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Dax-Ausblick: Erholungsversuch und Hoffnungsschimmer

Dax-Ausblick: Erholungsversuch und Hoffnungsschimmer

Das Auf und Ab im Dax setzt sich auch in dieser Handelswoche fort. Nachdem der Index zu Wochenbeginn auf ein Tief bei 15.060 Punkten abgerutscht war, notiert er vorbörslich bereits wieder über der Marke von 15.400 Punkten. Neue Corona-Sorgen hatten den deutschen Leitindex zu Beginn der Weihnachtswoche auf Talfahrt geschickt. Zwischenzeitlich sackte das Börsenbarometer um drei Prozent ab, konnte im Anschluss aber die Verluste eindämmen. Die Lockdown-Angst macht wieder die Runde. Nachdem bereits die Niederlande wegen der Omikron-Variante in den Lockdown gegangen ist, könnte es in Deutschland nach Weihnachten auch so weit sein. Das wäre für die Konjunktur ein enormer Belastungsfaktor, der die Gefahr einer Winter-Rezession deutlich erhöht.

Dementsprechend dürfte die erhoffte Jahresendrally angesichts des erneuten Kurseinbruchs immer unwahrscheinlicher werden. Aus fundamentaler Sicht spricht derzeit ganz wenig für steigende Kurse. Einen Hoffnungsschimmer gibt es jedoch, denn die Anlegerstimmung ist inzwischen mies und die Positionierungen an den Märkten sehr negativ. Der Kauf von Put-Absicherungen hat zuletzt stark zugenommen. Rein aus markttechnischer Sicht könnte also doch noch was nach oben gehen.

Der Dax hat zudem die psychologisch wichtige Marke von 15.000 Punkten verteidigt, was positiv zu werten ist. Zuvor hatte der Bruch des Verlaufstiefs bei 15.420 Punkten ein Verkaufssignal generiert und die Kurse purzeln lassen. Der Handelstag ging schließlich mit einem Verlust von 297 Punkten (1,91%) bei 15.234 Zählern zu Ende. Damit hat das deutsche Börsenbarometer nicht nur die wichtige Unterstützungszone bei 15.425 Punkten aufgegeben, sondern fiel auch deutlich unter seine 200-Tage-Linie, die aktuell bei 15.509 Punkten verläuft. Diese Zone müssen die Bullen nun zurückerobern, um doch noch die Chancen auf einen versöhnlichen Jahresausklang zu erhöhen.

News und Konjunkturdaten

Konjunkturseitig stehen heute nur wenige Daten auf der Agenda, Impulse für den Dax sind also nicht zu erwarten. Vor wenigen Minuten wurde bereits der GfK Konsumklimaindex veröffentlicht. Die Daten fielen mit -6,8 extrem schwach aus und liegen deutlich unter den Erwartungen (Prognose -2,5, vorher -1,8). Am Nachmittag folgt dann noch die US-Leistungsbilanz, die die monatlichen Transaktionen aller Waren und Dienstleistungen erfasst. Experten prognostizieren eine Ausweitung des Defizits für das dritte Quartal auf -205,0 Mrd. USD von zuvor -190,3 Mrd. USD.

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Dax: Wo heute die wichtigen Marken für den Handelstag liegen

Vorbörslich notiert der Index bereits deutlich über der 15.400er Marke. Damit dürfte er abermals mit einer großen Kurslücke in den Tag starten. Kann er nachhaltig die Hürde bei 15.425 überwinden, dann könnte er sich aufmachen, die 15.500er Marke zurückzuerobern. Oberhalb von 15.500 befindet sich bei 15.531 noch ein offenes Gap. Das Chartbild würde sich weiter aufhellen, wenn später die Hochs bei 15.560 und 15.617 überschritten werden.

Sehen wir zur Kassaeröffnung Gewinnmitnahmen, dann könnte es zunächst zu einem Rücksetzer kommen. Eine erste Unterstützung liegt im Bereich von 15.385. Darunter könnten auch die Marken bei 15.318 und 15.296 Halt bieten. Unterhalb von 15.296 dürfte sich jedoch der Abwärtsdruck erhöhen. Dann rückt der gestrige Schlusskurs bei 15.234 sowie die Unterstützung bei 15.202 in den Fokus.

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DAX Ausblick: Erholung und Aufwärts-Gap - Rücklauf

Dax Unterstützungen (US)

15.385 – EMAs H1

15.318 – Zwichentief

15.296 – Tageshoch 20.12.

15.234 – Gap 20.12.

15.202 – horizontale US

15.147 – Tief 06.12.

15.060 – Tief 20.12.

15.026/015 – horizontale US

14.913 – außerbörsliches Tief 30.11.

Dax Widerstände (WS):

15.425 – vorher US

15.509 – 200-Tage-Linie

15.531 – Gap 17.12.

15.560 – Zwischenhoch

15.609 – Tageshoch 17.12.

15.617 – Verlaufshoch

15.700/710 – WS-Zone

15.780 – Tageshoch 16.12.

15.794 – Tageshoch 13.12.

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



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1 Kommentar

  1. Vorweg, ich habe nicht genug Ahnung um mein Geld in Aktien zu investieren.
    Aber, über den Daumen hat der Dax (einschließlich der Dividenden) in den letzten 21 Jahren um etwa 100 % zugelegt. Und davon müssen auch noch Steuern bezahlt werden, und als Rentner ggf. auch noch Sozialbeiträge.
    Wie soll man darauf eine private Altersversorgung aufbauen können?
    Gut, immer noch besser als Allianz, Riester und Co. und Direktversicherungen.
    Meine private Altersversorgung in Gold hat sich in der Zeit mehr als verfünffacht und das legal steuerfrei.
    Gut, ich hatte mangels Börsenerfahrung auch keine andere Wahl, als in Gold zu investieren.
    Experten werden am Aktienmarkt noch höhere Renditen erzielen.
    Aber ich konnte immer gut schlafen, und kann auch jetzt gut schlafen.
    Natürlich weiß ich auch, dass so eine Art der privaten Altersversorgung nur bei wenigen Menschen möglich ist, denn dafür gibt es einfach zu wenig physisches Gold.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

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