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DAX daily: Ziehen im Dax bald dunkle Wolken auf?

Stefan Jäger

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am

Die vergangene Börsenwoche im Dax war sehr durchwachsen. Zwar hat es der deutsche Leitindex geschafft die 13.000er Marke zu überwinden, ist aber direkt am nächsten Tag wieder darunter gerutscht. Auch diese Handelswoche dürfte aufgrund der europaweit steigenden Corona-Neuinfektionen von Unsicherheit geprägt sein. Zudem beeinträchtigen weitere Risiken die Märkte. Einerseits haben wir die spürbar wachsenden Spannungen zwischen den USA und China, andererseits könnte ein weiter steigender Eurokurs die deutsche Exportwirtschaft belasten.

Bereits zum Ende der letzten Handelswoche haben sich leichte Ermüdungserscheinungen im Dax sowie an der Wall Street eingestellt. Wenn man sich zurzeit die extremen Bewertungen der Indizes und vieler Aktien anschaut, dann muss man sich schon fragen, ob diese wirklich gerechtfertigt sind. Konjunkturerholung hin oder her, um die derzeitigen Erwartungen der Anleger zu erfüllen, müsste das beste Wirtschaftsjahr des letzten Jahrzehnts folgen. Zahlreiche Indizes und gewichtige Einzelaktien haben sich sehr weit von ihren gleitenden Durchschnitten entfernt. Hier sollte demnächst eine Anpassung erfolgen, dass kann durch eine Korrektur geschehen oder durch eine länger andauernde Seitwärtsphase.

Am Freitag hat der Dax die Handelswoche bei 12.901 beendet. Damit liegt er wieder ein gutes Stück von der 13.000er Marke entfernt. Erst ein nachhaltiges Überschreiten des Widerstands bei 13.101 würde demzufolge weiteres Aufwärtspotenzial freisetzen. Das würde aber nur mit Hilfe der US-Indizes und einem neuen Allzeithoch im S&P500 gelingen. Schafft es der Dax nicht erneut die 13.000er Marke zurückzuerobern, dann mehren sich die Zeichen für eine Korrektur. Hierdurch ergeben sich erste Ziele bei 12.500 und 12.200.

News und fundamentale Daten

In dieser Woche stehen datenseitig ein paar Highlights auf dem Programm. Zuerst erscheint am Mittwoch der Verbraucherpreisindex aus der Eurozone, dieser gilt also Schlüsselgröße für das Verhalten des Konsumenten und der Inflation im Euroraum. Zudem wird auch das FOMC-Sitzungsprotokoll veröffentlicht. Ansonsten gibt es am Donnerstag noch die Zinssätze aus China (Loan Prime Rate) und das Sitzungsprotokoll der EZB. Zusätzlich stehen die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe im Fokus. Am Freitag erhalten wir zudem einen Einblick in die konjunkturellen Stimmungsdaten, hier werden die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes aus den USA und für Europa veröffentlicht.

Im Gegensatz dazu, ist auf der Unternehmensseite Ruhe eingekehrt, die Berichtssaison neigt sich ihrem Ende. Hier folgen im Laufe der Woche nur noch Zahlen einiger deutscher Nebenwerte. Heute berichten aber zwei große chinesische Unternehmen ihre Zahlen. Zum einen der Automobilhersteller Geely und das Internetunternehmen mit der gleichnamigen Online-Handelsplattform JD.com.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Neue Woche neue Chance für den Dax die runde 13.000er Marke zu überwinden. Um den Weg gen Norden anzutreten, muss er den Pivot Punkt bei 12.893 und die 12.912 (38,2 %) überwinden. Scheitert der Dax bereits hier, dann geht es runter zur Oberkante der Range. Schafft er es jedoch darüber anzusteigen, dann folgen die nächsten Widerstände bei 12.947 (50 % RT) und 12.984 (61,8 % RT). Hier liegt auch der Pivot Punkt R1 12.993. Ein Überwinden des Widerstandsbereichs befördert den Dax zurück über die 13.000er Marke. Indem er auch die 13.020 überschreitet, hat er eine gute Chance das Tageshoch vom 13.08. bei 13.075 und vom 12.08. bei 13.101 anzulaufen.

Auf der anderen Seite birgt ein Scheitern an einem der Widerstände die Gefahr zurück in die Range zufallen. Im Stundenchart bildet der Dax eine Bärenflagge aus. Unterschreitet er die Unterstützungen bei 12.850 und 12.825, dann erreicht er die Oberkante der Range bei 12.800. Kann er an dieser Stelle nicht erneut nach ober abdrehen, dann setzt sich die Korrektur fort. Die nächste Unterstützung liegt am Pivot Punkt S1 bei 12.770. Danach folgt die 12.700 und gleich darunter der Pivot Punkt S2 bei 12.670.

