Folgen Sie uns

Allgemein

Dax startet wohl kräftig im Plus, schwache Eurozonen-Inflation hilft

Der japanische Nikkei-Index bringt über Nacht Support für den Dax mit +1,8%. Der Dow sorgt ebenfalls für Auftrieb zum deutschen Handelsstart mit +0,12% Tagesgewinn. Das ist zwar nicht viel, aber im Nachthandel stieg er fast…

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Der japanische Nikkei-Index bringt über Nacht Support für den Dax mit +1,8%. Der Dow sorgt ebenfalls für Auftrieb zum deutschen Handelsstart mit +0,12% Tagesgewinn. Das ist zwar nicht viel, aber im Nachthandel stieg er fast 100 Punkte weiter an. Damit fehlen nur noch ein paar Punkte, und der Dow überschreitet sein Hoch vom 24. Oktober.

Der Dax notiert vorbörslich 120 Punkte höher als Montag Abend, jetzt um die 13.350 Punkte. Warum auch nicht? Die gestern veröffentlichten schwachen Euro-Inflationszahlen deuten darauf hin, dass die Geldpolitik der EZB weiter zeitlich ausgedehnt wird. Mario Draghi sagte ja letzte Woche: Bis September 2018 gehen die Anleihekäufe weiter – und darüber hinaus, wenn notwendig! Eine weiter schwache Geldpolitik bedeutet weiter einen tendenziell schwächeren Euro, was den Dax natürlich stützt!

Natürlich darf man bei so einem fetten Gap zur Eröffnung nie vergessen, dass Gap-Jäger darauf erpicht sein könnten es zu schließen, bevor es dann weiter nach oben gehen kann!


Der Dax seit 17. Oktober. Rechts sieht man die aktuelle vorbörsliche Notierung.

Euro

Seitdem der Euro letzten Donnerstag um satte 2 Cents abstürzte, tut sich derzeit nichts. Die schwache Inflation in Euroland dürfte vermutlich erstmal dämpfend wirken. Im Augenblick dümpelt der Euro gegen den US-Dollar relativ gelangweilt an der 1,1650-Marke herum.

Öl

Öl zeigt sich weiter sehr robust mit aktuell 54,74 Dollar im WTI-Kontrakt. Man ist getrieben von einer tollen Berauschung, dass OPEC, Russland und Co am 30. November die erneute Verlängerung ihrer Fördermengenkürzung beschließen werden. Unrealistisch ist dieses Szenario nicht.

Heute und morgen achtet der Markt auf die Fed, die Ernennung des neuen Fed-Chefs und auf wichtige Quartalszahlen. Dazu später in einem Folgeartikel ein gesonderter Hinweis unsererseits!

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Andreas2

    1. November 2017 10:58 at 10:58

    Hat jemand von den Profis hier vielleicht einen Tipp, ab welchem Punktestand der DAX vielleicht drehen könnte, wenigstens für eine kleine Korrektur?
    Auf welche Punktemarken sind zu achten?

  2. Avatar

    Andreas2

    1. November 2017 11:04 at 11:04

    Laut ariva.de hat der DAX eine Jahresperformance von knapp 25 Prozent hingelegt. Der Durchschnittsanstieg beim DAX bewegt sich ja zwischen 7 bis 9 Prozent pro Jahr.
    Wenn das keine Eupohrie ist?

    • Avatar

      Gerd

      1. November 2017 12:33 at 12:33

      Andreas2, nicht, dass mich der rasante Anstieg erfreuen würde – im Gegenteil er ärgert mich sogar ein bisschen. Nein falsch, nicht der Anstieg ärgert mich, mein „Nichttätigwerden“ ärgert mich.

      Denn was da abgeht hat doch mit Euphorie nichts zu tun.
      Das ist die logische Konsequenz aus einem absurd niedrigen KGV (selbst im historischen Vergleich).
      Und das ist die normale Konsequenz aus dem, was (FMW?) vorgestern noch ungefähr so beschrieben wurde. Alles ist jetzt drin, was soll jetzt an Ereignissen noch kommen?
      Genau, alles ist jetzt drin, sagte sich der Bauer und schaute auf den Acker.
      Jetzt brauche ich fürs erste nur noch abzuwarten, wachsen tut es jetzt jeden Tag von selbst. Es sprießt nur so in die Höhe. Und immer höher – es sei denn, es kämen wider Erwarten noch mal Nachtfröste oder eine Schädlingsplage.

