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DAX daily: Schließt der Dax heute die letzte Corona-Kurslücke?

Stefan Jäger

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am

Der Dax hat am gestrigen Dienstag einen guten Start in den Dezember hingelegt. Dank starker Wirtschaftsdaten aus China und gut gelaunten US-Indizes konnte der Dax mit einem Plus von 91 Punkten (0,69%) bei 13.382 den Handel beenden. Während der S&P500 und Nasdaq ein neues Allzeithoch markierten, fehlte dem Dax jedoch die Kraft das September-Hoch zu erreichen. Der deutsche Leitindex scheiterte wie tags zuvor an dem Widerstand bei 13.440 Punkten. Dennoch kann sich der Index auf hohem Niveau halten und dürfte bald die Marke bei 13.500 ins Visier nehmen. Dort liegt noch ein letztes offenes Gap vom Corona-Crash. Nach dem Gap-Close könnte der Druck der Bären wieder zunehmen.

Im Reich der Mitte setzt sich die Erholung weiter fort, das bestätigten die gestern veröffentlichten Stimmungsdaten der Industrie. Folglich stimmt das auch die Anleger hierzulande zuversichtlich, man geht von einem baldigen Ende der Pandemie aus. Aber wie es schon Jerome Powell am Montag gesagt hat „es stehen herausfordernde Monate bevor“. In den aktuellen Kursen ist im Grunde alles Gute eingepreist, was die Märkte zu bieten haben. Ob Jahresendrally, Notenbank-Stimulus, Impfstoff-Hoffnung, gigantischer Wirtschaftswachstum im nächsten Jahr, Stimuluspaket der US-Regierung, usw. Unter dem Strich also die beste aller Börsenwelten. Bevor wir eine Jahresendrally sehen, dürfte es nochmal eine kleine Korrektur geben, dafür fehlt nur noch ein Trigger.

News und fundamentale Daten

Aktuelle Meldung: England lässt als erstes Land den Impfstoff von Biontech und Pfizer zu. Es soll kurzfristig mit den Impfungen begonnen werden. Damit impfen die Engländer noch vor Deutschalnd. Die Aktie vom Mainzer Biotech-Unternehmen notiert vorbörslich bereits 9% im Plus.

Datenseitig gibt es auch heute wieder etwas zu sehen. Zuerst wurden vor wenigen Minuten die Einzelhandelsumsätze aus Deutschland veröffentlicht. Diese sind mit einem Zuwachs von 2,6% deutlich besser als erwartet ausgefallen (Prognose 1,2%, vorher -2,2%). Zudem erscheint um 11:00 Uhr die Arbeitslosenquote aus der Eurozone. Um 14:15 Uhr gilt das Augenmerk der Anleger den ADP Beschäftigungszahlen aus den USA. Diese werden einen Vorgeschmack auf die am Freitag kommenden US-Arbeitsmarktdaten liefern und könnten heute für Bewegung in den US-Indizes und dem Dax sorgen. Danach erscheinen um 16:15 Uhr noch die US-Rohöllagerbestände. Zuletzt wird um 20:00 Uhr der US-Konjunkturbericht Beige Book veröffentlicht. Das Beige Book enthält Informationen über die aktuelle Wirtschaftslage. Der Konjunkturbericht wird achtmal im Jahr publiziert, jeweils zwei Wochen vor jeder FOMC-Sitzung.

Der Dax konnte gestern nicht für Schlagzeilen sorgen, dennoch war der Handelstag äußerst ereignisreich. Sowohl der S&P500 als auch der Nasdaq haben neue Rekordhochs erzielt. Zusätzlich haben Gold und Silber zurück in die Spur gefunden und eine Erholungsrally gestartet. Außerdem präsentierte sich der Eurokurs bärenstark. Die Euro-Währungspaare konnten kräftig zulegen. Insbesondere der Major EUR/USD wusste zu überzeugen, es gelang sogar der Ausbruch über dem vorherigen Jahreshoch. Der Trade wurde zuvor beim Börsen Jäger vorgestellt – hier mehr dazu.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Im frühen Handel notiert der Dax etwas unter dem gestrigen Schlusskurs. Ein erster Unterstützungsbereich befindet sich bei 13.320/300, von dort aus könnte der Dax wieder die Aufwärtsrichtung aufnehmen. Fällt er jedoch darunter, dann ist der Bereich bei 13.235 sehr wichtig. Geht es nämlich darunter, dann könnte zunächst eine kleine Korrektur bis 13.140 und gegebenenfalls bis 13.020 anstehen. Solange wie sich der Dax über 13.235 hält, dürfte er nochmal die Widerstandszone bei 13.430 testen. Gelingt der Ausbruch, dann könnte er zur 13.500 laufen und dabei die letzte Corona-Kurslücke schließen. Darüber liegen weitere Ziele bei 13.530 und 13.600.

Der Börsen Jäger

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Dax daily: Ausblick 02.12. - H1-Chart - Auf dem Weg zum Gap-Close?

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.510 – Pivot Punkt R2

13.441 – Pivot Punkt R1

13.367 – Pivot Punkt

13.298 – Pivot Punk.t S1

13.223 – Pivot Punk.t S2

Dax Unterstützungen (US):

13.330 – vormals WS

13.235 – Tagestief 25.11.

