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Dax-Stimmung: Deutschen fürchten den Handelskrieg, Amerikaner glauben, das könne der Wall Street nichts anhaben!

Nichts bringt wohl besser auf den Punkt, wie man die aktuelle weltpolitische Lage sieht, als die Stimmung der Anleger zu den Aktienmärkten..

Markus Fugmann

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Nichts bringt wohl besser auf den Punkt, wie man die aktuelle weltpolitische Lage sieht, als die Stimmung der Anleger zu den Aktienmärkten. Mit anderen Worten: wird der Handelskrieg die Aktienmärkte nach unten drücken – oder doch nicht, das ist die Gretchenfrage für Spekulanten und Investoren. Aus der von der Deutschen Börse ermittelten aktuellen Daten zur Dax-Stimmung jedenfalls geht klar hervor: die Deutschen fürchten den Handelskrieg – wohingegen die Amerikaner das laut neuester AAII-Umfrage ganz anders sehen!

Zuerst der Blick auf die Deutschen: hier sind nur noch 31% der Profi-Investoren für den Dax optimistisch, ein heftiges Minus von 17% zur Vorwoche. Bärisch dagegen sind 40%, ein Plus von 6% zur Vorwoche. Bei den Privatinvestoren bleiben 34% bei ihrer bullischen Haltung (unverändert zur Vorwoche), bärisch sind 42% (-2% zur Vorwoche).

Joachim Goldberg interpretiert die Daten so:

„Betrachtet man die heutigen Sentiment-Daten der institutionellen Anleger mit mittelfristigem Handelshorizont, könnte man auf den ersten Blick meinen, sie hätten es aufgrund des eskalierenden Handelsstreits mit der Angst zu tun bekommen. Denn der Börse Frankfurt Sentiment-Index ist tatsächlich massiv, und zwar um 25 Punkte auf einen Stand von -9 Punkten gefallen.“
(..)

„Mit der heutigen Erhebung sind institutionelle und private Investoren nach vier Wochen divergierender Meinungen wieder zusammengerückt und setzen nun – teilweise unfreiwillig – auf einen fallenden DAX. Zwar ist der Pessimismus nicht sonderlich ausgeprägt, was mittlerweile auch für die relative Betrachtung im Drei- und Sechs-Monatsvergleich gilt. Und nach bisheriger Lesart bedeutet dies, dass der DAX bei weiteren Kursrückgängen in einer Größenordnung von ca. 2 bis 2,5 Prozent (gemessen am heutigen Erhebungskurs von 12.450 Zählern) zumindest von heimischen Investoren wieder ordentlich nachgefragt und gestützt sein dürfte. Nachfrage ist jedoch auch angesagt, falls der DAX für viele aus heutiger Sicht wider Erwarten doch noch Flügel bekommen sollte.“

Ganz anders dagegen die Stimmung der in der AAII-Umfrage befragten US-Privatinvestoren! Hier gab es geradezu einen Euphorie-Schub: die Bullen legen um +15,2% zur Vorwoche zu und kommen nun auf 43,1%, die Bären verlieren sportliche -10,1% zur Vorwoche und stellen damit nur noch 29,2% der Befragten.

Daraus geht klar hervor, dass die Amerikaner den Handelskrieg eher nicht fürchten, wohl weil sie der Überzeugung sind, diesen gar nicht verlieren zu können aufgrund der Exportungleichgewichte, man also viel weniger zu verlieren habe. Diese Haltung entspricht wohl nicht der Sachlage (schon weil dieser Handelskrieg hochgradig inflationäre Effekte hat, die die Fed zwingen werden, die Zinsen schneller anzuheben und schon damit die US-Aktienmärkte zu gefährden), wird aber eben so geglaubt, auch weil die US-Medien diese Haltung unterstützen.

Bleibt also die Frage: wer hat Recht? Und vor allem die Frage: wer hat in welchem Zeitfenster recht? Pessimistische Deutsche oder die optimistischen Amerikaner?

Abschließend noch einmal Erklärungen von Joachim Goldberg im Video:

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Rüdiger Born: Dynamik im Nasdaq – was tun?

Rüdiger Born

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Im Nasdaq ist derzeit Dynamik vorhanden. Im folgenden Video bespreche ich ausschließlich die aktuelle charttechnische Lage im Technologieindex, und was für Trader machbar ist.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Riskante Euphorie

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Besprochen wird die derzeit riskante Euphorie an der Wall Street.