      Und deshalb kann Ihnen seriös auch niemand sagen, welche Marke, wo, wie, wann. Es kann schon in der nächsten Minute eine Reaktion nach unten geben, die aber niemals nachhaltig sein wird, solange sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht verschlechtern.
      Es kann aber – unter reinen Bewertungsgesichtspunkten – genauso gut bis zum Jahresschluss mehr oder weniger stetig auf 15000 steigen.
      Was ich nicht hoffen will.

      • Avatar

        Columbo

        1. November 2017 19:26 at 19:26

        Richtig…..und immer höher, es sei denn……
        Erinnert mich an Wilhelm Busch: Der Löwe brüllt, wenn er nicht schweigt.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Brexit: Angeblich Einigung an diesem Wochenende

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Laut einem Insider-Bericht wird es bereits an diesem Wochenende eine Einigung auf einen Deal für den Brexit zwischen der EU und Großbritannien geben. Damit würde dann laut diesem Bericht ein „Last-Minute“-Deal erreicht.
Möglich sei, dass die EU dann am 10. oder 11.Dezmeber einen Gipfel abhalten würden, so der Insider weiter.
Zuletzt war es vor allem zwischen Frankreich und Großbritannien zu Konflikten um Fischerei-Recht in britischen Gewässern gekommen..

Der Dax mit leichten Anstiegen auf die Meldung, ebenso das britische Pfund..

Gibt es auf den letzten Drücker einen Deal zum Brexit?

weiterlesen

Allgemein

Atemmasken: Deutschland produziert sie ab Mitte 2021

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Es klingt ein bisschen wie ein Scherz, dass man jetzt den ersten Förderbescheid für die Produktion von Atemmasken seitens der Regierung erteilt hat, eine Allzweckwaffe für die Eindämmung von Covid-19. Im Frühjahr hatte man schmerzlich die Abhängigkeit von China in Sachen medizinischer Schutzausrüstung erkennen müssen. Der kleine Schönheitsfehler dabei: Die Produktion von Atemmasken beginnt erst im Sommer des neuen Jahres.

Der unvorhergesehene Mangel bei Atemmasken

Es war im Frühjahr ein kleiner Schock für das Hochtechnologieland Deutschland: Wir haben hierzulande zwar einen der Weltmarktführer für Beatmungsgeräte (Drägerwerk in Lübeck – Nummer drei für Intensivstationen, Nummer eins für mobile Geräte), aber bei Atemmasken war man in großem Maße abhängig von China. Die weltweite Ausbreitung von Covid-19 sorgte rasch für Ausfuhrverbote medizinischer Schutzausrüstungen und der Bundesregierung wurde klar, dass man handeln musste. Es wurde im Frühjahr ein Förderprogramm für alle Arten von Schutzmasken aufgelegt – und jetzt wurde der erste Förderbescheid an ein deutsches Unternehmen von Wirtschaftsminister Peter Altmaier übergeben. Vorher wurden notfallmäßig Mund-Nasen-Schutzmasken produziert. Unglaublich, wer sich dabei alles an der Produktion beteiligt hat.

Die erste Firma ist Skylotec aus dem rheinland-pfälzischen Neuwied, ein Unternehmen, welches vorher hauptsächlich Absturzsicherungen für Kletterer in der Industrie und im Freizeitbereich hergestellt hat.

