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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

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Dax hält langfristigen Aufwärtstrend – aber Gespräche EU-USA wegen Zöllen laufen schlecht

Der Dax konnte an einem charttechnisch immens wichtigegn Punkt nach oben drehen. Aber es hängt das Damoklesschwert der US-Zölle über dem Index..

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Der Dax hat sich vor allem gestern wieder mit einer starken Aufwärts-Bewegung zu Wort gemeldet – aber wie sieht die übergeordnete Perspektive aus?

Folgender Langfristchart zeigt, dass der Dax seinen seit dem Jahr 2003 bestehenden langjährigen Aufwärtstrend hat verteidigen können:

 


(Chart: kimberleychartsolutions.com; durch anklicken vergrößern)

 

Gleichzeitig konnte sich der deutsche Leitindex in dem seit dem Jahr 2011 bestehenden Trendkanal halten – das im Dezember-Tief erreichte Niveau war also absolut wichtig, dabei war an diesem Tief der Dax stark überverkauft.

 

Aber wie geht es jetzt weiter? Ein zentraler Faktor für den ohnehin exportlastigen Dax sind die deutschen Autokonzerne – und hier kommt jetzt vieles auf die Verhandlungen der EU mit der Trump-Administration an. Und laut „Politico“ laufen diese Verhandlungen nicht besonders gut!

Zur Erinnerung: bis 19.Februar muß US-Handelsminister Wilbur Ross dem US-Präsidenten seine Empfehlungen geben, ob die USA Zölle auf Autos aus der EU einführen sollten. Donald Trump hat dann 30 Tage Zeit darüber zu entscheiden, ob es diese Zölle geben wird – oder eben doch nicht!

Aber die Verhandlungen stecken offenkundig fest: so wollen die USA vor allem Zugang in die EU mit ihren Landwirtschaftsprodukten – aber die EU will (vor allem Frankreich!) das Thema aus den Gesprächen heraus halten. Gleichzeitig fordern die Europäer, dass die USA die eingeführten Zölle auf Aluminium und Stahl für Produkte aus der EU wieder abschaffen – was aber die Trump-Administration nicht will! Bernd Lange, Vorsitzender der Handelskomission des Europäischen Parlaments, glaubt daher nicht (mehr), dass die Gespräche zu einer Lösung führen können:

„It’s a bit of a show. I don’t think that these talks can lead to a result“.

Die EU versucht offenkundig nur, weitere Zölle zu vermeiden – bietet aber kauem Gegenleistungen an (Junckers Wille US-Sojabohnen zu kaufen sei daher nur „window dressing“). Die USA hingegen – und das könnte die Hoffnung der Europäer sein – scheinen sich voll auf China fokussiert zu haben und daher seitens des Verhandlunsführers der Amerikaner, Robert Lighthizer, bereit, das Thema nicht allzu hoch zu hängen. Gleichwohl aber endet in knapp zwei Wochen die Deadline, bis zu der US-Handelsminister Ross seinen Vorschlag an Trump unterbreiten muß.

Für den Dax bedeutet das: sollten die Zölle nicht kommen bzw. das Thema erst einmal nach hinten geschoben werden, wäre das ein positives Signal. Aber was passiert, wenn es keinen Deal zwischen den USA gibt, der Ende Februar „im Sack“ sein muß, damit die US-Zölle gegen China nicht angehoben werden?

Eines scheint klar: wenn die Dinge zwischen den USA und China eskalieren sollten, dürfte such die Wahrscheinlichkeit rapide steigen, dass US-Präsident Trump auch die EU nicht mit weiteren Zöllen verschonen wird. Und wenn es so kommt, dann wäre die Erholung des Dax nicht mehr als eine Bärenmarktrally..

 


By European People’s Party – IMG_7369, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=61922625

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  • Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung in den USA ist auf 25% gefallen, gegenüber 50% vor Kurzem.
  • Beispielhaft: Die Rendite der 10-jährige US-Treasury ist in wenigen Wochen um 25 Basispunkte gestiegen.
  • Die Durchschnittsschätzungen für Q1 in den USA liegt bei 2,1%, für das zweite Quartal rechnet man bereits wieder mit 2,7%.

Die neue Umfrage von Bank of America/Merril Lynch unter den großen Vermögensverwaltern brachte folgende Ergebnisse:

  • 86% der Befragten betrachten die zeitweilige Invertierung der Zinskurve nicht als Rezessionssignal
  • Gerade noch 6% rechnen mit einer Rezession in diesem Jahr
  • 60% sind dennoch „bearish“ in puncto Wachstum und Inflationsrate

 

Kurzfazit

Das Dumme daran ist nur, dass die Wachstumshoffnungen in den Kursen bereits eingepreist sind. Die Aktienmärkte haben es gerochen, für weitere Steigerungen müsste die Wirtschaft schon noch deutlich mehr liefern.

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