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Dax: Alles eine Frage des Treibstoffs!

Party vorbei, die Bar hat geschlossen. Das ist für Gewohnheits-Trinker natürlich ein harter Schlag..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Es ist derzeit nicht einfach für die Aktienmärkte! Sorgen vor höheren Kosten und damit sinkenden Margen, die Annahme, dass China stärker abkühlt (auch wegen des Handelskriegs), geopolitische Absonderlichekeiten (Saudi-Arabien!) sowie die Auseinandersetzung zwischen der EU und der italienischen Regierung als Kampf der Weltanschaungen – all das sind hart verdaubare Brocken für die Aktienmärkte. Und dazu noch die Kampfansage der Fed..

Und so traf es gestern besonders diejenigen stark, die in Zeiten des Wachstums-Glaubens noch in den Himmel gewachsen waren: die Tech-Werte an der Wall Street, dabei paradigmatisch eine Netflix-Aktie: ein Unternehmen, das seine Bewertung nur mit stetigem Wachstum rechtfertigen kann und dabei hoch verschuldet ist. All das wird dann ein Problem, wenn der Glaube an das Wachstum schwindet und die Schuldenlast teurer wird – und genau das ist derzeit im großen Maßstab der Fall!

Auffallend ist doch: die Psychologie der Märkte hat sich geändert! Man zweifelt am Wachstum, plötzlich redet JP Morgan von der hohen Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den USA in den nächsten zwei oder drei Jahren – bis vor kurzem meinten die Amerikaner noch, sie lebten auf einem anderen Planeten und seien unschlagbar.

Was ist da passiert? Vermutlich war der entscheidende Knackpunkt die Aussagen von Jerome Powell, die dann im Fed-Protokoll bestätigt wurden: die Notenbank wird auf die Bremse treten durch Zinsanhebungen über die neutrale Rate hinaus. Subtext: game over, Party vorbei, die Bar hat geschlossen. Das ist für Gewohnheits-Trinker natürlich ein harter Schlag: wer in den letzten Jahren stets kostenlos saufen konnte, bekommt schlechte Laune und ist verunsichert, wenn der Ausschank sich verweigert.

Das gilt besonders für die Wall Street, aber auch für den Dax, der schon länger mißgestimmt ist. Und daher sollte man bei jederzeit möglichen Erholungen auch vorsichtig bleiben: der Treibstoff Liquidität war es, der die Aktienmärkte nach oben gebracht hat – und wenn der Treibstoff ausgeht, bleiben viele am Straßenrand liegen!

Die Verbalintervention der Chinesen heute gibt noch einmal Hoffnung – aber kann es China wirklich richten? Mittelfristig wohl nicht, Peking wird sehr mit sich selbst beschäftigt sein angesichts der immer deutlicheren Probleme (deutliche Rückgange der Autoverkäufe und Smartphone-Bestellungen etc. als Anzeichen für Abschwung).

Daher sollte man das heutige Aufwärts-Gap beim X-Dax auch mit Vorsicht genießen:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Es wartet auf der Oberseite sehr viel Widerstand: zunächst der Bereich 11670 Punkte, dann die 11710, dann – noch wichtiger weil Trippel-Top – der Bereich 11785/90.

Es ist sehr viel kaputt gegangen in Sachen Charttechnik beim Dax – und es wird sehr schwer, das zu reparieren. Es müßte irgendeinen „game changer“ geben, etwas, was das Spiel verändert (etwa wenn die Fed zurück rudern würde – aber das wird sich nicht tun, bis der Schmerz der Märkte übergroß ist!) damit sich die Perspektiven wirklich deutlich aufhellen.

Und solange das nicht der Fall ist, sind – schlicht gesagt – Erholungen weiter Verkaufs-Gelegenheiten!

 

 


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Rüdiger Born: Fallender Dow Jones – aktuelle Tradingchancen?

Rüdiger Born

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Neben dem Dax schaue ich mir im folgenden Video vor allem ganz genau die aktuelle Entwicklung im Dow Jones an. Es geht gen Süden. Ist noch mehr Abwärtspotenzial vorhanden? Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Dax: Neutrale Stimmung lässt Fortsetzung der Rallye vermuten – nur wann?

Stephan Heibel

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am

So viel passiert und so wenig zu sehen: Nach einer ereignisreichen Woche notiert der DAX nahezu unverändert auf dem Niveau von vor einer Woche. Dabei haben wir diverse Übernahmen, Börsengänge und Tech-Ausverkäufe gesehen, sowie eine Notenbankentscheidung und Betrugsvorwürfe verarbeitet. Wenn ich mir das vor Augen führe, dann hat sich der Aktienmarkt doch erstaunlich robust gezeigt.