Der Bund gab 3,2 Millionen Euro an Fördermitteln, zur Produktion von einer halben Milliarde Masken, ab Sommer diesen Jahres. Anschließend sollen auch die effektiveren FFP2- Masken hergestellt werden, 54 Millionen Stück. Skylotec bekommt damit ein Drittel der Investitionssumme vom Staat. Insgesamt liegen dem Wirtschaftsministerium 270 Anträge für eine staatliche Unterstützung in dieser Produktion vor. Wirtschaftsminister Peter Altmaier weiß natürlich, dass es kritische Fragen geben wird, warum es so lange dauert, bis ein so einfaches Produkt in die Massenfertigung geht. Seine Antwort:

„Man kann solche Programme nicht von heute auf morgen aus dem Boden stampfen. Wir wissen nicht, wie lange es dauert, bis wir alle, die geimpft werden wollen, auch impfen können.“ Die Atemmasken würden in jedem Fall gebraucht werden. „Ob Corona oder nicht, es wird auch künftig Pandemien geben“, so der Minister.

Aber anscheinend hätte die Firma auch ohne Fördergelder mit der Investition begonnen, so der Geschäftsführer von Skylotec, Kai Rinklake.

Ob man im Spätherbst wirklich gleich noch Millionen an Atemmasken (zusätzlich) benötigen wird, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Fazit

Inmitten der Euphorie um die Impfstoffzulassungen, bereits mit ganz konkreten Zahlen – in Hamburg plant man anfangs mit 7000 Impfungen pro Tag, in Berlin mit 5000 -, kommt die Meldung über die ersten Subventionsbescheide der Regierung in Sachen Atemmasken. Irgendwie ein grotesker Widerspuch: Eine Impfstoffentwicklung in noch nie gesehener Geschwindigkeit und die planerische Vorbereitung eines „Hightech-Produktes“ mit Produktionsbeginn in ein paar Quartalen. Ein Gutes hat die Sache: Laut dem Countrymeter liegt die Weltbevölkerung aktuell bereits bei über 7,85 Milliarden Menschen, der Zuwachs 2020 beträgt schon fast 89 Millionen neue Erdenbürger. Da ist es nicht verkehrt, sich prophylaktisch mit Infektionsschutzgerät auszurüsten: nach dem Virus ist vor dem Virus.

Deutschland produziert Atemmasken ab Sommer 2021

weiterlesen

Allgemein

Autoindustrie: Alles Euphorie oder was? Nur Tesla boomt!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Autos auf Parkplatz

Tesla boomt, aber so richtig! Aber dazu später mehr in diesem Artikel. Haben wir uns geirrt? Was ist hier los? Nein, schauen wir genauer hin. Gestern berichteten wir über die Meldung des ifo-Instituts zu den Geschäftsaussichten (!) der Autoindustrie für die nächsten Monate. Und die haben sich übelst verschlechtert dank dem zweiten Corona-Lockdown. Sie werden von ifo in einem Punkte-Index gemessen. Die Geschäftserwartungen der Autoindustrie sanken demnach dramatisch von +16,3 im Oktober auf -4 Punkte im November (hier die Details).

Verband der Autoindustrie erwähnt bei Inlandsproduktion erstes Plus in diesem Jahr

Aber die stark verfinsterten Aussichten der Autoindustrie sind ja etwas anderes als der derzeitige Zustand der Branche. Und geht man danach, dann ist die Laune gerade heute am 3. Dezember ziemlich gut. Da wäre zunächst der Automobilverband VDA mit seiner ganz frischen Meldung zu nennen. Die deutsche Autoindustrie hat im November zum ersten Mal wieder mehr Autos produziert als vor der Krise. Im abgelaufenen Monat liefen – unterstützt durch einen zusätzlichen Arbeitstag – 7 Prozent mehr Pkw in Deutschland vom Band (449.900 Einheiten). Damit wurde erstmals in diesem Jahr das Produktionsniveau eines Vorjahresmonats übertroffen. Zwar erwartet der VDA für das Gesamtjahr 2020 ein Volumen von rund 2,9 Millionen Neuzulassungen. Das sei ein Rückgang von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aber für den Pkw-Inlandsmarkt erwartet man im kommenden Jahr ein Wachstum von 9 Prozent auf 3,1 Millionen Neuzulassungen. Damit sei das Vor-Krisenniveau allerdings noch in weiter Ferne.

