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Indizes

DAX weekly: Der Kampf um die runde 13.000er Marke – Ausblick

Stefan Jäger

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Heute werfen wir wieder einen Blick auf den Dax für die kommende Handelswoche. Vorher aber noch ein Rückblick auf die vorangegangene Woche: sie war geprägt von Aufwärts- und Abwärts-Gaps im Wechsel. Dadurch blieb der Intraday-Handel auf der Strecke, da kaum noch Bewegungen stattfanden. Insgesamt konnte der Dax 286 Punkte Zugewinn verbuchen. Dabei war das Anlaufen der 13.000er Marke ein Erfolg für die Bullen. Allerdings konnte die wichtige Marke noch nicht überwunden werden. Indessen hat sich der Dax im Bereich von 12.900 bis 13.000 die Zähne ausgebissen. Hier sollte in der kommenden Woche eine Richtungsentscheidung fallen.

Aus charttechnischer Sicht sind die Bullen im Vorteil. Bisher gibt es nämlich kein Anzeichen auf ein Top oder eine Trendumkehr. Trotzdem brauchen die Bären noch nicht das Handtuch zu werfen. Sehen wir einen nachhaltigen Ausbruch oder ein Scheitern? Viel hängt davon ab, wie der Sondergipfel der Europäischen Union (EU) zur Bekämpfung der Corona-Krise zu Ende geht. Außerdem kann die Berichtssaison weiteren Rückenwind bringen. Zwar sind die Ergebnisse bis auf ein paar Ausnahmen alles andere als gut, aber die extrem geringe Erwartungshaltung kann zu einer positiven Nachrichtenlage führen. Ein Ausbruch über die 13.000er Marke mit anschließendem positiven Retest, könnte den Dax jedenfalls in Richtung des Allzeithochs führen.

News und fundamentale Situation

Im Laufe des Tages könnte der Sondergipfel der EU zum Ende kommen. Ein positives wie auch negatives Ergebnis, könnte den Dax morgen entsprechend mit einem Gap in die Handelswoche starten lassen. Bisher gibt es Probleme einen gemeinsamen Nenner zu finden. Es gibt die Südstaaten auf der einen und die sparsamen Vier – Niederlande, Österreich, Dänemark und Schweden – auf der anderen Seite. Deutschland und Frankreich versuchen zwischen diesen Parteien zu vermitteln. Noch liegen die Meinungen über die Aufteilung des Wiederaufbaupakets weit auseinander.

Der Markt bewegt sich weiterhin zwischen zwei Fronten. Der Optimismus auf eine weitere Konjunkturerholung und die Gefahr der nicht enden wollende Corona-Pandemie. Für die Optimisten spricht, dass aufgrund der niedrigen Messlatte hinsichtlich der Berichtssaison, die Nachrichtenlage auch in der nächsten Woche positiv bleiben könnte. Demgegenüber sehen wir insbesondere in den USA eine völlig außer Kontrolle geratene Pandemie. Demnach wächst auch die Kritik an Trump und dessen Krisenmanagement-Fähigkeiten. Nehmen die täglichen Corona-Infektionen weiter zu, dann könnte es zu partiellen Lockdowns kommen, was wiederum die Konjunkturerholung bremst. Dies kann sich dann auch negativ auf die Kurse im Dax und den US-Indizes auswirken.

Die nächste Woche ist vollgepackt mit Quartalszahlen. Hier die wohl interessantesten Unternehmensberichte der kommenden Woche. Am Montag geht es los mit IBM. Danach folgen am Dienstag Texas Instruments, United Airlines, Coca Cola, Novartis, Snap und Sartorius. Am Mittwoch werden dann alle hinschauen, wenn Microsoft und Tesla ihre Ergebnisse präsentieren. Außerdem öffnen Gilead und die Software AG ihre Bücher. Am Donnerstag geht es dann mit Amazon, Daimler, Aixtron, Twitter und Intel weiter. Zum Schluss sehen wir am Freitag noch Verizon und BB Biotech.

Die wichtigen Marken für die Handelswoche im Dax

Ein nachhaltiges Überschreiten der 13.000er Marke wäre klar bullisch. Erfolgt danach noch ein Rücklauf mit einem positiven Retest der 13.000, dann könnte der Dax die Ziele auf der Oberseite abarbeiten. Die erste Zielmarke ist die 13.140, diese ergibt sich aus einem ABC im Tageschart. Danach folgt die 13.210, das statistische Ziel aus dem Dreiecksausbruch. Darüber liegt bei der 13.300 noch ein Ziel aus einer charttechnischen Formation. Überwindet der Dax all die Widerstände, dann ist der Weg bis zum Allzeithoch auch nicht mehr weit.