Auch unsere Sentiment-Analyse zeigt erstaunlich wenig Bewegung: Die Stimmung bleibt auf einem neutralen Niveau bei -0,1. Die Verunsicherung unter den Anlegern bleibt moderat bei -1,4. Sogar die Zukunftserwartung bleibt mit einem Wert von +1,2 auf dem gleichen Stand wie vor einer Woche. Das ist mäßiger Optimismus, eine dünne Mehrheit für die Optimisten vor den Pessimisten, wobei die neutral gestimmten Anleger die größte Gruppe bilden.

Einzig bei der Investitionsbereitschaft gibt es ein wenig Bewegung: Nach 2,0 in der Vorwoche ist der Indikator nun auf 1,1 gesunken. 2% der Umfrageteilnehmer, die vor einer Woche noch Kaufen wollten, sind nun ins Lager derer übergesiedelt, die Verkaufen möchten. Kaufabsicht ist eine wichtige Voraussetzung für steigende Kurse, doch nur eine von vielen. Es kann auch sein, dass bereits ein nachlassender Verkaufsdruck für steigende Kurse sorgt.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger notiert ebenfalls unverändert bei neutralen -2. Profis, die sich über die Eurex absichern, verhalten sich ebenfalls neutral. Das Put/Call-Verhältnis von 1,3 liegt nur leicht unter dem Durchschnitt von 1,4.

In den USA sieht es da anders aus. Das Put/Call-Verhältnis der CBOE notiert weiterhin bei 0,45 Punkten und damit in einem Bereich, der so bullisch ist wie in den vergangenen fünf Jahren nicht. Das Vertrauen in Präsident Trump, bis zu den Wahlen eine gute Börsenstimmung zu schaffen (wichtiger Faktor für Wiederwahl!), ist sehr groß.

Ganz anders sehen dies Fondsmanager, deren Investitionsquote vor einer Woche um 40% auf 53% eingebrochen war. Diese Woche folgte nur eine leichte Gegenbewegung auf 59%. Jetzt wird ein Schuh draus: Fondsmanager haben schon vor einer Woche Cash generiert, um für die anstehenden Börsengänge von Snowflake, Amwell und bald folgend vielleicht auch Palentir und AirBnB gerüstet zu sein. Ohh, und nicht zu vergessen, vielleicht besteht Trump auf einen Börsengang der US-Sparte von TikTok?

Unter US-Privatanlegern dominieren die Pessimisten, das Bulle/Bär-Verhältnis steht bei -8,4%.

Die technisches Verfassung der US-Märkte ist neutral, wenn wir dem Angst & Gier Indikator des S&P 500 glauben (53%).

Dax Sentiment – die Interpretation

Es hat den Anschein, Anleger sind erst einmal überfordert, die vielen Ereignisse der abgelaufenen Woche einzuordnen, denn die Stimmung hat sich seit der vergangenen Woche kaum verändert. Es bleibt bei der Aussage der vergangenen Wochen: Rotation! Es gibt einige Aktien, die sind bereits zu hoch gelaufen. Gleichzeitig gibt es aber noch viele Aktien, die besser aus der Coronakrise kommen, als viele das erwartet haben.

Aus Sicht der Sentiment-Theorie kann ich keine künftige Richtung ableiten. Grundsätzlich würde ich die Stimmungslage dahingehend interpretieren, dass noch reichlich Luft nach oben für diese Rallye besteht. Der Optimismus ist überaus moderat und in der Regel enden Rallyes mit überschäumender Feierlaune bei großem Optimismus. Davon sind wir weit entfernt.

Doch ich kann der aktuellen Stimmungslage nicht entnehmen, ob wir vor der Wiederaufnahme der Rallye beim Dax noch einen Rücksetzer verkraften müssen, oder nicht. Ich weiß also nicht, ob Sie jetzt schon investiert sein sollten, oder noch eine bessere Gelegenheit dafür bekommen. Daher bleibe ich auch hier bei meiner Standard-Empfehlung: Schrittweise vorgehen :-). Jetzt gibt es bei einzelnen Werten schon Kaufkurse. Wir haben in den vergangenen Wochen bereits neue Positionen aufgebaut. Aber Sie sollten noch Pulver trocken halten, falls es noch einen Rücksetzer gibt.

Die Stimmung zum Dax ist neutral

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Markus Koch vor dem Handelsstart in New York – Abverkauf bei Tech geht weiter

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video vor dem Handelsstart in New York. Der Abverkauf bei Tech geht weiter, und der Value-Bereich profitiert.

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