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Dax: Hausfrauen-Rally? Oder müssen die Profis noch rein in den Markt?

Wenn wir wissen, warum das Volumen der Rally so dünn ist, wissen wir auch welche Richtung die Märkte einschlagen werden!

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Wer in den letzten Tagen den Dax gehandelt hat, der brauchte ein gutes Händchen: es ging rauf und runter, und das mit Bewegungen, die scheinbar recht wenig innere Logik aufwiesen:

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(Chart durch anklicken vergrößern)

Da war (an Nachrichten) das Theater um Wirecard, die Spekulationen um die Fusion von Deutsche Bank und Commerzbank – insgesamt also viel heiße Luft, aber eben wenig Substanz. Manches aber deutet nun daraufhin, dass diese erratischen Bewegungen der Vorwoche etwas ankündigen, dass also das Gezappel ein Vorbote ist für eine Entladung der aufgestauten Energie.

Was könnte das sein? Die Märkte sind nun in einer Weise vertrauensselig, die stutzig macht: die dovishe Kehrtwende der Fed wiegt die Bullen nun in einem Gefühl der Sicherheit, was soll da schon schief gehen wenn die mit Abstand wichtigste Notenbank der Welt erklärt, dass sie nicht mehr als Bremsklotz fungieren werde (mit Ausnahmen der Bilanzreduzierung)?

Es gibt bekannte Risiken: keine Einigung zwischen den USA und China – was wir, im Gegensatz zur Auffassung der Märkte für wahrscheinlich halten. Dann der anstehende Bericht des Sonderermittlers Mueller. Dann die Lage in Venezuela, die bei weiterer Eskalation zu einer scharfen Konfrontation zwischen den USA und China/Russland führen kann. Und es gibt die unbekannten Risiken, die schwarzen Schwäne..

Jedenfalls gilt mit Blick auf die Wall Street: all das, was bisher mit der Rally sich zeigt, ist so in ganz ähnlicher Form auch in den Jahren 2000 und 2007 passiert (siehe dazu den Artikel „Bull Trap“, der neun identische Muster der Jahre 2000, 2007 und 2019 aufzeigt).

Und was uns weiter stutzig macht: wo ist das Volumen? Während der Abverkauf im Dezember unter massivem Volumen geschah, war die Rally dann ab Januar in Sachen Volumen sehr dünn! Das kann zwei völlig gegensätzliche Schlußfolgerungen zulassen:

1. Die Rally wird impulsiv weiter gehen, weil Profi-Investoren auf den fahrenden Zug erst aufspringen müssen – mithin ist das fehlende Volumen ein gutes Zeichen

2. Das fehlende Volumen zeigt, dass wir es mit einer „Hausfrauen-Rally“ zu tun haben! Die großen Player kaufen nicht, sondern locken eher die schwachen Hände in den Markt und skalpieren diese dann (weil sie wissen, dass das dicke Ende mit einem erneuten Test der Dezember-Tiefs noch kommt)!

Welche dieser Interpretationen richtig ist, werden wir sehen. Heute jedenfalls droht ein eher langweiliger Tag mit den Google-Zahlen als dem einzigen Highlight. Aber man hat ja schon Pferde kotzen sehen..

 

 

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. frankie68

    5. Februar 2019 04:10 at 04:10

    Hallo Herr Fugmann,

    was Sie beschreiben, versuche ich schon seit Jahren herauszufinden.

    Altmeister Costolany, der ja etwas Ahnung von der Börse hatte, sagte einmal, ihm seien schwache Umsätze bei steigenden Kursen lieber, denn bei starken Umsätzen würden die Aktien von den starken in die schwachen Hände wechseln (im Gegensatz zu Ihrer obigen Auslegung) und sozusagen die Endphase der Hausse einläuten.

    Dagegen werden nach landläufiger Meinung starke Umsätze bei steigenden Kursen bullisch interpretiert, weil man sagt, das deute auf starkes Kaufinteresse hin.

    Können Sie diesen Widerspruch auflösen?
    Herzlichen Dank im voraus…

    Viele Grüße,
    Frank Sauer

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Der Boom ist zu Ende

Nach Jahren des Booms soll es 2019 einen Rückgang von bis zu 20% im Bereich von Fusionen und Übernahmen in Deutschland geben. Dabei setzte bei der Spitzendisziplin des Investmentbankings (M&A) im ersten Quartal bereits ein Schrumpfen von 67 % bei den Ankündigungen ein, wie der Finanzdatenanbieter Refinitiv ausgerechnet hat. Im ersten Quartal 2018 hatte es noch einen richtigen Rausch auf diesem Gebiet gegeben.

Und wen erschwischt es dabei besonders? Dreimal dürfen Sie raten, richtig, die Deutsche Bank. Den deutschen Branchenprimus traf es im ersten Quartal besonders deutlich. Das Geldhaus erscheint bei Refinitiv nicht mehr unter den ersten zehn Topadressen bei Fusionen und Übernahmen in Deutschland, in früheren Zeiten eine Unmöglichkeit. Man glaube zwar im Gesamtjahr wieder zulegen zu können, gerade nach einer Fusion mit der Commerzbank. Aber…..?

Auch das Geschäft mit Börsengängen (IPOs) ist im ersten Quartal richtiggehend eingeschlafen. Das Geschäft mit Aktienemissionen brach laut Refinitiv um 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. Zuletzt hatte Volkswagen den Börsengang seiner Nutzfahrzeugsparte unter dem Namen Traton abgesagt.

Der Leiter des Bereichs Börsengänge bei EY, Martin Steinbach, fasste es so zusammen: „Eine Mischung aus Konjunktursorgen, Handelskonflikten und politischen Unsicherheiten wie dem Brexit hat viele Börsenkandidaten dazu veranlasst, zunächst abzuwarten und zu schauen, ob sich in den Folgequartalen wieder IPO-Fenster öffnen“.

Attentismus eben.

 

Die Deutsche Bank-Zentrale in Frankfurt. Foto: Thomas Wolf (Der Wolf im Wald) CC BY-SA 3.0

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