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DAX daily: Heute großer Verfallstag – Nullnummer oder Ausbruch?

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Der Dax stand gestern im Schatten der Wirecard-Aktie. Was ist denn da bitte los? Das haben sich wohl alle gefragt, die mit staunenden Augen auf die Wirecard-Aktie geschaut haben. Diese hat mit einem Tagesverlust von knapp 62% jeden Börsianer geschockt. Im Gegensatz dazu, war der Blick auf den Dax eher zum Gähnen. Wie die Tage zuvor hat sich nicht viel getan. Bis auf einen kleinen Ausreißer nach oben, ging es weiter in der übergeordneten Range von 12.150 bis 12.430 hin und her. Immerhin konnte er ein neues Wochenhoch bei 12.484 markieren. Das Tagestief wurde bei 12.188 eingebucht. Zum Xetra-Schluss lag der Dax mit 0,81% (-100 Punkte) im Minus und hat den Handel bei 12.281 beendet.

Entweder sehen wir bis zum Verfall einen ruhigen Verlauf oder die Stillhalter müssen nochmal nachjustieren. Dieses seitwärts Geplänkel macht Händlern und Tradern keinen Spaß. Zumindest besteht heute die Chance, dass sich das ändert. Dafür müsste der Dax aus seiner Seitwärtsphase ausbrechen. Oder ist der große Verfall nur eine Nullnummer? Um 13:00 Uhr wissen wir mehr. Häufig sind Verfallstage Wendepunkte.

News und fundamentale Situation

Für alle Wirecard-Interessierten geht der Wirtschaftskrimi heute in die zweite Runde. Wie verhält sich die Aktie nach dem dramatischen Kursabsturz? Könnte es sogar noch schlimmer kommen oder war es gestern eine Übertreibung gen Süden? Weiterhin sind viele Fragen im Fall Wirecard noch unbeantwortet. Auch am heutigen Tag wird Wirecard im Fokus stehen. Es wurde bereits darüber berichtet, dass Kredite in Höhe von 2 Milliarden Euro auf der Kippe stehen, sollte Wirecard heute keine Bilanz vorlegen. Ob es wirklich so weit kommt oder ob die Gläubiger Wirecard einen Aufschub gewähren, werden wir höchstwahrscheinlich im Laufe des Handelstages erfahren. Hier eine Zusammenfassung der gestrigen Ereignisse.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Der Dax kommt relativ unverändert aus dem Nachthandel. Eine Stunde vor Eröffnung liegt der Kurs bei 12.310. Also nicht weit entfernt von seinem gestrigen Schlusskurs bei 12.281. Der Dax bewegt sich weiterhin zwischen der SMA200 und der 61,8% Erholung. Um aus der neutralen Zone auszubrechen, müsste sich eine Partei der Bullen und Bären durchsetzen . Für die Bullen wäre ein Ausbruch aus der Range und das Überschreiten des gestrigen Tageshoch bei 12.484 ein gutes Zeichen. Andererseits könnten die Bären die Oberhand gewinnen, wenn der Dax das Tagestief bei 12.188 rausnimmt und die SMA200 unterschreitet. Auf der Unterseite befinden sich die nächsten Unterstützungen bei 12.100 und der runden 12.000er-Marke. Auf der Oberseite liegen die nächsten Anlaufpunkte bei 12.420 und dem gestrigen Tageshoch 12.484. Darüber liegt noch das offene Insel-Gap bei 12.530.

Dax Unterstützungen (US):

12.188 – Tagestief 18.06.

12.150 – SMA200 Tageschart

12.100 – 38,2% Retracement

12.000 – psychologische Marke

Dax Widerstände (WS):

12.416 – 61,8% Erholung

12.488 – 76,4% Erholung

12.530 – Insel-Gap 10.06.

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Dax daily: Großer Verfallstag - Nullnummer oder Ausbruch?

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Mutwürger

    19. Juni 2020 10:24 at 10:24

    Ausbruch ist nicht auszuschließen, die Widerstände sind aber hartnäckig und lassen sich gut als potenzielle SL´s definieren.
    Ich bin heute wieder Mal auf der Short-Seite.

  2. Avatar

    Marko

    19. Juni 2020 10:38 at 10:38

    Hallo Herr Jäger,

    das hier ist eine Top-Analyse von Ihnen.

    Bravo ! Der Markt, der Aktienmarkt, will trotzdem nach “oben”. Den “Anleihemarkt” lassen wir mal aussen vor.. ;)

    Wenn nicht heute, am “Hexensabbat”, dann am Montag.

    Vg
    Marko

    • Avatar

      Stefan Jäger

      19. Juni 2020 11:33 at 11:33

      Danke, das freut mich zu hören.
      Nach 13:00 Uhr, wenn der Spuk vorbei ist, kann der Dax gerne wieder einen Trend aufnehmen. Am kommenden Montag geht’s dann weiter mit dem Dax daily.
      Bis dahin wünsche ich Ihnen und allen anderen Lesern ein schönes Wochenende.

  3. Avatar

    Shorti

    19. Juni 2020 12:24 at 12:24

    Mutwürger lag in letzter Zeit oft richtig mit den Short – Einstiegen während @ Marko seit DAX 13800 immer Long ist.@ Marko ist eher der Brexit – u.Anleihen- Spezialist !

  4. Avatar

    Andreas

    19. Juni 2020 13:06 at 13:06

    Privat-Anleger sich heute mal wieder zu 70% short im DAX. Bin mal gespannt ob er so tatsächlich fallen kann. Wünschen würde ich es mir jedenfalls.