13.137 – Schlusskurs 20.11.

13.054 – Tagestief 20.11.

13.004/020 – Doppelboden (Tief 13.11. / 12.11.)

Dax Widerstände (WS):

13.434 – Tageshoch 01.12.

13.460 – September-Hoch

13.500 – offenes Gap vom 21.02.

13.530 – 261,8 % Extension

13.600 – Ausbruchsziel Seitwärtsrange

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Dax: Der deutsche Leitindex und die deutsche Wirtschaft

Wie kann es sein, dass der deutsche Leitindex Dax auf Rekordständen notiert, obwohl es einem Teil der Wirtschaft doch so schlecht geht?

Wolfgang Müller

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am

Derzeit wird viel darüber gerätselt, warum es sein kann, dass der deutsche Leitindex Dax auf Rekordständen notiert, obwohl es einem Teil der Wirtschaft doch so schlecht geht? Im Bereich der Gastronomie und in vielen Dienstleistungsbranchen herrscht große Not und viele Firmen können sich nur knapp über Wasser halten. Woher also diese Divergenz, spielen die Börse komplett verrückt?

Der Dax und Deutschlands geschrumpfte Wirtschaft

Vor Kurzem wurde die erste Berechnung für das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands des Jahres 2020 veröffentlicht. Es ist um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen, von 3,44 auf 3,329 Billionen Euro, macht pro Bürger 40.033 Euro (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Das Verarbeitende Gewerbe war besonders durch den Totaleinbruch im zweiten Quartal 2020 um 10,4 Prozent gefallen. Der Dienstleistungsbereich mit Handel, Verkehr und Gastgewerbe um 6,4 Prozent, allerdings nur deshalb vergleichsweise wenig, weil der Onlinehandel einen gewaltigen Boom erlebt hat. Die Bauausgaben hingegen nahmen gegenüber dem Vorjahr sogar um 1,4 Prozent zu.

Die Konsumausgaben der Bürger erlebten mit minus 6 Prozent den größten Rückgang seit Jahrzehnten, allerdings wirkten die Ausgaben des Staates mit plus 3,4 Prozent dagegen stabilisierend.

Der Außenhandel mit seinen Exporten und Importen von Waren und Dienstleistungen ging im Jahr 2020 erstmals seit 2009 zurück, die Exporte preisbereinigt um 9,9 %, die Importe um 8,6 %. Besonders stark natürlich der Rückgang der Dienstleistungsimporte, was vor allem am hohen Anteil des stark rückläufigen Reiseverkehrs lag.

„Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2020 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 158,2 Milliarden Euro. Das war das erste Defizit seit 2011 und das zweithöchste Defizit seit der deutschen Vereinigung, nur übertroffen vom Rekorddefizit des Jahres 1995, in dem die Treuhandschulden in den Staatshaushalt übernommen wurden.“ So das Statistische Bundesamt.

Wieso steht der deutsche Leitindex nun knapp über seinem Stand vom Februar 2020, dem Beginn der Corona-Krise?

Die Besonderheit des Dax

Warum also steht der deutsche Leitindex Dax höher als vor der Krise, trotz der schlechten Wirtschaftsdaten? Dafür dürfte es mehrere Ursachen geben.

Zum einen blickt der Index bereits weit in das Jahr 2021, also auf die Zeit, in der man glaubt das Virus eingedämmt zu haben und zum anderen ist er kein Spiegelbild der deutschen Wirtschaft mit seinen vielen exportorientierten Titeln. Dies wird allein schon aus seiner Marktkapitalisierung ersichtlich. Diese beträgt aktuell 1,265 Billionen Euro, im Vergleich zum deutschen Bruttoinlandsprodukt von 3,329 Billionen Euro. Ganz anders die USA, wo allein der S&P 500 mit seiner 40-Billionen-Marktkapitalisierung fast schon das Doppelte der US-Wirtschaftsleistung ausmacht (20,8 Billionen Dollar).

Viele der Branchen, die das deutsche BIP ausmachen, sind gar nicht im Dax repräsentiert, oder gar nicht börsennotiert. Etwa der Mittelstand, oder die derzeit so gebeutelten Dienstleistungsbranchen, wie das Gastgewerbe, oder auch Tourismus und Kultur. Betrachtet man die vielen Pleiten und schmerzhaften Einschnitte in diesen Bereichen, so wird erkennbar, dass diese (zunächst) nicht den deutschen Leitindex tangieren. Beispielsweise Karstadt, Kaufhof, Douglas, Adler, Klier, Arko, Eiles u.v.m.

Die Unternehmen im Dax legen zum Teil schon wieder starke Unternehmensergebnisse vor. Sei es die deutsche Post, die die große Paketflut kaum bewältigen kann, der Spezialchemiekonzern Covestro, oder jüngst der größte Chemiekonzern Europas, BASF. Besonders bedeutsam, weil dieser weltweite Lieferant von Grundprodukten so etwas wie ein Frühindikator der Weltwirtschaft gilt. Die Ludwigshafener sind in nicht weniger als 90 Ländern dieser Erde präsent. Abertausende von Firmeninsidern haben dafür gesorgt, dass der Aktienkurs seit dem Coronatief bereits wieder um 75 Prozent gestiegen ist.

