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Devisen

Dax: Achtet auf den fallenden US-Dollar! Zwermann und Homm mit Mahnung!

Claudio Kummerfeld

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am

Fallende US-Dollar Geldscheine

Wird der immer weiter fallende US-Dollar jetzt zunehmend zu einem Problem für den Dax? Die Grundannahme dahinter ist logisch. Der Dax besteht aus stark exportlastigen Unternehmen, zum Beispiel den Autobauern. Je stärker der Euro ist und je schwächer der US-Dollar, desto teurer werden deutsche Exportprodukte auf dem Weltmarkt. Was dann natürlich in der Konsequenz schlecht ist für die Umsätze und Gewinne zahlreicher Dax-Konzerne.

Fallender US-Dollar belastet den Dax

Im folgenden Chart sehen wir in den letzten elf Monaten den Dax-Verlauf auf CFD-Basis in rot-grün, im Vergleich zum US-Dollar-Index in blau. Während des Börsencrash im Februar und März schoss der US-Dollar nach oben, weil alle Welt aus den Schwellenländern in den vermeintlich „sicheren“ Dollar strömte. Noch bis in den Juli hinein konnte der fallende US-Dollar (steigender Euro) den steigenden Dax nicht blockieren, weil der Absturz im Greenback nicht zu schlimm war. Im Verlauf des Monats Juli aber hat sich der Verfall im Dollar dramatisch beschleunigt. Und dadurch wird er nun doch zum Problem für den Dax!

Der Euro ist die Hauptkomponente im Dollar-Index, einem Währungskorb, wo der US-Dollar gegen mehrere Hauptwährungen wie Euro, Pfund, Yen etc gestellt wird. Florian Homm hat in einem eigenen Videobeitrag aktuell die Abläufe rund um den Dollar besprochen (siehe hier). Ganz aktuell kommt der Experte Chris Zwermann (hier mehr zu seiner Person) mit seiner Analyse zum US-Dollar bei „DER AKTIONÄR“, siehe folgendes Video. Seine Aussagen sind hochinteressant – nehmen Sie sich die Zeit. Chris Zwermann spricht von einer globalen Dollar-Schwäche, deren Auswirkungen noch gar nicht abzusehen seien. Es handele sich um eine Flucht aus dem US-Dollar, hin zu Rohstoffen wie Gold, aber auch zu Währungen wie dem Euro oder dem Schweizer Franken.

Chris Zwermann mit hochinteressanten Aussagen

Im Video erläutert er auch aufschlussreich, warum der jüngst immer schneller fallende Dollar jetzt auch keine Stütze mehr für den US-Aktienmarkt ist. Was wir weiter oben im Artikel schon angesprochen haben, bespricht Chris Zwermann im Video auch. Der Dax zeigt Deutschland als Exportnation. Je höher der Euro, und damit je schwächer der US-Dollar, desto belastender ist dies für die im Dax enthaltenen Aktien. Reißt dieses Szenario den Dax noch stärker runter, und wird sich dieses Problem nun weiter manifestieren in fallenden Kursen? Schauen Sie bitte das Video!

Chart zeigt Verlauf von Dax gegen US-Dollar

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Marko

    31. Juli 2020 15:36 at 15:36

    Hallo,

    ein fallender Dollar , ein steigender EUR, bedeuten Geldzuflüsse, oder nicht ?

    D.h- ein fallender Dollar gegenüber einem „Major“ wie dem EUR/Deutschland/Merkel, bedeutet dass die dem „se Donald“ nicht mehr vertrauen ? Den Truppenabzug der Amis aus Deutschland (was keinen Sinn macht, der Donald, na ja… ) gab es noch on Top ?

    ein fallender Dollar belastet den Dax .. ????

    Wo ist da Eure (Bären) – Logik ?

    Ein fallender Dollar belastet die Emerging-Markets, seit wann ist Deutschland/der EUR eben dieses ?

    Ich nix verstehen.. ? So eine Bewegung beim EUR/USD sollte doch absehbar sein, für die „Profis“ ?

    aber gut, ich bin ja sowieso ein Bulle… ;) :D

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

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Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

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