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Dax: größerer Anstieg unwahrscheinlich – zu viele Optimisten!

FMW-Redaktion

Der Dax startet heute stark und kann gut 1% zulegen. Es ist die immer stärker werdende Erwartung, dass in 2015 die Fed die Zinsen nicht mehr anheben wird, die zunächst die asiatischen Märkte, dann auch Europas Indizes nach oben führt. Weiterren Auftrieb bekommt der Dax mit den Aussagen des EZB-Mitglieds Nowotny, wonach die EZB weit von ihrem Inflationsziel von 2% entfernt sei – daher seien „zusätzliche Instrumente“ nötig, um die Inflation wieder nach oben zu bringen, da eine Notenbank wie die EZB gegen den Verfall der Ölpreise machtlos sei. Daraufhin fiel der Euro – auch das ist positiv für den Dax.

Das ist ein Cocktail, der die Risikobereitschaft wieder anheizt: keine Zinsanhebung durch die Fed, Aussicht auf weitere Maßnahmen der EZB – mehr geht derzeit nicht für die Bullen! Der Dax ist aus dem kurzfristigen Abwärtstrend ausgebrochen:

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Ob das aber reicht, um einen größere Rally zu befeuern, muß jedoch bezweifelt werden. Der Grund: es gibt nach wie vor zu viele Dax-Optimisten, die bereits investiert sind und Anstiege sehr wahrscheinlich zum Ausstieg nutzen werden. So liegt der Anteil der Dax-Optimisten, wie die heute veröffentlichte sentix-Umfrage zeigt, trotz leichter Rückgänge zur Vorwoche bei den Institutionellen bei 58%, bei Privatanlegern bei 59%. Wenn mehr als jeder zweite Optimist ist, wird eine starke Rally unwahrscheinlich, die meist durch übertriebene Angst und Short-Eindeckungen ausgelöst wird.

Anders dagegen die Stimmung bei den Amerikanern: hier liegt der Anteil der Bullen nur bei 34,1%, wie die neueste AAII-Umfrage zeigt, während die Bären 27,1% ausmachen. Damit ist eine Rally in den USA nach wie wahrscheinlicher als in Deutschland, wo es zuletzt gerade in der zweiten Reihe Gewinnwarnungen gehagelt hat..



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1 Kommentar

  1. Bei Optimusmus sollte man sich dennoch immer nach der Position und der Perspektive fragen: optimistisch in Bezug auf „Was“?
    Wenn ich optimistisch dahingehend eingestellt bin, das der Crash bald kommt und ich ihn als Beendigung eines Exzesses (unnötige Übertreibung/Verzerrung) sehe, bin ich dann ein Pessimist?

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