Ein Scheitern an der 13.000er Marke könnte dementsprechend eine Korrektur einleiten. Auf der Unterseite liegt eine wichtige Unterstützung im Bereich von 12.700. Ein Bruch könnte den Dax relativ schnell zu dem markanten Unterstützungsbereich zwischen 12.500 und 12.370 führen. Hier ist auf jeden Fall mit Käufen der Bullen zu rechnen. Darunter liegt dann noch der Vierfach-Boden bei 12.100 bis 12.000.

Dax Unterstützungen (US):

12.710 – 4-Stundenchart

12.500 – US-Zone Seitwärtsrange

12.370 – US-Zone Seitwärtsrange

12.000 – vierfach Boden

Dax Widerstände (WS):

13.000 – psychologische Marke

13.140 – ABC Ziel Tageschart

13.210 – statistisches Ziel Dreiecksausbruch

13.750 – 100 % Ziel Dreiecksausbruch

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

DAX weekly: Der Kampf um die runde 13.000er Marke - Ausblick Handelswoche

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Bitcoin

Goldpreis: Gestern Bitcoin-Absturz, heute Gold! Marktgeflüster (Video)

Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar. Was ist da los?

Markus Fugmann

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am

Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar (und das im buchstäblich selben Moment, als auch der VIX deutlich fiel). Was ist da los? Wiederholt sich das Geschehen aus dem März, als ein heftiger Abverkauf von Bitcoin das Vorspiel für den Absturz der Aktienmärkte im März-Crash war? Auffallend ist die Schwäche im Goldpreis und gestern die Schwäche bei Bitcoin) vor allem deshalb, weil der Dollar alles andere als Stärke zeigt – normalerweise unterstützt ein schwacher Dollar das gelbe Edelmetall. Die heute in den USA verkürzt handelnden US-Aktienmärkte nun immer mehr im „Gier-Modus“ – wie lange geht das noch?

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Rüdiger Born: Die aktuelle Lage am verkürzten US-Handelstag

Rüdiger Born

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Nikkei 225: Das Comeback des japanischen Leitindex

Hatte es der Großinvestor Warren Buffett geahnt, oder war er sogar ein kleiner Auslöser dafür: Nämlich die Stärke des japanischen Nikkei 225 – trotz explodierender Schulden

Wolfgang Müller

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Hatte es der Großinvestor Warren Buffett geahnt, oder war er sogar ein kleiner Auslöser dafür: Nämlich die Stärke des japanischen Sammelindex Nikkei 225, inmitten der Corona-Krise und bei explodierenden Staatsschulden. Dieser bemüht sich nach Kräften, endlich das Trauma des Immobilien-Crashs von 1989 zu neutralisieren, der Index kletterte jüngst auf ein fast 30-Jahreshoch.

Der japanische Index – auf dem Weg zu alten Höhen?

Immer wieder wird von Aktienpessimisten Japan als Negativbeispiel angeführt. Der unheimliche Aktien-Boom in den 1980-er-Jahren, verbunden mit der Immobilienblase (Hans-Werner Sinn: Für Tokyo hätte man ganz Kanada kaufen können!) führte zu abstrusen Börsenbewertungen:

 

Die Mutter aller Index-Fahnenstangencharts (bis zur Corona-Krise):

Die Aktienmärkte - hier der Nikkei

Der Höchststand des Nikkei 225 vom 29. Dezember 1989 lag auf Schlusskursbasis bei 38.913 Punkten, dann erfolgte ein Absturz ohnegleichen mit vielen erratischen Schwankungen und einem Tief am Ende der Finanzkrise von 7054 Punkten.

Aber wer hat im Jahr 1989 all sein Geld in den Nikkei 225 investiert und nicht vorher und danach? Im Übrigen hätte ein monatlicher Sparplan auf den Index über viele Jahre eine gewaltige Rendite gebracht, durch den Cost-Average-Effekt, nur muss der Index irgendwann einmal kräftig anziehen, dann schießt der Wert mit all den billig erworbenen Anteilen kräftig in die Höhe. So wie es beim Nikkei 225 schon seit geraumer Zeit aufwärts geht.

Ein Vergleich der Marktperformance:

Seit dem Corona-Tief:

S&P 500: plus 60 Prozent
Dax: plus 52 Prozent
Nikkei: plus 50 Prozent

Seit dem Tief in der Finanzkrise 2009:

S&P 500: plus 436 Prozent
Dax: plus 362 Prozent
Nikkei: plus 364 Prozent
Jetzt ist der Index noch weiter gestiegen und erreichte gestern 26.537 Punkte.