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Technologie-Blase: Sehen wir gerade die Dotcom-Blase 2.0?

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Seit Ausbruch der Corona-Pandemie erleben wir eine regelrechte Flucht in Technologie-Aktien. Insbesondere die Nasdaq eilt seit Wochen von einem Allzeithoch zum nächsten. Zwar profitieren einige Technologie-Werte von der aktuellen Situation während der Pandemie, aber was zurzeit abläuft, grenzt an absurder Euphorie. Man muss sich nur den Chart von Tesla anschauen, hier fehlt nur das Fähnchen, dass man an die Fahnenstange hängen kann. Tesla ist nur eins von vielen Beispielen. Auch Apple hat seit dem März-Tief einen Anstieg von über 80 Prozent hingelegt. Als Info an alle Börsenanfänger – solche Steigerungsraten sind NICHT normal.

Diesmal ist alles anders

Diesmal ist es aber anders als in der Zeit des „Neuen Markt“. Damals wurde alles gekauft, dass nicht bei drei auf den Bäumen war. Dazu gehörten auch Unternehmen, die übertrieben gesagt, irgendwo in einer Garage an unnützer Software gearbeitet haben. Im Gegensatz dazu, ist es diesmal so, dass sich die Euphorie nicht auf eine große Anzahl von Techwerten konzentriert, sondern nur auf wenige Unternehmen. Hier sind die großen Technologie-Unternehmen zu nennen – Apple, Amazon, Microsoft, Alphabet, Facebook, Netflix und Nvidia. Diese sieben Unternehmen machen mittlerweile 50 Prozent des gesamten Index aus.

Klumpenbildung der Technologie-Werte

Die Situation ist auch den ETFs geschuldet. Um gute Wachstumsraten für ihre Kunden zu gewährleisten, müssen sie die großen Technologie-Werte übergewichten. Dadurch verstärkt sich der Effekt. Steigen die Kurse der großen Technologie-Unternehmen, dann zieht das mehr und mehr Käufer aus allen Bereichen an – Private, Institutionelle und Fonds. Entsprechend erhöht sich das Risiko einer Klumpenbildung. Kommt es zu einer erneuten Korrektur, wäre das ein Problem, da alle gleichzeitig durch eine kleine Tür rauswollen.

Weltweite Rezession

Es scheint auch fast so, als ob die Investoren vergessen, dass wir uns in einer weltweiten Rezession befinden. Diese Rezession ausgelöst durch die Corona-Pandemie hat nämlich einen Faktor, der derzeit ignoriert wird – Unsicherheit. Damit ist gemeint, dass aktuell niemand voraussagen kann was die tatsächlichen Auswirkungen auf die Realwirtschaft sind und wie sich die Pandemie weiterentwickelt. Auch die Technologie-Unternehmen sind davon betroffen. Apple setzt zum Beispiel weniger Handys ab, Facebook hat weniger Werbeeinnahmen und Teslas Absatz an Automobilen ist alles andere als beeindruckend. Die ab nächste Woche beginnende Berichtssaison wird mehr Aufschluss darüber geben, wie sich die Pandemie tatsächlich auf die Unternehmensgewinne auswirkt.

Aktuelle Entwicklung der Technologie-Unternehmen

In den nachfolgenden Grafiken kann man einerseits die Kursentwicklung der großen fünf Technologie-Unternehmen in dem letzten Monat erkennen sowie die Relation vom Nasdaq zum S&P500. Insbesondere der Chart des Nasdaq in Relation zum S&P zeigt deutlich, dass die Entwicklung der Technologie-Werte auf dem Weg ist eine neue Blase zu bilden. Demnach brauchen wir nicht mehr über Bewertungen zu sprechen. Es wurde mehrfach in anderen Artikeln darauf hingewiesen, dass diese fernab von Gut und Böse sind. Geschuldet ist diese Situation natürlich auch den Geldflutungen und Stimuli von Notenbanken und Staaten. FED-Chef Powell hat zwar vor kurzem betont, dass man durch die Maßnahmen keine Blasenbildung erzeugen möchte, aber genau das ist was gerade passiert. Die Corona-Pandemie wird noch länger Einfluss auf die Märkte haben und Unsicherheit verbreiten. Früher oder später muss Luft aus der Blase abgelassen werden, sonst droht das Platzen.


Technologie-Blase: Sehen wir gerade die Dotcom-Blase 2.0? Corona

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Rüdiger Born: Die aktuelle Lage bei S&P 500 und Nasdaq

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Wie ist kurz vor dem Wochenende die Lage im S&P 500 und im Nasdaq? Das schaue ich mir ganz aktuell im folgenden Video direkt am Chart an. Wollen Sie meine täglichen Analysen im “Trade des Tages” erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Aktienmärkte aktuell: Der nächste Corona-Hype durch Remdesivir

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Und die nächste Jubelmeldung über ein Medikament, welches das Coronavirus bekämpfen soll. Remdesivir (der schon wieder) soll laut ganz aktueller Veröffentlichung des Herstellers Gilead Sciences das Todesrisiko bei Patienten um 62 Prozent senken. Hurra, es kann endlich wieder aufwärts gehen an der Börse? Die Aktienmärkte steigen. Der Dow Jones steigt in den letzten Minuten um 150 Punkte, der Dax um 54 Punkte. Wie lange kann diese Euphorieblase dieses Mal die Kurse pushen? Wann folgt die Enttäuschung? Oder ist es dieses Mal wirklich der Durchbruch?

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