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Dax: Das hat weh getan!

Was der Dax da am Freitag veranstaltet hat, hat den Bullen richtig weh getan: ohne klar erkennbare Gründe rutschte der deutsche Leitindex stark ab und zeigte damit den größten Rücksetzer im Februar. Es war nicht ein 0:8, wie es der glorreiche HSV bei den Bayern versaute, aber doch eine Niederlage, die Spuren hinterlässt..

FMW-Redaktion

Was der Dax da am Freitag veranstaltet hat, hat den Bullen richtig weh getan: ohne klar erkennbare Gründe rutschte der deutsche Leitindex stark ab und zeigte damit den größten Rücksetzer im Februar. Es war nicht ein 0:8, wie es der glorreiche HSV bei den Bayern versaute, aber doch eine Niederlage, die Spuren hinterlässt, zumal die US-Indizes sogar kurz vor Handelsende noch ins Plus gedreht waren. Der Dax also verängstigt (vor was auch immer), die US-Indizes wie der Dow Jones einmal mehr mit einem Rekordschluss – doch hatte dieser Rekordschluss irgendwie einen schalen Beigeschmack.

In Asien dominieren die Minuszeichen – der Nikkei nun mit vier Verlusttagen in Folge, auch in China die Vorzeichen rot:

Shanghai Composite -0,76%
CSI300 -0,80%
ChiNext -0,60%
Nikkei -0,89%

Aus irgendeinem Grund können also weder die Märkte in Europa noch in Asien die derzeitige Sorglosigkeit der US-Indizes teilen. Der Grund dürfte sein: man stellt Fragen und wundert sich über ausbleibende Antworten. Vor der Rede Donald Trumps morgen (22Uhr deutscher Zeit) dürfte man sich nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen, es fehlt das amerikanische Optimismus-Gen, das seit der Wahl Trumps eine Euphorie erzeugt hat, wie man sie seit Reagans Zeiten nicht mehr erlebt hat – daher auch kein Zufall, dass der Dow nun die längste Gewinnstrecke seit 1987 absolviert.

Beim Dax aber ist doch einiges Porzellan kaputt gegangen am Freitag:

Das hat einige auf dem falschen Fuß erwischt, zumal die Stimmung (Dax-Sentiment der Deutschen Börse) vor allem der Dax-Profis zuvor einen deutlichen Anstieg des Optimismus verzeichnet hatte. Nun müssen eben jene Profis versuchen, die Performance zu retten für den Februar, und wenn der Dax heute noch einmal Schwäche zeigen sollte, dürfte die Neigung zunehmen, die Reißleine zu ziehen.

Erster Widerstand im Bereich 11850/60 – schon hier dürfte der Dax Probleme bekommen. Es ist daher nicht davon auszugehen, dass der deutsche Leitindex in gewohnter Fröhlichkeit wieder die 12.000er-Marke heute überwinden kann. Vielmehr rückt aus unserer Sicht die Unterseite in den Fokus, und hier vor allem der Bereich 11720 (das Tief vom Freitag) sowie der Bereich 11690. Wenn der Dax diesen Bereich unterschreitet, ist die Party erst einmal vorbei. Dann droht sogar ein Widersehen mit dem Bereich 11460 bis 11420 (letzteres das Tief aus dem Januar).

Summa summarum: vielleicht ist die Trump-Rally noch nicht vorbei, aber sie ist, was den Dax betrifft, mindestens unterbrochen. Wir sehen daher in Erholungen gute Möglichkeiten, die Short-Seite zu spielen..



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