Analysten mit aktuellem Kommentar

Die Analysten der Commerzbank sehen in ihrem aktuellen Kommentar die Lage für die Autoindustrie recht optimistisch. Die deutsche Automobilindustrie habe den Einbruch aus dem Frühjahr wettgemacht. Im November wurden in Deutschland zum ersten Mal wieder mehr Autos produziert als vor der Krise. Dies sei ein weiterer Hinweis darauf, dass zumindest die Industrie bisher durch die gestiegenen Infektionszahlen und die neuerlichen Corona-Einschränkungen nicht spürbar beeinträchtigt wurde, so der Analyst Dr. Ralph Solveen. Er erwähnt, dass auf Basis einer Saisonbereinigung fast 19 Prozent mehr Autos produziert worden seien als im Oktober. Damit seien die saisonbereinigten Produktionszahlen sogar etwas höher ausgefallen als im Durchschnitt des Jahres 2019, also vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Weiter sagt er, hier auszugsweise im Wortlaut: Zunächst einmal zeigen die heutigen Zahlen aber einmal mehr, dass die Industrie von den deutlich gestiegenen Infektionszahlen und den neuerlichen von der Politik verhängten Corona-Einschränkungen kaum beeinträchtigt wird.

Autozulassungen

Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat heute Mittag Daten für die Autozulassungen im November veröffentlicht. Die zeigen einen guten Ist-Zustand für die Autoindustrie. Im November wurden in Deutschland 290.150 Neuwagen zum Straßenverkehr zugelassen. Damit liegt man 3,0 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahresmonats. Die Anzahl privater Zulassungen nahm um +22,8 Prozent zu, ihr Anteil betrug 39,4 Prozent. Die gewerblichen Zulassungen gingen um -14,7 Prozent zurück. Die Autozulassungen bei Tesla explodieren mit +500 Prozent! Hier weitere Details des KBA, auszugsweise im Wortlaut:

Die deutschen Marken Opel (+17,1 %), Audi (+3,1 %) und Mercedes (+0,5 %) erzielten Zulassungssteigerungen. Bei den weiteren deutschen Marken zeigten sich Rückgänge, die bei Smart (-49,2 %), VW (-18,4 %) und Ford (-15,8 %) zweistellig ausfielen. Mit 17,6 Prozent erreichte VW erneut den größten Neuzulassungsanteil.

Bei den Importmarken fiel die Neuzulassungsbilanz im November überwiegend positiv aus. Zweistellige Zuwächse von mehr als 30 Prozent zeigten sich bei Tesla (+500,0 %), Fiat (+42,7 %) und Toyota (+33,1 %). Um mehr als 20 Prozent waren die Zulassungen bei Renault (+29,2 %) und Citroen (+28,6 %) gestiegen. Ein Zulassungsminus von mehr als 20 Prozent zeigte sich hingegen bei Ssangyong (-48,0 %), Jaguar (-34,8 %), Mitsubishi (-27,0 %), Alfa Romeo (-21,9 %) und Seat (-21,6 %). Den größten Neuzulassungsanteil verzeichnete hier Skoda mit 5,9 Prozent.

Neuzulassungen mit alternativen Antrieben erfuhren im November eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vergleichsmonat. Mit 28.965 Elektrofahrzeugen legte diese Antriebsart um +522,8 Prozent zu. 71.904 Hybridfahrzeuge bescherten ein Plus von +177,2 Prozent, darunter 30.621 Plug-in-Hybride, die einen Zuwachs von +383,4 Prozent erreichten. Flüssig- und Erdgasfahrzeuge erzielten zusammen ein Plus von +51,9 Prozent wobei der Anteil 0,5 Prozent betrug. Den größten Anteil bildeten dennoch mit 40,4 Prozent die Benziner, deren Neuzulassungsvolumen gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um -32,3 Prozent zurückging, gefolgt von den Diesel-Pkw, deren Anteil nach einem Minus von -25,2 Prozent 24,3 Prozent betrug.

Die folgende Grafik zeigt vor allem ganz rechts mit den roten Balken, wie alle Hersteller bei den Neuzulassungen (teils dramatisch) verlieren im Vergleich Januar-November 2020 zu Januar-November 2019. Nur Tesla boomt mit +37,2 Prozent!

Heute Statistik zeigt im Zulassungsrückgänge für die Autoindustrie

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage