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Konsolidierung geht weiter Dax: Dämpfer zum Jahresauftakt – Tendenz geht nach unten

Dax: Dämpfer zum Jahresauftakt - Tendenz geht nach unten
Dax Konsolidierung. Foto: suttipunfpik Freepik.com

Der Auftakt ins neue Jahr glich am deutschen Aktienmarkt einer Achterbahnfahrt. Nach einem vielversprechenden Start und einem Anstieg bis auf 16.963 Punkten, sackte der Dax bis auf 16.648 Zähler ab, dreht dann aber wieder leicht ins Plus. Die Konsolidierung der letzten Woche setze sich also auch im neuen Jahr fort. Den Handelstag beendete er schließlich mit einem kleinen Gewinn von 17 Punkten (0,11%) bei 16.769 Zählern. Bei seiner Berg- und Talfahrt verpasste der deutsche Leitindex sein jüngst erzieltes Allzeithoch nur um 40 Punkte. Angesichts schwacher US-Börsen verließ die Anleger hierzulande allerdings der Mut. In den USA gaben vor allem die technologielastigen Indizes S&P 500 und Nasdaq nach, während sich der Dow Jones noch relativ gut hielt.

Trotz des Kurssprungs zu Beginn des gestrigen Handelstages konnte sich der Dax nicht entscheidend nach oben absetzen. Um zusätzliches Aufwärtspotenzial freizusetzen, hätte der Index nachhaltig über 16.890 Punkte ansteigen müssen. Stattdessen fiel er zurück in seine vorherige Seiwärts-Range zwischen 16.625 und 16.800 Punkten. Da die großen Marktakteure wahrscheinlich erst in der nächsten Woche an die Märkte zurückkehren, hat der gestrige Tag nur wenig Aussagekraft. Es fehlen derzeit klare Signale für ein Ende der Konsolidierung. Während ein nachhaltiger Ausbruch über 16.890 Punkte den Dax zurück an sein Rekordhoch bringt, würde ein Rutsch unter 16.625 Punkte ein Verkaufssignal generieren. Ein Warnsignal sendet indessen die neuste Sentiment-Analyse, obwohl die Extremwerte der Vorwochen größtenteils abgebaut wurden. Allerdings ist die Cash-Quote so gering wie seit Jahren nicht mehr, deshalb könnten weitere Anschlusskäufe ausbleiben.

Konjunkturdaten

In dieser Woche stehen neben den Einkaufsmanagerindizes aus Europa und den USA ebenfalls frische Arbeitsmarktdaten im Fokus. Hierzulande werden um 9:55 Uhr die Daten zum Arbeitsmarkt veröffentlicht, ehe am Nachmittag die JOLTs Stellenangebote folgen (16:00 Uhr). Außerdem erscheinen in den USA zeitgleich die ISM-Daten für das verarbeitende Gewerbe. Analysten erwarten eine leichte Aufhellung im Dezember auf 47,1 nach 46,7, der Wert dürfte aber weiterhin unter der Wachstumsschwelle von 50 liegen. Am Abend blicken die Marktteilnehmer dann noch gespannt auf das letzte Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed (20:00 Uhr).

Dax setzt Konsolidierung fort

Long: Aufgrund von nachbörslichen Verlusten notiert der Dax am Mittwochmorgen tiefer. An der Unterstützung bei 16.700 hat er aber zunächst Halt gefunden. Oberhalb von 16.700/690 besteht weiterhin die Chance auf eine Erholung in Richtung des Gaps bei 16.769 und die Horizontale bei 16.790. Darüber könnten die Bullen erneut Druck machen und den Dax bis 16.866 und 16.890 pushen. Aber erst ein nachhaltiger Ausbruch über 16.890 setzt zusätzliches Aufwärtspotenzial bis zum Allzeithoch bei 17.003 frei.

Short: Rutscht der Index dagegen signifikant unter 16.690 zurück, drohen tiefe Konsolidierung bis zur Range-Unterkante bei 16.625 oder bis zum ehemaligen Rekordhoch bei 16.528 sowie 16.456. Ein Tagesschlusskurs unter 16.625 wäre schließlich das Signal für eine Ausweitung der jüngsten Konsolidierung.

Dax in einer Seitwärts-Range - Fortsetzung der Konsolidierung unter 16.625 Punkte

Dax-Chart von TradingView

Dax Unterstützungen (US)

16.707 – außerbörsliches Tief 03.01.

16.648 – Tagestief 02.01.

16.624 – Tagestief 18.12. / 21.12.

16.595/592 – Tagestief 07.12. / Horizontale

16.528 – ex Rekordhoch

16.456 – Horizontale

16.394/386 – Tagestief 05.12. / 04.12.

16.290/285 – ex Allzeithoch

Dax Widerstände (WS):

16.769 – Gap 02.01.

16.786/793 – Zwischenhoch / Pivot Punkt

16.866 – Horizontale

16.890 – Tageshoch 15.12.

16.941 – Trendlinie Broadening Wedge

16.952 – 161,8% Extension

16.963 – Tageshoch 02.01.

17.003 – Allzeithoch 14.12.

17.062 – 261,8 % Extension

17.170 – Bollinger Band (weekly)

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