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Dax: Der Dämpfer

Noch ist nicht viel angebrannt beim Dax, die Bullen haben nach wie vor das Momentum auf ihrer Seite, aber weitere Anstiege dürften dem Index heute durchaus schwer fallen. Am Freitag war es ein Short-Squeeze, der den Dax auf ein neues Allzeithoch getrieben hatte, viele Profis waren entwder nicht investiert oder eben short. Das dürfte nun weitgehend „abgefrühstückt“ sein, sodass die Bullen nicht auf die Mithilfe der Bären mehr rechnen können..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Dax erleidet zum Handelsstart in dieser Woche einen (ersten?) Dämpfer. Dafür verantwortlich nur zum Teil die Wall Street mit den doch eher bescheidenen Verlusten der drei großen Indizes (allerdings die Nebenwerte, also der Russell2000, stärker unter Druck). Was den asiatischen Märkten auf das Gemüt zu schlagen scheint sind die seltsamen Konflikte um Katar, eine etwas rätselhafte, plötzliche Eskalation der politischen Lage könnte auch für die Aktien- und Roshtoffmärkte starke Konsequenzen haben – Katar ist einer der größten Gas-Exporteure der Welt und Anteilseigner vieler westlicher Firmen.

In Asien sorgt das für Verunsicherung, der Yen legt zu und drückt damit den Nikkein deutlich ins Minus:

Shanghai Composite -0,10%
CSI300 +0,18%
ChiNext +0,28%
Nikkei -0,99%

Der X-Dax reagiert ebenfalls mit Kursverlusten und generiert erstmals seit längerer Zeit wieder eine Abwärts-Gap:

Haben politische Börsen kurze Beine? In Sachen Katar ist das unklar, aber jedenfalls warten die Märkte auf den Super-Donnerstag: dann die Anhörung des ehemaligen FBI-Chefs Comey, die EZB-Sitzung (mit möglicherweise ersten Andeutungen einer Straffung der Geldpolitik) und die Wahl in Großbritannien sind wegweised für den weiteren Verlauf der Märkte.

Aus charttechnischer Sicht droht nun beim Dax ein Fehlausbruch über das bisherige Allzeithoch bei 12840 Punkten. Es droht allerdings nur in dem Fall, wenn es dem Dax nicht gelingt, diese Zone nachhaltig zu überbieten. Am Freitag hatte die Euphorie die Aktienmärkte noch getrieben, die US-Arbeitsmarktdaten waren der erste Dämpfer, heute dann mit der Risikoaversion der zweite Dämpfer. Der Dollar-Yen als Risikobarometer fällt unter die wichtige 110er-Marke, Gold steigt auf den höchsten Stand seit sechseinhalb Wochen – es ist also durchaus Nervosität vorhanden, auch wenn die Volatilität an den Aktienmärkten der USA auf historisch niedrigen Niveaus bleibt.

Noch ist nicht viel angebrannt beim Dax, die Bullen haben nach wie vor das Momentum auf ihrer Seite, aber weitere Anstiege dürften dem Index heute durchaus schwer fallen. Am Freitag war es ein Short-Squeeze, der den Dax auf ein neues Allzeithoch getrieben hatte, viele Profis waren entwder nicht investiert oder eben short. Das dürfte nun weitgehend „abgefrühstückt“ sein, sodass die Bullen nicht auf die Mithilfe der Bären mehr rechnen können.

Heute keine Impulse durch Konjunkturdaten, also ein eigentlich sehr ruhiges Umfeld im Vorfeld des Super-Donnerstags. Der Dax hat die nächste wichtige Unterstützung im Bereich 12700/10 und dürfte heute in der Spanne 12840 bis 12700 verbleiben..

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