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Dax: Gelingt der Ausbruch?

Schafft der Dax heute den Befreiungsschlag? Gestern hatte der deutsche Leitindex das vergeblich versucht, die Wall Street hatte dann nicht mehr mitgespielt. Aber die Voraussetzungen sind nicht schlecht, nachdem Mario Draghi im Grunde gestern den Wendepunkt verkündet hatte..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Schafft der Dax heute den Befreiungsschlag? Gestern hatte der deutsche Leitindex das vergeblich versucht, die Wall Street hatte dann nicht mehr mitgespielt. Aber die Voraussetzungen sind nicht schlecht, nachdem Mario Draghi im Grunde gestern den Wendepunkt verkündet hatte: keine weiteren Maßnahmen notwendig, die Daten gut, die Risiken haben abgenommen etc. Das alles zeigt, dass die EZB zwar nicht sofort, aber eben absehbar (nach den Wahlen in Holland, Frankreich und Deutschland) ihre ultralaxe Geldpolitik zurück drehen wird. Damit wäre dann die Hausse am Anleihemarkt beendet, und für internationale Investoren sind das interessante Töne von Draghi: wer sich etwa amerikanische Finanzmedien ansieht, bemerkt dort einen Konsens: europäische Aktien meiden, wegen den großen Risiken etc.

Aber vielleicht liegen die Risiken gar nicht in Europa, sondern eher in den USA! Denn an den US-Märkten ist die beste aller Welten schon längst eingepreist, sodass im Grunde nur negative Überraschungen kommen können. US-Aktien sind sehr teuer, europäische Aktien sind nicht billig, aber eben auch nicht so maßlos teuer wie ihre amerikanischen Pendants. Denkbar also, dass die großen Dickfische zur Auffassung gelangen, umzuschichten aus US-Aktien in EU-Aktien. Das alles ist noch Zukunftsmusik, aber der Grundstein ist durch Draghi gelegt.

Zum aktuellen Geschehen: der Dax mit einem starken Start, nachdem vor allem der Nikkei den Anstieg des Dollar-Yen feiert und dem X-Dax so zu einem Aufwärtsgap verhilft:

Auffällig ist der Boden, den der Dax im Berich 11915/20 gebildet hat durch mehrfaches Anlaufen. Solange dieser Boden hält, hat der Dax gute Chancen, das bisherige Jahreshoch zu überbieten. Neuralgisch ist die Zone 12015/30 – denkbar, dass der Dax hier erst einmal scheitert, aber spätestens im Bereich 11960/70 sollte der Index drehen und einen erneuten Anlauf starten, die 12015/30 zu überbieten. Nur wenn der Bereich 11915/20 nicht halten sollte, wäre das bullische Szenario nicht ganz kaputt, aber doch sehr in Frage gestellt.

Heute im Fokus natürlich die US-Arbeitsmarktdaten (wir berichten wie immer zeitnah um 14.30Uhr, zeigen die wahrscheinlichen Auswirkungen der Daten auf die Märkte sowie die „Zahlen hinter den Zahlen“). Nur eine herbe Enttäuschung bei den US-Arbeitsmarktdaten dürfte die Fed vielleicht noch einmal zögern lassen, aber selbst bei eher schwachen Daten ist das unwahrscheinlich. Gleichwohl scheint uns die Dollar-Rally in einem späten Stadium zu sein, auch der Abverkauf von Gold etc. dürfte bald durch eine Gegenreaktion unterbrochen werden.

Schaun wir mal, würde der Kaiser Franz sagen – um den es seltsam still geworden ist in letzter Zeit..

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Gixxer

    10. März 2017 09:16 at 09:16

    Ich glaube Kaiser Franz würde sagen: „Schaun mer mal.“

    • Avatar

      Petkov

      10. März 2017 09:57 at 09:57

      Schaun mer mal, dann guck mer weidda

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Netflix und Tesla bringen gute Laune

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Netflix hat gestern Abend tolle Zahlen geliefert, und bei Tesla gibt es ein neues hohes Kursziel.