Montag gleich Schontag: Das würde bedeuten, dass der Dax heute in der Spanne von 12.800 bis 13.000 hin und her pendelt. Eventuell könnte es kurze Spikes darüber und darunter geben, um dann wieder die entgegengesetzte Richtung einzuschlagen.

Dax Unterstützungen (US):

12.850 – 23,6 % RT vom Hoch 12.08.

12.825 – 15-Minutenchart

12.800 – Oberkante der Range

12.770 – Pivot Punkt S1

12.700 – Stundenchart

12.670 – Pivot Punkt S2

12.656 – 50 % RT vom Anstieg 31.07.

12.550 – 61,8 % RT vom Anstieg 31.07.

Dax Widerstände (WS):

12.912 – 38,2 % RT vom Hoch 12.08.

12.947 – 50 % RT vom Hoch 12.08.

12.993 – Pivot Punkt R1

13.020 – 15-Minutenchart

13.075 -Tageshoch 13.08.

13.101 – Tageshoch 12.08.

13.138 – 138,2 % Extension

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

DAX daily: Ziehen im Dax bald dunkle Wolken auf? 13.000er Marke im Blick

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Goldpreis: Gestern Bitcoin-Absturz, heute Gold! Marktgeflüster (Video)

Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar. Was ist da los?

Markus Fugmann

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am

Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar (und das im buchstäblich selben Moment, als auch der VIX deutlich fiel). Was ist da los? Wiederholt sich das Geschehen aus dem März, als ein heftiger Abverkauf von Bitcoin das Vorspiel für den Absturz der Aktienmärkte im März-Crash war? Auffallend ist die Schwäche im Goldpreis und gestern die Schwäche bei Bitcoin) vor allem deshalb, weil der Dollar alles andere als Stärke zeigt – normalerweise unterstützt ein schwacher Dollar das gelbe Edelmetall. Die heute in den USA verkürzt handelnden US-Aktienmärkte nun immer mehr im „Gier-Modus“ – wie lange geht das noch?

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Rüdiger Born: Die aktuelle Lage am verkürzten US-Handelstag

Rüdiger Born

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Nikkei 225: Das Comeback des japanischen Leitindex

Hatte es der Großinvestor Warren Buffett geahnt, oder war er sogar ein kleiner Auslöser dafür: Nämlich die Stärke des japanischen Nikkei 225 – trotz explodierender Schulden

Wolfgang Müller

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Hatte es der Großinvestor Warren Buffett geahnt, oder war er sogar ein kleiner Auslöser dafür: Nämlich die Stärke des japanischen Sammelindex Nikkei 225, inmitten der Corona-Krise und bei explodierenden Staatsschulden. Dieser bemüht sich nach Kräften, endlich das Trauma des Immobilien-Crashs von 1989 zu neutralisieren, der Index kletterte jüngst auf ein fast 30-Jahreshoch.

Der japanische Index – auf dem Weg zu alten Höhen?

Immer wieder wird von Aktienpessimisten Japan als Negativbeispiel angeführt. Der unheimliche Aktien-Boom in den 1980-er-Jahren, verbunden mit der Immobilienblase (Hans-Werner Sinn: Für Tokyo hätte man ganz Kanada kaufen können!) führte zu abstrusen Börsenbewertungen:

 

Die Mutter aller Index-Fahnenstangencharts (bis zur Corona-Krise):

Die Aktienmärkte - hier der Nikkei

Der Höchststand des Nikkei 225 vom 29. Dezember 1989 lag auf Schlusskursbasis bei 38.913 Punkten, dann erfolgte ein Absturz ohnegleichen mit vielen erratischen Schwankungen und einem Tief am Ende der Finanzkrise von 7054 Punkten.

Aber wer hat im Jahr 1989 all sein Geld in den Nikkei 225 investiert und nicht vorher und danach? Im Übrigen hätte ein monatlicher Sparplan auf den Index über viele Jahre eine gewaltige Rendite gebracht, durch den Cost-Average-Effekt, nur muss der Index irgendwann einmal kräftig anziehen, dann schießt der Wert mit all den billig erworbenen Anteilen kräftig in die Höhe. So wie es beim Nikkei 225 schon seit geraumer Zeit aufwärts geht.

Ein Vergleich der Marktperformance:

Seit dem Corona-Tief:

S&P 500: plus 60 Prozent
Dax: plus 52 Prozent
Nikkei: plus 50 Prozent

Seit dem Tief in der Finanzkrise 2009:

S&P 500: plus 436 Prozent
Dax: plus 362 Prozent
Nikkei: plus 364 Prozent
Jetzt ist der Index noch weiter gestiegen und erreichte gestern 26.537 Punkte.

