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DAX daily: Dax unter der 13.000er Marke – setzt sich die Korrektur fort?

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Heute steht nicht nur der Einkaufsmanagerindex aus Deutschland im Fokus, sondern auch aus diversen anderen Ländern. Daher ist nicht nur im Dax mit einer erhöhten Volatilität zu rechnen. Der Index für das verarbeitende Gewerbe misst nämlich die Lage in der Industrie und gilt als einer der einflussreichsten Wirtschaftsindikatoren. Zum Wochenstart war für die Dax-Anleger nichts zu holen. An einem eher ruhigen Handelstag fiel der deutsche Leitindex unter die runde Marke von 13.000 Punkten.

Nachdem er zur Eröffnung noch freundlich gestartet war und sein Tageshoch bei 13.148 markiert hatte, musste er nach und nach seine Punkte wieder abgeben. Infolgedessen lief der Dax sein Tagestief bei 12.923 an und beendete den Handel schließlich mit einem Minus von 87 Punkten (-0,67 %) bei 12.945. Trotz eines schwachen letzten Handelstages im August, fällt die Monatsbilanz mit einem Zugewinn von über 5 % positiv aus. Aber es ist auffällig, dass sobald die US-Börsen mal eine Pause einlegen, so wie gestern geschehen, der Dax sofort in Bedrängnis gerät. Zudem belastet der weiter steigende Eurokurs den deutschen Leitindex.

Der Dax bewegt sich auf gefährlichem Kurs, daher ist Vorsicht geboten. Geht die Verschnaufpause der US-Indizes heute in die Verlängerung, dann sieht es für den Dax kurzfristig gar nicht gut aus. Dabei bleibt die 13.000er Marke im Fokus. Scheitert er diesmal bei dem Versuch die runde Marke zurückzuerobern, dann setzt sich die Korrektur fort. Das erste Ziel auf der Unterseite wäre folglich die 12.850. Darunter wartet noch ein offenes Gap bei 12.764. Schafft er es hingegen die 13.000er Marke nachhaltig zu überwinden, dann sehen wir die Fortsetzung des Rangehandels. Sie können hier gerne nochmal einen Blick auf den ausführlichen Wochenausblick von gestern werfen.

News und fundamentale Daten

Am heutigen Dienstag geben die Einkaufsmanagerindizes aus den USA, China, Deutschland und der Eurozone Anhaltspunkte über die Stimmungslage in der jeweiligen Wirtschaft. Den Anfang hat zuvor China gemacht und dabei ein positives Zeichen gesetzt. Der vom Wirtschaftsmagazin „Caixin“ veröffentlichte Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe stieg im August auf 53,1 (vorher 52,8) Punkte und damit auf den höchsten Stand seit knapp 10 Jahren. Außerdem erscheinen aus Deutschland um 9:55 Uhr der Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe (Aug) sowie die Veränderung der Arbeitslosigkeit und die Arbeitslosenquote (Aug).

Danach folgen um 10.00 Uhr der Einkaufsmanagerindex und um 11:00 Uhr der Verbraucherpreisindex der Eurozone. Später um 16:00 Uhr sehen wir schließlich noch den ISM Einkaufsmanagerindex Gewerbe aus den USA. Der Index des verarbeitenden Gewerbes verfolgt die Anzahl von Herstellungsaktivität, die im vorherigen Monat gelaufen sind. Darüber hinaus gilt er als sehr wichtig und als vertrauenswürdige Wirtschaftsmessung. Die zahlreichen Stimmungsdaten können entsprechend zu erhöhter Volatilität in den US-Indizes und dem Dax führen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Während der Asien-Rampe hat sich der Dax bis an die 13.000er Marke zurückgekämpft. Diese Marke gilt als gute Orientierung, wohin der Kurs kurzfristig läuft. Schafft es der Dax darüber anzusteigen, dann geht es weiter mit dem Rangehandel. Dafür muss er die ersten Hürden bei 13.025 und 13.050 überwinden. Dadurch hätte er die Möglichkeit bis zum Pivot Punkt R1 bei 13.091 zu klettern. An dieser Stelle könnte er auch wieder den Rückwärtsgang einlegen. Sollte er es jedoch den Widerstand durchbrechen, dann folgt die 161,8 % Extension bei 13.110. Darüber liegt das gestrige Tageshoch bei 13.148. Damit der Dax diese Marken erreichen kann, müssten die US-Indizes gut aufgelegt sein. Hat der Dax noch nicht genug, dann folgen die 261,8 % Extension bei 13.188 und der neuralgische Punkt bei 13.221.

