffnung auf den “Darghi-Put” und den “Powell-Put” sorgen für eine gewisse Immunisierung

4. Unternehmenszahlen: Die US-Berichtssaison bislang besser als zu befürchten war, aber auch nicht wirklich gut – wichtig wird heute die Reaktion der Amazon-Aktie sein. Die europäische Berichtssaison bislang ebenfalls durchwachsen

In der Summe ergibt sich aus diesen vier Hauptfaktoren noch kein klares Bild, das eine impulsive Bewegung nahelegen würde. Im Huntergrund wabern noch Risikofaktoren wie Brexit und der möglicherweise an diesem Wochenende anstehende Bericht des Sonderermittlers Mueller.

Wer also noch nicht positioniert ist, kann entspannt abwarten, wohin das Pendel schwingen wird – unter Beachtung der oben genannten Marken!

 

Foto: BrandonR, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en

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Indizes

Rüdiger Born: Dax mit abweichender Lage zu den US-Indizes

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Die US-Märkte sehe ich derzeit anders als den Dax. Die aktuelle charttechnische Lage bespreche ich im folgenden Video. Wollen Sie meine täglichen Analysen im “Trade des Tages” erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – der schwache US-Dollar

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es geht um einen Rückblick auf den starken Juli. Und es geht um die Frage, ob der schwache US-Dollar denn nun gut oder schlecht ist für die Wall Street.

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Allgemein

Dr. Jens Ehrhardt: Dax 2021 bei 16.000 Punkten, Deflation statt Inflation

Claudio Kummerfeld

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Laut Dr. Jens Ehrhardt wird der Dax weiter kräftig ansteigen

Dr. Jens Ehrhardt (hier mehr zu seiner Person) ist ein anerkannter Börsianer. Aber auch seine Meinung ist nur eine von vielen. Er betont in einem ganz aktuellen Videobeitrag, dass er auch im Tief des Börsencrash im März diesen Jahres seine Prognose bestätigt hatte. Der Dax werde nächstes Jahr bei 16.000 Punkten notieren.

Dax 16.000 Punkte laut Dr. Jens Erhardt

Und heute erneuert er diese Prognose. 16.000 Punkte für das nächste Jahr, das sei für den Dax sogar eher eine bescheidene Prognose. Bei Börsenkursen gehe es nun mal nicht um wirtschaftliche Realitäten, sondern um Angebot und Nachfrage im Handel, so seine Aussage. Die Notenbanken würden immer weiter Liquidität in die Märkte pumpen. Und irgendwo hin müsse all dieses neue Geld fließen. Es treibe die Börsenkurse an. Auch bei seiner letztjährigen Gold-Prognose von 2.000 Dollar hätte ihn so mancher schief angeguckt. Und jetzt sei sie eingetreten. Und warum der Dax derzeit noch so gut aussehe? Die Börsianer würden nun mal in den Kursen die realwirtschaftliche Entwicklung ein halbes Jahr vorwegnehmen! Und wie Dr. Jens Erhardt schon richtig sagt im Video… so weit entfernt sind die 16.000 Punkte von heutiger Sicht aus gar nicht mehr. Nur noch ein klein wenig zusätzliche Euphorie… der Sprung von 12.500 Punkten rauf auf 16.000 ist ja nicht mehr so groß?

Inflation?

Wo viele andere Kommentatoren wie Markus Krall etc eine Hyperinflation oder zumindest eine deutlich spürbare Inflation anrollen sehen, da spricht Dr. Jens Ehrhardt heute eher von Deflation. Er nennt dafür auch konkrete Gründe. Ob er Recht hat oder doch eher die Krall-Fraktion? Wir werden das wohl erst in gut einem Jahr genauer wissen. Erhardt meint, dass Inflation für die nächsten 1-2 Jahre gar kein Thema sei.

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