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Indizes

Dax: Beste aller Welten – reicht es trotzdem nicht?

Die Aktienmärkte sind dabei, mental wegzudösen – bis es dann plötzlich richtig heftig zugehen wird!

Markus Fugmann

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am

Man muß – ob man will oder nicht – derzeit viel Geduld haben mit dem Dax! Nach dem starken Anstieg seit Anfang April dann im Mai das Top bei 13200 unter Ausbildung einer Schulter-Kof-Schulter-Formation (mit den Schultern bei 13035 Punkten) – dann die scharfe Korrektur bis knapp über 12500 Punkte, dann die Erholung. Diese Erholung ist bislang nicht sehr kraftvoll – gestern wieder einmal das Scheitern an der 12830/40er-Marke, die eben durch dieses erneute Scheitern zusätzlich an Bedeutung gewinnt und als Widerstand härter wird.

Insofern wäre eben der Bruch dieser harten Zone eine Weichenstellung, die den Index dann recht zügig zu den Schultern der SKS tragen dürfte bei eben dann den 13035 Punkten:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Und dabei lebt der Dax doch in der besten aller Welten! Italien – kurzfristig vergessen (kommt aber zeitnah wieder als Großthema, darauf kann man fast jede Wette eingehen!). Trumps Handelskrieg? Zölle sind eingeführt, Gegenmaßnahmen kommen, dann vielleicht auch US-Zölle auf Autos? Alles nicht so schlimm, Trump will doch nur spielen, wenn es hart auf hart kommt rückt er dann schon von seinen Forderungen ab, schließlich will er doch nicht riskieren, dass die Märkte abstürzen und damit eine Niederlage bei den US-Zwischenwahlen droht!

Das ist zumindest die Wahrnehmung der US-Märkte, die unter dünnstem Volumen vor sich hin steigen und wieder eine Vertrauensseligkeit an den Tag legen, die mehr als erstaunlich ist angesichts der Tatsache, dass die protektionistische Spirale schon begonnen hat. Denn Trump sind die Erfüllung seiner Verprechen wichtiger als die Aktienmärkte – nur wenn seine Wählerbasis hinter ihm steht, hat er Chancen zu gewinnen. Und die Wählerbasis will America wieder great machen, dazu aber muß man den Ausländern eben auch gelegentlich den Stinkefinger zeigen!

All das sehen die Märkte nicht so – sie glauben an die Rationalität Trumps, verkennen dabei aber, dass Trumps Rationalität anders gelagert ist als die der Wall Street. Und das ist das Risiko-Potential, das über den Aktienmärkten schwebt: man geht nicht davon aus, dass Trump wirklich konsequent sein wird – und das wird dann wahrscheinlich ein sehr teurer Irrtum werden!

Wahrscheinlich wird man noch eine Zeitlang vor sich hindümpeln (diese Woche noch), bevor dann in der nächsten Woche die event-Risiken voll zuschlagen mit der Reaktion auf den G7-Gipfel sowie die Fed-Entscheidung. Bis dahin schauen wir dem Dax zu bei seinen Mühen, möglichst nicht mehr als 50 Punkte Handelsspanne aufzuweisen, schauen wir zu bei der Tech-Manie in den USA mit neuen Allzeithochs, schauen zu, wie Euro-Dollar weiter um die 1,17 pendelt und im Grunde alles so bleibt wie es ist.

Bis es dann plötzlich – während alle mental voll eingeschläfert sind – ganz anders kommt. Und dann wollen wir dabei sein!

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Beobachter

    5. Juni 2018 09:31 at 09:31

    Ich frage mich ,woher die DAX Optmisten ihre Gründe für höhere Kurse sehen.Hatten doch die europafreundlichen Wahlen vor einem Jahr von Holland u.Frankreich mit guter Wirtschaft u.Draghiturbo den DAX auf ca. 13500 gepusht.Man meinte der Rechtspopulismus in der EU sei für ewig u.immer vom Tisch.
    Der Wunderknabe Macron wird auch langsam entzaubert, zudem habe ich eben gelesen, dass der Musterstaat FR gerade daran ist die Verschuldung von Italien zu übertreffen, mit dem einzigen Vorteil, dass viele Schulden von Ausländern gehalten werden. ( In Italien von einheimischen Banken, Schulden die weiter weg sind sind besser ??? )
    Jetzt haben wir Handelskrieg, fallende Wirtschaft, hohe Ölpreise, steigende Inflation, eher steigende Zinsen,
    EU – Zerfallserscheinungen, und und und.
    Ich frage mich, wie giftig der Cocktail noch werden muss bis die Börse Brechreiz bekommt.

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Bitcoin

Aktien: „Janet Yellen macht euch reich!“ Marktgeflüster (Video)

„Janet Yellen macht euch reich – kauft Aktien“, so lautet das Mantra mit der Amtsübergabe an Biden in sozialen Medien in den USA. Wirklich?

Markus Fugmann

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„Janet Yellen macht euch reich – kauft Aktien“, so lautet das Mantra mit der Amtsübergabe an Biden in sozialen Medien in den USA. Die Logik dahinter: Yellen und die Fed würden Dollar ohne Ende drucken, daher werde der Dollar stark fallen, daher sei die einzige Möglichkeit sich davor zu schützen und sogar reich zu werden, Aktien oder Assets wie Bitcoin zu kaufen. Solche Aussagen kommen häufig unmittelbar vor Korrekturen – Korrekturen wie heute etwa bei Bitcoin. Auffallend: auch heute laufen die Tech-Werte wieder besser, der „Reflations-Trade“ erleidet den nächsten Rückschlag. Ist das ein Zeichen dafür, dass die Erholung der Konjunktur vielleicht doch nicht so bombastisch ausfallen könnte wie erhofft?

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Aktien

Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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Rüdiger Born: Nasdaq-Charttechnik im Detail

Rüdiger Born

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Auch heute bespreche ich das Aufwärts-Szenario für den Nasdaq. Im folgenden Video gehe ich bei der Charttechnik mal so richtig ins Detail.

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