Scheitert der Dax allerdings beim Versuch die 13.000 nachhaltig zurückzuerobern, dann droht die Fortsetzung der Korrektur. Über das gestrige Gap bei 12.945 könnte es zum Tagestief bei 12.923 gehen. Hier muss sich zeigen, ob der Dax den Bereich verteidigt und erneut die Aufwärtsbewegung aufnimmt. Fällt er unter das gestrige Tagestief, dann rückt das wichtige 61,8 % Retracement bei 12.871 in den Fokus. Ein Bruch der Marke wäre ein bärisches Signal und eröffnet weitere Ziele auf der Unterseite. Die nächsten Unterstützungen liegen am Pivot Punkt S1 bei 12.840 und beim mehrfach Boden 12.800. Darunter befindet sich noch ein offenes Gap vom 21.08. bei 12.764.

Dax daily: Tagesausblick 01.09. - M15-Chart - Einkaufsmanagerindex im Fokus

 

 

Dax Unterstützungen (US):

12.997 – Pivot Punkt

12.923 – Tagestief 31.08.

12.871 – 61,8 % Retracement

12.840 – Pivot Punkt S1

12.800 – mehrfach Boden

12.764 – Gap 21.08.

Dax Widerstände (WS):

13.025 – vorbörsliche Hoch

13.050 – 15-Minutenchart

13.091 – Pivot Punkt R1

13.110 – 161,8 % Extension

13.148 – Tageshoch 31.08.

13.188 – 261,8 % Extension

13.221 – Oberkante Range

13.270 – Fibo Extension

13.313 – Juli-Hoch

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und kö.nnen eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen..

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Heute fallen die Aktienmärkte – vor allem der lange so widerstandsfähige Dax mit einem rabenschwarzen Tag – aber auch der vermeintlich sichere Hafen Gold kommt stark unter Druck (Silber fällt sogar fast -10%). Für den Abverkauf gibt es vorwiegend zwei Gründe: erstens die Sorge um neue lockdowns in Europa, und zweitens wird ein Stimulus-Deal in den uSA zwischen US-Republikanern und US-Demokraten nach dem Tod der Verfassungsrichterin Ginsburg deutlich unwahrscheinlicher, weil die Trump-Administration noch vor der US-Wahl einen eigenen Kandidaten installieren will. Damit bestätugt sich bislang ein Schema für die Aktienmärkte: die Woche nach dem September-Verfall ist historisch unter den schwächsten Handelswochen des gesamten Jahres..

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Dax: Neutrale Stimmung lässt Fortsetzung der Rallye vermuten – nur wann?

Stephan Heibel

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am

So viel passiert und so wenig zu sehen: Nach einer ereignisreichen Woche notiert der DAX nahezu unverändert auf dem Niveau von vor einer Woche. Dabei haben wir diverse Übernahmen, Börsengänge und Tech-Ausverkäufe gesehen, sowie eine Notenbankentscheidung und Betrugsvorwürfe verarbeitet. Wenn ich mir das vor Augen führe, dann hat sich der Aktienmarkt doch erstaunlich robust gezeigt.

Auch unsere Sentiment-Analyse zeigt erstaunlich wenig Bewegung: Die Stimmung bleibt auf einem neutralen Niveau bei -0,1. Die Verunsicherung unter den Anlegern bleibt moderat bei -1,4. Sogar die Zukunftserwartung bleibt mit einem Wert von +1,2 auf dem gleichen Stand wie vor einer Woche. Das ist mäßiger Optimismus, eine dünne Mehrheit für die Optimisten vor den Pessimisten, wobei die neutral gestimmten Anleger die größte Gruppe bilden.