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Börse: Die Stimulus-Schecks und der große Börsen-Hype

Wiederholt sich das Muster an der Börse aus der ersten Corona-Welle? Damals stiegen Kleininvestoren ein, und nun kommen neue Schecks!

Wolfgang Müller

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Was sich im letzten Sommer durch die großzügigen Schecks der US-Regierung zur Unterstützung der Arbeitslosen an der Börse gezeigt hat, wiederholt sich mit den 600 Dollar-Schecks seit Jahresanfang in verschärfter Form. Man zockt mit dem staatlichen Geld immer zügelloser, in Pennystocks und in Optionen. Jetzt kommt bald die Aufstockung auf 2000 Dollar durch die Biden-Regierung – wird dies der Höhepunkt der Manie der Börse?

Börse: Corona und die Generation RobinHood

Es war ein großes Thema im Coronajahr 2020, die allein schon beim Neobroker RobinHood auf 13 Millionen, vorwiegend junger Anleger angewachsene Schar neuer und junger Investoren, die ihre Freizeit genutzt haben, um nahezu gebührenfrei an der Börse zu zocken. Zunächst mit den großen Aktien aus dem „Stay-at-Home-Umfeld“, Apple, Amazon, Alphabet, Microsoft, Nvidia, oder Zoom und natürlich Tesla. Aber da dies so gut geklappt hatte, dann auch mit Hebelprodukten aus dem Optionsbereich. Was die Stillhalter dazu genötigt hatte, teure Aktien zur Absicherung auch noch nachzukaufen, Stichwort Gamma-Absicherung. Die Hausse nährte ständig die Hausse. Dies ist natürlich den großen Häusern in den USA nicht verborgen geblieben. Goldman Sachs holte sich die Liste der meist nachgefragten Aktien bei den Billigbrokern und bei den Favoriten der Hedgefonds – und siehe da, die Lieblinge der RobinHoodies schlugen die Benchmark und die Profis um Längen.

2020: S&P 500, plus 16 Prozent – Hedgefonds plus 40 Prozent – und die RobinHooder plus 80 Prozent. Dies ist natürlich nicht die Performance der Depots, sondern die Berechnung der Performance der Favoriten.

Das neue Thema Pennystocks

Das Jahr 2021 entwickelt sich in Teilbereichen noch extremer als das Jahr 2020. Die jungen Spekulanten hatten bemerkt, dass sich nach den Wahlen im November und der großen Impfstoffstory ein Favoritenwechsel ergeben hat, weg von Big Growth und Value, hin zu kleinen Nebenwerten. Überaus deutlich ersichtlich an der Performance des Russel 2000, der allein von Anfang November bis dato von 1520 auf 2150 Punkte gestiegen ist. Ein Index, wohlgemerkt, in dem sich so viele Titel befinden, die gar keine Gewinne machen, seit Jahren „Zombies“ genannt. Manch erfahrener Börsianer wird sich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben, angesichts der Kurssprünge einiger kleiner und eigentlich unbekannter Aktien aus dem Feld der Pennystocks.

Das extremste und am meisten zitierte Beispiel ist eine Firma aus der Medizintechnik, Signal Advance. Infolge einer Verwechslung aufgrund eines Musk-Tweets: „Buy Signal“ hatte sich der Pennystocks schlicht verdreiundzwanzigfacht. Nicht ganz so extrem, aber immerhin auch schon mit 120 Prozent plus, notierte GameStop, eine Firma aus der Videobranche. Ob Energiesektor, Elektromobilität, Wasserstofftechnologie, Solar oder sogar Aktien, die sich der Pleite genähert haben, Hauptsache billig, dann wird damit herumgezockt.

Das Volumen der gehandelten Billigaktien hatte bereits im Dezember die Billionengrenze erreicht.