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Aktienmärkte: Großbritanniens FTSE 100, vor einer Aufholjagd?

Wolfgang Müller

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Stehen die Aktienmärkte Großbritanniens, vor allem der FTSE 100, vor einer Aufholjagd? Knapp viereinhalb Jahre dauert das Gezerre um den EU-Austritt Großbritanniens schon, der Brexit, der mit dem Referendum vom 23. Juni 2016 eingeleitet wurde. Jetzt ist es nur noch ein Monat bis zum letzten Datum. Entsprechend gelitten haben die britischen Aktienmärkte, weil Anleger eine starke Verschlechterung der wirtschaftlichen Bedingungen auf der Insel erwarten. Eine Chance für ein Comeback international aufgestellter Titel?

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Aktienmärkte in Großbritannien: Die Einpreisung der Schwierigkeiten

Betrachtet man sich die Performance der Leitindizes verschiedener Länder, so kann man feststellen, dass die Investoren aufgrund des britischen Sonderweges einen kleinen Bogen um die Insel gemacht haben. Seit dem Referendum sahen die Entwicklungen der internationalen Aktienmärkte wie folgt aus (bis Ende November):

S&P 500 pus 73 Prozent
Dax plus 32 Prozent
CAC 40 plus 27 Prozent
FTSE 100 minus 14 Prozent

Auch die britische Währung hat unter dem Sonderweg stark gelitten, von 0,76 zum Euro auf aktuell 0,90 EUR/GBP.

Großbritanniens Schwäche ist auch ein relativ hohes Leistungsbilanzdefizit, also der Handel von Waren und Dienstleistungen mit dem Ausland. 2019 lag dieses Defizit bei 4,0 Prozent der Wirtschaftsleistung. Die britische Volkswirtschaft ist auf Kapitalzuflüsse aus dem Ausland angewiesen –  aber würde eine Abwertung des britischen Pfunds nicht auch Vorteile für die Exportwirtschaft generieren?

Gibt es ein Comeback britischer Aktien?

Die ersten Fondsmanager rechnen mit einem Aufschwung des britischen „Footsies“, denn britische Aktien haben im Vergleich zu den internationalen Märkten ein 50-Jahrestief erreicht. Es gibt viele Aktien, die in der Skepsis gegenüber der eigensinnigen Politik von Premier Boris Johnson über Gebühr verloren haben. Ob aus dem Pharmasektor – es gibt auch noch andere Werte als AstraZenecca -, dem Bankensektor (mit niedrigsten Kurs/Buchverhältnissen) oder aus dem Energiebereich, der an der Wall Street gerade so ein gewaltiges Comeback gefeiert hat. BP und Shell sind Energieriesen, die aber sehr von der Entwicklung des Ölpreises abhängen.

Für 2021 sind Fondsmanager der Hoffnung, dass die Bewertungslücke zu Europa wieder etwas geschlossen wird. Vor allem wenn es zu einem Handelsabkommen mit der EU kommen sollte. Außerdem darben derzeit viele britische Aktien im Sammelindex FTSE 100, die als Global Player ihre Gewinne außerhalb Großbritanniens einfahren. Mitgefangen, mitgehangen – aber wie schnell sich die Aktienmärkte umorientieren können, haben wir in letzter Zeit bei der Branchenrotation zwischen Growth und Value beobachten können. Auf der anderen Seite gilt es zu bedenken, dass Empfehlungen von Investmentbanken wie Morgan Stanley eigentlich nur bedeuten können: man hat schon einen Fuß in der Tür.

Fazit

Die Aktienmärkte und damit zahllose Investoren hatten Zeit genug, um die wirtschaftlichen Konsequenzen des britischen Sonderwegs in die Kursentwicklung einfließen zu lassen.

Was ist also, wenn es doch nicht so schlimm kommt, wie man es vorsorglich bedacht hat? Oder wenn es doch noch eine Lösung auf den letzten Drücker gibt? So oder so dürfte der 31. Dezember nicht mehr viel an großen negativen Überraschungen liefern, die Zeit bis zum Jahresende bleibt aber spannend. Beim Kampf um die Impfstoffzulassung, beim Fight um eine Jahresendrally für die Aktienmärkte – und um die Jahresperformance in der aktiven Fondsbranche und beim ersten Vortasten auf aussichtsreiche Investments für das Jahr 2021.

Die Aktienmärkte Großbritanniens: Potential für den FTSE 100 nach dem Brexit?

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