Wobei hier wieder einmal festzustellen ist, dass bei unserem Dax als Performanceindex die ausgeschütteten Dividenden mit eingerechnet wurden, anders als bei den international üblichen Kursindizes. Was im Jahresvergleich nicht viel ausmacht, verzerrt das Bild bei einem 11-Jahreszeitraum durch den Zinseszinseffekt doch sehr deutlich.

Was also fast nach einem Gleichlauf aussieht, wird im 3-Monatsvergleich nach dem Einstieg von Warren Buffett deutlicher, Japan fiel im Oktober nicht mehr so stark und erholte sich stärker.

S&P 500: plus 4 Prozent
Dax: plus 1 Prozent
Nikkei: plus 13 Prozent

Die Entwicklung der Wirtschaft

Dass die Börse in Japan so stark gestiegen ist, liegt zum einen natürlich an der Bank of Japan, die bereits 53 Prozent der japanischen Staatsanleihen in ihren Büchern hält und immer wieder ETFs auf den Aktienmarkt erwirbt.

Der Nikkei 225 mit seinen über 12 Billionen Euro Marktkapitalisierung hat natürlich noch andere Investoren.

Aber vonseiten der Wirtschaft gibt es auch einige Signale der Hoffnung.

Doch zunächst zum Einstieg von Warren Buffett. Seine Gesellschaft Berkshire Hathaway kaufte im Herbst etwas mehr als fünf Prozent der Aktien der fünf großen japanischen Handelshäuser, die jahrzehntelang Japans Außenhandel bestimmt haben. Für uns relativ unbekannte Namen wie Itochu, Marubeni, Mitsubishi, Mitsui und Sumitomo. Und seine Gesellschaft sei bereit, den Einsatz auf bis zu 9,9 Prozent zu erhöhen.

Japan ist verglichen mit den USA erheblich preiswerter. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) des Dow Jones liegt bei 2,9, jenes des Nikkei 225 hingegen nur mit bei 1,1.

Japans Wirtschaft erholt sich derzeit von einer Rezession, die schon im vierten Quartal 2019 begonnen hatte. Japans Konsumenten erhöhten ihre Ausgaben im Sommer um 4,7 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im dritten Quartal auf Jahresbasis um 21,4 Prozent, 2,5 Prozent stärker als von Analysten erwartet wurde.

Hinzu kommt, dass die XXVII. Olympischen Sommerspiele in Tokyo doch vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 stattfinden sollen, wie IOC-Präsident Dr. Thomas Bach bei seinem letzen Besuch in Japan angekündigt hat.

Ein Schub durch das Freihandelsabkommen RCEP

Das vor knapp zwei Wochen abgeschlossene Freihandelsabkommen RCEP, abgekürzt für Regional Comprehensive Economic Partnership, zwischen 15 Ländern Ostasiens und Ozeaniens, gab der Börse einen weiteren Kick. Japan erhält dadurch erstmals bevorzugten Zugang zu China und Südkorea. Die Annäherung der drei Länder gilt als historischer Vorgang. Das Abkommen wird als Wegbereiter für ein künftiges asiatisches Wirtschaftswachstum gesehen, auch zu einer Zeit, in der sich die Region ohnehin aufgrund der Eindämmung der Pandemie konjunkturell besser als der Rest der Welt entwickelt.

Fazit

Was kann man aus der diesjährigen Entwicklung des Nikkei für Lehren ziehen? Staatsschulden, selbst in astronomischer Höhe (über 250 % zum Bruttoinlandsprodukt), führen nicht zwangsläufig zum Einbruch. Nämlich dann, wenn die Bürger an die Stabilität der eigenen Währung glauben und genügend Sparvermögen bilden und natürlich von der Funktionsfähigkeit der eigenen Notenbank überzeugt sind, die viele der Staatssschulden in ihren Büchern hält. Das Vertrauen in das Geld ist Grundvoraussetzung für die Schuldentragfähigkeit.

Dann sollte die eigene Währung eine gewisse Stabilität aufweisen, damit die Exportwirtschaft nicht unter die Räder gerät, aber auch ausländische Produkte für die Bürger erschwinglich bleiben. Ganz besonders wichtig ist natürlich die Stabilität des Geldes im Hinblick auf die Inflation. In Japan lag die Teuerungsrate über 20 Jahre gerade mal bei 0,5 Prozent per annum. Aber aus dieser Argumentation könnte man auch schlussfolgern, dass es dann krachen wird, wenn auch nur einer der drei Faktor nicht mehr gegeben ist, insbesondere wenn die Inflation zu galoppieren beginnt. Inflation, das Thema der nächsten Jahre nach der epochalen Geldschwemme des Corona-Jahres 2020?

 

Der Nikkei in Japan mit zuletzt starker Entwicklung

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