Wobei hier wieder einmal festzustellen ist, dass bei unserem Dax als Performanceindex die ausgeschütteten Dividenden mit eingerechnet wurden, anders als bei den international üblichen Kursindizes. Was im Jahresvergleich nicht viel ausmacht, verzerrt das Bild bei einem 11-Jahreszeitraum durch den Zinseszinseffekt doch sehr deutlich.

Was also fast nach einem Gleichlauf aussieht, wird im 3-Monatsvergleich nach dem Einstieg von Warren Buffett deutlicher, Japan fiel im Oktober nicht mehr so stark und erholte sich stärker.

S&P 500: plus 4 Prozent
Dax: plus 1 Prozent
Nikkei: plus 13 Prozent

Die Entwicklung der Wirtschaft

Dass die Börse in Japan so stark gestiegen ist, liegt zum einen natürlich an der Bank of Japan, die bereits 53 Prozent der japanischen Staatsanleihen in ihren Büchern hält und immer wieder ETFs auf den Aktienmarkt erwirbt.

Der Nikkei 225 mit seinen über 12 Billionen Euro Marktkapitalisierung hat natürlich noch andere Investoren.

Aber vonseiten der Wirtschaft gibt es auch einige Signale der Hoffnung.

Doch zunächst zum Einstieg von Warren Buffett. Seine Gesellschaft Berkshire Hathaway kaufte im Herbst etwas mehr als fünf Prozent der Aktien der fünf großen japanischen Handelshäuser, die jahrzehntelang Japans Außenhandel bestimmt haben. Für uns relativ unbekannte Namen wie Itochu, Marubeni, Mitsubishi, Mitsui und Sumitomo. Und seine Gesellschaft sei bereit, den Einsatz auf bis zu 9,9 Prozent zu erhöhen.

Japan ist verglichen mit den USA erheblich preiswerter. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) des Dow Jones liegt bei 2,9, jenes des Nikkei 225 hingegen nur mit bei 1,1.

Japans Wirtschaft erholt sich derzeit von einer Rezession, die schon im vierten Quartal 2019 begonnen hatte. Japans Konsumenten erhöhten ihre Ausgaben im Sommer um 4,7 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im dritten Quartal auf Jahresbasis um 21,4 Prozent, 2,5 Prozent stärker als von Analysten erwartet wurde.

Hinzu kommt, dass die XXVII. Olympischen Sommerspiele in Tokyo doch vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 stattfinden sollen, wie IOC-Präsident Dr. Thomas Bach bei seinem letzen Besuch in Japan angekündigt hat.

Ein Schub durch das Freihandelsabkommen RCEP

Das vor knapp zwei Wochen abgeschlossene Freihandelsabkommen RCEP, abgekürzt für Regional Comprehensive Economic Partnership, zwischen 15 Ländern Ostasiens und Ozeaniens, gab der Börse einen weiteren Kick. Japan erhält dadurch erstmals bevorzugten Zugang zu China und Südkorea. Die Annäherung der drei Länder gilt als historischer Vorgang. Das Abkommen wird als Wegbereiter für ein künftiges asiatisches Wirtschaftswachstum gesehen, auch zu einer Zeit, in der sich die Region ohnehin aufgrund der Eindämmung der Pandemie konjunkturell besser als der Rest der Welt entwickelt.

Fazit

Was kann man aus der diesjährigen Entwicklung des Nikkei für Lehren ziehen? Staatsschulden, selbst in astronomischer Höhe (über 250 % zum Bruttoinlandsprodukt), führen nicht zwangsläufig zum Einbruch. Nämlich dann, wenn die Bürger an die Stabilität der eigenen Währung glauben und genügend Sparvermögen bilden und natürlich von der Funktionsfähigkeit der eigenen Notenbank überzeugt sind, die viele der Staatssschulden in ihren Büchern hält. Das Vertrauen in das Geld ist Grundvoraussetzung für die Schuldentragfähigkeit.

Dann sollte die eigene Währung eine gewisse Stabilität aufweisen, damit die Exportwirtschaft nicht unter die Räder gerät, aber auch ausländische Produkte für die Bürger erschwinglich bleiben. Ganz besonders wichtig ist natürlich die Stabilität des Geldes im Hinblick auf die Inflation. In Japan lag die Teuerungsrate über 20 Jahre gerade mal bei 0,5 Prozent per annum. Aber aus dieser Argumentation könnte man auch schlussfolgern, dass es dann krachen wird, wenn auch nur einer der drei Faktor nicht mehr gegeben ist, insbesondere wenn die Inflation zu galoppieren beginnt. Inflation, das Thema der nächsten Jahre nach der epochalen Geldschwemme des Corona-Jahres 2020?

 

Der Nikkei in Japan mit zuletzt starker Entwicklung

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