Was wird erst demnächst Infineon für Zahlen liefern, angesichts der großen Nachfrage nach Chips (Automobilbau)?

Unsere Automobilindustrie zeigt deutlich, wo die Corona-Krise bereits überwunden ist, in Fernost. BMW, Daimler und Volkswagen haben sehr von der Erholung der chinesischen Wirtschaft profitiert. Diese Firmen verkaufen bereits 30 bis 40 Prozent ihrer Fahrzeuge in China. Dort gibt es nach Jahren der Schrumpfung wieder einen richtigen Boom im Automobilsektor. Nicht zu vergessen der US-Markt, wo es zumindest 2021 einen schuldenfinanzierten Aufschwung geben sollte. Über die Pläne der neuen US-Administration wurde schon ausführlich berichtet.

So bleibt festzustellen: Die Kurs/Gewinn-Verhältnisse der Unternehmen des Dax liegen bei 20 von 30 Unternehmen für das Jahr 2021 gleich oder besser als der 10-Jahresdurchschnitt.

Fazit

Laut der deutschen Börse ergibt sich für den Dax in den vergangenen 30 Jahren ein durchschnittliches Kurs/Gewinn-Verhältnis von 19, längerfristig von 15. Das aktuelle KGV für das Jahr 2021 wird mit 19 angegeben, sollte es mit der deutschen Wirtschaftserholung tatsächlich so klappen, wie erwartet. Die ersten Ergebnisse der Unternehmen deuten daraufhin, dass es tatsächlich der Fall sein könnte, wenn Volkswagen selbst im Corona-Jahr noch einen Gewinn von 10 Milliarden Euro ausgewiesen hat. Der deutsche Leitindex ist zweifelsohne hoch bewertet, aber seine Kennziffern zeigen kein völliges Auseinanderdriften zur Wirtschaft, wie es zum Beispiel in den USA bei vielen Werten der Fall ist. Aber hier liegen auch die Probleme des deutschen „Performance-Index“. Er ist abhängig von der Entwicklung der großen Volkswirtschaften von China und den USA und von der Wall Street. Wenn dort die Kurse einbrechen, tun es unsere auch, zumal sich der Dax auch noch in Summa in den Händen ausländischer Investoren befindet, zumeist angelsächsischen (Beispiel BlackRock). Aber eines ist er gewiss nicht: Ein Abbild der deutschen Volkswirtschaft.

Spiegelt der Dax die deutsche Wirtschaft wider?

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – die Woche der Quartalszahlen

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Er bespricht die nun anstehende wichtigste Woche bei den Quartalszahlen in den USA.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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Dax: Wieviel Luft ist jetzt noch nach oben?

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Die zurückliegenden Tage konnte den deutschen Leitindex Dax 30 Performance, nicht wirklich zu einer richtungsweisenden Entscheidung hinreißen. Wie der Chart es zeigt, hat sich die seit geraumer Zeit laufende seitliche Performance weiter fortsetzen können. Der Chart zeigt ein relativ zerklüftetes Bild, dessen Grundaussage auch mit Nervosität tituliert werden kann. Mit Hinblick auf die Geschehnisse in den Vereinigten Staaten, kann man diesem Bild sehr schön ablesen, dass politische Entscheidungen so gut wie keinen Einfluss auf das Treiben an den Finanzmärkten nehmen. Das war auch 2016/12/08 und so weiter und so fort so!

Ausblick für den Dax:

Mit der Ausbildung von (B) ist der Dax nunmehr seit Ende Oktober beschäftigt. Die aktuelle Situation deutet auch nicht daraufhin, dass der Trendabschluss unmittelbar bevorsteht. Aktuell hat der Dax auf der 0.38-Unterstützung bei 13.712 Punkten Platz genommen. Der ausgebliebene nachhaltige Bruch dieser Supportline lässt auf die baldige Wiederaufnahme des Aufwärtstrends schließen. Diese Unterstützung ist im Grunde eine Art Limes, denn ein eventueller schlusskursbasierter Bruch würde das lehrbuchhafte Anforderungsprofil an eine Welle „4“ infrage stellen.

Wieviel Luft hat der Dax noch nach oben?
Diesen Schritt sehe ich indes nicht, zumindest nicht auf absehbare Zeit. Auf der anderen Seite sind auch keine astronomischen Ausflüge beim Dax zu erwarten. Denn mit dem größeren 1.38-Retracement (14.315 Zähler) liegt eine für sich genommen sehr mächtige Barriere in überschaubarer Entfernung. Bis zum Erreichen dieser Linie wird sich die zerrissene Performance weiter etablieren können. Größeres Ungemach kann ich dem Chart nicht ablesen.

Fazit:

Der Dax bewegt sich weiterhin in einer aufwärtsgerichteten Korrektur. Dieser Aspekt sollte Beachtung finden, weshalb ich aktuell von einer erneuten Positionierung abrate..

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Anmeldestatus

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