Stimuli, oder die staatliche Quelle für das Zocken

Wie bereits angedeutet, viele Anleger hatten anscheinend nur darauf gewartet, dass der Staat ihnen endlich die lange erwartete Unterstützung mittels der 600 Dollar-Schecks zusandte. Der Beweis für diese Annahme ist der Anstieg des Handelsvolumens bei Pennystocks – Over the counter (OTC), also außerbörslich, der sich nach dem Erhalt der Schecks glatt fast versechfacht hatte.

Was bedeutet dies für die nahe Zukunft? Der neue US-Präsident hat letzte Woche sein 1,9 Billionen Dollar schweres Stimulusprogramm angekündigt, welches noch der Billigung durch den Kongress bedarf.

Eine Aufstockung um 1400 Dollar und es könnten weit über 100 Millionen Amerikaner in den Genuss der staatlichen Stimulus-Schecks geraten.

Wird sich das Verhalten der neuen Generation Anleger ein weiteres Mal wiederholen und das Geld unmittelbar wieder an der Börse landen, bei Werten, von denen unsereins noch gar nichts gehört hat?

Ein nochmaliger kurzfristiger Boom?

Daran sieht man einmal mehr, warum statistische und saisonale Annahmen stets mit Vorsicht zu genießen sind. Jedes Jahr, jeder Zyklus ist anders und bietet ständig Überraschungen. Wer hätte vor einem Jahr daran gedacht, dass kleinste Anlegergruppen mit staatlicher Stütze einen Einfluss auf die Kurse an der Börse ausüben können?

Fazit

Wieder ein Zeichen für eine Bubble an der Börse, die aber wie immer erst dann festgestellt wird, wenn sie geplatzt ist? Jede Übertreibung ist anders als die vorherige und die aktuelle Phase ist durch Umstände befördert worden, die es in dieser Kombination auch noch nicht gegeben hat. Die Notenbanken haben durch ihre Marginalisierung des Zinses den Aktienmarkt zu einer dominanten Anlageklasse gemacht, dann haben die neuen Broker die Handelsgebühren abgeschafft und das Handeln mit ganz niedrigen Beträgen möglich gemacht und zuletzt hat Vater Staat auch noch das nötige Spielgeld zur Verfügung gestellt, ungewollt. 2020 war es die Arbeitslosenunterstützung, die in manchen Staaten über 4000 Dollar pro Monat betragen hat, mehr als der Arbeitnehmer mit seiner Arbeit verdienen konnte. Dann kamen die 600 Dollar-Schecks und jetzt die nochmalige Aufstockung durch die neue US-Regierung.

Was mich wieder einmal in meiner These bestätigt, wann der Rally an der Börse sehr deutlich der Stecker gezogen werden könnte: Wenn die Wirtschaft ohne staatliche (Not-)Versorgung läuft, das Zinsniveau nur ein wenig weiter ansteigt und zusätzlich den jungen Zockern die staatlichen Schecks verwehrt werden.

Der Einfluß der Stimulus-Schecks auf die Börse

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Netflix-Quartalszahlen: Nutzerwachstum deutlich besser als gedacht, Aktie +11 Prozent

Claudio Kummerfeld

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Netflix auf Computer schauen - Beispielbild

Soeben wurden die Netflix-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier zeigen wir die wichtigsten Eckdaten.

Der Umsatz liegt bei 6,64 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 5,47/Erwartungen 6,6). Im aktuell laufenden Quartal soll der Umsatz bei 7,1 Milliarden Dollar liegen.

Der Gewinn liegt bei 1,19 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,30/Erwartungen 1,39). Im laufenden Quartal erwartet man 2,97 Dollar.

Die Zahl neuer Abonnenten liegt bei 8,51 Millionen (erwartet 6,5). Für das laufende Quartal gibt man ganz aktuell die Zielmarke von 6 Millionen neuen Abonnenten aus.

Netflix sagt aktuell, dass man keine externe Finanzierung mehr benötige, und über Aktienrückkäufe nachdenke. Das und das Nutzerwachstum lassen die Aktie gut da stehen. Sie steigt aktuell nachbörslich um 11 Prozent!

Grafik zeigt Netflix-Quartalszahlen im Detail

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