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DAX weekly: Ein Blick in die Glaskugel für die kommende Handelswoche

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Heute wollen wir mal einen Blick auf das große Bild im Dax werfen und uns die Möglichkeiten für die kommende Woche anschauen. Seit nun sechs Wochen handelt der Dax in einer Seitwärtsrange von circa 12.000 bis 12.900. Damit könnte aber bald Schluss sein, vielleicht schon in dieser Woche. Dem Dax bleiben nämlich nur zwei Möglichkeiten. Entweder sehen wir einen dramatischen Ausbruch auf der Oberseite oder den Beginn einer größeren Korrektur.

Zwei Dinge können dafür der Auslöser sein. Einerseits beginnt in dieser Woche die Berichtssaison, andererseits gerät die Lage in der Corona-Pandemie in den USA völlig außer Kontrolle. Darüber hinaus ist am Freitag auch noch kleiner Verfallstag. Außerdem gibt es zurzeit zahlreiche Indikatoren, die eine größere Bewegung andeuten. Zum Beispiel weist der Dreiecksausbruch im Dax auf steigende Kurse hin. Auf der anderen Seite haben wir Divergenzen im RSI und MACD, die eine Korrektur ankündigen.

News und fundamentale Situation

Die Coronavirus-Infektionen in den USA nehmen ein verheerendes Ausmaß an. Am Samstag wurde der nächste traurige Rekord an Covid-Fällen registriert, über 66.000 Neuinfektionen an nur einem Tag. Darüber hinaus hat auch die Mortalitätsrate wieder zugenommen. Besonders betroffen ist weiterhin der Südwesten der USA. In Bundesstaaten wie Texas, Florida, Kalifornien und Arizona ist die Lage weiter außer Kontrolle. Von den 50 Bundesstaaten konnten nur 10 sinkende Zahlen melden, entsprechend steigen die Zahlen in den anderen 40 Staaten. Sollte es so weitergehen, dann werden zumindest partielle Lockdowns unausweichlich sein. Bisher reagieren die US-Indizes und der Dax noch nicht darauf, dass könnte sich aber bald ändern. Man muss sich die Frage stellen, wenn es im Sommer schon so schlimm ist, wie soll es dann erst im Winter werden?

Auf der anderen Seite beginnt diese Woche die vielleicht aufregendste Berichtssaison der letzten Jahre. Den Anfang machen am Dienstag die großen Banken wie JPMorgan, Wells Fargo und Citigroup, aber auch Unternehmen wie Continental und Delta Air Lines. Später in der Woche folgen noch Morgan Stanley, Black Rock und viele mehr. Schließlich legt Netflix am Donnerstag die Zahlen vor. Hier kann man dann sehen, ob der aktuelle Kurs gerechtfertigt ist oder nicht. Bei den Banken wird es besonders interessant, wie hoch sie die Abschreibungen auf mögliche Kreditausfälle ansetzen.

Die wichtigen Marken für den Handelswoche im Dax

Ein Überschreiten von 12.900 bzw. der 13.000er Marke wäre klar bullisch und könnte ihn in Richtung der Allzeithochs befördern. Die erste Zielmarke ist das statistische Ziel des Dreiecksausbruchs bei 13.200. Darüber liegt das 100 % Ziel bei 13.750, damit wären wir dann auch wieder an den Allzeithochs. Andererseits würde ein unterschreiten der 12.000er Marke auf eine Korrektur bis mindestens 11.600 hinweisen. Bei einem Bruch der Unterstützung liegen bei 11.200 und 10.800 weitere markante Unterstützungsbereiche. Aber man kann davon ausgehen, dass die Marken nicht alle in der kommenden Woche abgearbeitet werden.

Dax Unterstützungen (US):

12.440 – oT Seitwärtsrange

12.000 – vierfach Boden

11.600 – 61.8 % Erholung

Dax Widerstände (WS):

12.900 – Juni Hoch

13.000 – psychologische Marke

13.200 – statistisches Ziel Dreiecksausbruch

13.750 – 100 % Ziel Dreiecksausbruch

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Dax weekly: Blick in die Glaskugel für die kommende Woche

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Hesterbär

    13. Juli 2020 09:30 at 09:30

    Kurz zusammengefasst: Die Kurse könnten steigen, sie könnten aber auch fallen. Na, das ist doch schon mal ein sehr wichtiger Hinweis und alle wissen jetzt, was zu tun ist.

    • Stefan Jäger

      Stefan Jäger

      13. Juli 2020 09:42 at 09:42

      Moin Hesterbär,
      ja, genauso ist die Börse. Es wäre super zu wissen wohin die Reise geht, aber leider machen die Märkte immer was sie wollen. Man kann sich aber an wichtigen Marken orientieren, um sich daraus einen Vorteil zu verschaffen. Zum Beispiel ist der Bereich von 12.900 – 13.000 so einer. Bären könnten mit einem guten CRV Short gehen und einen engen Stop setzen. Bullen könnten den Ausbruch abwarten, um dem Trend zu folgen. Das A und O ist es die Signale zu erkennen, um dann davon zu profitieren.
      Ich wünsche Ihnen und allen anderen Händlern viel Erfolg.
      Beste Grüße.
      Bitte den Disclaimer beachten, dies ist keine Handelsempfehlung.

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