Einzig bei der Investitionsbereitschaft gibt es ein wenig Bewegung: Nach 2,0 in der Vorwoche ist der Indikator nun auf 1,1 gesunken. 2% der Umfrageteilnehmer, die vor einer Woche noch Kaufen wollten, sind nun ins Lager derer übergesiedelt, die Verkaufen möchten. Kaufabsicht ist eine wichtige Voraussetzung für steigende Kurse, doch nur eine von vielen. Es kann auch sein, dass bereits ein nachlassender Verkaufsdruck für steigende Kurse sorgt.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger notiert ebenfalls unverändert bei neutralen -2. Profis, die sich über die Eurex absichern, verhalten sich ebenfalls neutral. Das Put/Call-Verhältnis von 1,3 liegt nur leicht unter dem Durchschnitt von 1,4.

In den USA sieht es da anders aus. Das Put/Call-Verhältnis der CBOE notiert weiterhin bei 0,45 Punkten und damit in einem Bereich, der so bullisch ist wie in den vergangenen fünf Jahren nicht. Das Vertrauen in Präsident Trump, bis zu den Wahlen eine gute Börsenstimmung zu schaffen (wichtiger Faktor für Wiederwahl!), ist sehr groß.

Ganz anders sehen dies Fondsmanager, deren Investitionsquote vor einer Woche um 40% auf 53% eingebrochen war. Diese Woche folgte nur eine leichte Gegenbewegung auf 59%. Jetzt wird ein Schuh draus: Fondsmanager haben schon vor einer Woche Cash generiert, um für die anstehenden Börsengänge von Snowflake, Amwell und bald folgend vielleicht auch Palentir und AirBnB gerüstet zu sein. Ohh, und nicht zu vergessen, vielleicht besteht Trump auf einen Börsengang der US-Sparte von TikTok?

Unter US-Privatanlegern dominieren die Pessimisten, das Bulle/Bär-Verhältnis steht bei -8,4%.

Die technisches Verfassung der US-Märkte ist neutral, wenn wir dem Angst & Gier Indikator des S&P 500 glauben (53%).

Dax Sentiment – die Interpretation

Es hat den Anschein, Anleger sind erst einmal überfordert, die vielen Ereignisse der abgelaufenen Woche einzuordnen, denn die Stimmung hat sich seit der vergangenen Woche kaum verändert. Es bleibt bei der Aussage der vergangenen Wochen: Rotation! Es gibt einige Aktien, die sind bereits zu hoch gelaufen. Gleichzeitig gibt es aber noch viele Aktien, die besser aus der Coronakrise kommen, als viele das erwartet haben.

Aus Sicht der Sentiment-Theorie kann ich keine künftige Richtung ableiten. Grundsätzlich würde ich die Stimmungslage dahingehend interpretieren, dass noch reichlich Luft nach oben für diese Rallye besteht. Der Optimismus ist überaus moderat und in der Regel enden Rallyes mit überschäumender Feierlaune bei großem Optimismus. Davon sind wir weit entfernt.

Doch ich kann der aktuellen Stimmungslage nicht entnehmen, ob wir vor der Wiederaufnahme der Rallye beim Dax noch einen Rücksetzer verkraften müssen, oder nicht. Ich weiß also nicht, ob Sie jetzt schon investiert sein sollten, oder noch eine bessere Gelegenheit dafür bekommen. Daher bleibe ich auch hier bei meiner Standard-Empfehlung: Schrittweise vorgehen :-). Jetzt gibt es bei einzelnen Werten schon Kaufkurse. Wir haben in den vergangenen Wochen bereits neue Positionen aufgebaut. Aber Sie sollten noch Pulver trocken halten, falls es noch einen Rücksetzer gibt.

Die Stimmung zum Dax ist neutral

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